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Bestattung – Ablauf – Kosten

Eine Verwandte liegt im Krankenhaus. Es geht ihr nicht gut, wir bereiten uns auf das Schlimmste vor.
Kann ich mich jetzt schon über das Thema Bestattungen informieren?
Kann ich jetzt schon im Vorfeld zu verschiedenen Bestattern und mir Angebote einholen über Kosten usw.?

Wenn die Verstorbene streng katholisch war, kann sie trotzdem auf einem evangelischen Friedhof beerdigt werden?
Oder geht das nicht so einfach?

Ja, es ist eine gute Idee, sich jetzt schon bei verschiedenen Bestattern zu informieren.
Gehen Sie zu einem Bestatter und lassen Sie sich beraten. Dort erfahren Sie, was dieser Bestatter alles anbietet und wie die Kosten für Bestatter, Friedhof und sonstiges sind (Grabstein, Blumen, Zeitungsanzeige etc.).

Mit diesem Hintergrundwissen können Sie nun weitere Bestatter besuchen. Sie bekommen dann ein Gefühl dafür, welcher Bestatter für eine ähnliche Leistung deutlich mehr oder weniger verlangt. Lassen Sie sich aber nicht allein vom Preis leiten. Viel wichtiger ist Ihr Bauchgefühl, gut aufgehoben zu sein.

Je früher Sie mit diesen Besuchen beginnen, umso entspannter und sorgloser können Sie umfangreich Informationen einholen und eine Entscheidung fällen.

Ob Ihre Verwandte als Katholikon auf einem evangelischen Friedhof beigesetzt werden kann, hängt von der Friedhofssatzung ab.
Jeder Friedhof hat einen Träger, also jemanden, dem der Friedhof gehört. Das kann eine Stadt, Kirchengemeinde, ein Verein oder eine Firma sein.

Dieser Friedhofsträger stellt im Rahmen seiner Friedhofs- und Gebührensatzung die Spielregeln auf.
Es gibt konfessionell gebundene Friedhöfe. Diese meist katholischen oder evangelischen Friedhöfe stehen in erster Linie den Angehörigen dieser Kirchen zur Verfügung.
Es hängt nun von den örtlichen Regelungen ab, ob auch Personen anderer Konfession dort beerdigt werden können.
Oft gilt das nur für solche, die mit einem Angehörigen dieser Kirche verheiratet waren.

Hier müssten Sie sich durch einen einfachen kurzen Anruf bei der Friedhofsverwaltung informieren.

Wenn auch Du eine Frage hast, stelle Sie bitte herzlich gerne unter der Mailadresse peter@europa-host.de
Täglich erreichen mich zig Fragen, warum also nicht auch Deine? Die Chance auf eine zeitnahe Beantwortung steigt, wenn Du nichts gegen eine anonymisierte Wiedergabe Deiner Frage im Bestatterweblog.de hast.

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Peter Wilhelm5. April 2018

4 Kommentare von 106.

  1. Ich kann es verstehen, wenn manche Menschen es makaber finden, noch zu Lebzeiten einer nahestehenden Person über dessen Bestattung zu reden.

    Aber es ist wirklich besser so.

    Anfang Januar war es bei einer nahestehenden Person so. Die Verwandten trafen sich zum Mittagessen, und ich stellte während dem Kaffee den Angehörigen die Fragen: Eine Kremation, und dann hat man mehr Zeit, um für die Trauerfeier die restlichen Angehörigen zusammenzutrommeln? Braucht ihr ein Grabmal, einen festen Platz, der an sie erinnert? Wo wollen wir die Abdankungsfeier abhalten?

    All dies, während die Sterbende drei Stockwerke über uns war. Und ich bin mir sicher, dass wir eine ganz gute Lösung gefunden haben.

  2. Als Rettungsassistent, fahre ich desöfteren Patienten zur Bestrahlung, in’s Hospitz oä. Bei entsprechender Prognose ermutige ich die Angehörigen (wenn sie bei mit vorne sitzen, nicht beim Pat.) sich dem Gedanken an den Abschied zu stellen und es nicht als „herbeireden“ zu verstehen. aus eigener erfahrung weiss ich das derjenige, welcher dem moment des Abschieds für sich bereits durchgespielt hat dann handlungsfähig bleibt.

  3. Ich sage immer: „Wer sich frühzeitig mit dem Thema Tod beschäftigt und das geht eigentlich jeden an, da wir ja nicht wissen, wann der Sensenmann zuschlägt, sollte mit seinen Angehörigen darüber sprechen.“
    Wenn ich Vorsorge treffe, was nicht heißt, dass ich mich an einen Bestatter binden muss, kann ich alle Papiere die nötig sind, zusammenlegen, damit sie immer griffbereit sind.
    Für die ganze Familie, damit ist für den Fall der Fälle alles parat.
    Und ich rate jedem davon ab, beim Bestatter eine Vorsorge zu machen, denn auch Bestatter sind sterblich und man weiß ja auch selbst gar nicht, wo bei einem selbst der Sensenmann zuschlägt.
    Klar, die Bestatter die hier mitlesen, werden das nicht gut finden, denn jede Vorsorge die sie abgeschlossen haben, bringt ja schon mal Geld.
    Denn manchmal kann man diese Verträge eben auch nur gegen Zahlung von Kosten wieder rückgängig machen.
    Klar kann man vor Ort schon mal fragen und sich beraten lassen aber ich würde mir immer mehrere Angebote einholen. Das macht auch jeder bei einer größeren Anschaffung.
    Der Bestatter ist ein Dienstleister und wenn er mir im Vorfeld kein Angebot machen möchte ohne gleich einen Vorvertrag zu bekommen, dann gibt es andere, die das machen und auch offen über Preise sprechen.
    Preise gelten natürlich nicht für die nächsten 10 oder 20 Jahre.
    Aber es sind gute Anhaltspunkte, die man so bekommen kann.

  4. Bei meinen beiden Beerdigungen, nein nicht ich selber, lief das folgendermaßen:
    Als meine Mutter vor 21 Jahren starb, waren mein Vater und ich vollkommen überfordert mit dem Thema. Der Notarzt, der meine Mutter begutachtete, hat uns dann einen Bestatter in Ehingen/Donau empfohlen. Und der war dann auch wirklich gut. Der hat alles in die Hand genommen; Abmeldung beim Einwohnermeldeamt, usw.
    Mein Vater hatte dann eine Vorsorgevollmacht ausgestellt, in der er mich als Berechtigten eintragen ließ. Das einzige was ich mit ihm noch abgesprochen hatte, war die Art der Beerdigung – Feuerbestattung, und seinen Willen, was die Behandlung im Krankenhaus betraf. Er wollte nicht von Maschinen abhängig sein, die ihn am Leben hielten. An diesem Punkt wollte er in Frieden gehen können. Alles andere habe ich dann auch dem gleichen Bestatter überlassen.

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