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Black Friday der Bestatter fast vorbei

Meine Güte, was sind wir in diesem Jahr anlässlich CyberWeek, Black Friday, Cyber Monday und anderen Black- und Cyber-Events mit Angeboten zugeballert worden. Die Klugen unter uns wissen, dass in Wirklichkeit bei solchen Anlässen kaum ein echtes Schnäppchen zu machen ist. Nur wer lange und ausgiebig die Preise gecheckt hat, wird erkennen, wo man wirklich etwas sparen kann und wo nur von Mond- oder überhöhten Listenpreisen rabattiert wurde.

Ich persönlich habe vor allem Software gekauft für meine Blogs usw. Da gibt es feste Jahrestarife für die Lizenzen und ich kann direkt sehen, ob ein Black-Friday-Deal eine Ersparnis bringt, oder nicht.

Genauso omnipräsent wie die ganzen Cyber-Angebote waren in diesem Jahr wieder die Berichterstattungen über Tod, Trauer und Bestattungen.

Wie Ihr wisst, ist das ja in den „dunklen Monaten“ des Jahres immer so. Zwischen Halloween und Heiligabend wird von den Medien gerne das Thema Grab und Schaufel angepackt. In diesem Jahr schien mir das mehr zu sein, als in den letzten Jahren. In meinem Nachrichtenticker zum Thema Bestattung gingen täglich Dutzende von Meldungen ein.
Ich muss aber sagen, dass kaum etwas dabei war, was mich „geflasht“ hat.
Um ehrlich zu sein, handelte es sich um Meldungen aus dem langweiligen und zum Gähnen anregenden Teil eines staubigen Schwarzen Lochs.

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Und wie ein roter Faden zog sich durch die TV-Berichterstattung die Aussage: … „wobei es den Beruf des Bestatter eigentlich gar nicht gibt, denn der richtige Ausdruck ist Bestattungsfachkraft“.

Nein, das ist Blech, was ihr da redet.
Seit 2004 kannst Du ganz ordentlich eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft machen. Mit Übungsleichen, gefakten Trauerfeiern und Übungsfriedhof lernen Menschen den Beruf des Bestatters im Ausbildungszentrum der Branche in Münnerstadt und im Betrieb. Feine Sache.
Aber keineswegs muss ein Bestatter Bestattungsfachkraft sein. Wer in der Sparkasse arbeitet, kann die Ausbildung zum Sparkassen-Fachwirt (oder so) machen. Aber bei weitem die wenigsten, die dort arbeiten, haben so eine Ausbildung. Als Müllmann kann beispielsweise auch jeder arbeiten, der nicht zu dumm ist, sich hinten am Wagen festzuhalten. Einige absolvieren aber eine Ausbildung zur Recycling-Fachkraft (oder so).

Bestatter kann jeder werden und weil die Betriebe in der Handwerksrolle B der handwerksähnlichen Berufe eingetragen sind, kann auch jeder einen Betrieb eröffnen.
Das mag sich eines Tages mal ändern, aber derzeit ist es halt so.
Und warum ist das so?
Nun, Bestattungen auszurichten war früher kein so komplexes Unterfangen wie heute und wurde vielfach im Nebengewerbe von Fuhrunternehmen, Kohlehandel, Möbelgeschäften und vor allem von Schreinern durchgeführt. Mithin alles Leute, die sowieso in irgendwas schon qualifiziert waren und das eben nur nebenher machten.
Dass Pädagogen, Schamanen und ehem. Waldorflehrer und die dazugehörigen *innen neu in die Branche einstiegen und vom Start an alles ganz anders machen wollten, das gab es früher nicht.

BILDQUELLEN

  • todtt: Peter Wilhelm

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Berichte und Kommentare zu Verwaltungen, Kirchen, Friedhofsträgern und der gesamten Bestattungsbranche.

Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: | Peter Wilhelm 5. Dezember 2022

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Nobody
1 Jahr zuvor

Hier gibt es auch ein Bestattungsunternehmen was immer noch gleich lautet zum ersten Schreiner des Ortes… find ich irgendwie gut.

Was das Thema Schnäppchen angeht, so kaufe ich nur noch Sachen die wirklich auf dem Wunschzettel stehen… und wo ich zu 100% weiß/recherchieren kann wie die Preise und vergangenen Angebote so ausfielen. Im Zweifel kaufe ich lieber nicht, und das meist zu Lasten des stationären Handels… online ist man eh grad vorm bildschirm und eine spontane Recherche fällt leichter… offline geht das leider oft nicht so leicht, von daher gibt es da seltener spontane kaufaktionen…




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