China obszön: Die Grab-Stripper und die Nummer mit der Schlange
Die Welt berichtet:
Je mehr Trauergäste, desto größer das Ansehen des Toten. In Chinas Provinzen sorgen deshalb nun Nackttanzgruppen für Zulauf auf Beerdigungen. Den leicht bekleideten Darstellern drohen harte Strafen.
Zum Finale gab es eine halbe Stunde Strippen und zusätzlich noch die „Nummer mit der Schlange“. In europäischen Nachtlokalen würden solche Shows nur müdes Gähnen auslösen. In China aber füllen sie Säle. Vor allem dann, wenn die Zuschauer chinesische Bauern sind und die aufreizenden Tänze als Höhepunkt der Totenfeier für einen gerade Verstorbenen angeboten werden. „Obszön und zivilisationslos“, empören sich die Tugendwächter der Volksrepublik. Weil sich der „pietätlose Frevel“ landesweit verbreitet habe, schritt diese Woche das Kulturministerium mit einem Bannfluch ein.
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Was ich das Allerbeste an dem ganzen Beitrag finde sind diese tendenziösen Untertöne.
„Passt den Behörden nicht ins Konzept […] geht gegen die Damen und seine vermeintlich obszönen Auftritte vor.“
„Was für westliche Verhältnisse eine ganz normale Tanzdarbietung ist […] Technomusik und nackte Haut passen dem Regime nicht ins Bild.“
Jaja, die fortschrittlichen westlichen Verhältnisse und das pöhse Regime 🙂
Bei aller Kritik die man an China üben kann ist das eine der bigottesten Beiträge die ich seit langem gehört habe. Es würde mich nicht wundern wenn die Behörden dort gegen die Aktionen vorgehen weil etliche trauernde Menschen sich davon gestört gefühlt haben – nur weil ein aufmerksamkeitssgeiler Onkel die Stripperinnen bucht sieht mir die heulende Oma nicht so aus als fände sie das dolle. Und wenn bei „uns im aufgeklärten Westen“ [TM] plötzlich unangekündigt halbnackte Stripperinnen zu lauter Bum-Bum-Musik auf dem Friedhof rumhüpfen würden, würden sicherlich auch etliche Beschwerden und/oder Anzeigen bei der Polizei wegen Ruhestörung, Verletzung der Totenruhe undwasesdanichtallesgibt einprasseln.
Ich schätze, da kannst Du absolut sicher sein. Hier gab es doch schon Themen wie Werbung auf dem Freidhof und die damit verbundenen „Reklamationen“.
Selbst ein kleiner Schriftzug des Bestatters kam nicht gut an. Wenn da auch noch nackte rum gehopst wären…
Vielleicht haben auch manche Angehörige (oder sind es Ungehörige?) auch Angst, dass der Verstorbene reiche Onkel bei siviel Nacktheit wieder erwacht und das Erbe ist pfutsch. 😉
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Nekrolog
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Mit dem Tod von Rita Süssmuth verliert Deutschland eine der prägenden politischen Persönlichkeiten der Bundesrepublik – eine Frau, die Politik…
Was ich das Allerbeste an dem ganzen Beitrag finde sind diese tendenziösen Untertöne.
„Passt den Behörden nicht ins Konzept […] geht gegen die Damen und seine vermeintlich obszönen Auftritte vor.“
„Was für westliche Verhältnisse eine ganz normale Tanzdarbietung ist […] Technomusik und nackte Haut passen dem Regime nicht ins Bild.“
Jaja, die fortschrittlichen westlichen Verhältnisse und das pöhse Regime 🙂
Bei aller Kritik die man an China üben kann ist das eine der bigottesten Beiträge die ich seit langem gehört habe. Es würde mich nicht wundern wenn die Behörden dort gegen die Aktionen vorgehen weil etliche trauernde Menschen sich davon gestört gefühlt haben – nur weil ein aufmerksamkeitssgeiler Onkel die Stripperinnen bucht sieht mir die heulende Oma nicht so aus als fände sie das dolle. Und wenn bei „uns im aufgeklärten Westen“ [TM] plötzlich unangekündigt halbnackte Stripperinnen zu lauter Bum-Bum-Musik auf dem Friedhof rumhüpfen würden, würden sicherlich auch etliche Beschwerden und/oder Anzeigen bei der Polizei wegen Ruhestörung, Verletzung der Totenruhe undwasesdanichtallesgibt einprasseln.
@Shad:
Ich schätze, da kannst Du absolut sicher sein. Hier gab es doch schon Themen wie Werbung auf dem Freidhof und die damit verbundenen „Reklamationen“.
Selbst ein kleiner Schriftzug des Bestatters kam nicht gut an. Wenn da auch noch nackte rum gehopst wären…
Vielleicht haben auch manche Angehörige (oder sind es Ungehörige?) auch Angst, dass der Verstorbene reiche Onkel bei siviel Nacktheit wieder erwacht und das Erbe ist pfutsch. 😉