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Essen und Trinken am Lebensende

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Als mein Vater nichts mehr essen konnte, wussten wir noch nicht, dass er schon so bald sterben würde. Wir hofften noch, dass die Ärzt*innen im Krankenhaus ihn schon wieder hinbekommen würden, dass es nur eine momentane schlechte Phase war. Ärzt*innen, Pflegekräfte und der Sozialdienst im Krankenhaus hofften und glaubten das auch. Dass es schon so weit war, überraschte am Ende alle. Im Nachhinein gesehen ist sein Essverhalten aber ganz typisch für das Lebensende: Er hatte keinen Appetit und bekam einfach nichts mehr herunter. Und unser Verhalten war wohl auch ganz typisch für Zugehörige von Sterbenden: Wir machten uns furchtbare Sorgen und versuchten, ihn zum Essen zu bewegen. Wir brachten ihm alles, was er haben wollte, und motivierten ihn zu jedem Bissen. Ein paar Löffel Apfelmus gegessen? Super! Dreimal am Eis geschleckt? Großartig! Es drehte sich vieles um das Essen in diesen Tagen. Schließlich musste er ja wieder „zu Kräften kommen“. Die Ärzt*innen unterstützten uns dabei: Sie verordneten hochkalorische Trinknahrung, die mein Vater abscheulich fand und erst recht nicht herunterbekam. Hätten sie damals schon absehen können, wie kurz vor dem Tod mein Vater stand, hätten sie wahrscheinlich anders reagiert.

Tatsache ist: Die meisten Menschen essen und trinken in den letzten Stunden und Tagen, manchmal sogar Wochen, nichts oder fast nichts mehr.

Tatsache ist auch: Für Zugehörige ist das meistens sehr erschreckend. Essen und Trinken sind in unserer Vorstellung untrennbar mit Leben und Gesundheit verbunden. Wenn jemand nichts mehr isst und trinkt, wird er sterben, und zwar schon bald. Kaum etwas macht uns diese furchtbare Tatsache so greifbar. Dazu kommt noch die emotionale Komponente von Essen: Es bedeutet auch, sich um jemanden zu kümmern, ihr*ihm etwas Gutes zu tun und sie*ihn zu versorgen. Wenn auch das plötzlich nicht mehr geht, ist die Hilflosigkeit noch größer. Man kann die*den Sterbende*n doch nicht verhungern und verdursten lassen!

Sterbende verhungern und verdursten nicht

Was man Zugehörigen deshalb unbedingt erklären und sich auch selbst immer wieder klarmachen muss: Sterbende verhungern und verdursten nicht. Das Essen und Trinken einzustellen, ist ein ganz normaler und sogar wichtiger Aspekt des Sterbeprozesses. Man stirbt nicht, weil man mit dem Essen und Trinken aufhört. Sondern man hört mit dem Essen und Trinken auf, weil man stirbt. Es gehört dazu.

Der Körper stellt die Funktionen ein

Es ist nämlich so: Beim Sterben fährt der Körper nach und nach seine Funktionen zurück. Dazu gehören auch die Verdauung und die Nierenfunktion. Flüssigkeit und Nahrung können dann nicht mehr richtig verarbeitet werden und bringen die*den Sterbende*n daher nicht „zu Kräften“. Im Gegenteil: Essen und Trinken können in der Sterbephase den Körper sogar unnötig belasten und zu vermeidbaren Problemen führen. Flüssigkeit sammelt sich dann zum Beispiel im Gewebe und in der Lunge und kann die Atmung erschweren. Und: Eine gewisse Austrocknung scheint das Bewusstsein in der letzten Lebensphase auf angenehme Weise zu dämpfen und das Sterben zu erleichtern.

Kein Essen und Trinken mehr für Sterbende?

Das bedeutet natürlich nicht, dass man Sterbenden Nahrung und Getränke verweigern soll, wenn sie etwas zu sich nehmen wollen! Wer etwas essen oder trinken möchte, bekommt es selbstverständlich! Aber häufig haben Menschen in der Sterbephase gar kein Verlangen mehr danach. Sie wollen nichts mehr essen oder sind mit kleinsten Portionen zufrieden. Diejenigen, die auf das Essen drängen, sind meist die Zugehörigen, die befürchten, dass ihr geliebter Mensch verhungern oder verdursten könnte. Das passiert nicht! Nichts essen und trinken zu wollen, ist nicht Grund für das Sterben, sondern Teil davon. Und wenn der Sterbeprozess einmal im Gang ist, kann kein Essen und kein Getränk ihn aufhalten.

Wichtig ist hier, wie so häufig, auf die Bedürfnisse der Sterbenden zu schauen. Es ist in Ordnung, nichts mehr essen oder trinken zu wollen. Man sollte der*dem Sterbenden natürlich immer wieder etwas anbieten, sie*ihn aber nicht drängen oder überreden.

Was man trotzdem für Sterbende tun kann:

Zugehörige (oder auch Hospizbegleiter*innen, Pflegekräfte oder Ärzt*innen) können trotzdem viel tun:

  • Gegen das Durstgefühl und die Trockenheit im Mund hilft eine gute Mundpflege: Man befeuchtet die Lippen und die Mundschleimhaut mit Wasser oder gerne auch mit Lieblingsgetränken. Bier, Wein, Saft, Limo, Kaffee, … Hier ist alles möglich. Das bringt angenehmen Geschmack (= Genuss) und genügt völlig aus, um ein mögliches Durstgefühl zu bekämpfen und das Mundgefühl zu verbessern. Zur Mundpflege könnt ihr große Wattestäbchen, spezielle Mundpflegeschwämmchen oder auch kleine Sprühfläschchen benutzen. (Zur Mundpflege gibt es sicher in Zukunft noch einen ausführlichen eigenen Artikel.)

  • Viele Sterbende genießen den Geruch und das Aussehen ihrer Lieblingsspeisen, selbst wenn sie gar nichts oder nur sehr wenig davon essen können. Das Kochen des Lieblingsessen kann also trotzdem „Verwöhnen“ sein, auch wenn die Angehörigen es dann alleine essen. Sparen sollte man sich nur Vorwürfe à la „Ich habe das extra für dich gekocht und jetzt willst du nichts essen“!

  • Vorsicht: Es gibt auch Sterbende, die sehr empfindlich auf Gerüche reagieren. Gerade bei Krebserkrankungen und Chemotherapien kommt das häufig vor. Die gut gemeinten Essensdüfte lösen dann nur Übelkeit aus. Hier hilft wie so häufig reden: Fragt die*den Sterbende*n einfach, wie ihr*ihm gut tut. Und nehmt hin, dass sich das in kürzester Zeit wieder ändern kann.

  • Es kann sehr hilfreich sein, der*dem Sterbenden zu kommunizieren, dass sie*er nichts essen MUSS, wenn sie*er nicht möchte oder kann. Manche quälen sich nämlich Mahlzeiten herunter, um die Zugehörigen zu beruhigen, selbst wenn es ihnen danach schlecht geht.

  • Falls Flüssigkeit oder Nährstoffe über einen Tropf oder eine Magensonde zugeführt werden, solltet ihr jetzt mit den Ärzt*innen sprechen, ob diese Gabe nicht reduziert oder ganz beendet werden sollte. So schwer es auch fällt: Damit nimmt man der*dem Sterbenden keine Lebenszeit, sondern schenkt im besten Falle Lebensqualität.

Übrigens: Der bewusste Verzicht schwerkranker Menschen auf Essen und Trinken ist manchmal auch eine aktive Entscheidung, um den Tod bald herbeizuführen. Doch das ist ein anderes Thema, über das ich vielleicht mal gesondert schreiben werde.

Wie geht es euch mit dem Thema Essen und Trinken? Habt ihr schon Erfahrungen mit Sterbenden gemacht, die nichts mehr essen und trinken wollten?

BILDQUELLEN

  • plate-403596_1280: Bild von Vidmir Raic auf Pixabay
Birgit Oppermann 3. Januar 2021


19 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Vielen Dank für den tollen Text. Bei meiner Schwiegermutter war es genauso.
    Ich war sehr unsicher, weil ich gelesen hatte, dass viele Demenzkranke nichts essen, weil sie nicht mehr essen können (motorisch) oder Essen nicht mehr als Essen erkennen. Davor hatte ich große Angst.
    Später habe ich gelesen, dass es bei vielen Menschen so ist, wie hier oben beschrieben.
    Ich finde, diese Information sollte viel weiter verbreitet werden. Es würde viele Angehörige und auch die Sterbenden erleichtern.

  2. Hm, ich finde es irgendwie äußerst schwierig, den*die Text*in zu lesen, da er dauernd von Sternchen*innen unterbrochen wird (diesmal ganze 22 Stück*innen). Schade, dass dadurch viel Information*in verloren geht, bzw. einfach nicht gelesen wird. Als Autor*in sollte doch eigenlich der*die Wunsch*in bestehen, dass der*die eigene Text*in lesbar bleibt und somit dem*der Leser*in nicht einfach nur unangenehm in der Erinnerung*in bleibt.

    • Wenn Du Firefox nutzt, es gibt das Add-on „Binnen-I be gone“. Dies macht aus Neusprech wieder lesbare Texte.

    • Ich habe nicht einmal realisiert, dass da Sternchen sind, längst habe ich mich dran gewöhnt. Es fällt mir viel mehr auf, wenn Menschen diese weglassen und entweder umständliche „sie und er“ Formulierungen verwenden oder gleich ganz darauf verzichten verschiedene Geschlechter mit in ihre Texte einzubeziehen. Von dem her danke, dass hier Texte inklusive verfasst werden. Das motiviert mich, nebst den wirklich informativen und interessanten Texten an sich, wieder häufiger hier mitzulesen 🙂

      • Ich hingegen habe diesen Artikel wieder ausgelassen, weil die Sterne wieder gestört haben.

        • Ich konnte den Text ohne Probleme lesen. Die Sternchen sind mir nicht aufgefallen. Musste sie eben richtig suchen.
          Wie Alex schon geschrieben hat, finde ich Sternchen im Gegensatz zu Schrägstrichen, anderen Formulierungen etc. gut um alle miteinzubeziehen.
          Bitte weiter so!

          • In der deutschen Schriftsprache muß man nichts umformulieren oder mit Schrägstrichen ausstatten, wenn man in der Schule aufgepaßt hat.

        • Wieso haben dich die Sterne gestört, wenn du den Artikel doch ausgelassen hast?
          Ist ja auch ganz praktisch: unter der Überschrift steht, von wem der Text verfasst wurde. Und wenn da Birgit Oppermann steht, wartest du eben auf den nächsten Text von Peter.

  3. Ein sehr interessanter und informativer Beitrag. Bis zum heutigen Tage wusste ich nichts über das Essverhalten von Sterbenden. Und es beruhigt mich doch sehr, zu wissen, wie ich reagieren muss, sollte bei meiner (zum Glück noch lebenden) Mutter irgendwann mal ein ähnliches Verhalten auftreten.

  4. Auch von mir herzlichen Dank für die Info. Solche Informationen finde ich sehr hilfreich, müssten viel mehr Menschen wissen.

  5. Bei meiner Tante war es auch so. Sie verweigerte schon Wochen vor ihrem Tod das Essen, wurde dann ins Krankenhaus verbracht und an den Tropf gehängt. Aber auch nach ihrer Rückkehr ins Heim wurde es nicht besser. Es ist wirklich gut, solch eine Information zu haben, dass jemand, der nicht mehr essen und trinken möchte, sich aufs Sterben vorbereitet. Natürlich wurde ihr immer Essen und Trinken angeboten, aber sie hat alles kategorisch abgelehnt. Das kam klar rüber, auch wenn die Kontaktaufnahme wegen Demenz in den letzten Wochen mit ihr schwierig war.
    Es ist eine große Erleichterung für die Zugehörigen zu wissen, dass die Verweigerung von Essen und Trinken einfach zum Sterbeprozess gehört.

  6. ich habe dieses Verhalten auch bei einer alten Dame bemerkt, die im Krankenhaus neben mir lag. Ich war noch recht jung und die Erfahrung, daß neben mir eine Sterbende lag hat mich ziemlich überfordert. Beobachtet habe ich, daß sie gerne die paar Tropfen Mandarinensaft, den ihr ihre Tochter aus den kleinen Stückchen auf die Lippen tropfte annahm aber sonst nichts essen wollte. Als ihre Tochter gehen mußte hab ich ihr versprochen, daß ich solange ich da bin, nach ihrer Mama sehe und Hilfe rufe, wenn sie was braucht. Am Abend kam ein recht junger Arzt und hat geschimpft, daß die alte Dame nix gegessen hätte. Dann hat er ihr in den Mund gesehen und festgestellt, daß sie verschleimt war. Da kann man was machen, dann schmeckts auch wieder, war die Aussage. 10 Minuten später kam er mit einem Absaugegerät von der Größe eines Staubsaugers und hat der armen Frau einen riesigen Schlauch in den Hals gerammt … zwei Schwestern haben sie festgehalten … Ich muß sicher nicht sagen, was das mit der armen Frau und auch mit mir angestellt hat. Ich habe mich in Panik auf dem Klo versteckt. Die arme Frau konnte sich nicht verstecken. Als es vorbei war uns sie immer noch nichts essen wollte, hat der Arzt gedroht, daß das auch anders ginge. Sie hat die ganze Nacht gewimmert, war desorientiert und voller Angst. Neinen Trost hat sie nicht erreicht. Ich hab sie immer nur gestreichelt und gehofft, daß sie mein Geheule nicht sieht. Ich war total geschockt, Am nächsten Morgen habe ich ihre Tochter angerufen und Bescheid gesagt sie gebeten zu kommen, dann habe ich meine Sachen gepackt, meine Blumen der Frau hingestellt mich von ihr verabschiedet, was sie nicht wahrgenommen hat und bin gegangen.
    Einen Tag drauf kam ein Anruf. Ein paar wenige Stunden nach meinem Abgang war die Tochter gekommen, da war die Mutter schon aufgebahrt in der Kapelle gelegen. Meine Blumen hatte sie im Arm. Ihre Tochter hat mir gedankt, daß ich für die Mama da war. Ich konnte nichts machen, der alten Dame nicht helfen … am Ende waren es nur die Blumen … Das war vor 30 Jahren. Diese 2 Tagen haben mich so nachhaltig beeindruckt, waren so furchtbar, daß ich noch heute jede Einzelheit weiß.
    HEUTE habe ich das Wissen, das Selbstbewußtsein und den Mut dazwischen gehen zu können. WISSEN ist in diesem Fall das Wichtigste! Damals konnte ich nur weglaufen … und mich immer noch fragen, was hätte ich tun können. Danke für den Beitrag

    • Liebe Uli,

      danke für deine Erzählung! Ich glaube nicht, dass es wenig war, was du getan hast. Sterbende haben sehr feine Antennen dafür, wenn ihnen jemand etwas Gutes tut und es gut mit ihnen meint. Du hast getröstet, gestreichelt, den Schmerz geteilt, das kann sehr, sehr viel sein, auch wenn du die Reaktion nicht direkt gemerkt hast.

      Viele Grüße,
      Birgit

  7. Ich kann und muss nur zustimmen.
    Exakt so hat es sich im vergangenen beim Sterben meiner Mutter zugetragen.
    Wären nicht die Damen vom Palliativdienst gewesen, so hätte ich höchstwahrscheinlich darauf gedrängt das Mutti via Sonde, Infusion etc. ernährt worden wäre.
    So aber wurde ihr Essen und Getränke angeboten, die sie einnehmen konnte, aber nicht musste.
    Es zerriss mit das Herz zu erkennen, dass sie nicht mehr konnte und nicht mehr wollte.
    Aber wir haben sie gehen lassen.
    Und ich bin heute sicher das es richtig wahr, ihren Willen zu akzeptieren und sie nicht zu nichts zu zwingen.
    Es war und ist unfassbar schwer.

  8. Liebe Birgit, liebe Mitleser*innen,

    Vor mittlerweile Jahrzehnten habe ich als Schülerin in den Sommerferien in einem Altenpflegeheim gearbeitet. Eine meiner Aufgaben war es, eine nach einem / mehreren Schlaganfällen sehr beeinträchtigte Frau mit Pürriertem zu füttern. Allerdings hat sie immer den Mund zugekniffen und sagte nur immer wieder „Benster! Benster!“
    Ich verstand nicht und fragte nach: „Wollen Sie, dass ich das Fenster öffne?“
    Immer beim E des „Benster!“ ging ihr Mund am weitesten auf und ich nutzte die Gelegenheit schnell für den Esslöffel…
    Ungefähr am 3. Tag verstand ich plötzlich, was sie da sagt:
    Aufgrund des Schlaganfalls war wohl auch das Sprachzentrum betroffen und sie verwechselte die Silben. Benster hieß ‚Sterben!’………
    Sie wollte sterben und NICHTS mehr essen!
    Und ich nutzte diese Willensäußerung, um ihr Nahrung zu geben / aufzuzwingen…

    In meinem jugendlichen Alter fand ich keinen Ausweg aus dem Dilemma.
    Ich kann mich auch nicht erinnern, mit jemand darüber gesprochen zu haben.

    Es tut mir immer noch leid, wie das damals gelaufen ist.
    Heute würde ich anders reagieren…

    Viele Grüße von Andrea

  9. So ein ernsthaftes, emotionales Thema und Viele die bereits mit Angehörigen auch diesen Teil des Sterbeprozesses durchgemacht haben, finden sich wieder.

    Mangelt es an Emphatie (vermutlich) dann sieht man nur Gender *……

  10. Abgesehen von der*dem grauenhaften Unlesbar*innenkeit dieses*r Textes, erinnert mich das an meinen Urgroßvater, den ich nie getroffen habe, sondern nur diese eine Anekdote von ihm kenne:

    Sein Lieblingsspruch war wohl „so lange ein Mensch isst, lebt er“. Und das tat er als Bauer ausgiebig mit stundenlangem Frühstück bevor es für den ganzen Tag auf’s Feld ging.

    Eines Tages aß er dann nicht mehr, und kurze Zeit später hatte sich auch das mit dem Leben erledigt. Recht hatte er also.

  11. Als ich vor Jahren einmal auf der Intensivstation lag, durfte ich nichts trinken. Die Flüssigkeit wurde mir intravenös verabreicht. Trotzdem war mein Mund trocken und der Durst war kaum auszuhalten.
    Ein Pfleger hat mir dann den Mund mit einem Wattestäbchen und Zitronenwasser ausgepinselt. Das hat sehr gut getan.

    Sterbende liegen oft stundenlang mit weit offenem Mund da. Dadurch trocknen die Mundschleimhäute und die Zunge schnell aus. Auch ihnen bringt so ein Benetzen mit Wasser oder Erfrischendem sehr viel. Das habe ich bei der Pflege meiner beiden Eltern selbst erleben dürfen.
    Auch ein Schwamm, getränkt mit etwas Zitrone und Wasser, an dem d. Sterbende „zutzeln“ kann, hilft ungemein.

  12. Bei meinem Vater war es auch so. In den letzten Tagen seiner Krankheit hat er auf einmal aufgehört zu essen und zu trinken. Das angerufene Krankenhaus hat sich geweigert ihn aufzunehmen. Sie meinten, da können sie nichts machen. Das angerufene mobile Palliativteam war dann ganz großartig und hat lange am Telefon erklärt, dass das ein normaler Zustand ist. Sie kamen dann auch täglich 2x vorbei und haben meinen Eltern durch diese letzten Tage geholfen. Solchen Menschen kann man gar nicht genug danken.

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