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Größe und Maße einer Aschenkapsel für den Selbstbau von Urnen

Von

Urne selber machen

Immer wieder erreichen mich Anfragen, wie groß der Innenraum einer selbstgefertigten Urne sein muss, damit die Aschenkapsel vom Krematorium hineinpasst.

Hier zwei gängige Aschenkapseln im Foto mit Maßstab:

Fotos von Urnen mit Zentimetermaßen

Welche Maße soll die Überurne haben?

Mit einem Durchmesser von 17 cm liegt man auf der sicheren Seite.
Für die Höhe würde ich gute 24 cm vorsehen.

Da es zig verschiedene Modelle von Aschenkapseln gibt, würde ich empfehlen, den Bestatter oder das Krematorium nach den genauen Außenmaßen zu fragen, dann kann man die Innenmaße seiner selbst erstellten Überurne entsprechend anpassen.

Soll ich eine Urne selbst gestalten?

Es ist durchaus eine gute Idee, die Überurne selbst zu gestalten. Sie kann aus beinahe jedem Material gefertigt sein, das keine Schadstoffe an den Boden abgibt. Hierbei kommen sowohl beständige Materialien, wie Keramik oder Metall, infrage, wie auch vergängliche Materialien, wie Filz, Kork, Holz oder Geflecht.

Was muss ich beim Selbstbau der Urne beachten?

Es ist nicht statthaft, für eine Friedhofsbeisetzung der Urne, den Inhalt der Aschenkapsel direkt in die selbstgefertigte Urne umzufüllen. Anders sieht das bei anderen Bestattungsarten aus, wie beispielsweise der Wald- oder Seebestattung. Hier muss die Asche sogar umgefüllt werden. Bei Waldbestattungen soll die Urne verrotten und die Asche in den Waldboden übergehen. Bei Seebestattungen soll die Urne soviel Festigkeit bieten, dass die Asche bis zur Beisetzung gut gehandhabt werden kann, danach aber am Meeresgrund allmählich zerfallen.

Sprechen Sie mit dem Bestatter

In jedem Fall muss man den Wunsch, eine eigene Urne zu fertigen, mit dem Bestatter absprechen. Es ist ziemlich doof, ihn plötzlich vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Was ist sonst noch zu beachten?

Eine Urnenbeisetzung kann u.U. innerhalb gewisser Zeit auch hinausgezögert werden, bis die selbstgemachte Urne fertiggestellt ist.

Vergängliche Gegenstände, wie Briefe, Zettel oder Buchseiten dürfen mit in die Überurne gegeben werden.

Noch ein Tipp

Bestatter können sehr preiswerte vergängliche Urnen aus Pappmaschee besorgen. Das Material sieht von außen sehr ansprechend aus, besteht aber in der Tat nur aus Eierschachtelmaterial. Solche Urnen oder einfache Stahlblechurnen können als Basis für eigene Kreationen sehr gut genommen werden.

Fotos:
Bestattungen Oliver Grote
Duisburg Rummeln-Kaldenkirchen (Niederrhein bei Holland)

Peter Wilhelm 12. Dezember 2020


3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Und dann muss man noch die Friedhofssatzung beachten, denn inzwischen dürfen ja nicht überall mehr Urnen beigesetzt werden, die den Anforderungen nicht entsprechen.

    Die meisten Bestatter sehen das auch nicht gerne, denn an einer Urne kann man verdienen.

    Ich hatte das Problem bei einem Tischler der seinen eigenen Sarg gebaut hat.
    Er entspricht allen Normen und es war schwierig einen Bestatter zu finden, der keinen Sarg mehr verkaufen konnte.

    Wenn ich überlege, welchen Sinn das überhaupt machen soll, wenn man die Urne ja auch später nicht mehr sieht, dann verstehe ich die Problematik sowieso nicht.

    Wer das macht, weil er die Asche zu Hause aufbewahren möchte, der muss sich natürlich an gar keine Masse halten, da die Asche umgefüllt wird und dann ist die Aschenkapsel natürlich überflüssig.

    In dieser Richtung würde ich dann auch erst agieren, wenn ich die Menge der Asche weiß und auch klar ist, ob diese Asche zusammen bleibt oder geteilt wird.

    Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. 🙂

    In diesem Sinne einen schönen 3. Advent!

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