Home Kontakt Impressum/Datenschutz Service-Portal Shop

Knochen im Aushub

Ist es eigentlich normal, dass bei einer Beerdigung im Aushub neben dem Grab die Knochen früherer Verstorbener zu finden sind und die ersten ankommenden Gäste diese mit der Hand hinter dem Grabstein verstecken müssen, bevor die näheren Angehörigen der früheren Besitzer dieser Gebeine eintreffen?

Durch die immer wieder erneute Belegung der Gräber über Generationen hinweg, kann es durchaus vorkommen, daß sich im Erdreich noch Fragmente menschlicher Gebeine befinden. Diese können beim Anlegen eines neuen Grabes im Aushub vorhanden und sichtbar sein.

Es handelt sich zumeist um die großen Körperknochen aus den Beinen usw.

Gut geschulte Friedhofsmitarbeiter sorgen schon beim Aushub des Grabes dafür, daß diese Knochen an der tiefsten Stelle des frisch ausgehobenen Grabes vergraben werden. In jedem Fall sollten diese Knochen mit Erde abgedeckt werden. Der Grabaushub sollte mit frischer Erde abgedeckt oder mit Kunstgrasmatten verhüllt werden.

Auf der anderen Seite sollte man sich vor Augen halten, wo man sich befindet und was mit den Menschen im Grab geschieht. In früheren Zeiten hat man sich um solche Dinge keine Gedanken gemacht. Ein alter Friedhofsspezialist aus dem Bayerischen erzählte mir mal, daß früher die Kinder mit den Knochen gespielt hätten.

Dennoch sollte man heutzutage den Angehörigen diesen Anblick ersparen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Wir beugen solchen Vorkommnissen vor, indem wir den Aushub auf den entsprechenden Friedhöfen ebenso mit Grasmatten abdecken lassen, wie wir das Grab selbst mit solchen Matten aushängen lassen. Entsprechende Friedhöfe sind solche, bei denen der Aushub noch klassisch als Erdhügel gelagert wird. In den meisten Fällen werden heute dafür Container oder spezielle Holzverschläge benutzt, die eine Sicht auf das Erdreich nicht ermöglichen.

PDF erzeugen
Peter Wilhelm28. Mai 2012

23 Kommentare von 140448.

  1. Ich habe als Kind mal total praktische Steine, mit denen man prima spielen konnte, bei uns im Garten gefunden – und erst viel später verstanden, dass es die Wirbelsäulenknochen vom Hund der Hausvorbesitzer waren… Danach wollte ich wochenlang nichts mit den Händen anfassen…

  2. dazu fällt mir ein: vor einigen jahren kam es in siegen einmal aufgrund sintflutartiger regenfälle zu einem erdrutsch, von dem auch ein friedhof betroffen war. särge und leichenteile schwammen die straße hinab, was einigen anwohnern einen gehörigen schrecken eingejagt hat …

  3. ,,vor einigen jahren kam es in siegen einmal aufgrund sintflutartiger regenfälle zu einem erdrutsch, von dem auch ein friedhof betroffen war. särge und leichenteile schwammen die straße hinab, was einigen anwohnern einen gehörigen schrecken eingejagt hat …´´

    Also ich hätte auch einen Schreccken bekommen!! Ich habe die Bilder mal angeschaut, das sieht wirklich zum fürchten aus!!!

  4. Solche Knochen hatte ich auch schon öfters gesehen, mein Ex-Freund (auch Bestatter) machte mich damals darauf aufmerksam, sonst wäre mir das wohl nie aufgefallen.
    Ich kannte auch eine Sechzigjährige, die hatte auch immer als kleines Mädchen auf dem Friedhof gespielt und der Leichenfrau bei der Arbeit zugeschaut. Damals war das ganz normal, heut halten einen die Leute schon für meschugge, wenn man erwähnt, zur Entspannung auf dem Friedhof spazieren zu gehen!

  5. Ich habe nach der Beerdigung von meinem Opa beim Blumen einpflanzen dann meinen Uropa mal zu Gesicht bekommen *g* gab dann Mutterboden Gratis ;-) weil es so peinlich war das ich so viel Knochen gefunden hab…

  6. Wie lange dauert es denn eigentlich, bis man gar nichts mehr findet? Je nach Bodenbeschaffenheit sind doch – soviel ich weiß – nach der üblichen Zeit von 25 Jahren sogar die Särge zum Teil noch erhalten, oder nicht?

  7. @Ute: Das ist von der Bodenbeschaffenheit abhängig. Je nach Boden kann es sein, dass du nach 25 Jahren noch ganz andere Dinge findest.

    Im Idealfall sollte eine Leiche nach 7-9 Jahren zersetzt sein, wenn ich mich recht erinnere. Aber wenn man sich jetzt zB an Wikipedia wendet, soll es auch schon vorgekommen sein, dass man nach 45 Jahren exhumiert hat und es kaum zu Verfallserscheinungen gekommen ist.

    ( Wachsleiche )

  8. Dazu gleich die nächste Frage:
    Was passiert mit den Knochen im Aushub. Werde diese wieder eingebuddelt (an der gleichen Stelle)oder werden diese seperat in ein einem Knochenhaus gelagert ?

  9. „Beinhäuser“ sind kaum noch üblich. Meißt werden die gefundenen Knochen gesammelt und dann unter dem neuen Sarg „mitbestattet“

  10. Hallo herr a. und Tanja,

    ein Bekannter von uns wohnt direkt unterhalb dieses Friedhofs, er fand es auch nicht besonders prickelnd …

    Und der Vater meiner Freundin liegt auf diesem Friedhof, sein Grab war aber zum Glück so gerade eben außerhalb der Gefahrenzone.

  11. Hab ich doch geschrieben. Meißt werden sie erneut „bestattet“. Entweder unter dem neuen „Inhaber“, oder auf bestimmten Sammelstellen. Und dann lässt man der Zersetzung erneut ihren Lauf

  12. Ja, es ist ja bekannt, dass Verbesserungen, die Rechtschreibung und/oder Grammatik betreffend, grundsätlich mit der Netiquette in Verbindung gebracht werden. ;) Weiteres vielleicht über schmidtpeter[ät]gmx.net, um hier weiteres Off-Topic zu vermeiden?!

  13. Also bei DSL-Problemen wird man ja ne Methode finden sich zu melden.
    Aber ein ganzer Tag ohne Tom?
    Da wird die Pietät ihn wohl nicht aufgespürt haben o,O

  14. Hallo;

    wir führen den Grabaushub mit einem Minibagger durch, und haben auch schon so manchen Schädel gefunden…

    ich habe aber eine ganz andere Frage:
    Die Grasmatten, die wir benutzen sind schon sehr alt, sie müßten mal ersetzt werden. Kann mir jemand eine Adresse nennen, wo man diese bestellen kann?

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Nutzungsbedingungen | Trollhilfe | Kommentar fehlt? | So gehen Abstände! | Smileys