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Leichen sind keine Passagiere

… auch nicht in Las Vegas.

Es ist ja eine gute Idee, die in manchen amerikanischen Städten verwirklicht wurde: Um Fahrgemeinschaften zu fördern und die langwierigen Staus in den Stoßzeiten zu vermeiden, gibt es separate Fahrpuren, die für Busse, Taxis und Fahrgemeinschaften frei bleiben müssen.

Wer also eine Fahrgemeinschaft bildet, kommt in den Genuss einer freien Fahrbahn und einer enormen Zeitersparnis.
Es wird ja letztlich auch viel Benzin dadurch gespart und die Staus sollen verringert werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass nur in jedem sechsten Fahrzeug mehr als eine Person sitzt.
Für die Fahrer ist aber in erster Linie die Zeitersparnis von Interesse.

Das dachte sich auch ein Leichenwagenfahrer in Las Vegas.

Er saß zwar vorne allein in dem Bestattungsfahrzeug, nutzte aber dennoch die Fahrgemeinschaftsspur. Als die Nevada State Trooper ihn anhielten, argumentierte der Bestatter, er habe schließlich hinten einen Passagier dabei und bilde mit der Leiche ja logischerweise eine Fahrgemeinschaft.

Zunächst glaubten die Polizisten, der Bestatter wolle sie auf den Arm nehmen. Ein Blick in den Laderaum des großen amerikanischen Leichenwagens vom Typ Cadillac überzeugte die Polizisten aber zumindest mal davon, dass dort tatsächlich ein Sarg transportiert wurde.

Das mit der Fahrgemeinschaft sahen die Polizisten aber anders. Sie verwiesen den cleveren Bestatter auf die normalen Fahrspuren der Interstate 15 und verwarnten den Leichenwagenfahrer. Ob wegen seiner „interessanten“ Ausrede kein Bußgeld kassiert wurde, ist nicht überliefert.

Die Nevada-State-Troopers sahen sich aber zu einer öffentlichen Bekanntmachung veranlasst, in der sie darauf hinweisen, dass eine Fahrgemeinschaft nur mit lebenden und auch atmenden Personen gebildet werden kann…

Jetzt sollte jeder in Nevada eigentlich Bescheid wissen.

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Peter Wilhelm 6. Juli 2019


2 Kommentare von 140832.

  1. Das Ziel dieser Regelung ist ja, daß weniger Autos unterwegs sind. Das wird erreicht, wenn mehrere Leute in einem Auto sitzen, die sonst alle selbst fahren würden.
    Somit ist klar, daß ein Toter rausfällt.
    Aber wie sieht das aus, wenn man Kinder im Auto hat oder Betrunkene oder Menschen ohne Führerschein? Da gibt es ja keinerlei Verringerung des Verkehrsaufkommens.

    Ich habe irgendwo mal gelesen, daß es in manchen Gebieten mit solchen Regelungen (gibt es anscheinend auch z.B. in Lagos, Nigeria) auch schon professionelle Mitfahrer gibt, die gegen geringes Geld den ganzen Tag hin- und her-mitfahren.

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