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Walter darf den Krug auslecken

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Die Turnerkneipe im benachbarten Stadtteil ist eine ganz typische Vereinskneipe. In den 70er Jahren, als die Gemeinde noch Geld hatte und die Vereinskassen voll waren, ist sie auch mit viel Eigenleistung gebaut worden. Natürlich hatte man nicht nur die Vereinsgaststätte gebaut, sondern gleich auch noch eine Turnhalle, einen Versammlungsraum, einen Saal, eine Kegelbahn, Umkleide- und Duschräume, eben alles, was ein Sportverein so braucht.

Am Anfang war „der Alfons“ der Wirt und unter ihm lief die Gaststätte ganz gut. Als er in den 80ern in den Ruhestand ging und auch noch ein neuer Vereinsvorstand gewählt wurde, begann der Niedergang des Restaurants.

Die Pachtgebühr wurde auf eine utopische Summe hochgeschraubt und den Wirten immer versprochen, alleine die weit über 400 Mitglieder des Sportvereins seien eine Garantie für einen stetigen Umsatz.
Aber weit gefehlt, denn der Sportverein ist heute nicht mehr der Mittelpunkt des Lebens, die Menschen haben vielfältige Interessen und weil jeder mit dem Auto kommt, trinken die meisten sowieso anschießend nichts mehr.

Jedenfalls herrscht in der Gaststätte seitdem gähnende Leere und die ständig wechselnden Wirte müssen sich mit vereinsfremder Laufkundschaft über Wasser halten.
Ja es kommt sogar vor, daß die Fußballer eine Feier veranstalten und das dann auf der Wiese unterhalb der Gartenterrasse des Lokals tun, ihr Fleisch und ihre Getränke selbst mitbringen und der damals griechischen Wirtsfamilie was vorgrillen.
Die bleiben oben im Lokal auf Gyros und Suwlaki sitzen und unten hauen sich 120 Leute die Bäuche voll…

Seit zwei oder drei Jahren hat nun Hanno die Kneipe. Hanno kommt aus Ostfriesland und ist ein sehr netter Wirt. Seine Frau Tine kocht sehr gut und so ganz langsam haben sich die beiden eine nicht große, aber sehr treue Stammkundschaft aufgebaut.

Vorne im Eingangsbereich haben sie einen Biertisch mit Bänken aufgebaut, da dürfen sich die Raucher in ihren Rauchpausen niederlassen und da sitzt immer der Walter.
Walter ist 71 Jahre alt, hat früher als Gemeindearbeiter bei der Kläranlage gearbeitet und verbringt seit seiner Pensionierung seine Zeit fast ausschließlich vor dem Fernseher und in der Turnerkneipe.
Seine Rente ist nicht besonders hoch, bevor er bei der Kläranlage arbeitete, hatte er bei verschiedenen Bauern gearbeitet, die es mit den Sozialabgaben nicht so genau genommen haben, dann hatte er mal drei oder vier Jahre lang auf selbständiger Basis einen fliegenden Handel mit Kartoffeln und Zwiebeln, der auch nichts zur Rente beigetragen hat.
Die Standardbestellung von Walter ist immer die gleiche: „Drei Bier, aber nacheinander, fünf Zigaretten lose und hinterher zwei Scheiben Graubrot zum Mitnehmen.“

So sitzt er dann tagein tagaus auf seiner Bierbank im Eingangsbereich der Kneipe, raucht, trinkt und jeder weiß, daß die drei Scheiben Graubrot alles sein werden, was Walter an diesem Tag essen wird.

Es ist ja schade, was manche Leute so auf dem Teller lassen, da könnte oft wirklich noch jemand davon satt werden. Aber es hat mich immer gestört, wenn jemand sein Schnitzel komplett aufgegessen hat und ein paar mickrige Pommes und einen Rest Salat auf dem Teller zusammenschüttete und es dann Walter brachte.
„Da Walter, iß Dich mal satt!“ haben die dann gönnerhaft gesagt und sich kaputtgelacht, wenn der kleine alte Mann die Reste hastig in sich hineinstopfte.

Der Hannes fliegt wenigstens zweimal im Jahr mit seiner Frau in Urlaub, das Ehepaar macht immer Fernreisen in exotische Länder, all inclusive und nur am Strand, bloß keine Berührung mit den Kanaken, von denen es ja im Ausland besonders viele geben soll…
Also am Geld sollte es dem Hannes gewiss nicht fehlen und umso mieser finde ich, daß er es sich angewöhnt hat, die Neige seiner vielen Biere in einem Krug zu sammeln, um sie dann dem Walter zu „schenken“.
„Aber Walter, nix umkommen lassen, nachher schön den Krug ausschlecken, Bier is‘ teuer!“
Ach, wie großzügig, du Proletenarsch, du!

Wenn meine Frau und ich dort einkehren, bleiben wir immer kurz bei Walter stehen, ich biete ihm dann eine Zigarette an und vergesse beim Weggehen grundsätzlich die fast noch volle Schachtel. Wenn wir dann unser Essen bestellen, lassen wir dem Walter immer eine Portion von dem bringen, was er gerne mag und selbstverständlich zahlen wir dem Mann auch seinen Deckel.
So dicke, wie manche immer meinen, haben wir es auch nicht, aber es geht uns doch deutlich besser als manchen anderen und ich empfinde die Tatsache, keine Not leiden zu müssen, auch als Gnade und Geschenk und habe das Bedürfnis, auch andere teilhaben zu lassen.
Lange haben wir eine alleinerziehende Mutter und ihren Sohn unterstützt, dann dort aber den Geldhahn zugedreht, weil das Geld nicht für notwendige Dinge genutzt wurde, sondern in immer neue Unterhaltungselektronik und allerlei unnötige Verträge floss. (Handy, nochmals Handy, XXL-Entertainment-Paket, Sky-Abo…).
Wir haben uns gefragt, ob es uns zusteht, darüber zu urteilen und sind zunächst zu der Überzeugung gelangt, daß geschenkt eben geschenkt ist und es uns nichts angeht, was der Beschenkte mit dem Geschenkten macht.
Aber dann haben wir uns gesagt, daß unsere Unterstützung ja eine gewisse Not lindern soll und wenn der Hilfeempfänger aber lieber weiter in der Notsituation verharrt, wieder am Monatsende nichts zu essen hat und seine Miete nicht voll bezahlen kann, und stattdessen die Mittel, die ihm das ersparen könnten, für Kinkerlitzchen ausgibt…
Vielleicht ist das falsch, wir sind keine perfekten Menschen, aber da war uns dann das Geld zu schade.
Passenderweise geriet aber zu dieser Zeit ein anderer Mann mit Frau und drei Kindern in einen Engpass und seitdem bekommt er unauffällig jeden Monat einen Zuschuss.
Klar, man darf sich dann davon auch mal was gönnen, im Grunde genommen ist uns das egal, aber wie gesagt, wenn das Geld nur für Reklamekonsum rausgehauen wird…

Ich kann das überhaupt nicht gut, ich kann gar kein Gönner sein, das ist mir immer peinlich. Lieber ist es mir, wenn das alles wie selbstverständlich läuft und kein Aufhebens darum gemacht wird.
Bei Walter ist das so. Dem kann man schenken was man will, der nimmt es, blitzt einen aus seinen wasserblauen Augen an, sagt brav danke und das war’s. Kein überschwengliches Theater, keine Arien der gespielten Dankbarkeit, sowas hasse ich nämlich.

Ich will um Himmels Willen jetzt gar nicht auf dieser Gönnerrolle herumreiten, ich muß das nur erzählen, sonst wird das Folgende nicht richtig klar. Was ich im Grunde sagen wollte war, daß es für uns einfach selbstverständlich ist, daß wir helfen wo wir können, wenn Not am Mann ist. Dafür erwarten wir nichts und wir sprechen auch für gewöhnlich nicht darüber, schon allein um den jeweils anderen nicht zu kompromittieren.

Nun erzählte uns vor ein paar Wochen der Hanno, also der Wirt der Turnerkneipe, daß er den Walter schon ein paar Tage nicht gesehen habe, vielleicht sei der krank.
Doch Walter war nicht krank. Nach ein paar weiteren Tagen hat Hanno nämlich die Polizei gerufen und die hat Walter tot in seiner Wohnung gefunden. Dort ist er während der ganz heißen Tage einfach so gestorben. Vermutlich sei die Hitze zuviel für sein Herz gewesen…

Walter hatte noch eine Schwester, die lebt irgendwo hinter München, hat selbst nicht viel Geld und vor allem schon seit 20 Jahren keinen Kontakt mit ihrem Bruder gehabt, wie das eben manchmal so ist.
„Ist doch kein Problem“, habe ich zu Hanno gesagt, „Ich gehe morgen zum Bürgeramt und sage denen, daß wir den Walter anständig unter die Erde bringen.“
Und genau so habe ich es auch gemacht. Herr Fürbringer vom Ordnungsamt war sehr aufgeschlossen, er stimmte sofort zu und schlug vor, daß die Gemeinde das kleine Urnengrab stellt, wenn wir den Rest machen. Dann könnte man davon absehen, die Schwester in Anspruch zu nehmen und müsse keine anonyme Sozialbestattung machen.

Viele Leute sind zu Walters Trauerfeier mit der anschließenden Urnenbeisetzung nicht gekommen. Hanno und Tine, die Wirtsleute, Hannes und seine Frau, die Urlauber und meine Frau und ich waren da. Trotzdem hat sich der katholische Diakon, im Rahmen seiner begrenzten Möglichkeiten, ganz ordentlich ins Zeug gelegt und sowohl in der Trauerhalle, als auch am Grab zumindest mal so lange geredet, als wären wesentlich mehr Leute da.

Wie das mit der Beerdigung gelaufen ist, das wußten nur die Leute vom Ordnungs- bzw. Friedhofsamt, die Wirtsleute und die beiden Urlauber.
Die Sache war damit erledigt, jetzt haben wir halt eine Stelle mehr auf dem Friedhof, die wir ab und zu mal besuchen werden. Das Grab wird mit weißem Kies abgedeckt und ein Holzkreuz mit Walters Namen wird es kennzeichnen.

Einige Tage später kommen meine Frau und ich in ein anderes Lokal, in dem Urlauber-Hannes auch verkehrt, und setzen uns etwas abseits, um unsere Ruhe zu haben, an einen Tisch in der Ecke.
Weiter vorne, halb verdeckt durch einen Raumteiler aus künstlichem Buchsbaum, sitzen ein paar Männer, die unser Kommen gar nicht bemerkt haben. Während wir noch auf unser Essen warten, beginnt dort eine Diskussion, bei der wir schnell hellhörig wurden.
Der Hannes habe gestern erzählt, der Bestatter habe die Beerdigung vom Walter ja nur aus Geldgier gemacht. Wegen der kostenlosen Reklame und so. Ein anderer weiß noch zu sagen, daß der Bestatter bestimmt etwas von einem fetten Erbe wisse und vielleicht habe der Walter ja irgendwo einen fetten Sparstrumpf versteckt gehabt.
Und dann kommt die ganze Litanei, jeder weiß was Blödes: Bestatter verkaufen die Gebissprothesen der Leichen nach China weiter, die machen immer ihren Schnitt und wahrscheinlich habe sich der Bestatter die fette Kohle vom Sozialamt eingestrichen und dann den armen Walter irgendwo lieblos verscharrt.
„Na, ob der überhaupt einen Sarg für den Walter genommen hat, vielleicht haben’se den gerade mal so in ein Tuch gewickelt und verbrannt, aber die Kohle für den Sarg abrechnen, das tun die immer.“

Meine Frau mußte mir vor’s Schienbein treten, sonst wäre ich am liebsten hingegangen und hätte denen mal was erklärt.

Peter Wilhelm 19. Juni 2012


34 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Boaa, ich könnte hier gerade Gas geben…aber die Schimpftirade kommt nirgend an. Ich überlege gerade, was ich Hannes an die Wade wünsche…
    Tom, die Menschen sind so.
    Hatten vielleicht selbst immer ein schlechtes Gewissen und können das so nicht stehen lassen.
    Hilft zwar auch nich, aber kann man dich mal virtuell drücken?

  2. Ich geb zwar auch Bettlern Geld, aber eigentlich ist das der falsche Weg. Menschen sollten nicht von der Wohltaetigkeit anderer abhaengig sein. Es sollte staatliche Regelungen geben, die jedem Menschen ein menschenwuerdiges Leben ermoeglichen ohne auf das Wohlwollen ihrer Mitmenschen angewiesen zu sein.

  3. Lästermäuler gibts immer und überall, Tratschtanten und Menschen die niemandem sonst etwas gönnen sowieso. Da braucht man ein dickes Fell (je nach Temperament nicht leicht).

    Ich hatte jetzt eigentlich schon fat damit gerechnet das diese „Hannes“ überall erzählt das er der Verantwortliche dafür sei das „Walter“ ein würdiges Begräbnis bekam.

    Oscar Wilde sagte dazu: „Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten“, und Arthur Schopenhauer sagte einst „In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid“

  4. Tja das los des selbstständigen.
    Ich habe das schon öfters erlebt das vor allem Leute mit eigenen Betrieben Opfer solcher … ich finde Dummheiten ist ein zu schwaches Wort … sagen wir Schwachsinnigkeiten werden. Das liegt ganz einfach daran da man sich ja nicht vorstellen kann wie man als Kunde wie den alles was z.B der Bestatter so da hat finanziert wird. Man sieht ja Generell nur sich da drinne mal einen Bekannten und so oft wird ja nicht gestorben. Trotzdem hat ein Bestatter einen Anzug meistens ein größeres Auto und so. Also MUSS er ja irgendwas illegales machen sonst kann der sich das gar nicht leisten.

  5. tief durchatmen, ruhig bleiben, reden lassen! alles andere hilft da wohl nicht. ist doch traurig das solche individuen sich lieber über andere das maul zerreissen, als sich mict ihrem eigenen armseeligen leben zu befassen.

  6. Welch jämmerliche Kleingeister.
    Vielleicht kompensieren sie aber auch nur ihr eigenes schlechtes Gewissen, denn -wie von dir praktiziert- tut es den meisten von uns finanziell nicht arg weh, einem Menschen in Not durch Kleinigkeiten (…aber nicht durch gesammelte Bierreste!!!) zu helfen. Uneigennützig, ohne Selbstbeweihräucherung, einfach selbstverständlich.

    Vielleicht hat ein gewisser Herr doch Recht mit seiner Aussage, daß Deutschland „verdummt“. Die soziale Intelligenz bzw. Kompetenz läßt jedenfalls zu wünschen übrig (… nicht nur beim „kleinen“ Bürger).

  7. Bei so einem Proll kommt mir das Kotzen.
    Man kann sich ja auch soo toll dabei fühlen, wenn man einem anderen den Müll hinwirft und dieser den begierig und sogar dankbar annimmt.
    Über „den Bestatter“ herzuziehen war auch nur das gleiche Prinzip. Sich selbst erhöhen zu wollen, indem man andere schlecht macht/erniedrigt.

  8. Deine Frau hatte recht, das beste war, nichts zu sagen.

    Und der Urlauber-Hannes hat da wohl etwas verwechselt … nur weil ER SELBST sich so verhalten hätte, ging er selbstverständlich davon aus, dass Du auch handelst …

  9. solche Leute sind einfach nur dumm und gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens … also hör auf Dein kluges Frauchen, lieber Tom. und ignoriere solche Leute und vor allem laß nicht ab von Deinem Tun – Leute die wirklich Hilfe brauchen, können sie auch annehmen, wie Walter.

    Für mich denke ich immer, man soll so leben und die Menschen mit solcher Achtung behandeln, daß man immer ohne Scham im Spiegel in die eigenen Augen sehen kann …

    Obwohl ich hin und wieder einsehen muß, daß auch ich Menschen begegne, denen ich keine Achtung entgegen bringen kann und es auch nicht wirklich will …

    Aber das ist wohl eine Frage der persönlichen Einschätzung und des persönlichen Ehrgefühls

    Uli

  10. [i]Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.[/i]

    Dieser Spruch bestätigt sich hier in eindrucksvoller Weise. Wobei die „Spende“ von Hannes vermutlich nicht viel mit Mitleid zu tun hat, sondern einfach nur erniedrigend ist.

  11. Warum soll man sich immer alles gefallen lassen? Nur, weil aufregen nicht lohnt? Sicher ist es „Stammtisch-Geschwätz“. Die Leute mal „aufklären“ kann man ja mal versuchen. Ob es was bringt, steht auf einem anderen Blatt.

  12. Aufklären… schön und gut… aber wie?
    Wie soll das denn ablaufen, und sich auswirken, wenn Tom aufsteht und die Person zur Rede stellt mitten im Restaurant?

    Tag der offenen Tür, incl Flyer die auf den Tag hinweisen? Hmm, aber ob das Angebot angenommen würde? Ob es was bewirken würde?

  13. der kleine Scherz am Rande, dass es gerade im Ausland doch recht viele Ausländer geben soll fand ich göttlich.

    Hauptstory:
    Umso mehr Leute, umso dümmer werden sie.

    Irgendwo stand mal: Die Intelligenz einer diskutierenden Gruppe ist so hoch wie der IQ des dümmsten geteilt durch die Anzahl der diskutierenden…..

    Solange der Deutsche/Österreicher (oder vielleicht doch überall auf der Welt) noch über andere schimpfen kann, solange gehts ihm auch gut.

  14. Leute, die andere Leute kleinmachen müssen um selbst groß zu erscheinen sind arm.

    Was hättest du diesen armen Leuten, die so blind durch die Welt gehen, denn sagen sollen? Sagen können?

    Alles was du denen erzählt hättest, wäre unter „Rechtfertigung“ verbucht worden, „siehste, hat er wohl nötig gehabt, sich zu rechtfertigen“.

    Bei solchen Leuten gilt ein ehernes Prinzip:
    „Never argue with an idiot. They drag you down to their own level and drag you with experience.“ 😉

  15. Ich glaube, viele Leute sind einfach so egoistisch und nur auf sich selbst bedacht, dass es für sie unvorstellbar ist, dass es Menschen gibt die auch mal etwas uneigennütziges tun. Und weil sie das nicht verstehen müssen sie halt drauf rumhacken und sich gegenseitig ihre Gerüchte erzählen. Hauptsache irgendetwas schlecht machen um sich selbst besser zu fühlen…
    Einfach nur traurig…

  16. Armselig, einfach nur armselig, solche Leute. Aber egal was und wie man es macht, auch anschließend – allen kann man es nicht recht machen. Also bleibt nur: mache es so, dass du damit zufrieden sein kannst.

    Und @ #4/Anita:
    Ja, gibt es ja teilweise auch. Nur möchte der Staat möglichst wenig ausgeben und versucht genau das mit möglichst viel Trickserei. Natürlich nur bei den ganz Kleinen, den Großen (z. B. Banken) wird in Hülle und Fülle und ohne große Probleme gegeben. Da kann man dran verzweifeln.

  17. WOAH, ich sitz grad mit nem riesen Hals vor meinem Rechner. Zunächst mal ist das, was unser Tom da getan hat keineswegs selbstverständlich, dafür definitiv meine Hochachtung und meinen Respekt. Aber was bildet sich dieser Urlauber-Fatzke da eigentlich ein ? Unverschämt, respektlos, mit Verlaub ein Ar***…Dem sollen ewig die Füsse jucken und er müsst vom Kratzen Ausschlag an den Fingern kriegen…über die Dinge, die die Gemüsefrau so erzählt, konnte ich ja noch einigermaßen lachen…aber das grenzt ja schon an Rufmord…bin ja mal gespannt, ob uns der werte Urlauber-Hannes noch mehr begegnet…

  18. @Trine,
    wenn schon verwünschen,dann richtig,
    mir persönlich gefällt der am besten:
    „Mögen dir alle Zähne bis auf einen ausfallen,
    bis auf einen,um Zahnweh zu bekommen 8)“

  19. @Tom
    Mitleid kriegt man geschenkt
    Neid muss man sich erarbeiten.

    PS: Teilst Du denn den Gewinn aus dem Verkauf der Zähne nach China sozial mit deinen Arbeitnehmern?
    Die Beerdigung selbst sollte ja wohl schon mit der Veräußerung der Hirnhäute an die Kosmetikbranche gedeckt sein, oder?
    😉

  20. Lieber Tom,

    ich weiß ja, das Gewalt keine Lösung ist und dein Frau dich vor etwas schlimmen bewahrt hat, aber dem hätt ich ordentlich mal eine rein gehauen!
    Ich bin der festen Überzeugung, dass es manchen echt nicht schaden würde, wenns mal donnert.

  21. Schöner und berührender Bericht. Danke!
    Dass es immer Menschen gibt, die – aus schlechtem Gewissen oder einfach nur aus Dummheit – schlecht über andere reden. ist leider an der Tagesordnung.

    Anderen zu helfen, finde ich ganz selbstverständlich. Schön, dass Ihr es gemacht habt und auch weiter macht. Unbeirrt vom blöden Geschwätz anderer.

    Viele Grüße – Renate

  22. So ist das wohl in jeder kleinen Dorf/Turner/Sonstwas-Kneipe…

    Wenn man eben sonst nichts aus seinem erbärmlichen Leben zu berichten hat, dann bleibt halt nur die Flucht in die Spinnereien und so entstehen Gerüchte. Der „Dorfkrug“ ist doch in jedem Ort schon seit Generationen der Platz, wo sich so ein Zeug ausgedacht wurde und auch immer wird.

  23. Ach Tom, wie Anita schon richtig sagte: Was ich selber denk und tu…das traue ich auch anderen zu.
    Schade, dass andere Menschen einem nicht mal gute Absichten unterstellen. Stattdessen wird drauf rumgehackt, obwohl man selber nur die Sachen tut, die der Staat eigentlich tun sollte. Den Bedürftigen ein lebenswertes Dasein ermöglichen. Nur leider ist die öffentliche Meinung derart manipuliert, dass Bedürftige nur noch als Schmarotzer angesehen werden.
    Gut das es wenigstens noch Menschen wie Dich gibt. Und Deine Leser. 😉

  24. Dies dumme Gelaber dient wohl auch dazu, die eigene Scham über das herablassende Verhalten zu kaschieren – wenn man von sich ablenken und Dreck über andere verbreiten kann, muss man sich nicht mit der gequirlten Sch…. in der eigenen Kalotte beschäftigen. Vielen Leuten wird erst klar, was sie einem Menschen angetan haben, wenn der nicht mehr ist. Und um dann keine Krokodilstränen vergießen zu müssen, wird halt ein passendes Ziel gesucht und auch gefunden.
    Aber ich denke, jeder hat schon mal andere herabgesetzt, um sich selber besser dastehen zu lassen – dieses Verhalten abzulegen ist nicht so einfach und erfordert ein erhebliches Maß an Selbstreflektion und auch -vertrauen. Hier ist es wohl eher „Große Klappe – nichts dahinter“.
    Nichtsdestotrotz ist dieses Verhalten unter aller Kanone. Die wirksamste Rache wäre gewesen, gegen Ende der Diskussion beim Wirt Bier zu bestellen und an den Tisch der Idioten bringen zu lassen – in Walters Angedenken mit freundlichen Grüßen vom Bestatter. Dann wären sie erst stumm geworden und dann verschwunden.

  25. An dieser Stelle kommt bei mir die Frage auf warum das Bestattungsgewerbe oft einen schlechten Ruf hat? Schwarze Schafe gibt es in jedem Gewerbe. Viele übersehen oft, dass sie am Ende keine „Bestatter-Rechnung“ bekommen (also nur die Berechnung der direkten Aufwendungen des Bestatters) sondern eine „Bestattungsrechnung“. Also alle entstandenen Kosten einer Beerdigung: Bestatterkosten (Sarg/Urne, Transporte,…), evtl. Krematorium, Kosten für das Grab (Aushub und Verfüllen), Verwaltungskosten, Blumenschmuck, Organist, Sarg/Urnenträger, Kosten für Traueranzeigen/Danksagungen,…
    Ich hatte erst so einen Fall in meinem nächsten Umfeld. Da hieß es auch erst:“Boah, ist der Bestatter teuer gewesen“. Ich habe dann auch darauf hingewiesen, dass es sich um eine Gesamtrechnung handelt. In diesem Fall war sogar noch ein Grabpflegevertrag über 15Jahre beinhaltet. Hat dann die Sache etwas relativiert, der „teure Bestatter“ blieb aber bei meinem Gegenüber im Kopf hängen.

  26. Solche Diskussionen kenne ich aus meiner Verwandtschaft. (Ich meine jetzt, ohne anwesende Betroffene.) Wenn man dann mit Vernunft gegenargumentiert, hagelt es Kommentare wie „Du glaubst auch noch an eine heile Welt“.

    Stefans „Rache-Idee“ finde ich gut!

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