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Wie ist das eigentlich in Italien?

Von

Hallo,
ich finde Ihre Webseite recht hilfreich, aber konnte leider nicht das genaue finden, was ich gesucht habe. Habe das Problem auch auf anderen Seiten schon gehabt.
Vielleicht können Sie mir ja weiter helfen.
In der Schule sollen wir zur Zeit eine Präsentation vorbereiten zum Thema Sitten und Bräuche.
ICh habe mich für die Sitten und Bräuche in Italien entscheiden und habe nun das Problem, dass ich keine genaue Sitte oder genauen Beerdigungsablauf finden kann. Denke aber es wäre, es interessant, darüber etwas zu erzählen.
Bin leider keine Italienerin und habe auch weger Freunde oder Verwante, die aus Italien kommen und mir helfen können.
D>a Ihr Website sehr vile zu diesem Thema beinhalten, habe ich mir halt gedacht, dass Sie mir vielleicht bei der Lösung diese Problems weiterhelfen können.
Würde mich freuen, wenn sie da mir Tipps geben können.

Mit freundlichen Grüßen
C

In der Tat findet man im Bestatterweblog nichts über die Bestattungsriten in Italien. Vielleicht kann ja einer der Leser hierzu etwas beitragen. Es lesen ja einige mit, die Italiener sind oder deren Eltern italienische Wurzeln haben.
Ansonsten würde ich ganz einfach mal in meiner Lieblingspizzeria oder im italienischen Eiscafé -wenn mal nicht so viel zu tun ist- die Italiener fragen, wie das so in ihrer Heimat gemacht wird. Das unterschiedet sich natürlich auch wieder von Region zu Region, im Norden Italiens ist das anders als an der Südspitze des Stiefels und auf Sizilien.

Ich würde mich freuen, wenn da etwas Material zusammenkommen würde, dann könnte man diesen Artikel hier mal wieder etwas auffüllen.


Peter Wilhelm 8. November 2012


7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich kenne leider nur ein cineastisches italienisches Bestattungsritual:
    Da stehen finstere Typen mit Nadelstreifenanzügen um einen bedauernswerten Menschen mit Blessuren im Gesicht herum. Der noch nicht so ganz toten Leiche wird sorgfältig ein Betonschuh angepasst und nach dem Aushärten wird der zukünftige Tote dann an einen See gefahren und mit dem Boot zur Mitte des Gewässers gefahren. Nach ein paar abschließenden Worten begleitet von diversen Beleidigungen und Flüchen findet dann die direkte Seebestattung statt.
    Ich glaube zwar nicht, dass es ein offizielles Ritual ist und schon gar nicht für das Projekt erwähnbar, aber dennoch konnte ich es nicht lassen es hier zu erwähnen. *Augenzwinker*

  2. Google gibt ja schon ein paar nützliche Hinweise, z.B. diese hier:

    http://www.italienforum.de/cgi-bin/yabb2/YaBB.pl?num=1313259079
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schiebegrab
    http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/tod_und_trauer/bestattungskultur/index.jsp
    http://dict.leo.org/forum/viewGeneraldiscussion.php?idThread=555521&lp=itde&lang=de
    http://www.italia-in.de/italia-in.php
    http://www.lexikus.de/Italienisches-Bilderbuch/Neapel/Begraebnisse-in-Italien-und-die-Katakomben-in-Palermo
    http://www.cosmiq.de/qa/show/317472/Gibt-es-irgendwelche-besonderen-Braeuche-bei-einer-italienischen-Beerdigung/

    Stichworte:
    – Aufbahrung zu Hause
    – Beerdigung oft innerhalb von 24 Stunden
    – in kleinen Ortschaften oft Trauerzug durch den Ort
    – eher Kassettengrab/Schiebegrab als Erdbestattung
    – oft Kondolenzbücher in der Kirche
    – kein Friedhofszwang
    – schwarz als Kleidungsfarbe ist nicht so dominant wie z.B. in Deutschland

  3. Ich kann nur von der Beerdigung meines Vaters berichten, der vor 2 Jahren in einem kleinen Ort auf Sizilien gestorben ist.
    -Aufbahrung in seiner Wohnung, und das halbe Dorf kam und hat ihm seinen Respect gezollt
    – innerhalb von 24 Stunden wurde der Sarg geschlossen, danach Trauerumzug durch den Ort
    – öffentliche Traueranzeigen, die an die Häuserwände geklebt werden.
    – mein vater wurde dann in eine andere provinz sizlien überführt, um in die Familiengruft zu seinen Grosseltern und Eltern gelegt zu werden
    – der Friedhof hat nur Steingraeber, zu Allerheiligen werden einzelne Blumen aufs Grab gelegt.
    – meine urgrosseltern haben die familiengruft um die 1920er gekauft und ist seither im Familienbesitz

  4. Ach, und was noch wirklich noch bemerkenswert fand, war der offene Umgang mit Trauer. Wieviele Menschen, die offen am weinen waren, haben mir die Hand geschuettelt. Ich würde schon sagen, dass schwarz die dominante Farbe ist. Meine Oma hat zum Beispiel seit dem Tod meines Opas nur noch schwarz getragen. Und er ist 30 Jahren vor ihr gegangen. Sehr bewegend war noch eine Messe, die noch eine Woche nach meinem Vater’s Tod gehalten wurde: die kleine Kirche voller schwarzgekleideter Frauen, die hier jede Woche hinkommen und für die Toten beten, ob’s sie sie nun gekannt hatten oder nicht.

  5. Und noch ein letztes: ganz wichtig war die Totenwache, als der Leichnam meines VAters aufgebahrt in seiner Wohnung lag. Auch über Nacht wurde seine Leiche ununterbrochen bewacht.

    • Mein Vater Sizilianer ist von uns gegangen.Er lebte seit 55 Jahren in Deutschland und ich bin deine einzige Verwante. Möchte gerne nach seinen heimatlichen Bräuchten Handel!!
      Kann mir jemand weiter helfen?

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