Notfallanleitung

Auf jedem Schiff, das dampft und segelt,
gibt’s einen, der die Sache regelt.

Was sich zunächst wie eine Binsenweisheit anhört, ist aber eine durchaus praktische Sache, wo käme man hin, wenn sich in menschlichen Gruppierungen jeder um alles oder keiner um nichts kümmern würde?
So ist das auch in den meisten Familien und Partnerschaften so, daß einer sich um den Schriftverkehr und die finanziellen Dinge kümmert. Doch was passiert wenn ausgerechnet diese Person vorübergehend oder ganz ausfällt?
Dann steht der andere Partner oft vollkommen hilflos da und kann selbst die einfachsten Dinge des täglichen Lebens nicht organisieren.

Als Bestatter erleben wir das Tag für Tag, daß Witwen oder Witwer vor uns sitzen und noch nicht einmal wissen, wo derjenige das Geld aufbewahrt und wo die Konten sind oder wissen, wie bestimmte Leute zu erreichen sind. Die Verwendung eines PCs als mulitfunktionale Kommunikationszentrale steht einer raschen Orientierung eher noch im Weg.

Daher sollte jeder, auch der Partner der nicht der große Regler ist, für den Fall von Krankheit und Tod vorsorgen.
Dazu dient eine Notfallanleitung.


Wichtigstes Gebot überhaupt: Über die Existenz und den Aufbewahrungsort der Notfallanleitung sollten die übrigen Familienmitglieder informiert werden!
Was nützt das schönste Dokument, wenn keiner etwas davon weiß, und es vielleicht, im aller ungünstigsten Fall, erst gefunden wird, wenn hundert Jahre später das Haus abgerissen wird?

Da eine solche Notfallanleitung auch für einen selbst sehr wertvoll werden kann, wenn es beispielsweise zu einem Einbruch oder Wohnungsbrand gekommen ist, empfiehlt es sich darüberhinaus, sie nicht unbedingt daheim aufzubewahren.
Gute Freunde, Verwandte, ein Notar aber auch ein Bestatter sind gute Ansprechpartner für solche Dinge.
Ein Bestatter? Mancher wird sich wundern, aber tatsächlich bewahren Bestatter im Rahmen von Bestattungsvorsorgen bis hin zum Testament und Briefen an die Hinterbliebenen alles Mögliche auf und folgen im Falle eines Falles wie ein Uhrwerk den dereinst erteilten Anweisungen.

Alle diese Anweisungen nützen aber nichts, gleich wo sie aufbewahrt werden und gleich wer sie befolgen soll, wenn niemand etwas von der Existenz solcher Schreiben weiß. Deshalb sollte man, wenn man schon Vorkehrungen getroffen hat, auch seiner Familie davon erzählen.

Nochmals der schon oft gegebene Hinweis: Anweisungen für die Bestattung gehören nicht ins Testament! Dieses wird oft erst eröffnet und näher betrachtet, wenn die Beerdigung längst vorüber ist.

Eine Notfallanleitung sollte alle wichtigen Daten enthalten, die derjenige, der alles regelt, für gewöhnlich im Kopf hat und wie selbstverständlich weiß. Man kann keine Liste der Daten aufstellen, die dort niedergeschrieben werden sollen, weil das in jeder Familie ganz verschieden ist. Deshalb nur eine grobe Empfehlung:

  1. Wie kommen die anderen an Geld? PIN-Nummern, Konten, Banken, Sparbücher.
  2. Wo befinden sich wichtige Dokumente? Zeugnisse, Verträge, Policen, Stammbuch
  3. Wer ist alles zu verständigen? Adressen, Mailadressen, Telefonnummen
  4. Wie wird der PC bedient? Wo liegen Passwörter? Wie lauten sie?
  5. Was ist sofort zu erledigen und darf nicht vergessen werden?
  6. Wer sind die Versorgungspartner? Gas, Wasser, Strom, Telefon, Handy

usw.

Wenigstens einmal im Jahr sollte man die Liste überarbeiten und auf den neuesten Stand bringen.

Nachtrag: Offenbar kennen einige Leser den Begriff „PIN-‚Nummer“ einzig und allein im Zusammenhang mit der EC-Karte.
Diese Nummer sollte nur der Inhaber der jeweiligen Karte kennen und am Besten auswendig lernen und nirgendwo notieren.

PIN-Nummern gibt es aber überall im täglichen Leben. Bei Handys, bei der Ausleihkarte der Videothek usw. usf.
Die gesamten Zugängen zu den Kundenbereichen nahezu aller Internetdienstleister und -anbieter sind durch solche Nummern geschützt.
Sicher, man kann sich auf den Standpunkt stellen, daß die Hinterbliebenen sich ja die Mühe machen können und in wochenlanger Kleinarbeit alles per Brief zusammenpuzzlen müssen, aber man kann es ihnen auch leichter machen.

Fehler durch Lektorin Anya bereinigt.

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  • Veröffentlicht am: 31. August 2008
  • 78 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

78 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Da wird es jedem Bankberater und Kriminalpolizisten den Magen umdrehen. Man soll also eine Notfallanleitung mit PIN erstellen und diese dann bei einem Bestatter oder Angehörigen deponieren…

    Na gute Nacht. So informativ ich dieses Blog auch finde, diese Idee ist blanker Wahnsinn.

  2. @ 14: Warum sollte es bei einem gemeinsamen Konto ein Problem geben? Natürlich nicht.

    Aber die PIN zu notieren ist straflicher Leitsinn, egal wo man sie „ganz sicher“ deponiert. Eine PIN gehört ausschliesslich in das Gehirn des Kontoinhabers!

  3. Auf jedem Schiff das schwimmt uns schwabbelt ist einer drauf der dämlich sabbelt.

    Könnte man momentan auch auf diesen Blogeintrag ummünzen. Nur, das es hier nicht nur einer ist……

  4. @ #17 / Maurice:

    Was für ein Unsinn, die Banköffnungszeiten werden immer länger! Außerdem hatten Senioren eh noch nie das Problem, nicht zu den Öffnungszeiten zur Bank zu gehen.

    Wenn man seine PIN per Post bekommt, steht auf dem Begleitschreiben eindeutig, dass man sich die PIN merken und das Schreiben vernichten muss, weil ansonsten keine Schäden erstattet werden.

    Wer garantiert mir denn, dass der freundliche Bestatter in 10 Jahren nicht in finanziellen Nöten steckt und dann die Konten seiner Kunden abräumt und in die Karaibik auswandert?

    Auch wenn Ihr Tom vergöttert und am liebsten Kinder von ihm wollt: er vertritt nicht alle Bestatter Deutschlands. Und es ist doch immer so: Wird man von jemanden wahnsinnig enttäuscht, sagt man häufig: „Ausgerechnet der! Wo ich im so vertraut habe, weil er doch so nett war!“

    Der Tipp, seine PIN zu notieren und irgendwo zu hinterlegen, ist definitiv SCHROTT!

  5. Löblich, Sie sind eine dusslige Nuss. Ich kann zu Lebzeiten einfach eine Kontoverfügung für meine Frau unterschreiben und fertig, da brauch ich meine PIN nicht bei Geschäftsleuten deponieren…

  6. @ #30:

    „Irgendwo sicher aufschreiben“. Der war gut. „Irgendwo“ ist Deine PIN garantoert nicht sicher. Und wenn Du die PIN aufschreibst, in einen Umschlag steckst – und diesen Deinem Bestatter in die Hand drückst, ist das natürlich eine Herausgabe, was denn sonst?

    Mittlerweile hat ja auch der Blogführer seinen Fehler erkannt und mit einer kleinen Verschleierung zu kaschieren versucht. Die PIN der Bank gehört nur nur nur in den Kopf des Kontoinhabers.

  7. @ #29 / Reiner:

    Danke, ich habe es in den letzten Tagen wirklich vermisst, mal so richtig gedisst zu werden. Mit dem Alter werde ich wohl langsam zu nett für die Welt.

    Danke :)

  8. PINs und Passwoerter gehoeren nicht in so eine Anleitung.

    Warum soll es ein echtes Problem sein wenn Witwe/Witwer „noch nicht einmal die PIN-Nummer der EC-Karte“kennt? Ich bin bisher mein ganzes Leben ohne EC-Karte ausgekommen, und fuer Witwe/Witwer sollte in dem Fall die Bank der erste Ansprechpartner sein (bei einem gemeinsamen Konto der Ehepartner sollte es da keine Probleme geben).

  9. Ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht.
    Als mein Vater starb, hat die Bank keinen müden Pfennig mehr an meine Mutter ausbezahlt. Die stand da ohne Geld, wochenlang.
    Selbst ihre eigene Rente, die auf diesem Konto einging, war nicht greifbar.

    Was spricht denn dagegen, an einem neutralen Ort in einem versiegelten Umschlag wichtige, ja auch geheime Daten aufzubewahren? Der Geheimhaltungswahnsinn hat ja irgendwo auch seine Grenzen.

    In dem Fall, wo da dann jemand drankommt, bin ich tot oder nicht mehr in der Lage mich zu äußern.

  10. Ja, das Beste ist es, wenn man seinen ganzen Krempel schön auf dem PC verwaltet, alles sauber in Excell-Dateien schreibt und dann die PIN und die PW für den PC mit ins Grab nimmt.

    Leutz werdet mal wieder real!

  11. Und der Bestatter bedient sich dann vom Konto! Klasse Idee!
    Sogar Notare haben so was schon gemacht!

  12. Ich arbeite bei ner Bank.. und kann nur davon abraten PIN-Nummern zu notieren. Jeder Kunde, bei dem die EC-Karte missbraucht wurde, kann sich bei uns auf eine ausführliche Befragung einstellen, was er so alles mit seiner EC-Karte gemacht hat.. sollte sich dabei herausstellen, dass irgendwo PIN-Nummern notiert wurden oder die Karte nicht sachgemäß aufbewahrt wurde, gibt es im Schadensfall von uns keinen Ersatz des abhanden gekommenen Geldes! Und wenn ihr dadurch pleite geht!

    Bei Sparkassen (da bin ich aber nur Kunde) gibt es übrigens extra Formulare für den eigenen Todesfall. Da kann man eintragen, wer nach einem Todesfall über das eigene Konto verfügen darf und zwar auch ohne Erbschein. Auf dem Formular steht auch drauf, dass man die eingetragene Person von der Existenz des Formulars selber in Kenntnis setzen soll.

  13. Wie immer: Wer lesen kann…

    Das Ganze soll an einem neutralen Ort aufbewahrt werden. Da finde ich es eine gute Idee, wenn mal alles bei der Hand ist wenn was passiert.
    Absolut korrekt so und gut beschrieben!

  14. Also zu meiner Marinezeit hiess das noch:

    Auf jedem Schiff, das dampft und segelt,
    gibt’s einen, der die Putzfrau *ögelt.

    :D

  15. @ (Jemand):

    Wie ich schon unter 6. schrieb, ich arbeite bei ner Bank. Niemals die eigene PIN rausgeben oder irgendwo notieren! Es ist sogar so, dass wenn mir ein Kunde seine PIN nennt, dass ich dann sofort (!) verpflichtet bin, seine Karte sperren zu lassen und eine neue zu beantragen. Und wie gesagt, ich arbeite selbst bei der Bank! Wenn wir rauskriegen, dass ihr eure PIN an wen auch immer rausgegeben habt, gibt es im Schadensfall null!
    Geht zur Sparkasse und besorgt euch ne „Verfügung für den Todesfall“.. da kommt der darin genannte nach Eintritt des Todesfalls sofort an das darin genannte Konto. Er muss nur nachweisen, dass derjenige tot ist, sonst nichts. Auch ein Erbschein muss nicht abgewartet werden!

  16. Ich bin auch bei einer Bank beschäftigt und finde die Vorschläge durchaus korrekt und in Ordnung. Niemand wird hier in unserem Haus ein Problem machen, wenn er für den Not- oder Todesfall bei einem Notar, Bestatter oder in einem Bankschließfach selbst geheimste Informationen niedergeschrieben hat.

    Lasst Euch nicht blenden! Die allermeisten Banken beharren doch auf einem Erbschein, der in Wirklichkeit zur Abwicklung der Konten nicht benötigt wird.
    Bei Eintritt eines Sterbefalls seid ihr die Gekniffenen, wenn ihr euch auf die Versprechungen mancher Institute verlasst. An das Geld kommt ihr trotzdem nicht.

    Und geht mir weg mit Sparkassen! ;-)

  17. Folgender Fall: Vater gestorben. Mutter kam 3 Monate nicht an das Konto, weil alles auf den Vater lief. Die Rechnung für den Bestatter hat die Bank vom Konto überwiesen. Die Miete nicht! Mit Mühe und Not konnte ich den Vermieter zum Stillhalten bewegen, sonst hätte meine Mutter auch noch die Whg. verloren!
    Wir mussten in der Familie zusammenlegen um die Mutter über Wasser zu halten.

  18. Bloss der Bank nicht sagen dass jemand gestorben ist. Erst die Kohle holen, dann die Sterbeurkunde hinbringen!!!!!!!!!

  19. Nachdem hier in den Kommentaren Leute die bei Banken arbeiten mitdiskutieren:

    Bei einem gemeinsamen Konto der Ehepartner sollte es im Todesfall eines Ehepartners keine Probleme fuer Witwe/Witwer sein weiterhin an das Geld zu kommen, oder?

  20. @ 15: Außschließlich ins Gehirn? Das ist ja eine sehr gute Empfehlung für alte Leute, die vielleicht schon aufgrund Ihres Alters nichts mehr behalten können. Zudem gehen die meisten Banken dazu über Ihre Schalter fast ganz zu schließen und Ihre Kunden nur noch über Automaten zu bediehnen. Wie soll sich da eine ältere Person eine PIN nur im Gehirn merken?

  21. Wer seine PIN im Geldbeutel mit sich trägt oder sie irgendwelchen Leuten erzählt ist ein Dummkopf. Sie aber an einem sicheren Ort in einem verschlossenen Umschlag aufzubewahren erspart einem im Fall des Falles sehr viel Laufereien und Ärger.

    Mir fällt aber auf, dass es immer wieder die selben Leute sind, die sich einen Teilaspekt aus einem Text hier herauspicken und dann in nicht enden wollender Langweiligkeit darauf herumreiten.
    Man könnte fast denken, die liegen immer nur auf der Lauer um Rabatz zu machen.

    BTW: ich will auch eine Marineputzfrau!

  22. Wenn mit einer EC-Karte Missbrauch getrieben wird, dann sicher nicht weil evtl. die PIN-Nummer bei einem Bestatter im Tresor liegt. LOL

  23. @ 11 (Jochen): Das ist leichtsinnig. Natürlich weiß ich auch, dass der BGH es für Ok erklärt hat, wenn man PIN und EC-Karte in getrennten Räumen einer Wohnung aufbewahrt. Aber beweise du das mal im Schadensfall! Und den Ärger mit der Bank hast dann erstmal du! Wie 15 schreibt, gehört eine PIN ausschließlich in Kopf des Karteninhabers.
    Der Gag ist, dass ich oft Kunden unserer Bank anrufe um ihnen ein Angebot zu unterbreiten.. gerade bei älteren Kunden ist es gelegentlich so, dass sie mir unaufgefordert am Telefon – ich rufe mit unterdrückter Nummer an! – ihre PIN nennen. Da bleibt mir nichts anderes über, als sofort deren Karte zu sperren. Dabei bin ich durchaus vertrauenswürdig *gg* Niemals die PIN rausgeben, nicht an Bankmitarbeiter, auch nicht an die Polizei und schon gar nicht an Bestatter oder irgendwelche anderen Personen.
    Den Rest von undertakers Tipps finde ich aber gut!

  24. Als meine Frau vor drei Jahren starb, hatte ich eine heile Mühe an unser gemeinsames Geld zu kommen. Ich war so dumm, dem Bänker vom Tod meiner Frau zu erzählen. Besser ich hätte vorher einfach alles am Automaten abgehoben.
    Die PIN hätte ich nicht gewusst, ich kümmerte mich um diese Sachen nicht, die kannte nur meine Frau.

    Es hat zweieinhalb Monate gedauert bis ich an das Geld konnte. Man hat mir gnädigerweise, aber auch erst nach Vorsprache beim Filialleiter, 300 Euro in bar ausgezahlt. 300 Euro! das lasse man sich mal auf der Zunge zergehen. Ich stand mit zwei kleinen Kindern da.

    Einen Erbschein habe ich sehr wohl gebraucht. Ohne das Ding das mich auch noch 150 Euro gekostet hat, wollte man weiter auf der Bank gar nichts tun.
    Den Erbschein habe ich übrigens für nichts anderes gebraucht. Sogar der Mann beim Amtsgericht machte mich darauf aufmerksam dass man den nicht wirklich für etwas braucht. Aber die Bank hat fest darauf bestanden.

  25. Es geht überhaupt nicht darum, seine Bank-PIN an den Bestatter herauszugeben. Vielmehr soll man eine höchstpersönliche Notfallanleitung schreiben, wenn ich das richtig verstanden habe und diese wird versiegelt und beim Bestatter in einem Geldschrank o.ä. eingeschlossen.
    Da hätte der Bestatter viel zu tun, wenn er alle Umschläge die sich bei den Vorsorgen befinden, öffnen und nach solchen Infos durchforsten würde. Und dann müsste er sich ja auch noch in den Besitz der dazugehörigen Karte bringen.
    Merken einige Kommentatoren eigentlich noch wie weldfremd und überzogen ihre Ideen sind?

    Besonders toll ist der Tip eines „Fachmanns“ man solle das nur im Gehirn aufbewahren. Frage an Tom: Kommt man da bei Toten noch dran?

  26. @ 24 (Löblich): „Und dann müsste er sich ja auch noch in den Besitz der dazugehörigen Karte bringen“

    Das stimmt nicht. An manchen Bezahlautomaten (etwa im Supermarkt, der Tankstelle etc.) ist es möglich, die Kartendaten auch manuell einzugeben, da brauch man die Karte nicht physisch! Wer dann noch die PIN hat, der kann lustig einkaufen gehen!

  27. Ist mal wieder Wochenende? Muss Wochenende sein, da kommen sie immer die Fincuts und Co.

    Da hat sich jemand die Mühe gemacht und einen ebenso langen wie lehrreichen Artikel über ein wichtiges Thema geschrieben. Wenn ich das richtig sehe, hat der Undertaker Tom dann auch noch in einem Nachtrag genauer spezifiziert, wie das zu verstehen ist, da offenbar alle den Begriff PIN ausschliesslich auf EC-Karten beziehen.

    Was aber tun die Krawallmacher die immer am Wochenende hier auftauchen? Sie beissen sich an einem Nebenaspekt fest und streiten um des Kaisers neue Kleider.

    Ich finde die Tipps sehr richtig, wichtig und korrekt beschrieben. Genauso würde ich es jedem empfehlen es zu machen.

    Das macht alles Sinn und hat Hand und Fuß. Weil nämlich die Versprechungen der Bank mit ihren angeblich hilfreichen Vollmachten usw. ein Hirngespinst sind, denn im Zweifelsfall hocken die genauso fest auf dem Geld wie Versicherungen.
    Von niemandem ist man im Ernstfall so verlassen wie von Banken und Versicherungen.

    Das tut uns aber leid, ist die häufigste Floskel am Bankschalter.

  28. Zwischen PIN herausgeben und irgendwo sicher aufschreiben ist ja wohl noch ein gewaltiger Unterschied.

  29. @47:
    Keine Nummer übermitteln, weil ihr jeden Tag eine andere Durchwahl habt? Callcenter? Klingt mehr als ähm komisch. Ich bin Kunde bei einer großen Bank und kann meine Beraterin eigentlich immer erreichen. Und das obwohl ich 0815-Kunde bin. Das ist aber bei jeder Bank, Versicherung,… so, das ich einen fixen Berater habe, der mir zu jeder (Büro-)Zeit zur Verfügung steht. Dafür zahle ich ja auch an die Institute.
    Wäre das möglich und die rufen mich mit unterdrückter Nummer an, war ich die längste Zeit dort Kunde.

  30. Mit der Vollmacht, die mir meine Mutter über ihre Konten erteilte, bin ich nach ihrem Tod an alles rangekommen. Ich kann die Konten sogar auflösen usw, alles ohne Erbschein. Das geht also auch, jedenfalls auf der Sparkasse, auf der wir sind.

    Und ich möchte trotzdem die Bank sehen, die es schafft, einem einen Strick daraus zu drehen, daß die Karten-PIN sich in einem verschlossenen Umschlag irgendwo in einem Tresor befindet; daß der Umschlag noch verschlossen ist, läßt sich ja im Zweifelsfalle gut beweisen, nämlich durch Vorlage desselben. (Unterschrift quer über die Klappe ist dabei sehr hilfreich.)

    Vollmachten (solche „Über den Tod hinaus“ logischerweise) sind trotzdem eine gute Idee.

  31. Mn sieht doch nur eins wieder deutlich: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine grosse Lücke.
    Viele verlassen sich auf Vollmachten und Ratschläge der Banken und dann sind sie verlassen.
    Ich finde man sollte es so machen, dass man alle Vollmachten erteilt aber dennoch die wichtigsten Daten an einem geeigneten Ort aufbewahrt.
    Warum nicht bei einem Bestatter?

    Das ist doch nur eine üble Kampagne dass jetzt ein durchaus geeigneter Ansprechpartner wie zum Beispiel ein Bestatter jetzt wieder nur als „geschäftsmann“ abgetan wird. Natürlich sind Bestatter Geschäftsleute, aber meint irgendwer ein Notar macht das aus einem Mutter-Theresa-Komplex heraus?

    Der Artikel beschäftigt sich mit der ganzen Bandbreite vom Verein über Verischerungsverträge bis hin zu den Banken.
    Dass man seine PIN Nummer besser geheim hält schreibt ja auch der Undertaker. Das kam übrigens als Nachtrag gleich nach dem ersten Kommentar um es zu verdeutlichen. Kaschiert, wie diese eklige Finncutter es behauptet wird da gar nichts.
    Übles Gesocks das sich da immer ansammelt.

  32. Ich habe mal erlebt: als meine Oma starb, gabe es echte Probleme mit der Bank. Bis dahin hat meine Tante immer mit meiner Oma gemeinsam alles gemacht, hatte auch die PIN der EC-Karte (im Kopf), hatte eine generell Vollmacht für alles, da es absehbar war, dass meine Oma bald nicht mehr da ist. Für das Sparkonto reichte es trotzdem nicht. Da mussten alle noch lebenden Kinder von Oma (immerhin 7 Personen) mit zur Bank, um das Konto aufzulösen. Das war zeitlich kaum machbar, da alle sehr weit weg wohnen. So mussten die direkt nach der Beerdigung zur Bank, weil das der einzige Moment war, da alles bei einander ware. Dass das in dem Moment äußerst passend war, brauche ich nciht zu erwähnen…
    Es ging dabei wohl darum, dass alle zustimmen mussten, weil das Geld ja das Erbe war. Wobei es sich nciht um 20.000 Euro oder vergleichbar handelte, sondern das Geld mit Müh und Not für die Beerdigung reichte…

  33. als mein vater damals starb kam meine mutter trotz vollmacht „über den tod hinaus“ nicht mehr an das gemeinsame konto heran. die bank hat schlichtweg darauf bestanden einen erbschein sehen zu wollen, es könnte ja sein dass das geld in wirklichkeit alles einem erben zustehe usw., nichts zu machen. wäre sie kinderlos gewesen hätte sie die 2,5 monate die das amt gebraucht hat für den schein wahrscheinlich betteln gehen müssen.
    und natürlich hätte man das sicher irgendwie anfechten können, aber wer macht das schon wenn er gerade ohnehin fix und fertig ist und jede menge sorgen hat?

    und die idee eine PIN nur im kopf zu behalten ist grenzenlos dämlich, ich habe genug demenzkranke erlebt oder leute die z. b. durch einen hirntumor, schlaganfall o. ä. nur noch begrenzten zugriff auf ihr gehirn hatten. die nummer irgendwo zu notieren und dafür zu sorgen dass der partner oder wer auch immer weiss wo er sie finden könnte ist doch eine gute idee, wenn man nicht gerade dick „PIN-nummer“ auf einen briefumschlag schreibt ist das auch recht risikofrei. man könnte sie z. b. einfach auf einer seite eines gemeinsamen lieblingsromanes klein und sauber eintragen – den einbrecher will ich sehen der ohne zu wissen wonach er suchen muss hunderte bücher sorgfältig durchblättert.
    lasst euch von den banken und behörden nicht verunsichern, wenn es hart auf hart kommt sitzen die alle süffisant lächelnd in ihrem sessel und zucken die achseln.

  34. Es ist offenbar nicht allen ganz klar, wie es in ganz vielen Familien läuft. Da hat einer eine Karte auf seinen Namen und das ganze Geld der Familie geht da ein und alle Abbuchungen gehen von diesem Konto.
    Wenn da der mit der PIN im Kopf ausfällt, steht die ganze Existenz auf dem Spiel. Da helfen einem auch die ganzen Bankvollmachten nicht.
    Entweder ist der Partner nicht Mitinhaber des Kontos oder er kann nicht ohne den anderen verfügen oder die Vollmacht gilt nicht über den Tod hinaus oder der Bankfuzzi stellt sich schon aus Prinzip quer.
    Fakt ist und das habe ich hundertfach erleben müssen, dass die anderen nicht an das Geld herankommen.
    Deshalb ist es durchaus angebracht, seine Angehörigen in geeigneter Form über die Möglichkeiten zu informieren, im Notfall an das Geld zu kommen.
    Ein Notar, ein wirklich zugängliches Bankschliessfach, die Geldkassette vom Onkel und auch der Stahlschrank des Bestatters sind da wirklich gute Plätze.

  35. Ich war mal in Spanien in Urlaub. Als ich wieder nach Deutschland kam, fehlten 400 Euros von mein Konto.
    Deshalb passt auf wen ihr die PINS alle gibt! Bestatter ist genauso scheisse wie Diskjocki in Diskotheken.
    Warnung an alle: Nicht die PIN in die Handinnenfläche schreiben wenn man besoffen ist. Die PINS auch nicht im Handy abspeichern, wenn das geklaut wird und gesperrt ist, kann jeder die Nummer auslesen und das Handy freischalten und leertelefonieren.
    Auch PIN nicht offen eingeben. Am besten immer einen langen dunklen Mantel tragen und den aufklappen wenn man ein Schutz braucht.
    400 Euro haben mir gefehlt das war mir ein Leere!

  36. An den Banker mit der unterdrückten Rufnummer: wer seine Rufnummer nicht übermittelt ist unseriös. Oder hat Deine Bank etwas zu verbergen?

    Als sich die Mutter meines Mannes mal den Fuß gebrochen hat war der Vater meines Mannes nicht mal in der Lage Nudeln zu kochen. Hat ja alles Frauchen bisher gemacht.

    Ich habe mir auch schon überlegt, meine Passwörter für die diversen Internataktionen aufzuschreiben. Wenn ich sterbe weiss ausser mir niemand, wo ich angemeldet bin. Die ganzen Sachen müssen dann nicht mehr weiter laufen. Und wie sollten sie gelöscht werden, wenn keiner die Zugangsdaten hat und nicht weiss, wo ich angemeldet bin?

  37. @ 44 (Rena): Ja, wir haben was zu verbergen, wir sind nämlich eine Großbank. Aus Effizienzgründen sitze ich nicht jeden Tag am selben Telefon, habe also auch nie die gleiche Durchwahl. Außerdem wechseln die Kollegen auch noch sehr häufig.

    Nun gibt es dusselige Kunden, die jeden Tag kostenlos (!) irgendeinen Pups von einem wollen, weil sie ja immerhin 100 € auf ihrem Konto haben und wir „da sicher ganz viel dran verdienen“. Die schreiben sich dann so ne Durchwahl auf und terrorisieren uns…

    Und wer jetzt kräht „es muss per Service her“ und „böse Banken“ – ne wirklich gute und neutrale jährliche Finanzberatung kostet halt gut 200 € oder mehr. Dafür bekommt man dann auch nen Berater mitsamt direkter Telefonnummer.
    Wer dafür kein Geld ausgeben will, muss sich halt mit solchen Umständen abfinden.

  38. @Fincut: Ich habe weder die Zeit noch die Muße hier irgendjemanden zu sperren. Es ist aber durchaus möglich daß irgendeine der mannigfaltigen SPAM-Schutzmaßnahmen bei dir greift.

    Massig Kommentare binnen kurzer Zeit abgegeben?
    Beleidigende Inhalte in den Kommentaren?
    Wiederholt unter verschiedenen Namen kommentiert?

    Irgendwas wird schon gewesen sein.

    Und was sollte ich Deiner Meinung nach damit versuchen? Dich vom Kommentieren abhalten? Das machst Du dann unter falschem Namen sowieso.

  39. Abgesehen von „dussliger Nuss“ habe ich nichts böses geschrieben, unter falschem Namen poste ich nicht (einzig eben zwei Ausnahmen um zu testen, ob mein Name gesperrt ist)… Hm, etwas sensibel, die Automatismen.

    MfG
    Fincut.

  40. Wer bei mir mit unterdrückter Nummer anruft, bekommt sowieso niemanden an den Apparat. Sogar die Verbraucherzentralen sagen, man soll auf angebliche Anrufe von Banken und Institutionen gar nicht eingehen, wenn die auch noch die Nummer unterdrücken.
    Bei mir ist es immer der ALLIANZ-Mann der in diese Falle tappt. Armer Kerl, muss er halt schreiben.

  41. Och nö, nicht schon wieder diese Fincut. Der ist doch auch beim Shopblogger immer wieder aufgefallen und nicht nur da.

  42. Können wir dieses lärmende Getrampel mal einstellen?
    Wer noch einmal „Depp“ sagt oder mit dem Finger auf Fincut zeigt, muß drei Wochen in der Sansi-Bar die Klos putzen.

    Was ist denn los?
    Kann man hier nicht mehr seine Ansichten kundtun?

    Ich schreibe was, Fincut ist anderer Meinung und schon geht es los.
    Da haben dann offenbar einige nur darauf gewartet und versuchen den jeweils anderen aus der Reserve zu locken. Muß das denn sein?

    Ich verkünde hier doch keine göttlichen Weisheiten und deshalb kann jeder auch gerne anderer Meinung sein.

    Also steckt mal die Schaumlöffel wieder weg und genießt den Sonntag.

    @Fincut: Akismet hat Dich geblockt.

  43. @67: Wir sollen hier demnächst zum Kommentieren unsere PIN-Nummern eingeben.

    ääh…doch noch vorsichtshalber: ;-)

  44. Ich bin seit einigen Tagen hier im Forum und es war bisher auch ganz interessant. Aber ich verstehe nicht, dass hier jeder auch noch so beleidigende Beiträge schreiben kann (siehe Beitrag Nummer 42) ohne rauszufliegen. Zumindest müsste doch der Beitrag gelöscht werden!

  45. Warum der Undertaker jetzt den Fincut angreifen muss, muss man sich ja auch mal fragen dürfen, oder?

  46. @ #59 / Moritz:

    Aber der Undertaker greift mich doch nicht an ;) Allerdings wüsste ich schon gerne, wie ich von der Liste gesperrter Namen wieder gelöscht werden kann.

    Weiß das jemand?

    MfG
    Fincut.

  47. @ 61 (fincut): Gar nicht. Ich schreibe auch immer unter falscher Mailadresse. Seit einiger Zeit nimmt die Blogsoftware mein „a.b@c.de“ nicht mehr an! Zensur beim Undertaker! Und dann protestiert Deutschland auch noch bei den Chinesen wegen der Menschenrechte! Skandalös das alles!

  48. LOL, ich werde einfach so auf eine Blacklist gesetzt und kann jetzt fast nirgendwo im Netz mehr einen Kommentar unter meinem Namen absetzen?

    Bin ich in China oder was?

  49. soweit ich weiss benutzt akismet eine globale (?) datenbank die anhand aller möglicher kriterien entscheidet wer spammer ist und wer nicht, und ich schätze mal dass leute die in verschiedenen blogs oft und viel kommentieren/diskutieren da früher oder später in ein raster passen könnten, ohne dass irgendein blogger das bewusst veranlasst hat.

  50. Wenn ich mir das anschaue und was ich so im Web mitbekommen habe, haben die Alpha-Blogger still und heimlich eine Allianz geschlossen und tauschen über eine zentrale Datenbank die Daten der Störenfriede aus.
    Alles über SPAMHOUSE.ORG

  51. Huch, da ist man mal einen halben Tag nicht da und schon entbrennt hier eine Mammutdiskussion.

    Um was ging es nochmal gleich?

  52. Meine Mailaddy nix@fuck.org ist auch gesperrt. :-(
    Es ist zwar nicht gleich ein Verstoss gegen das Grundgesetz, aber die Meinungsfreiheit wird hier schon ziemlich eingeschränkt.
    Ich lese den Undertaker wirklich gerne aber machmal will man auch was ablästern gegen bestimmte Kommentatoren. Da wird jeder schon gemerkt haben dass da ganz fix die Zensurkeule zuschlägt.
    Zensur in einem Weblog! Das muss man sich mal vorstellen.

    Dies ist ein öffentlich zugängliches Medium, geschützt durch den Staatsvertrag und die Bundesnetzagentur. Da ist es sicherlich ein Gesetzesverstoss wenn nicht sogar eine Ordnungswiedrigkeit, dass hier hemmungslos zensiert wird.
    Wo da schon jemand den Shopblogger hier zitiert hat: Da ist es doch genauso! In vielen Weblogs ist das so!
    Da sollte mal jemand hinschauen und für Ordnung sorgen.
    Dass man überhaupt einen Usernamen eingeben muss, ist ein Verstoss gegen EU-Recht und sogar gegen den Datenschutz.
    Die Ereignisse der letzten Wochen haben es doch nur zu deutlich gezeigt. Man gibt unbedenklich seine Kontonummer und seinen Namen an und schuwps liegt die CD mit den Daten irgendwo auf der Straße und sogar Kinder können da unbefugt reinschauen.
    Wer bitte, lieber Herr Undertaker, garantiert mir, dass du mit meinen Daten nicht auch so umgehst und irgendwann eine CD mit meinem Usernamen auf der Straße liegt?
    Mir geht es doch nur um Meinungsfreiheit und Datenschutz.

  53. @Keiner-Niemand:
    Ich kann Dir garantieren, daß ich niemals Deinen Usernamen „Keiner-Niemand“ und Deine ‚Mail-Addy‘ „nix@fuck.org“ auf eine CD brennen werde, um sie dann auf die Straße zu werfen.

    Versprochen!

  54. Oh, ja.

    Quote:
    Es ist zwar nicht gleich ein Verstoss gegen das Grundgesetz, aber die Meinungsfreiheit wird hier schon ziemlich eingeschränkt.

    Und das nur, weil die gröbsten Unsachlichkeiten aus so einem Forum raushalten will. Kann ich ganz gut verstehen.

    Und im übrigen bin ich der Meinung, das ist Toms Privatblog, da kann er veröffentlichen was er will, es sei denn es ist grob sittenwidrig. Und wenn er sich entscheidet, irgendwelche comments nicht zu veröffentlichen, dann ist das sein Bier.

    Ich persönlich hätte kein Bock auf ein Blog, in dem andere als Sus scrofa bezeichnet werden.

    Wie man mit seinen Daten umgeht, ist Privatsache. Genau so wie die Empfehlung von Tom, die Daten irgendwo halbwegs sicher unterzubringen.

    Ob man sie sich an den Kühlschrank heftet oder beim Notar/Bestatter/Pfarrer hinterlegt, ist jedem seins. Absolute Sicherheit gibt nicht.

    Und die Empfehlung, die sensiblen Daten versiegelt irgendwo bei einer Person des Vertrauens unterzubringen, garantiert ein relativ hohes Maß an Sicherheit. Man muss ja der Person nicht sagen: ach übrigens, da sind meine Kontovollmachten und der Schlüssel zu meinem Chalet in der Schweiz drin.

    Schliesslich gilt es abzuwägen, was einem lieber ist: 100 % Sicherheit oder vielleicht 95 % Sicherheit mit der hohen Wahrscheinlichkeit, dass die nächsten Angehörigen für die ersten Monate keinen größeren Ärger haben.

    Ums kurz zu machen: Ich find die Idee gut.

    Und wie war das mit der Putzfrau?

  55. @72: …und ist das Schiff auch noch so klein, ein jeder muss mal Putzfrau sein.

    (zweiter Halbsatz gilt auch für Studenten-WGs)

    Zum Thema: Da haben wir das übliche Problem, Sicherheit gegen Nutzbarkeit abzuwägen… und irgendwie muss da jeder seinen Kompromiss finden.

    MfG, Roman

  56. Achja, da wird dann gleich wieder die Zensur- und Meinungsfreiheitskeule ausgepackt. Zensur findet nicht statt, ein jeder darf seine Meinung frei äußern, steht (so ähnlich) im Grundgesetz. Dass heisst, dass der Staat diese grundlegenden Rechten als Grundlage seines Handelns betrachtet – ich habe Herrn Schäuble hier auch nicht zensieren sehen. Es geht um Zensur seitens des Staates und seiner Organe.

    Ein Blog ist zunächst die Meinungsäußerung eines Privatmannes, und wenn ihm Gegenmeinungen nicht passen, kann er sie rausschmeißen, ohne damit gegen irgendein Grundrecht zu verstoßen – wenn mir der Blog nicht passt, muss ich ihn ja nicht lesen. Oder ich mache einen „Gegenblog“ auf, auch daran wird mich niemand hindern. Ich halte es für höchst fragwürdig, hier eine Grundrechtsverletzung zu konstruieren, wenn Blog-Kommentare auf einer privaten Blogseite gelöscht werden.

    Und wenn schon Grundrechte in Spiel gebracht werden: Beleidigungen sind auch eine Grundrechtsverletzung, weil der Beleidigte dadurch in seiner Ehre verletzt wird. Viel eher könnte man eine zumindest moralische Verpflichtung des Bloggers postulieren, beleidigende Kommentare zu löschen.

  57. jehova jehova

    @73
    wie ist es dann mit
    [quote]Auf jedem Schiff, das dampft und segelt,
    gibt’s einen, der die Putzfrau *ögelt.[/quote]

    8)

    nix für ungut,wollte es nur wissen ;-)

  58. Ähm … das ist doch Unsinn. Ich arbeite auch bei einer Großbank, und unsere Kunden haben alle ihren persönlichen Berater inklusive einer Durchwahl, unter der er i.d.R. zu erreichen ist! Und mit unterdrückter Nummer rufe ich auch nirgendwo an, die Kunden finden ja ohnehin im Internet die Nummer ihrer Filiale heraus und kommen dann bei uns an, ob wir wollen oder nicht ;-) Ich nehme mal an du arbeitest bei einer Direktbank??? Ansonsten: Definiere Großbank! Ich kenne in Deutschland nur 4 Banken, die ich so bezeichnen würde, und die wenden meines Wissens nach alle nicht solche Methoden an …

    Das Problem mit den „öffentlichen“ PIN-Nummern kenne ich allerdings auch … ich gehe hin und wieder mit Kunden raus und erkläre ihnen die Handhabung der Automaten, und wenn ich dann zur PIN-EIngabe komme kommt ganz häufig, gerade bei älteren Leuten, „Ach, junge Frau, machen Sie das mal für mich!“ oder ähnlich. Dann wird der ZEttel gezückt, der drei Fächer hinter der Karte steckt, und mir unter die Nase gehalten. Okay, das Vertrauen der Leute ehrt mich natürlich, aber schwarze Schafe gibt es überall, und da kann man sowas einfach nicht machen!

    Zum Thema Nachlass … ich kann nur sagen, wie ich es von uns kenne … alles das, was wichtig ist, wird weiterhin ausgezahlt. Also Bestattungskosten, Miete, Strom usw. läuft normal weiter. Nicht überwiesen wird dagegen sowas wie Mitgliedsbeiträge für irgendwelche Vogelkundlerclubs o.Ä. Vollmachten über den Tod hinaus haben bei uns durchaus Bestand, wir zahlen dann auch Beträge aus, lassen uns dann aber ein Blatt unterschreiben, dass derjenige, der abgehoben hat, die Haftung dafür übernimmt, falls doch jemand anderes der Erbe ist und das Geld zurück fordert (vorausgesetzt er hat ein Anrecht darauf).
    Konten auflösen kann man allerdings tatsächlich nur mit Erbschein, und zwar entweder alle Erben gemeinsam, oder einer mit Vollmachten und Ausweiskopien der anderen.
    Es is allerdings kompletter Schwachsinn, Gehalts-Renten-etc.-Zahlungen auf das Konto des z.B. Ehemannes laufen zu lassen. 1. darf man das gar nicht, wenn man nicht Inhaber ist (wegen des Geldwäschegesetztes – jeder unterschreibt bei Kontoeröffnung, dass man auf eigene Rechnung handelt, da darf man keine Zahlungen für andere Leute drauf laufen lassen! Das lassen wir nur mit sehr viel WOhlwollen manchmal durchgehen!), und 2. kann dann eben sowas wie in den Kommentaren vor mir beschrieben passieren, dass man nämlich gar nicht dran kommt.

    Übrigens – es gibt auch Vollmachten AB dem Tod! Da kommt man dann mit einem Original – oder beglaubigten Kopie – der Sterbeurkunde ran!

    Aber mal auf’s eigentliche Thema zurück: So eine Liste ist keine schlechte Idee! Unser Institut hat sogar extra Formulare dafür. Da ist dann ordentlich aufgelistet alle Bankverbindungen mit den entsprechenden Vollmachten, Versicherungsverträge und so weiter und so weiter … allerdinsg frage ich mich, was ich überhaupt mit einer PIN-Nummer will. Wenn ich eine Vollmacht habe, dann gehe ich mit meinem Ausweis an den Schalter – Vorausgesetzt es gibt noch einen – und wenn dem nicht so ist, lasse ich mir für das Konto eben schon gleich eine Karte ausstellen, mit Unterschrift des Kontoinhabers bekommt man die auch als Bevollmächtigter. Dann hat man seine eigene und braucht überhaupt keine PIN-Nummern irgendwo zu notiereren. Was spricht dagegen?

  59. Mein Vater hatte Konten bei zwei verschiedenen Banken:

    Die eine wollte alle möglichen Scheine, Dokumente und Urkunden, und alle Erben mussten persönlich dort erscheinen und gefühlte drölfundvierzig Formulare unterschreiben.

    Die andere Bank war zufrieden mit einer Sterbeurkunde und einer Erklärung, dass derjenige von uns, der sich um alles kümmern sollte, selbst voll verantwortlich und haftbar dafür ist, dass alles korrekt unter den Erben aufgeteilt wird.

  60. Bei all dem Gezerfe fällt mir ein, ich muß mal wieder meine Liste aktualisieren.
    Und dann werde ich in der nächsten Zeit, wenn ich mal wieder am Schalter stehe um eine Unterredung bitten, wie es bei meinen Banken gehandhabt wird. Vielleicht ist es auch vom jeweiligen Sachbearbeiter abhängig, je nachdem wie er es auslegt.

  61. Hallo, der Fincut scheint der Realität etwas entrückt zu sein oder ein geniales Genie. Glaubt er denn wirklich, dass die Menschen sich die PINs alle im Kopf behalten, die sie tagtäglich benötigen? Rechnet man die ganzen Kennwörter zusammen, so kommt der normale „Büromensch“ täglich schnell auf rund 10-15 unterschiedliche, manche sogar auf fast 20 PINs. Dabei sollen die neben unsinnigen Zahlenkombinationen auch noch „!§$%&?“ etc. beinhalten. Wer es dann schafft, sich bis zu 16-stellige kunterbund-PINs zu merken – Alle Achtung! Fincut ich bin wirklich erstaunt, du scheinst das ja zu können.

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