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Edelmetall in der Totenasche – Was soll damit geschehen?

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Peter Wilhelm31. Mai 2013

8 Kommentare von 139143.

  1. Gehen wir die Punkte alle mal durch. Als ehemaliger Kremamitarbeiter erlaube ich mir schon einige Sachkenntnis diesbezüglich:

    1.) Soll mit beigesetzt werden.
    Das funktioniert regelmäßig nicht. Die künstlichen Hüftgelenke sind schlichtweg zu groß für die Aschekapsel und selbige sind manchmal schon ohne „Schmuck“ randvoll gefüllt – ergo größere Kapsel bei höheren Kosten.

    2.) Soll den Angehörigen ausgehändigt werden.
    Um Gotteswillen. Das wirft gleich eine Handvoll Probleme auf. Erstens müsste man Buch führen, welcher Sterbefall was hinterlassen hat. Zweitens ist das Krema in der Beweispflicht, dass der Stf. wirklich nur EIN Hüftgelenk hatte. Drittens, was sollen Angehörige mit verbrannten Herzschrittmachern und Hüftgelenken. Und vorallem viertens ist das keine finale Lösung, weil was passiert, wenn die Angehörigen die Hinterlassenschaften nicht wollen?

    3.) Soll vom Krema verkauft werden (Erlös Stadtsäckel).
    Prinzipiell eine gute Idee – zumindest praktisch durchführbar. Bei privaten Krematorieren wäre dann das Geschrei groß. Bereicherung auf Kosten der Verstorbenen ^^

    4.) Soll vom Krema verkauft werden (Erlös Angehörige).
    Hier verweise ich auf Punkt 2. Der Verwaltungsaufwand wäre doch unüberschaubar und an der Kernkompetenz eines Krematoriums vorbei. Man müsste akkurat Buch über jeden Schmuckbestandteil in der Totenasche führen. Problematisch wird es dann, wenn der Opa vermeintlich mehr Schmuck dabei hatte, als tatsächlich in der Asche gefunden.

    5.) Darüber sollen die Angehörigen entscheiden können.
    siehe Punkt 2 und Punkt 4. Hinzu kommt jetzt noch das Buch führen über die persönlichen Wünsche, die im „Stille Post“-verfahren über den Bestatter rangetragen werden müssen. Offene Frage: Was wäre der default-Fall bei einer Sozbestattung oder bei entscheidungsunwilligen Angehörigen?

    6.) Soll vom Krema verkauft werden (Erlös wohltätig).
    Mein Favorit, da auch von uns damals so praktiziert. Im Schnitt kamen jährlich um die 2-3 Tausend Euro zusammen, über die sich irgendein karitativer Verein der Region freuen durfte. Aus Pietätsgründen haben wir jedoch NIE an die örtlichen Hospize oder Altersheime gespendet.

  2. Ich habe nach dem anderen Artikel für die letzte Option gestimmt – der Hinweis auf den immensen Verwaltungsaufwand der Rückgabe oder Auszahlung an die Hinterbliebenen finde ich sehr berechtigt, und bei einer Abgabe an eine gemeinnützigen oder wohltätigen Zweck kann niemand mehr von Geschäftemacherei faseln. Die Hinweise vom Overtaker sind gut und einleuchtend.

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