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Irgendwo in Holland begraben, was tun?

Der Bruder meiner Frau ist verstorben. Seine Frau hat ihn beerdigt ohne den Rest der Familie zu informieren. Sie gibt nicht bekannt, wo sein Grab liegt. Es soll wohl in Holland auf einem waldfriedhof sein.
Ist es möglich diese Auskunft über die Einwohnermeldeamt zu erfahren. Haben diese von der grabstätte Kenntnis?

Geben die beerdigungsinstitute darüber eine Auskunft ?

Welche Möglichkeiten hätte ich sonst um die grabstätte zu erfragen?

Vielen Dank im voraus für ihre Mühen.

Es tut mir leid, dass Sie so viel Ärger um den Tod Ihres Schwagers haben.
Die Ehefrau war die Totenfürsorgeberechtigte und kann leider machen, was sie will.
Die Einwohnermeldeämter haben über die Beerdigungsstätte keinerlei Kenntnis.
Zuständig wäre das örtliche Friedhofsamt.

Es ist aber fraglich, ob das Friedhofsamt exakte Kenntnis vom Beisetzungsort hat und ob man dort überhaupt Auskunft erteilt.
Aber fragen können Sie auf jeden Fall.
Falls Sie wissen, welches Beerdigungsinstitut hier in Deutschland zuständig war, könnten Sie es auch dort einmal versuchen.

In beiden Fällen gilt, dass es klug ist, den familieninternen Zwist nicht zu erwähnen.
Sie haben bessere Karten, wenn Sie freundlich nachfragen, ohne über eine andere Person etwas Negatives zu sagen. Meine Erfahrung zeigt, dass die Sachbearbeiter sofort auf stur schalten, wenn sie den Eindruck haben, sie könnten zwischen streitende Parteien geraten. Eine Auskunftspflicht besteht meines Erachtens übrigens nicht.

Für die deutschen Behörden ist die Angelegenheit erledigt, wenn eine Urnenanforderung oder ein Grabnachweis aus dem Ausland vorliegt. Der Verstorbene verläßt Deutschland und ab dann gelten die Bestattungsgesetze des Ortes, an den er gebracht wird.
Oft wissen die Friedhofsämter ziemlich genau, wohin eine Urne gebracht wurden, manchmal haben sie aber nur eine sehr grobe Angabe vorliegen.

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Peter Wilhelm11. Juni 2018

5 Kommentare von 139931.

  1. Tja, leider kenne ich auch solche Fälle und ich finde es immer traurig, wenn Menschen andere Menschen in dieser Situation ausschließen.
    Ich versuche immer die Menschen dahingehend zu beraten, dass man doch beim Tod alles außen vor lassen soll, was im Leben zu dieser Situation geführt hat.
    Aber, bei manchen hilft auch alles Reden nichts. Leider. :???:
    Hinzu kommt, dass ich auch manchmal gesagt bekomme.
    „Ich muss ja etwas sagen, wo die Bestattung stattgefunden hat.“
    Wobei dann in Wirklichkeit diese Totenasche zu Hause ist.
    Und hier ist es dann, wenn die Menschen sich nicht so gut verstehen, einfach die pure Angst vor der evtl. Anzeige die da jemand erstatten könnte.
    Ich habe da schon sehr viel gehört und erlebt.
    Aber es wäre ja auch nicht anders, wenn die Person die die Totenfürsorge hatte, eine anonyme Seebestattung in Deutschland gemacht hätte.
    Die Moral von der Geschicht: „Streiten lohnt im Leben nicht.“

    • @Ingrid Ch. Hoerner:
      Noch sinnvoller wäre es, jeglichen Streit zu Lebzeiten beizulegen. Denn sehr oft liegt ein Streit so lange zurück, dass schon keiner der Beteiligten mehr weiß, worum es beim Streit überhaupt ging.

      Und leider blockiert dabei genauso oft der (falsche) Stolz, den ersten Schritt zu gehen. Ebenso oft wird auch das erste Entgegenkommen des Gegenübers als (unverschämte) Provokation empfunden und der Streit weiter bzw. wieder entfacht.

      Ergo, es gibt kein allgemeines Konzept, welches immer passt. Aber einfach mal den ersten Schritt gehen, ohne auf mögliche Konsequenzen zu achten, kann doch manchmal sehr hilfreich sein.

      Wie heißt es letztendlich so schön? Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst und behandle ihn, wie Du behandelst werden möchtest.

      Das hilft meistens, denn noch sind wir ein christliches Land, dass von der und mit der Nächstenliebe lebt und nicht vom Hass auf und gegen alles.

      • @winnie: Ja, Winnie, wenn man den Streit zu Lebzeiten beilegen würde, gäbe es diese Situationen gar nicht.
        Aber das, was Du bzgl. des „falschen Stolzes“ sagst, das ist wirklich ganz oft so. Leider. :-(
        Ich kann bei meinen Gesprächen auch immer nur von Fall zu Fall entsprechend Ratschläge geben und versuchen, dass evtl. die Menschen etwas davon annehmen. Zwingen kann ich natürlich niemanden. Ist aber auch nicht meine Aufgabe.
        Ich gebe nach meiner Meinung sehr viel und hoffe, dass ich damit auch hilfreich sein kann.
        Aber, wem nicht zu Raten ist, dem ist auch nicht zu Helfen.
        Jeder sollte immer bei sich erst einmal schauen, ob er nicht einfach mal den 1. Schritt macht, egal, was, wer, wann, einmal gemacht hat. Leider können das aber ganz viele nicht.
        Sturheit und Nachtragen, steht vielen Menschen im Weg. Somit stehen sie sich eigentlich schon selbst im Weg. :-(

        • @Ingrid Ch. Hoerner:
          Zitat:
          Jeder sollte immer bei sich erst einmal schauen, ob er nicht einfach mal den 1. Schritt macht, egal, was, wer, wann, einmal gemacht hat…
          Sturheit und Nachtragen, steht vielen Menschen im Weg. Somit stehen sie sich eigentlich schon selbst im Weg.

          Ja, da hast Du recht. Und genau an diesem Punkt rückt gelegentlich noch ein anderer Faktor in den Fokus. Falls doch tatsächlich jemand den ersten Schritt macht, wird dieser auch direkt gegen ihn verwendet. Frei nach dem Motto, gut dass Du Deinen Fehler einsiehst.

          Genau so kann und sollte ein Neubeginn aber nicht anfangen. Menschen die so reagieren, sind häufig nicht die hellsten Kerzen auf der Torte, hauen aber kräftig auf die Sahne und stellen sich als „Sieger“ von was auch immer dar.

          Aber trotzdem werden wir nicht müde, unser Bestes zu geben und so weit als möglich Frieden zu stiften. Schon unzählige Male gab es nach längst vergessenen Vorfällen ein unerwartetes Feedback. Weißt Du noch damals, durch Dich ist dies oder jenes wieder ins Lot gekommen usw.

          Sicher gibst Du mir Recht, dass prinzipiell nur diese Fälle zählen und uns um diese Willen auch immer wieder die Kraft zuströmt, weiter zu helfen, wenn es denn nötig und/oder möglich ist. ;-)

          • @Winnie: Ja Winnie, es wird niemals ein Patentrezept geben.
            Es hindert denjenigen ja auch niemand daran bei diesen Sprüchen zu sagen: „Hör mal, so ist es nicht gemeint. Ich wollte einen Neubeginn machen ohne nachzukarten. Wenn Du das nicht möchtest, dann gehe ich einfach wieder.“
            Die meisten Menschen stehen sich mit dem Nachtragen selbst im Weg.

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