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Völlig überzogen

Von

Einer meiner Auszubildenden hat seine Prüfung bestanden und ist also nun mit seiner Ausbildung fertig. Eigentlich wollte ich ihn nicht übernehmen, weil er keinen Führerschein besitzt. Aber er ist ein netter Kerl und sonst sehr fleissig. Gestern stand er dann in meinem Büro und wollte mal nachfragen wie es denn jetzt aussieht mit der Weiterbeschäftigung.

Ich sagte zu ihm, er solle sich mal überlegen, was er denn so verdienen wolle, davon würde ich dann meine Entscheidung abhängig machen.

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Was ist eine Leiche?

Von

In meinem Betrieb bilde ich Bürokaufleute mit Schwerpunkt Bestattungswesen (IHK) und Bestattungsfachkräfte (HWK) aus. In den betriebsinternen Schulungen wird zu Anfang oft die Frage gestellt: „Was ist eine Leiche?“

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In unserem Haus wird grundsätzlich der Begriff Leiche vermieden. Wir haben keinen Leichenwagen, sondern ein Bestattungsfahrzeug und im allgemeinen Sprachgebrauch gilt bei uns der Ausdruck „der Verstorbene“ oder „die Verstorbene“ als politisch korrekt. Angehörigen gegenüber sprechen wir ausschliesslich im persönlichen Bezug, sagen also „ihre Mutter“, „ihr Vater“, „ihr Nachbar“ usw. oder ganz einfach „Herr Müller“, „Frau Meier“.

Nach unserem Verständnis ist ein verstorbener Mensch nur so lange eine Leiche, wie keine Totenfürsorge stattfindet. Das kann der Zeitraum zwischen Eintreten des Todes und der Übernahme durch einen Bestatter sein, ist aber auch der Zeitraum nach der Bestattung.

Rein rechtlich unterschiedet man hier die straf-, zivil- und ordnungsrechtliche Betrachtung:

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Bestatter sind Halsabschneider

Von

Ist ja klar.
So sieht die Rechnung aus:

Leistungen Bestatter: 1.025,00 Euro
Vorleistungen Stadt (Grab, Trauerhalle, Kühlzelle): 4.180,50 Euro
Vorleistungen Steinmetz (Einfassung, Grabstein): 3.500, 21 Euro
Vorleistungen Gärtner (Sargschmuck, Blumen Trauerhalle): 741,00 Euro
sonstige Vorleistungen (Pfarrer, Gebühren, Auslagen): 127,00 Euro

Der preiswerteste Sarg durfte es sein, kein Totenhemd, sondern der alte eigene Schlafanzug und die Kunden zickig und schwierig ohne Ende. Dann aber über 8.000 Euro für das ganze übrige Trallala ausgeben und hinterher bei mir im Laden stehen und sagen:

„Eine Unverschämtheit, was Sie da alles berechnet haben. Wir hätten doch woanders hingehen sollen, Bestatter sind eben Halsabschneider!

Ich finde das eine Frechheit!

Neues Layout

Von

Hab mich heute sehr gefreut, dass Peter endlich das Layout für mein Weblog fertiggestellt hat. Ich finde das jetzt sehr angemessen und hatte mich an dem Übergangslayout auch ehrlich gesagt sattgesehen.

Ich hoffe, es gefällt auch meinen Lesern.

Wie oft nehmen Sie den Sarg? Wird der Sarg mitverbrannt?

Von

Was glaubt Ihr, wie oft ich gefragt werde:

„Wir der Sarg wirklich mit verbrannt? Den nehmen Sie doch bestimmt mehrmals, oder?“

Auch wenn der Sarg mit das Teuerste an der ganzen Bestattung ist, so ist er das nur deshalb, weil über den Sargverkauf die notwendigen sonstigen Kosten mitfinanziert werden. (Telefondienst, Bereitschaft usw.) In der Anschaffung macht er eher einen niedrigen bis mittleren Posten aus. Für Feuerbestattungen nimmt man sowieso Särge, die dafür konzipiert wurden. Für eine Erdbestattung sollte der Sarg eine bestimmte Festigkeit haben, die preiswertere Feuersärge, die sogenannten Verbrenner, nicht haben.

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Guten Morgen!

Von

Es ist drei Uhr morgens und eine Kundin sagt am Telefon:

„Sie beerdigen ja heute meinen Mann. Um zehn Uhr ist die Beerdigung. Ich wollte nur mal nachfragen, ob alles klar geht.“

Um drei Uhr morgens!
Was soll da um diese Zeit, so kurz vor der Beerdigung schief gehen? Wenn der Vater nicht von den Toten auferstanden ist, wird er um 10 beerdigt.

Um drei Uhr! Kopfschüttel!!!

Dankschreiben

Von

Aus einem Dankschreiben einer Kundin, das mich heute Morgen erreichte:

…möchte ich mich nochmals ganz herzlich bedanken, dass Sie meinen Mann so schön vergraben haben.

Organspende

Von

Heute erreichte mich eine Mail, in der ich gefragt wurde, wie es im Falle einer Organspende mit dem Verstorbenen weitergeht. Für die Beantwortung habe ich mir viel Zeit genommen und einiges geschrieben. Damit aber auch andere evtl. davon profitieren können, stelle ich sie hier auch noch mal online:

Es ist sicherlich keine schlechte Idee, einen Organspendeausweis zu haben. Jeder von uns könnte jederzeit in die Situation gelangen selbst auf eine Spende angewiesen zu sein. Leider sterben noch viel zu viele Menschen, während sie auf der Warteliste stehen.

Es ist nicht notwendig, den Verstorbenen länger als erforderlich aufzubewahren. Schon die Pietät und die Rücksichtnahme auf die Angehörigen verbietet eine unnötige Verzögerung. Bei der Multiorgan-Entnahme werden auch Gewebeteile entnommen, die für spätere pathologische Untersuchungen als Referenzmaterial dienen können. Durch die Organentnahme kommt es in der Regel zu einer Verzögerung von 24 bis 48 Stunden in der Abwicklung der Bestattung.

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