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So ein derber Mist!

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Heute Morgen ist uns eine 72-jährige Rentnerin seitlich in das Bestattungsfahrzeug gefahren.

Unser Auto parkte in zweiter Reihe auf einer zweispurigen Straße. Heckklappe geöffnet, Warnblinkanlage eingeschaltet. Was sollen wir machen? Umständlich einen Parkplatz suchen und den Toten dann mit einer Schubkarre dahin bringen? Ein Bestattungsfahrzeug ist ein Sonder-Kfz., es hat jedoch keine besonderen Rechte, aber die Ethik und der Respekt vor anderen sollte doch wohl jedem genügen, um auf so ein Fahrzeug etwas Rücksicht zu nehmen.

Ich habe mal, mit freundlicher Genehmigung, ein Bild aus dem Web gezogen. Der betroffene Wagen sieht genau so aus, ist allerdings dunkelblau und hat einen schmalen goldenen Streifen über die ganze Länge. Wegen der Firmenbeschriftung zeige ich unseren hier nicht.

So steht unser Auto also in zweiter Reihe, während unsere Fahrer den Verstorbenen aus dem Haus tragen. Gegenüber gibt es Parkbuchten und die Oma kann jetzt am Samstagmorgen nicht 3 Minuten warten, sondern muss rückwärts aus der Lücke fahren. Sie trifft den Leichenwagen genau auf der Höhe der hinteren Tür auf der Fahrerseite und drückt exakt auch noch den Sonderaufbau unterhalb der Panoramascheibe ein.

Vermutlicher Sachschaden an dem damals neu 111.000 DM teuren Fahrzeug: 9.000 bis 12.000 Euro.
Schaden am Golf der Oma: Stoßstange und Heckklappe: ca. 1.200 Euro.

Ich bin froh, daß wir noch einen dunklen Transporter als Bestattungswagen haben und noch ein älterer Mercedes-Bestattungswagen in der Garage steht, von dem ich mich nicht trennen kann. So kann wenigstens der Betrieb weitergehen.

Fehler durch Lektorin Anya bereinigt.


Peter Wilhelm 3. April 2016

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