Im Bestatterweblog wird viel geklaut

Immer wieder schreiben mir Leser, daß sie Texte aus dem Bestatterweblog irgendwo im Netz wiedergefunden haben.
Wenn es sich um Zitate in anderen Blogs oder auf anderen Seiten handelt, dann freue ich mich.
Wenn einfach so Sachen geklaut werden und sich jemand mit fremden Federn schmückt, schreiben wir ihm was Nettes.

In den allermeisten Fällen handelt es sich aber um ausländische Seiten, die ihre Inhalte mittel sogenannter Aggregatoren zusammenfischen.
Aggregatoren sind Softwaresysteme, die zu bestimmten Stichwörtern vollautomatisch Seiteninhalte und Feeds auslesen und daraus ebenfalls vollautomatisch Artikel machen.
Oft werden dabei Inhalte verschiedener Seiten zu einem Thema wirr vermischt.
Sinn und Zweck ist es, in den Suchmaschinen möglichst omnipräsent zu sein.

Ein Beispiel aus neuerer Zeit:

mann098
Veröffentlicht von peter wilhelm. hier erzählt der buchautor peter wilhelm geschichten aus dem bestatteralltag und informiert als Experte und sachverständiger. Wir sind nun schon seit mehreren jahren hier zu gast und fühlen uns jedes jahr wieder pudelwohl. landschaftlich schön und vor allem ruhig direkt hinterm deich. Seine Schillerlocken flutschten nur so rein. Das Fischangebot ist riesig. Im Fahrradbau hat er die Nase vorn. Ökologisch ist diese Art des Anbaus aber eher bedenklich.

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Bestatterrechnung nicht bezahlt, wegen Betrugs vor Gericht

Im Emscherblog las ich diese Meldung hier:

Bestatter betrogen: Gerichtsverhandlung geschwänzt

Eigentlich hätte sich der Bochumer auf der Angeklagebank wegen Betruges verantworten sollen, weil er im März vorigen Jahres für die Beerdigung seiner Mutter dem Holzwickeder Bestattungsunternehmen Gößmann einen Auftrag erteilt haben soll, obwohl er wusste, so der Anklagevorwurf, dass er diesen Auftrag im Wert von knapp 1.700 Euro gar nicht bezahlen konnte. Was gegen den Angeklagten spricht: Er ist bereits als Betrüger einschlägig vorbestraft.

(Zur Verhandlung erschien der Angeklagte nicht, deshalb will die Richterin) den 55-Jährigen sicherheitshalber polizeilich vorführen lassen.

Emscherblog

Solche Meldungen sieht man nur sehr selten. Die wenigsten Bestatter trauen sich, säumige Zahler gerichtlich verfolgen zu lassen.
Die geringste Stufe der gerichtlichen Verfolgung wären ja Mahnbescheid und anschließende Vollstreckung mit dem Risiko, daß der Schuldner Widerspruch einlegt und es zu einem Verfahren kommt.
Die nächste Stufe wäre gegeben, wenn man nachweisen kann, daß der Auftraggeber schon bei der Auftragsvergabe wußte, daß er die Rechnung nicht wird bezahlen können.

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Sind Beerdigungskosten bei der Steuer abzugsfähig?

In unserer Familie gab es einen Sterbefall und zur Abwicklung dieses Todesfalles mußten wir in den Süden Deutschlands an den Bodensee reisen.
Der Bestatter riet uns, die angefallenen Kosten beim Finanzamt geltend zu machen. Aber was können wir alles geltend machen?
Sind es die Reisekosten, die Unterbringung in der Pension, die Trauerkleidung oder nur die reinen Beerdigungskosten.

steuerpixabay

Es ist richtig, daß man die Kosten eines Sterbefalls steuerlich geltend machen kann.
Einerseits kann hier die Erbschaftsteuererklärung betroffen sein, andererseits die Einkommenssteuererklärung.
Es kann auf jeden Fall nicht verkehrt sein, die Kosten generell geltend zu machen und es dem Finanzamt dann im Rahmen der Prüfung der Steuererklärung zu überlassen, welche Kosten im Einzelnen anerkannt werden.

Wer erbt, hat nach dem BGB auch die Bestattungskosten zu tragen.
Über das Erbe ist eine Erbschaftssteuererklärung abzugeben. Anhand dieser wird geprüft, inwieweit man zur Erbschaftssteuer herangezogen wird. Hierbei gilt, grob gesagt: Je näher man mit dem Verstorbenen verwandt war, umso größer sind die Freibeträge.
Wer nahe verwandt war, zahl am wenigsten Erbschaftssteuer, wer gar nicht verwandt war, zahlt die meiste.
Im Rahmen dieser Steuererklärung kann man die Beerdigungskosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen, wenn die Aufwendungen den Wert des Nachlasses übersteigen.
Vereinfacht gesagt: Wenn die Erbmasse die Bestattungskosten übersteigt, hat man schlechte Karten, die Ausgaben erstattet zu bekommen.

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Junge Bestatterin

Hallo Tom,

ich habe gerade den Blog durchstöbert und gesehen, dass du über eine Azubine berichtet hast aus dem Bestattungsleben. Im November oder Dezember war ein Bestatter aus meinem Umkreis mit seiner auszubildenden ebenfalls in der Zeitung, da ich glaube, dass dies bei dir in der Nähe ist, möchte ich es dir nicht unterschlagen. Ich habe persönlich mit ihnen zu tun gehabt und kann sie nur empfehlen.

http://www.morgenweb.de/region/schwetzinger-zeitung-hockenheimer-tageszeitung/oftersheim/sie-mochte-den-letzten-weg-wurdevoll-gestalten-1.2011617

Liebe Grüße Andreas

Anrufen kostet nichts

Meine Frau sitzt nackt auf einem Kamel und reitet durch die ungarische Puszta. Ich fliege in etwa acht Metern Höhe über ihr und schwinge ein flammendes Schwert.
Am Wegesrand tauchen die häßlichen Fratzen meines früheren Mathematiklehrers und meines Sportlehrers auf, gefolgt von den geifernden Mäulern ehemaliger Vermieter und Nachbarn.
Hinter ihren Rücken tragen sie Keulen, Messer und brennende Fackeln. Ganz eindeutig wollen sie der reitenden Zigeunerprinzessin Ungemach antun.
Sie merkt es nicht! Warum merkt sie denn nichts?
Es ist an mir, meine Holde zu retten.
Plötzlich fliege ich nicht mehr allein und aus eigener Kraft sondern sitze auf einem fliegenden rosa Kaninchen, das sich mir als Elfriede vorstellt.

Was?

Was?

Warum singt Elfriede das Lied vom Tod?

Immer wieder klingt diese Mundharmonika-Melodie an mein Ohr und es dauert elendlich lang, bis ich begreife, daß die Allerliebste nicht nackt auf einem Kamel reitet, Elfriede verschwunden ist und ich aus einem Traum erwacht bin.

Wieder klingelt neben mir auf dem Nachttisch mein Handy mit dem Klingelton „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Irgendjemand wagt es, mich mitten in der Nacht auf dem privatesten meiner Privathandys anzurufen. Und wenn es diese Melodie ist, dann weiß ich, daß es einer meiner Mitarbeiter ist und daß es um einen Sterbefall geht.

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Neue Einträge in der Bestattersuche

Seit heute Nacht haben wir etliche neue Einträge von Bestattern in der Bestattersuche des Bestatterweblogs.
Man soll sich halt nicht auf andere verlassen …
Also habe ich eine Nachtschicht eingelegt und die ganzen Anfragen, die seit Juni 2014 sich aufgetürmt hatten, nun selbst eingetragen.

Wie immer gilt:

Die Einträge in die Liste sind kostenlos.
Es ist kein Mitgliedsbeitrag erforderlich, es wird von den Bestattern keine Provision verlangt.
Jeder Bestatter kann die Aufnahme in die Liste selbst beantragen.
Man muß nicht Mitglied eines Verbandes sein.

Die Bestatter haben entweder eine Rechnung und eine Beschreibung ihrer Leistungen vorgelegt oder wurden anonym überprüft.
Die Aufnahme in die Liste bedeutet jedoch nicht unbedingt eine Empfehlung.
Bestatter, über die mir Negatives berichtet wird, fliegen u.U. aus der Liste wieder raus.

Man kann gegen einen kleinen Obolus einen Premium-Eintrag bekommen. Dieser ist besonders gekennzeichnet und man hat dann über den Normaleintrag hinaus, die Möglichkeit, sein Unternehmen vorzustellen und ein Logo oder eine Anfahrtskizze einzubinden.
Ich bitte die betreffenden Bestatter über einen Premium-Eintrag nachzudenken und ihre Angaben zu überprüfen.
Merke: Wer keine Auflistung der von ihm bearbeiteten Städte eingereicht hat, kann nur unzureichend gefunden werden.
Die Städte übermittelt man durch Postleitzahlen. Entweder als Block (z.B. 12345-23456) oder als einzelne Angaben (z.B. 43122, 43333, 43781).

Soll ich zum Billigbestatter gehen? Sind Discountbestatter aus dem Internet seriös?

Ich muß mich um die Bestattung meiner Schwester kümmern. Diese ist zwanzig Jahre älter als ich und hatte die Familie bereits verlassen, als ich geboren wurde.
Seitdem hatte niemand in der Familie Kontakt zu ihr. Nun ist sie mittellos in Mitteldeutschland verstorben. Aus der Lektüre ihres hervorragenden Blogs weiß ich, daß ich wohl um die Bezahlung nicht herum komme, da ich bestattungspflichtig bin.
Aber es gibt doch diese 499 bis 799-Euro Billig-Angebote aus dem Netz.
Wäre das eine Möglichkeit für mich, das so günstig wie möglich abzuwickeln?
Ich schätze ihre Kompetenz sehr und warte dringend auf Ihre Empfehlung.

Vielen Dank für das Lob.

Mittellos in Mitteldeutschland zu versterben ist schon heftig.
Ich kann Sie gut verstehen. Nun für die Bestattungskosten für eine Person aufzukommen, mit dem einen so gar nichts verbindet, das ist stellenweise als Zumutung einzustufen. Es gibt ja durchaus familiäre Konstellationen, in denen auch Haß und Abneigung eine Rolle spielen und dennoch ist man verpflichtet die Bestattung zu bezahlen.

Ob die Sozialbehörde die Kosten einer mittellosen Mitteldeutschen übernimmt, hängt nicht von den Vermögensverhältnissen der Verstorbenen, sondern von der finanziellen Situation der Angehörigen ab.
Solange es einen Bestattungspflichtigen gibt, der für die Kosten aufkommen kann, hält der Staat sich raus.

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