Wie sehen Tote aus? Lächeln im Gesicht oder angstverzerrt?

Warum sehen Tote manchmal so anders aus?

Das werde ich oft von Schülern und Studenten gefragt, wenn ich vor ihnen spreche.

In den Kommentaren schreibt ein Leser:

Die Verstorbenen lächeln doch meist und/oder sehen entspannt aus.

Ja, besonders die zu Tode gefolterten, mit Masochismus-Hintergrund…
Der Bekannte, der vor Jahren auf dem Weg zur Toilette tot umgefallen ist, sah eher etwas verwundert aus, was ihm denn da wohl passiert ist. ;-)

Das kann man so nicht sagen.
Mit dem Tod erschlaffen alle Muskeln. Kein Erlebnis kurz vor dem Tod kann über ihn hinaus eine Auswirkung auf das Aussehen des Menschen haben.
Lange Jahre der Sorgen, die Auszehrung durch Krankheit und Medikamente können ein Gesicht formen und Spuren hinterlassen, aber diese sind schon zu Lebzeiten sichtbar und haben mit dem Tod direkt nichts zu tun.
Etwas erstaunt blicken alle toten Menschen drein, wenn man so will, denn offene Augen, ein aufgesperrter Mund und Gesichtszüge die erschlaffen, das sind auch unsere Zeichen von Erstaunen.

Selbstverständlich wird ein Mensch, der im Wasser verstorben ist oder der erstickt ist oder bei dem das Gesicht durch Unfall oder sonstiges in Mitleidenschaft gezogen wurde, nicht mehr so aussehen, wie man ihn zu Lebzeiten kannte.

Bei den meisten anderen wird es so sein, wie ich es oben schrieb. Augen offen, Mund geöffnet und Gesichtszüge erschlafft.
Im Wesentlichen sehen sie also so aus wie zu Lebzeiten. Ein Leichtes für den Bestatter, die Augenlider herabzuziehen und die Kinnlade hochzudrücken.
Und dennoch: Im Tod sehen die Menschen oft fremd aus und manchmal erkennen Verwandte sie nicht wieder.

Hierbei spielt eine bedeutende Rolle, daß wir im Grunde ständig irgendwelche Muskeln im Gesicht kontrolliert und unkontrolliert anspannen. In irgendeiner Weise bewegen wir das Gesicht auch, runzeln die Stirn, ziehen die Augenbrauen hoch, die Mundwinkel nach unten oder oben und unsere Lippen können alle möglichen Formen annehmen. Ja, selbst der Lidschlag ist eine sich ständig wiederholende Bewegung, die wir gar nicht bzw. kaum mitbekommen.

Alles das fällt bei einem Toten weg.

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Meine Angst vor dem Tod

Hallo zusammen..
Ich bin zufällig auf diesen Blog hier gekommen und dachte mir ich schreib auch mal was dazu.
Und zwar geht es hier um die Angst, zu sterben.
Ich habe fürchterliche Angst vor dem Tod. Aber das auch erst seitdem meine Oma von uns gegangen ist.
Vor einigen Jahren ist meine liebevolle Oma an Krebs gestorben.
Man konnte wirklich nichts mehr machen, sie war im Endstadium. Der Krebs hatte schon überall Metastasen gebildet. Das hiess, sie hatte nur ein halbes Jahr zu leben und genau das hat auch gepasst. Leider.
Mir wurde dies erst nicht erzählt das sie Krebs hatte da ich erst 11 war.
Irgendwann wurde mir aber doch erzählt das sie an Krebs leidet, jedoch habe ich mir als Kind natürlich noch keine Gedanken darüber gemacht, wie es wohl enden würde.
Nein, ich war noch immer der festen Überzeugung , dass meine Oma 100 Jahre alt wird.
Ich hab es früher schon gehasst wenn meinen Großeltern mir erzählt haben, was ich machen soll wenn sie mal nicht da sind. Aber nein daran wollte ich nie denken und habe ihnen so gesehen immer versprochen, dass sie mindesten 100jahre alt werden, wenn nicht mehr.
Jedoch habe ich Tag für Tag, Woche für Woche mitbekommen, wie schlecht es meiner Oma ging. Ihre Hautfarbe wurde gelblich, das Bewegen, Sprechen und Atmen fiel ihr nicht mehr leicht. Zahlreiche Verwandte kamen zu Besuch, um ihr noch eine wunderbare Zeit zu wünschen.

Jedoch hat es bei mir langsam ‘klick’ gemacht und ich wusste “das werden die letzten Wochen die du mit deiner Oma verbringen wirst”.
Ich habe mich jeden Abend in meinem Zimmer eingesperrt, das direkt neben dem Wohnzimmer war, in dem ihr Sterbebett stand.
Dort hatte ich ein kleines Bild von ihr und mußte immer sofort weinen, wenn ich es anschaute.
Dann kam der Tag, an dem ich sie das letzte Mal lebend sehen durfte. Ich streichelte ihr einmal um das Gesicht, gab ihr einen Kuss auf die Stirn und flüsterte ihr “ich hab dich lieb..danke das es dich gibt” ins Ohr.

An den letzten Tagen musste man ihr sogar Flüssigkeit in den Mund sprühen damit sie nicht austrocknet, so wurde mir es gesagt.
Meine Oma war sehr gläubig und hatte keine Angst vor dem Tod. Auch mich zog sie darein. Jedoch hat sich bei mir alles danach geändert.
Zwei Tage nach dem sie tot war, habe ich sie in der Leichenhalle besucht.
Es ist zwar erschreckend zu wissen, man wird eine Leiche sehen und diese Leiche ist auch noch deine Oma, mit der du tagtäglich Spass hattest. Diese Frau hat dich großgezogen…
Und ich hatte panische Angst davor diese Halle betreten zu müssen. Jedoch wusste ich, tue ich es nicht, dann werde ich es bereuen. Also ging ich hinein, ich sah wie sie in einem offenen Sarg lag, den Kopf zu uns gerichtet. Im Zimmer war es unglaublich kalt. Ich schaute erst auf den Boden und dann langsam in Richtung Kopfhöhe. Auf ihren Lippen war ein kleines Lächeln zu sehen.

Ihre Augen sahen eingefallen aus und lagen tief in den Höhlen, ihre Hautfarbe war ockergelb, könnte man sagen.
Ich wollte nur einen Schritt in den Raum gehen, um ihr einen Kuss zu geben und ihr einen Brief hinzulegen), aber dazu kam es nicht, ich brach zusammen und lag auf dem Boden.
Meine Tante hob mich auf und brachte mich nach draussen.
Ich hatte einen Nervenzusammenbruch. Noch nie in meinem ganzen Leben hatte ich so was. Und auch danach nicht mehr.

Soviel mitzubekommen und zu wissen das man trotz Glauben an Gott qualvoll sterben kann, hat mich verunsichert. Mir wurde nämlich erzählt das meine Oma erstickt ist. Sie war nur etwas über 60.
Nun ist das schon einige Jahre her und ich habe durch all diese Geschehnisse eine unglaubliche Angst vor dem Tod entwickelt, ich möchte nicht eines Tages so qualvoll enden wie sie.

Ganz herzlichen Dank dafür, daß Du Deine Erlebnisse uns Ängste mit uns teilst. Aus der Anrede “Hallo zusammen” entnehme ich, daß Du diese Zeilen nicht nur an mich persönlich, sondern eher an ‘den Blog’ gerichtet hast.
Dennoch habe ich einige der persönlichen Daten weggelassen.

Ich kann Dir die Angst vor dem Tod nicht nehmen. Sie ist normal, denn dieses Leben ist das einzige, das wir kennen und von dem wir definitiv wissen, daß es stattfindet. Ob wir vorher schon existiert haben oder nachher noch weiter existieren werden, kann nur eine Frage des persönlichen Glaubens sein. Da Du ein gläubiger Mensch bist, würde ich Dir vorschlagen, mit einem Priester bzw. Seelsorger über diese Thematik zu sprechen. Er kann Deinen Glauben an und Deine Zuversicht auf eine Weiterexistenz nach dem Tode vielleicht stärken.
Hierüber braucht es auch keine entsprechenden Kommentare, denn der persönliche Glaube ist deshalb etwas Heiliges, weil er zu den persönlichsten Dingen gehört, die man hat, das ist definitiv nicht diskussionswürdig.

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Allerheiligen und die Bräuche

Leser Thomas stellt mir eine Frage zu den Allerheiligenbräuchen:

Hallo Peter,
ich hab da mal eine frage welche evtl. auch ander Blogleser beschäftigt.
Gern gehe ich Allerheiligen über die Beleuchteten Friedhöfe. Aber wann ist der Abend an diese schöne Lichtstimmung herrscht.
Am Abend vor Allerheiligen also heuer am 31.10. oder am Allerheiligenabend (is das ne steigerung vom Heiligabend) ich schweife ab. Also am Abend des 01.11.?
Kannst du Licht ins Dunkel bringen?
Glückauf
Thomas

Ich kenne leider nicht sehr viele Allerheiligenbräuche.

Bei uns im Ruhrgebiet war es immer so, daß in den Tagen und Wochen vor Allerheiligen eine rege Betriebsamkeit auf den Friedhöfen herrschte, weil alle Leute die Gräber ihrer Verstorbenen schön herrichten wollten.
Selbst die, die an Allerheiligen selbst keine besonderen Handlungen vornahmen, wollten doch daß sie sich nicht wegen eines ungepflegten Grabes schämen mußten.

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Halloween-Gewinnspiel


Es ist mal wieder Halloween und der alte Gruselkopp häutet sich erneut.
Aus diesem Anlaß verlose ich gemeinsam mit www.tropen.de drei Exemplare des Buches Begräbnisse zum Totlachen: Die durchgeknalltesten Bestattungen aller Zeiten von Kathy Benjamin (Deutsch von Dieter Fuchs).

Das Buch beleuchtet auf 205 Seiten kuriose, urige und nachdenkenswerte Besonderheiten aus dem Bereich der Bestattung und des Trauerns.
Es ist sehr locker und unterhaltsam geschrieben und erzählt Geschichten zum Staunen, Lachen und Kopfschütteln.
Ich persönlich finde es sehr am amerikanischen Geschmack orientiert und an manchen Stellen zu flapsig, allerdings schmälert das den Lesespaß überhaupt nicht.

Wer nun ein solches Buch geschenkt haben möchte, der muß nichts weiter tun, als unter diesem Artikel hier einen mordsmäßigen Halloween-Kommentar zu hinterlassen.
Unter allen Einsendern werden -unter Ausschluß des Rechtsweges- drei zufällige Personen ausgewählt, die dann ein Buch bekommen.
Einsendeschluß: 1. November 2014, 12 Uhr

Im Adamskostüm auf Torf gebettet?

Zu einem anderen Artikel schrieb ein Kommentator:

Das Adamskostüm hat ja ein Feigenblatt. Ich habe mich schon immer gefragt, ob man nicht so etwas wie Torfmatratzen (oder besser Humusmatratzen) in den Sarg legen könnte um das Verrotten vielleicht zu beschleunigen? Mittlerweile gibt es ja den Entwurf von Bestattungskleidung mit Pilzen drauf. Aber Adam auf einer Humusmatratze und mit Herbstlaub bedeckt wäre eine schöne öklologische Variante vom “Erdbettchen”. (Und dem Angler werden als letzten Gruß dann die Reste vom lebenden Fischfutter mit reingekippt *schüttel, würg*

Die normalen Sargmatratzen sind mit einem Füllstoff ausgepolstert, der aus allen möglichen Materialien bestehen kann. Das reicht von Papierschnipseln über Holzwolle bis hin zu zerkleinerten Textilfetzen.
Die wichtigste Aufgabe der Sargmatratze ist weniger das bequeme Liegen, was angesichts des eingeschränkten Empfindungszustandes eines Verstorbenen, ja sowieso für ihn selbst kaum von Bedeutung sein kann, sondern mehr die Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften, daß eine saugfähige Unterlage verwendet werden muß, die zusammen mit der Auskleidung des Sarges wirkungsvoll den Austritt von Flüssigkeiten aus dem Sarg verhindert.

Sehr intensiv haben wir uns seinerzeit mit der Frage beschäftigt, ob es hierzu nicht eine Alternative geben kann.
Wir haben viele natürlich Materialien ausprobiert. Mir persönlich hat eine Mischung aus Torf und Rindenmulch sehr gut gefallen. Der an Waldboden erinnernde Duft überlagerte so manchen leichteren Leichengeruch perfekt.
Ein saugfähigeres Material als Torf kann man kaum finden.
Nur gab es keine leeren Matratzen zu kaufen, die entsprechende Fabrik wollte uns auch keine solchen Hüllen verkaufen, sondern lieber die mit der eigenen Füllung vertreiben.

Wir sind dann eine ganze Zeit lang dazu übergegangen, unten im Sarg eine 10 cm hohe Schüttung aus Torf und Rindenmulch einzubringen und mit einer einteiligen Sargbespannung abzudecken, die dann ringsherum festgetackert wurde.
Oft wurde das auch noch mit einer dickeren Lage Papierschnipseln überpolstert, je nachdem wie hoch wir den Verstorbenen im Sarg betten wollten.

Im Herbst hat Manni auch oft Laub verwendet, eine weitere Lösung, die mir recht gut gefiel. Im Grunde genommen kann man fast jedes Material verwenden, wichtig ist nur daß es einen saugfähigen Anteil gibt.

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100-Jähriger stirbt nur 28 Stunden nach seiner Frau

Mitte der vergangenen Woche starb in der US-Stadt Cincinnati die 94-jährige Helen Auer. Als ihr Ehemann sie fand, wusste er, dass auch seine Zeit gekommen war – nur 28 Stunden später starb auch Joe Auer. „Ich glaube, nur einen Tag alleine im Bett aufzuwachen, war genug für ihn“, sagte einer der Söhne des Ehepaars dem Regionalsender „WPTV“. „Er sagte sich, er werde nie wieder alleine schlafen. Und so hat ihn der Allmächtige zu sich geholt.“ Joe Auer wurde 100 Jahre alt.
Quelle und mehr bei Focus online

gemeldet von Christian

Ist Doris Day tot?

Habe jetzt Deinen Blog komplett durch. Ich habe aber nichts über die pompöse Beerdigung von Hollywood-Legende Doris Day gelesen. Hast Du das übersehen?

Solange die liebe Frau Day noch lebt, sollte man sie nicht beerdigen.

Sicher, sie ist hoch betagt und der Zeitpunkt rückt gewiss immer näher, aber momentan ist sie noch recht lebendig.

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