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Die Götterboten

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Ein DPD-Paket, das am Donnerstag aufgegeben wurde, kam gestern an, auf das Hermes-Paket warte ich immer noch.
Am Liebsten werde ich von der Post beliefert, egal wie die grade mal wieder heißt, und hoffe, daß die Autos noch möglichst lange gelb sind, damit ich sie von den anderen weißen Lieferwagen unterscheiden kann. Bei der Post arbeitet ja Bettina, die Frau von Carlos Gasto-Poda. Mit ihr hatte ich mal eine heftige und längere Auseinandersetzung wegen der Zustellung eines Paketes, die darin gipfelte, daß ich bei der Versandzentrumspaketumschlagsmitarbeiterführungskraft Frau Ziegenbart angerufen hatte und mich über Bettina beschwerte. Es kommt selten vor, daß ich mich beschwere, aber in dem Fall war ich wirklich sauer. Auch Bettina hatte sich über uns beschwert, auch bei Frau Ziegenbart. Von da an überreichte Bettina uns die Pakete mit gespielt übertriebener Höflichkeit überreichte.
Dieses Theater hielten wir ein paar Wochen aufrecht und dann haben wir uns irgendwie wieder zusammengerauft und seitdem klappt das problemlos.

Sieht mich Bettina irgendwo mit meinem Auto herumfahren, weicht sie von ihrer Tour ab, fährt mir hinterher und hupt mich an den Straßenrand, damit ich meine Pakete sofort übernehmen kann. Sie weiß auch, wie und wo man die Pakete an unserem Haus verstecken kann, damit sie nicht wegkommen, wir sie aber trotzdem finden können, falls mal keiner da ist. Sie hat sogar schon Pakete mit nach Hause genommen und Carlos brachte sie dann eben mit dem Privatwagen vorbei.

Ansonsten werde ich inzwischen ganz gerne von UPS beliefert. Der große Schnauzbärtige in seinen kurzen braunen Hosen sorgt hier immer für einen kleinen fröhlichen Tumult, weil unsere gesamte weibliche Belegschaft schon wenigstens drei Jahre versucht, den etwas zu moppelig geratenen Freddy Mercury anzubaggern. Der strahlt zwar immer übers ganze Gesicht, wenn Antonia und Sandy sich quasi rollig auf dem Teppich wälzen, aber vermutlich ist er dem seligen Freddy näher und ähnlicher als die Frauen wahrhaben wollen.

Mit UPS hatten wir früher so unsere Probleme, die dazu führten, daß wir jahrelang gar keine Lieferungen von UPS angenommen haben. Einmal ist ein großes, schweres und wertvolles Paket einfach verschwunden. Die Nachforschungen ergaben dann, daß es angeblich ein paar Häuser weiter von Herrn/Frau Müller angenommen worden sei. Diese Leute wohnen da gar nicht. Es wurde dann gemunkelt, der damalige Fahrer (es gab da noch keine elektronischen Piepsdinger, auf denen man mit einem chinesischen Eßstäbchen seinen Namen kritzeln mußte) habe ab und zu mal einen Abstecher zum nahegelegenen Autobahnzubringer gemacht, wo er lukrativ erscheinende Pakete in den Kofferraum seines Schwagers umgeladen habe…
Ein anderes Mal hatte der UPS-Mann eine Nachnahmelieferung einfach vor der Tür abgestellt ohne zu kassieren.
Ich habe dann die Rechnung noch am gleichen Abend online überwiesen. Zwei Tage später kam der Fahrer dann und wollte doch noch seine 1.200 DM (!) kassieren. Pech gehabt, dumm gelaufen.
Danach bekamen wir, von einem anderen Fahrer, mehrmals total beschädigte Pakete, bis wir die Nase von UPS voll hatten.
Das Schlimmste jedoch: Irgendwann haben die uns gar nichts mehr gebracht, sondern einfach so einen gelben Zettel an den Briefkasten geklebt. Man mußte sich die Sachen dann in der nächsten Großstadt in einem Gewerbegebiet frühsozialistischer Prägung in einem Schuppen, in dem schon Elly Beinhorn ihren Krempel lagerte, aus einem riesengroßen Haufen unzustellbarer Pakete selbst raussuchen.

Heute ist das alles viel besser und seit Jahren hatte ich bei UPS keinen Grund zur Klage mehr. Alles läuft schnell, sauber und reibungslos. Ja und die Frauen haben am Liebsten, wenn etwas mit UPS kommt, wegen Freddy.

GLS und DPD liefern hier auch oft Sachen an, ich kann jetzt nicht sagen, welcher von den beiden Diensten es ist, aber ich bin da schon froh, wenn die Fahrer der deutschen Sprache halbwegs mächtig sind. Ansonsten habe ich da auch nichts zu bemängeln.
Hermes ist so eine Sache für sich. Seit drei Tagen schaue ich im Tracking-Fenster des Rechners auf eine Anzeige „Die Sendung wurde an unserem Verteilzentrum (HUB) umgeschlagen. Lieferdatum unbekannt.“
Vielleicht hätte es geholfen, wenn sie die Sendung IM Verteilzentrum ‚umgeschlagen‘ hätten…

Hier werden wir von einem freundlichen Fahrer mit Lieferwagen beliefert, ich habe aber an anderer Anschrift auch schon die in ehelicher Gemeinschaft dahinhetzenden, älteren Ehepaare in Kunstseide-Trainingsanzügen gehabt, die stapelweise und sichtlich kopflos Pakete zustellten und eher den Eindruck machten, als arbeiteten sie die Restbestände ihres, aufgrund eines Mißverständnisses mit der Justiz plötzlich in Gefangenschaft geratenen Sohnes auf.

Am Allerliebsten ist mir immer noch die Post. Fast immer kommen die Pakete schon am nächsten Tag an, nie ist was kaputt und freundlich sind die Leute auch. Ich habe hier eine Reinigung in der Straße, die eine richtige Postabteilung in ihrem Laden eingerichtet hat, wo man ordentlich Pakete aufgeben und notfalls nicht zugestellte auch abholen kann. Versandpreise interessieren mich nicht, es selbst hinzubringen wäre immer teurer und nur für ein paar Cent oder Euro meine Pakete jemandem anzuvertrauen, der die Sachen evtl. im Nebenberuf mit seinem schrottreifen Privatkleinwagen für einen Hungerlohn zustellen muß, das wäre mir zu riskant.


Peter Wilhelm 7. Januar 2015


27 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. „Lieber Thomas merk Dir schnell, Postpakete bringt jetzt DHL“, oder so ähnlich. Aber sonst hast Du recht, DHL ist mir von allen Paketdiensten auch der angenehmste, schon wegen der Packstationen.

  2. Ja, DHL und UPS sind zuverlässig. Bei uns werden auch immer Stammfahrer eingesetzt, die kennen ihre Kunden und Ablagepunkte.
    Lechthaler

  3. Was viele Logistikunternehmen nicht realisieren ist, dass der Fahrer nicht nur Kostenfaktor sondern Qualitätsmerkmal ist: Ein zuverlässiger Fahrer wird geschätzt, erledigt viele Probleme schon vort Ort und führt zu Kundenzufriedenheit.

  4. Überhaupt diese Unsitte, meine Nachbarn anzuklingeln, wenn ich nicht da bin. Ein Bote hat doch glatt mal ein etwas wertvolleres Paket der Schwägerin eines Nachbarn, die grad zufällig im Treppenhaus stand mitgegeben. Und die dumme Tuss war leider auch nicht in der Lage, mir da die entsprechende Info zu geben. So gab es dann einiges an Hin und Her, weil mir die Unterschrift so gar nichts sagte, der Bote durfte nochmal kommen und dann meine Nachbarn wachklingeln, die sich dan zufällig an das Paket erinnerten…

    Wobei der nette Herr im gelben Auto mich sogar mit Namen beim zufälligen Treffen in der Stadt grüßt.

  5. UPS funktioniert hier am besten, bei denen kann man aber auch anrufen, wenn man den Zettel im Briefkasten findet und der Fahrer kommt nochmal vorbei (wenn er nicht schon zu weit weg ist) oder man kann am selben Tag den Kram noch im Versandzentrum abholen. Ich lasse mir auch regelmässig Sachen „per UPS postlagernd“ schicken, wenn ich die schon am nächsten Vormittag brauche: Bestellung bis 16:30, Sachen kann ich um 7:30 in deren Büro (10km von hier) abholen und direkt zum Kunden mitnehmen. Mit den Leuten kann man reden, die verstehen was man will und wollen einem helfen. „Meine“ zwei Fahrer kennen mich, im Kundendienstbüro kriege ich Kaffee angeboten und in der Zwischenzeit meine Pakete aus dem Lager geholt – dabei kriege ich auch nur vier oder fünf Sendungen im Monat. Wenn die im Versand etwas günstiger wären, würde ich nicht gelegentlich andere Anbieter wählen, oft genug ist mir die Qualität aber den Aufpreis wert.

    DHL wird langsam besser, mit der Packstation klappt’s leider nicht immer, und wir haben seit Jahresbeginn hier Packstations-Hütchenspiel: Die drei PS in meiner Nähe wurden alle abgeschafft, dafür gibt es zwei neue, die beide ungünstiger gelegen sind und bei denen man kein Porto mehr kaufen kann *nerv* – also muss man doch manchmal wieder in die Filiale und wartet eine halbe Stunde, um sein Paket zu bekommen.

    Beim Götterboten habe ich einmal eine eBay-Lieferung erst nach telefonischer Recherche ausfindig gemacht (online: „zugestellt an Herrn Mackeroth“ – kenn‘ ich nicht, steht nicht im Telefonbuch, wohnt weder hier noch in den Häusern rechts, links oder gegenüber). Der Paketbote hatte die Sachen bei Herrn Morgenbrot, dem Schwager der Ex-Freundin seines Saufkumpans abgestellt, am Telefon hiess es: „Das macht der schon immer so, wissen Sie doch“. Ah ja. Hausnummer 135b, eine Hinterhof-Werkstatt – ich wohne in der 352, und von der Existenz der Werkstatt wusste ich bis dahin gar nicht – ein „Paketschopp“ ist das auch nicht. Seitdem meide ich den Verein (dafür haben die von der Werkstatt mal einen Auftrag von mir bekommen – Ziel erreicht!?).

  6. das mit hermes kommt mir sehr bekannt vor! was bei ebay bestellt und gleich am nächsten tag stand dann im tracking-fenster: “ wird bearbeitet“….und das stand dann noch ein woche! …selbst als ich das paket dann endlich(!) in den händen hatte!

    die post ist wirklich (entgegen landläufiger meinung) die schnellste! was mich stört ist allerdings, dass die keine probleme haben, ein päckchen in den hausflur oder die garage zu werfen oder bei wildfremden leuten abzugeben, aber ausweiss, führungszeugnis und geburtsurkunde zu verlangen, wenn man es dann doch mal selbst abholen muss!

  7. Von da an überreichte Bettina uns die Pakete mit gespielt übertriebener Höflichkeit überreichte.

    Bissi viel überreichte 😉

  8. Bei mir hat mal der DPD, oder wie die heißen, ein Paket für ne Nachbarin abgegeben.
    Da die Nachbarin auf mehrmaliges klingeln nie reagierte, hab ich einfach abgewartet, ich dachte mir, dass die der Frau sicher ein Kärtchen mit meinem Namen in den Briefkasten geworfen haben.

    Haben sie nicht.
    Nach nem halben Jahr bekam ich dann ne Mahnung an den Hals, doch bitte den Inhalt zu bezahlen, weil das ganze auf Rechnung lief. Ich hab denen nen Vogel gezeigt, ihnen gesagt, dass ich ihr blödes Paket nicht haben will und dass sie die Frau Nachbarin mal bitte ausfindig machen sollen.

    Richtige Scherzkekse, geben das Paket bei mir ab, die Empfängerin ist während meiner Anwesenheitszeit permanent abwesend, und hat keinen Schimmer, dass das Paket bei mir ist.

    Nee, DPD, da gehmer nich mehr hin.

  9. Ähm, ist das jetzt die neue Werbung im Bestatterweblog? Oder ist hier von einer ganz anderen Post die Rede, die die beim Zauberpony im Märchenland liefert?

  10. @Nr. 10/Micha
    Hm… also, spätestens, wenn ich eine Woche nach Annahme des Paketes nichts von der Nachbarin höre, würde ich ihr mal selbst einen Zettel in den Briefkasten werfen.
    Nur so als Idee…

    Das ändert natürlich nichts daran, dass der Paketdienst in diesem Fall versagt hat.

  11. „Ich habe hier eine Reinigung in der Straße, die eine richtige Postabteilung in ihrem Laden eingerichtet hat, wo man ordentlich Pakete aufgeben und notfalls nicht zugestellte auch abholen kann“

    Also, da muss ich jetzt leider doch dazwischenrufen und anmerken:
    Die Post hält diese Postagenturen für vollwertige Postfilialen.
    Obwohl man dort nicht Geld abheben, Postident machen lassen oder überhaupt irgendetwas über Brief, Päckchen und Paket hinaus machen lassen kann.
    Ich hab auch so eine Agentur in einem Sportartikelladen die Straße runter und komme mit der größtenteils super zurecht. Letztens suchte ich aber eine echte Postfiliale für ein Anliegen, bei dem mir die Agentur eben nicht dienen konnte, und was spuckte die Filialsuche aus: Eben mein Agentürchen. Als Postfiliale bezeichnet, nicht als Agentur.
    Das beschreibt eigentlich ganz nett das Problem von Post und DHL: Sie wollen schon noch Sachen transportieren, aber bloß keine Filialen unterhalten (oder Briefkästen betreiben), und abholen machen sie auch nicht. Wie ein Flughafen, den man nur aus der Luft erreichen kann.

  12. Die Götterboten haben es auch traurig raus, ihre Pflichten an irgendwelche ahnungslosen, wohlmeinenden Zeitgenossen zu delegieren. Am Samstag (!) klingelte es bei mir, und da stand draußen so ein uraltes Hutzelmännchen (das man schon eher im Paket vermutet hätte, so als Urneninhalt) und wollte zwei riesige Schachteln an mich loswerden, die an irgendwelche Leute im Haus gehen sollten, die mir völlig unbekannt waren. Ich habe mich geweigert. Daraufhin hat das Männlein bei meiner Nachbarin geklingelt.

    Obwohl die traurige Gestalt sogar Zettel an (!!) den Briefkasten der Empfänger gehängt hatte, versuchte meine arme Nachbarin gestern immer noch, diese Pakete wieder loszuwerden…

  13. Ach ja, die Götterboten… Netter Paketdienst. Der hatte auch mal vermerkt, ich hätte die Annahme des bestellten Handys verweigert, obwohl ich gar nicht zu Hause war… 😀

  14. Von Hermes kommt hier nie was an. Der Bote klingelt da immer gleich an allen Tuerklingeln, so prophilaktisch. Allerdings sperrt die Gegensprechanlage meiner Wohnung, wenn nach meiner Klingel eine andere getaetigt wird, mit anderen Worten, immer nur das Interkomm der letztgedrueckten Klingel kann auch oeffnen.

    So hat Hermes mal ein Paket bei einem Nachbarn abgegeben, mit Benachrichtigungskarte im Briefkasten, immerhin. Nur so nebenbei, ich war uebrigens den ganzen Tag zu Hause… Weniger als 12 Stunden nachdem ich die Karte spaet abends fand, wollte ich das Paket abholen. Doch der Nachbar hatte es ne Stunde vorher dem Boten wieder mitgegeben. Also rief ich bei Hermes an und beschwerte mich einerseits ueber so einen Boten, der erst nicht bei mir klingelt und das nach einem Tag wieder mitnimmt. Andererseits hoffte ich auf Kulanz, weil das ja nu nich mein Fehler war und bat um erneuten Versand, weil die in die bereits eingeleitete Ruecksendung nicht mehr eingreifen konnten. Ausgeschlossen.

    Das Paket kam nie wieder beim Absender an. Wenn das jetzt ne Ebay-Sache gewesen waere, und nicht zwischen sich vertrauenden Verwandten, dann waer das n Bewertungskrieg geworden.

    NUR noch DHL. Ist ja nicht alles Gold, was Gelb ist, aber immerhin, nie wirkliche Probleme gehabt.

  15. Der flügellahme Götterbote ist auch nicht wirklich meine erste Wahl. Wenn ich aber mal was sendungsverfolgt zurück schicken muss, dann mit dem Götterboten, da er doch gegenüber einem Postpaket günstiger ist. Bei uns ist der Götterbote-Fahrer auch mit seinem Privatwagen unterwegs. Ein alter Fiat Cinquecento (oder so). Bricht bald unter der Last zusammen.

  16. Bei uns fährt der Götterbote auch Fiat, inklusive Hund im Kofferraum zwischen den Paketen.
    Einer meiner Lieblings-Onlineshops versendet leider nur per Hermes. Bisher ist auch alles in akzeptablem Zustand angekommen, aber schnell ist auch was anderes…. Genau so wie vernünftiges tracking.
    Von UPS habe ich bisher nur 1x etwas bekommen. Das kam schnell, war aber leider ramponiert. Allerdings war es auch schon so schlecht vom Absender zugeklebt, dass die anderen Beschädigungen auch gut auf dessen Kappe gehen könnten. Waren Gott sei Dank eh nur T-Shirts drin, von daher konnte da eh nichts kaputt gehen.

    Wenn ich selber etwas verschicke, dann nur per Post/DHL.

  17. Ich habe ja immer so herrliches Glück, innerhalb eines Jahres habe ich nun insgesamt 360€ bei DHL verloren, zwei Sendungen kamen nicht an, wurden nicht zurückgeschickt und gar nichts. Natürlich gehen manchmal Dinge verloren, aber das man, da nach wie vor nichts ersetzt bekommt finde ich schon schade… vor allem, da ich als Schüler doch länger sparen und arbeiten muss als so mancher Vollzeitarbeitender. (sicherlich, manche brauchen auch länger)

  18. Ich hatte sogar schon mal einen Fahrer, der war einfach zu Faul die Pakete abzuliefern, und hat IMMER nur nen Zettel in die Briefkasten geschmissen, das ja niemand da war 🙁

    Und bei sowas wie UPS darf man dann neu Zustellen lassen, und auswählen kann man zwischen 8 und 18.00 Uhr, da muss man dann aber auch zuhause sein 🙁

    Bei DHL ist das ganz ok, dann fahre ich schnell die paar Meter zur nächsten Post udn meni Paket wartet auf mich 🙂

    Davon abgesehen hatte ich aber noch keine Probleme mit irgendeinem Paketbringdienst / Paketboten / Parcel Service oder wie auch immer…

  19. Hab mal bei DHL gearbeitet. Das größte Problem was die da haben ist einfach, daß es zu wenig Zusteller für wesentlich zu viele Packete gibt.

  20. Ich bevorzuge auch DHL, sowohl beim Versenden als auch beim zugeschickt Bekommen (zumal ich Pakete online für nen Euro billiger buchen kann). Aber bisher waren alle anderen üblichen Verdächtigen auch zuverlässig. Gut, der GLS-Fahrer erweckt den Eindruck, als hätte er wohl einen nicht unerheblichen Teil seines jungen Lebens in Einrichtungen des Strafvollzugs verbracht, möglicherweise die Hälfte davon für Verkehrsdelikte, aber was soll’s, er liefert wenigstens.
    Nur was ich auf den Tod nicht ausstehen kann: Wenn ein Paket dermaßen verqualmt und verräuchert ankommt, dass mir vom Öffnen schlecht wird.

  21. Ich find DHL sch***. Vor 2 Jahren frage uns der nette Mann, ob er uns die Pakete auf die Terasse ins Zelt (also überdacht und witterungsgeschützt) legen darf. Da sagten wir ja. Im Winter hat der nette Mann dann ein Paket mit PC-Teilen Sa im stömenden Regen abgeladen, wir waren übers Wochenende zuhause, er hat nicht geklingelt. Di hat dann mein Mann online festgestellt, dass das Paket geliefert wurde. Die Hartware (Prozessor und Co) waren natürlich komplett nass und somit nur noch Schrott wert (800 Euro). Da wir ja einen „Garagenvertrag“ mit DHL hatten, sind wir auf dem Schaden sitzen geblieben. Eine „Kündigung“ des Vertrages ist nicht möglich, zumindest kapiert DHL nicht, was das sein soll. Unsere Pakete liegen weiter vor der Terasse, egal welches Wetter usw. Seitdem nutze ich nur noch Packstationen für Lieferungen, muss ich was wegschicken dann die Konkurenz

  22. Nee dhl ist deutlich besser als die anderen. Insbesondere weil ich die Packstation nutze. In dieser Kombination bringt das eine menge Vorteile und Zeitersparnis.

  23. Also, die Post mit ihren Filialen, in denen einem immer gleich ein Girokonto aufgeschwatzt werden soll, hasse ich wirklich abgrundtief. Da fällt mir oft das Freundlich bleiben schwer. (Denen aber offensichtlich auch) Ganz anders der DHL. Da arbeiten wirklich Leute, die, obwohl schwer am Schuften sind, was von Kundeservice verstehen. Bei mir zu Hause liefert der freundliche DHL-Mann immer bis in den vierten Stock an, bin ich einmal nicht da, fährt er extra ein paar Straßen weiter, um das Paket bei meinen Eltern abzugeben! Auf der Arbeit das selbe: Alle Pakete schleppt der gute Mann rein, anstatt sie vor der Tür abzustellen und einen freundlichen, aufmunternden Kommentar hat der auch auf den Lippen. 🙂
    P.S. Selbst wenn mal ein Student in Vertretung fährt, wird immer alles korrekt und bis vor meine Füße angeliefert.

  24. In Berlin ist DHL jahrelang durch extreme Grottigkeit aufgefallen. Päckchen aus München brauchten mal locker zwei Wochen, Päckchen aus Italien wurden als unzustellbar zurückgeschickt. Irgendwann muss den ordentlich gerappelt haben bei DHL, denn inzwischen funktioniert das ziemlich gut.
    Hermes war vor Jahren wohltuend funktionierend im Vergleich zu DHL, das hat sich aber inzwischen geändert…

  25. Ich lese mich hier gerade rückwärts durch’s Blog, keine Ahnung, ob meinen Kommentar noch jemand lesen wird…

    Ich versende selbst auch am liebsten via DHL, weil hier kaum 400m weiter eine Packstation steht, wo man auch nachts noch Pakete abgeben kann. Und man hat in aller Regel die Gewissheit, dass die Sendung auch innerhalb von 24 Stunden dann vor Ort ist.

    Ausreisser gibt’s allerdings überall – hier ein anonymisierter Auszug aus meiner Beschwerdemail an DHL, nachdem – ach, lest selbst:

    „Wir wohnen im 2. Stock – nachdem ich dem Fahrer die Haustür geöffnet hatte, rief er durch das Treppenhaus nach oben „Kannste mal helfen?“ – nun gut, das ist eigentlich nicht meine Aufgabe, aber ich ging runter und stellte die Haustür mit dem Stopper fest, so daß sie nicht mehr zufallen konnte, nahm mir einen Karton (der schon in der Tür stand) und ging damit die Treppe hinauf.

    Da wurde ich von hinten angerufen – „Nein, nicht den, der hier, der ist schwerer – ich schaff den nicht alleine!“. Das verwunderte mich doch etwas, da ich genau wußte, daß der schwerste Karton der Sendung 27 kg wog und DHL ja immerhin Pakete bis 31,5kg befördert. Also sagte ich: „Das ist dann aber irgendwie der falsche Beruf, oder?“, woraufhin der Fahrer den Karton auf die Treppe schmiss und meinte „Noch ein so’n Spruch und ich nehm den Krempel wieder mit, dann machen wir da eine Annahmeverweigerung draus!“. Ich forderte ihn auf, bitte doch einen anderen Ton anzuschlagen, was er mit „Ich kann noch einen ganz anderen Ton anschlagen“ beantwortete. Nachdem dieser Dialog sich wieder etwas beruhigt hatte, haben wir dann sehr umständlich den Karton zu zweit getragen (was sich sehr kompliziert gestaltete, da er nicht besonders groß war und eigentlich nicht genügend Angriffsfläche für zwei Träger bot).

    Oben angekommen holte er dann sein elektronisches Unterschriftsgerät hervor und fragte „Sascha x, bist Du das?“. Ich bejahte und forderte ihn auf, doch bitte beim Sie zu bleiben, was er unkommentiert liess. Den zweiten Karton hat er dann gar nicht hochgetragen, das durfte ich selbst erledigen.“

    Ich finde es nicht weiter überraschend, dass es in einem Riesenkonzern wie DHL auch solche Leute gibt. Traurig fand ich allerdings, dass auf die Beschwerde keinerlei Reaktion erfolgte, noch nicht einmal eine simple Bitte um Entschuldigung. Das war armselig.

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