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Jetzt kommt doch ein Grabstein

Eine Frau lebt mit dem Vater ihrer Tochter zusammen. Eine Ehe gehen die beiden nicht ein.
Nun starb im vergangenen Jahr der Lebensgefährte dieser Frau. Es kam zum Streit mit einem Sohn (aus anderer Beziehung/Ehe) des Verstorbenen. Dieser sah sich als einzig Totenfürsorgeberechtigter und bestimmte, dass auf dem Grab nur ein Holzkreuz stehen bleiben sollte, jedenfalls hielt er es nicht für nötig, einen Grabstein in Auftrag zu geben.
Um das Grab kümmerte er sich im weiteren nicht mehr.
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Jetzt endlich als Buch: Friedhofsgeflüster (Post Mortem)

Jetzt ist dieses Buch, das ich bereits letzten Monat angekündigt habe, bei AMAZON erhältlich.
Durch einen Kauf über die untenstehenden Links unterstützt Du dieses Blog und die Autorin.


Wissen Sie, was die Taube mit dem Tod zu tun hat oder was ein Leichenbitter ist?

Übt der Tod auch für Sie eine gewisse Faszination aus und wollten Sie ihn schon immer einmal aus einer anderen Perspektive heraus betrachten?
Oder kennen Sie gar das Friedhofsgeflüster?
Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Sie. Tauchen Sie ein in eine Welt, die längst vergangen scheint und doch so nah ist.

Erfahren Sie mehr über unsere Ahnen, deren Todesvorstellungen, Bestattungskultur und Beziehung zur Endlichkeit, und werden Sie Teil eines Mysteriums, welches uns doch früher oder später alle einholt.

In diesem Buch wird altes und längst vergessenes Brauchtum neben uraltem Wissen verwahrt,.

ACHTUNG: DAS ist eine Vorankündigung. Das Buch wird erst in ein paar Tagen, aber spätestens Mitte/Ende März erhältlich sein. Ich schreibe das dann auch nochmal.
Man kann das Buch aber vorbestellen.

Meine liebe Freundin, Frau Dr. Anja Kretschmer, ist bundesweit als „die Friedhofsflüsterin“ bekannt und unterwegs.
Ihre Friedhofsführungen sind Legende.
Doch leider kann nicht jeder zu so einer tollen Veranstaltung kommen. Oder viele möchten das auf einer Flüstertour Gehörte noch einmal nachlesen und vertiefen.

Für all diejenigen und alle Menschen, die das Morbide lieben, hat Anja nun das Buch „Friedhofsgeflüster (Post Mortem)“ geschrieben.

Es ist hier erhältlich, bitte bestellt das Buch fleißig!

-Reklame-

Die Porno-Mafia ist ein 17-jähriger -6-

Genau an dieser Stelle kommt JHU98XX0053jhUiOOPQRx ins Spiel.
Ich glaube, das ist gar nicht sein Name, auf jeden Fall soll ich noch heute Bitcoins an JHU98XX0053jhUiOOPQRx schicken.
Da ich nicht weiß, was Bitcoins sind, wo man sie bekommt und was man damit macht, erklärt mir JHU98XX0053jhUiOOPQRx das auch noch ganz genau in einer Mail, die er mir geschrieben hat.

Das seien 1000 Euro, die ich ihm bitte schicken möge.

Weshalb?

Ja nun, JHU98XX0053jhUiOOPQRx behauptet, er habe meinen Computer gehackt. Dabei habe er gleichzeitig aufgezeichnet, welchen XXX-Film ich mir angeschaut habe und wie mich meine Webcam bei der Vornahme von selbstberührenden Tätigkeiten gefilmt habe.
Ich müsse nun sämtliche Aktivitäten unterlassen, um ihn zu finden und auch die Polizei könne mir nun nicht mehr helfen. Er sei so clever, dass man ihn nicht finden könne.
Außerdem erwarte er den Eingang meines Geldes binnen kürzester Zeit. Ansonsten würde er das Video mit meiner triebgesteuerten Manualverirrung an alle meine Kontakte und vor allem an meine Familie senden.
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Die Porno-Mafia ist ein 17-jähriger -5-

Kehren wir zurück zum Anfang der Geschichte:

Wenn ich meine Ruhe haben möchte, mache ich die Bürotür zu. Das ist in der gesamten Firma das Zeichen, dass der Chef ungestört arbeiten möchte. Wer ihn jetzt stört, das weiss jeder, wird auf der Stelle von Thors Hammer erschlagen. Und wer keine Angst vor Thors Hammer hat, dem droht eine Raumkrümmung nach der Sabineschen Nachhallformel.

Die Tür ist zu, keiner wird mich stören. Das ist ehernes Gesetz. Ungemach dräut und keiner wird sich dem aussetzen.

Na ja, außer Sandy.
Ich habe gerade mein Jackett ausgezogen und in meiner Festung der Einsamkeit nur einer ganz winzigen Flatulenz den ihr zustehenden natürlichen Freiraum gewährt, da kommt die Halbamerikanerin herein. Bei ihr sind Anklopfen und Türaufmachen ein und derselbe Vorgang.
„Hau ab!“, sage ich und drehe mich gar nicht erst zu ihr um.
Das versteht sie sehr gut und setzt sich hin.

„Du, Sandy, ich will jetzt nicht gestört werden.“

„Ich stör doch gar nicht.“

„Doch.“

„Ich mach doch gar nichts.“

„Doch, Du bist da.“

„Hier stinkt’s!“

„Raus! Oder soll ich mich auf Dich setzen!“
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Die Porno-Mafia ist ein 17-jähriger -4-

Nur war zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht das Problem geklärt, wie Rudi ausgezahlt werden sollte.
Ich springe hier zeitlich kurz etwas zurück. Das Folgende hat sich etwa 2 Wochen vor dem Madentag zugetragen.

Rudis Vorstellungen über den vermeintlichen Wert seiner Anteile waren unvorstellbar. Er wollte mehr als das Doppelte von dem, was er eingebracht hatte.
Eines Tages war ich wirklich kurz davor, mich auf ihn zu setzen, da kam die Allerliebste dazwischen.

Die Allerliebste ist ja grundsätzlich der Auffassung, dass ich nix arbeite. Das liegt daran, dass ich es gerne tue. Und deshalb ist es in ihren Augen mehr so eine Art Freizeitgestaltung, wenn ich Leute bestatte. Deshalb kann sie es sich auch nicht vorstellen, dass sie mich bei was Wichtigem stören könnte, wenn sie (was selten vorkam) mal eben runter in mein Büro kommt.
Sie berichtet mir dann von spannenden familiären Entwicklungen im Kreis ihrer Cousinen, die ich alle persönlich nicht kenne, oder von Streitereien zwischen Petra und ihrem Mann. Wirklich interessant, für jemanden, den es interessiert…
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Die Porno-Mafia ist ein 17-jähriger -3-

Mareike und Rudi sahen sich nur verständnislos an. Es kam in ihrer mager gestrickten Öko-Software überhaupt nicht vor, dass Menschen bei 8 Grad frieren könnten.
Man muss allerdings wissen, dass Rudi ausschließlich Fleece-Kleidung trug, immer. Also so Sachen, die andere Leute so im tiefsten Winter draußen anziehen. Doppelt gesteppt, innen mit Membran und außen kratzig-flauschig.
Und da Mareike und Rudi immer nur Partnerlook trugen, war natürlich auch die grauhaarige Madame so angezogen. Mit Kapuze auf!

Wir anderen hatte blaue Fingerknöchel und ich sah am Horizont schon Eisbären in der flirrenden Kälte…

„Jetzt gibt’s erst mal Tee, dann wird’s uns allen warm!“, verkündete Madame Mareike und Rudi holte von nebenan Getüme.

Also als er wieder reinkam, hatte er irgendwelche Ungetüme auf den Armen, irgendwelche Würste aus Stoff. „Das sind Wärmemäntel! Zieht Euch die doch an, die tragen wir abends auch manchmal. Um diese Jahreszeit wird es ja manchmal abends etwas frisch.“ Mit diesen Worten warf er jedem von uns so eine Stoffwurst zu.

Wie soll ich die Stoffdinger nun beschreiben? Hmmm…
Man kennt doch Schlafsäcke, oder? Okay, und nun schneide man in den Mumien-Schlafsack links und rechts Löcher für die Arme und Hände rein und unten vorne mache man einen Schlitz für die Füße.
Verschlossen wird das ganze durch einen von innen zu bedienenden Reißverschluss.
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Die Porno-Mafia ist ein 17-jähriger -2-

Aus dem anfangs immer lächelnd vorgetragenen und von esoterischer Gehirnbefreiung geleiteten sogenannten Hilfsbereitschaft wurde schnell eine Art dauerschmerzhaftes Magengeschwür mit Tentakeln.

Ich muss gestehen, anfangs fand ich Rudis Auftritte lustig, dann folgte eine Zeit, da empfand ich sie als zeitraubend und nach einem Monat konnte ich den Mann nicht mehr ertragen.

„Wieso kauft Ihr keine Wohlfahrtsmarken? Warum putzt Mimi eigentlich in Achten, sie könnte doch gerade Linien wischen! Die Beleuchtung dort in der Ecke ist nicht optimal, da müsste noch ein Strahler hin. Frau Büser trägt immer Stretch-Hosen, das sollte sie lassen. Sandy hat schwarze Fingernägel! Den Kaffee könnte ihr aber auch fair-gehandelt kaufen. Dir wächst ein kleines Haar aus dem Ohr, ich leihe Dir morgen meinen Ohrenhaarschneider. Ihr solltet mehr frisches Neckarwasser trinken. Wieso kauft Ihr Ordner von Leitz und nicht von Elba-Rado? Schwarze Kulis sind schlecht für die Umwelt. Antonia reißt viel zu lange Stücke Tesa-Film ab. Wenn Manni früher schalten würde, bräuchten wir nicht so viel Benzin.“

Zunehmend wurde mir bewußt, dass Rudi ein überaus gelangweilter Mensch war, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, bei uns für Ärger zu sorgen.
Und als er dann sagte: „Ich weiß gar nicht, ob ich in diesem Jahr eine Mittelmeertour mache, hier liegt so viel im Argen, da werde ich mich lieber um die Firma kümmern. Wo könntest Du mir denn ein Büro einrichten?“
Als er das sagte, da war es Zeit für ein klärendes Gespräch.

Erst wollte er schleimfischartig seine Glibberwurmtour durchziehen, doch ich ließ ihm keine Chance. „Halt die Klappe, sonst setze ich mich auf Dich!“
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