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Strafanzeige gegen Arzt

Ich kann’s nicht mehr hören und mag’s nicht mehr lesen.
Aber manche/viele Ärzte rechnen die Leichenschau falsch ab. Darüber habe ich hier schon (viel zu) oft geschrieben.
Euch wird das auch langsam zum Hals heraushängen.

Grundsätzlich ist es so:

Angehörige bekommen nach dem Tod eines Verwandten eine Rechnung vom Arzt.
Zuerst sind sie erstaunt, daß irgendeine Arzthandlung nicht von der Krankenkasse bezahlt wird.
Aber das ist richtig so, wenn jemand tot ist, ist er nicht mehr krank. Deshalb muss man das selbst bezahlen.
Aber diese Definition wird jetzt noch einmal sehr wichtig.

Ärzte erbringen eine Leistung, die ihren Lohn verdient.
Diese Leistung besteht im wesentlichen aus der Fahrt zum Sterbeort und der Leichenschau, sowie dem Ausfüllen der Formulare.
Hierfür könnte ein Arzt zwischen einer und zwei Stunden benötigen.
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Kennt jemand diese App?

Eine Leserin hat eine App entdeckt und möchte gerne meine Einschätzung dazu wissen.

Hallo,

habe gerade bei Chip eine Empfehlung für eine Android App entdeckt. Könntest Du sie Dir vielleicht mal näher anschauen und schreiben, was du davon hältst?
Ist sie zu empfehlen? Wenn es so ist, wäre die App doch bestimmt auch für Andere interessant.

Name der App: Beistand im Todesfall

Viele Grüße

Ich besitze aber kein Android-Gerät, sodaß ich diese App nicht testen kann.
Daher die Frage an Euch: Kennt jemand diese App oder mag sie sich herunterladen und ausprobieren?
Ich habe keine Ahnung, ob das etwas kostet und wo es Apps für Android-Geräte gibt.
Meine Tochter meint, man müsse dazu in einen Google-Spiel-Laden, so ein Geschäft gibt es aber hier nicht.

Bestattung – Ablauf – Kosten

Eine Verwandte liegt im Krankenhaus. Es geht ihr nicht gut, wir bereiten uns auf das Schlimmste vor.
Kann ich mich jetzt schon über das Thema Bestattungen informieren?
Kann ich jetzt schon im Vorfeld zu verschiedenen Bestattern und mir Angebote einholen über Kosten usw.?

Wenn die Verstorbene streng katholisch war, kann sie trotzdem auf einem evangelischen Friedhof beerdigt werden?
Oder geht das nicht so einfach?

Ja, es ist eine gute Idee, sich jetzt schon bei verschiedenen Bestattern zu informieren.
Gehen Sie zu einem Bestatter und lassen Sie sich beraten. Dort erfahren Sie, was dieser Bestatter alles anbietet und wie die Kosten für Bestatter, Friedhof und sonstiges sind (Grabstein, Blumen, Zeitungsanzeige etc.).
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Neue Navi-Software für Bestatter – wenn der Führer mit Dir spricht

Es wurde langsam Zeit. Die niederländische Firma Uithuis BV hat gemeinsam mit TomTom eine Navisoftware speziell für Bestatter entwickelt. Die für die DACH-Region (Deutschland, Schweiz, Österreich) gedachte Software berücksichtig in besonderem Maße die Belange der Bestatter.

Wunderwerk mit rechten Tücken: Cadaver-Navisoft®

Diese besonderen Daten sind in der Navisoftware für Bestatter enthalten:

  • 1. sämtliche Friedhöfe sind als POI eingetragen (inkl. Öffnungszeiten, Telefonnummer und Ansprechpartner)
  • 2. Krankenhäuser mit genauer Angabe der Lage von Prosektur, Pathologie oder Kühlräumen (auch Verwaltung)
  • 3. Standesämter und Friedhofsämter mit Parkmöglichkeit und allen Kontaktdaten sowie Öffnungszeiten
  • 4. Krematorien, Friedwälder und sonstige Branchenbegleiter
  • 5. Adressen aller Bestatter in der DACH-Region zur Kontaktaufnahme

Die Software wurde maßgeblich von Gerit van Houghgelaar, einem Bestatter aus Alkmaar in Nordholland, mitentwickelt.
Gerit van Houghgelaar war es auch, der sich den Namen für die Software ausgedacht hat. Aus den Wörtern „car assisted driving and vehicle enhanced route“ bildete er den neuen Produktnamen CADAVER-Navisoft®.
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Verbrechen: Kleidung und Patrone im Krematorium verschwinden lassen?

Als Bestattungsexperte bekomme ich sehr häufig Anfragen von Autoren, die Teile eine Roman- oder Drehbuchhandlung auf dem Friedhof spielen lassen möchten. Hierzu stellen sie mir dann Fragen, damit die Handlung auch plausibel ist.
Heute erreicht mich über die Kommentarfunktion (nicht der beste Weg) eine solche Frage.

Hallo

Ich schreibe einen Roman, in welchem einer der Protagonisten den Ofen eines Krematoriums gerne dafür benutzen würde, Dinge wie Kleidung und auch eine Schusspatrone zu vernichten. Nun fehlt da ja der Sarg. Wenn alle Krematorien technisch so eingerichtet sind, dass ein Sarg zwingend vorhanden sein muss – kann ich dass dann überhaupt so schreiben?

Zweite Frage: Wie schnell erhitzen die Öfen? Ist es authentisch, dass man einen kalten Ofen innerhalb kurzer Zeit (welche Zeitspanne genau, falls ja) heiß bekommt?

Danke für die Antwort.

Um einen Krematoriumsofen auf die richtige Temperatur zu bringen, benötigt man zwischen 30 Minuten und 1 Stunde.
Den Ofen lassen die Krema-Betreiber nicht komplett abkühlen, sodaß er am nächsten Betriebstag nur wieder „hochgefahren“ werden muss.
Die Verbrennung findet ja dadurch statt, daß der Ofen fast 1000 Grad heiß ist und der Sarg mit dem Leichnam hineingeschoben wird.
Ohne dass nun Feuer im Ofen vorhanden ist, beginnt der Sarg allein durch die Ofenhitze sofort zu brennen.
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Trauernde sind 14 Tage vor Werbung geschützt

Der Bundesgerichtshof hat es längst entschieden (BGH Urteil vom 22.04.2010, Az.: 1 ZR 29/09).
Steinmetze und andere ähnlich gelagerte Betriebe dürfen die Trauersituation von Angehörigen nicht dadurch ausnutzen, daß sie die Adressen aus Traueranzeigen und sonstigen Quellen für die Zusendung von Werbematerial nutzen.
Zwar sei des Firmen grundsätzlich erlaubt, potentiellen Kunden Werbematerial ins Haus zu senden. Jedoch erfordere die Trauersituation besondere Rücksichtnahme. Insbesondere das Aufstellen eines Grabsteins sei keine eilige Sache, deshalb bestehe für die diesbezügliche Auftragsvergabe auch keine Dringlichkeit.

Firmen müssen also, so die Karlsruher Richter, mindestens 14 Tage abwarten, bevor sie sich mit Werbung an Trauernde wenden.

In diesem Zusammenhang schreibt mir ein Mann, der nun doch innerhalb dieser Frist Werbung bekommen hat.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Steinmetz darf mich nach 14 Tagen bei einem Sterbefall anschreiben und auf sich aufmerksam machen. Als ich die Unterlagen vom Bestatter erhalten habe, war dort ein Flyer von einem ansässigen Steinmetzen enthalten. Ist dies zulässig ?
Könnten sie mich aufklären, warum ich einen Flyer vom Bestatter erhalten „darf?“, aber die Rechtssprechung eine 14Tägige Frist setzt, in der ich angeschrieben werden darf?!

Gruß L.

Sie haben Recht, Angehörige dürfen nicht von Steinmetzen innerhalb dieser 14 Tage angeschrieben werden.
Das gilt aber nur, wenn es sich hierbei um Werbung im Rahmen einer sogenannten Kaltakquise handelt. Das bedeutet, daß Firmen, die Sie nicht kennen, Ihnen nicht einfach etwas zuschicken dürfen.
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