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TV-Tip: 8.2.2009 W wie Wissen

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Das Erste: „W wie Wissen“ am 8. Februar 2009 um 17.03 Uhr im Ersten

Thema: Eiskalt überleben, unter andere geht es in einem Beitrag um:

Wiederauferstehung aus dem Eis Kälte konserviert und Kälte hält die Zeit an. Aus diesen Gründen lassen sich Menschen nach ihrem Tod in Detroit/USA in der wohl kältesten Leichenhalle der Welt in Stickstoff einfrieren. Sie hoffen, eines Tages wieder aufgetaut und geheilt werden zu können. Kryoniker nennen sich die Anhänger dieser Tiefkühlbewegung. Doch mit einer ernstzunehmenden Aussicht auf die Wiedererweckung in ein neues Leben hat das Ganze nicht viel zu tun, wohl eher mit dem eisigsten Friedhof der Welt.

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Peter Wilhelm 22. Februar 2014


8 Kommentare von 141343.

  1. Genau das ist der Denkfehler.
    Die Leute sehen aus wie gerade gestorben,halt nur viel kälter, aber auftauen und wieder wachmachen geht nicht.

    Es ist halt kein Kälteschlaf, sondern die Hirnzellen sind definitiv tot. Da ist nichts mehr, was man zurückbringen könnte. Und ich glaub, das wird die Wissenschaft auch nie packen, Tote wiederzuerwecken.

    Tote sind tot. Ende.

  2. Hat nicht Tom einmal geschrieben dass wenn man Körper einfriert das Wasser in den Zellen Eiskristalle bildet und die Zellwände zerreisst? Wenn man die dann wieder auftaut gehts mit der Verwesung nur noch schneller…

  3. Welche Motivation sollten die Leute in 200 Jahren haben, wenn die Erde noch ueberbevoelkerter ist, auch noch mehr Leute auf die Erde zu holen, Leute, die sowieso schon tot sind?

  4. @Kempeth
    Wenn man jemanden in Flüssigem Stickstoff (saukalt) einfriert gefriert alle Flüssigkeit so schnell, dass sich keine großen Kristalle bilden können.

    Deswegen kann man auch mit flüssigem Stickstoff das cremigste Eis überhaupt machen. (Haben die Physiker an der Uni behauptet, die das Zeug in größeren Mengen dahaben).

  5. @ 3 und 5: Zellen friert man nicht schockartig ein, indem man sie einfach mal in flüssigen Stickstoff wirft, sondern das muss langsam vonstatten gehen. Genau das Problem der Kristallbildung und damit einhergehendem Zerreißen der Zellen ist der Grund, warum man vor dem Einfrieren von Zellösungen „Gefrierschutzmittel“ beifügt, meist ist das DMSO.
    Das funktioniert dann so, dass man die Kryoröhrchen mit der Zellsuspension zuerst in einen Behälter mit Isopropanol stellt und auf -20°C langsam einfriert. Erst dann werden sie in den flüssigen Stickstoff transferiert und sind dort längerfristig haltbar.

    Das Problem dabei ist, dass DMSO in der fürs Einfrieren nötigen Konzentration auch hochgradig giftig für die Zellen ist. Bei Zellkulturen wird das so gelöst, dass der Auftauvorgang extrem gut vorbereitet sein muss. Kaum ist der letzte Eiskristall getaut, wird die Kryolösung sofort in Zellnährlösung umpipettiert und damit das DMSO so verdünnt, dass es nicht mehr schädlich ist. Anschließend werden die Zellen abzentrifugiert und wieder in Zellnährlösung eingebracht. Von der ursprünglichen Zellmenge bleiben (je nach Art der Zellen) nur etwa 40% am Leben, was für das Wachstum einer Zellkultur völlig ausreicht.

    Ich weise deshalb so detailliert darauf hin, damit klar wird, warum der Vorgang – der natürlich an lebenden Zellen, nicht an toten – vollzogen wird, nur schwerlich bei einem intakten mehrzelligen Organismus funktionieren wird. Denn bei dem wäre ja auch noch Voraussetzung, dass seine Zellen nicht nur an Ort und Stelle bleiben, sondern auch noch allesamt überleben. Unrealistisch.

  6. Dann wäre es doch einfacher, nur bestimmte Zellen einzufrieren, denn bis in 100 oder 200 Jahren kann man daraus bestimmt einen Clon ziehen, der dann seinen Lebensunterhalt damit verdient, das er (der Clon) von Talkshow zu Talkshow zieht.

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