Bestellen Sie diese Kleidung nicht!

Bestellen Sie diese Kleidung und Sachen nicht, wenn Sie sie tragen wollen!

So lautet frei formuliert der Hinweis des Anbieters von „echt chinesischer Papierkleidung“. Gleich ein ganzes Dutzend Leser hat mir entsprechende Links zu einer „fashion-geek“-Seite geschickt. Es handelt sich bei der beschriebenen Papierkleidung aber nicht, wie viele vermuteten, um Kleidung aus Papier, die man dem Verstorbenen anlegt, sondern um ganze Sets aus Hemden, Schuhen, Papier(spiel)geld und Accessoires, die man in China verbrennt, um dem Verstorbenen auf diese Weise symbolisch einige Reich- und Besitztümer mit auf den Weg zu geben.

Hier gibt es Bilder und nähere Infos.

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  • Veröffentlicht am: 15. August 2008
  • 9 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

9 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Sieht aus wie son Ankleideset von Barbie…

    So klein wie die Chinesen meist sind sollte das doch hier aber eh keinem passen? *g*

  2. Ah … danke für den Link.

    Seit ich mich wegen einer Reise mit China und Landessitten etc. näher befaßt habe, hätts mich interessiert, wie das Papier-Zeugs für die Toten aussieht, nur hatte ich bislang keine Fotos gefunden …

    In „Peony in Love“ von Lisa See (keine Ahnung, ob es das auch auf Deutsch gibt), wird der chinesische Totenkult aus der Sicht einer Verstorbenen, für die von ihrer Familie nicht gesorgt wird, dargestellt. Sie darf nicht ins Totenreich, da versäumt wurde, auf ihrem Ahnentablett den Punkt aufzubringen, sondern lebt als „hungriger Geist“ und hat auch keine neuen Kleider etc. …

  3. Jeder hat seine eigenen unsinnigen Traditionen.. wenigstens verbrennen die dann nicht echtes Zeug von Wert (und damit Nutzen für Andere).. :(

  4. Wieso nutzen für andere? Glaubst du das da noch irgendwas brauchbares übrig bleibt? xD

  5. off topic: auch sehr hübsch ist die rubrik »stupid products«, unter anderem mit einer [url=http://www.mcphee.com/items/11727.html]funk(wurst)gesteuerten jodelnden lederhose[/url] und einem [url=http://www.mcphee.com/items/11762.html]fallschirmspringenden sigmund freud[/url]. ;-)

  6. > In „Peony in Love“ von Lisa See (keine Ahnung, ob es das auch auf Deutsch gibt), …

    Den Band gibt es (noch) nicht auf Deutsch. Da die Originalausgabe erst im Februar 2008 erschienen ist und es alle vier vorherigen Bücher von Lisa See auch auf Deutsch gibt, sollte das mehr eine Frage der Zeit sein :)

  7. @ Henning Kockerbeck:

    Hey, Du kennst die Bücher von Lisa See? :-)

    Peony fand ich übrigens gegenüber SnowFlower eher „gähhhhhn“ … ok, der Bestattungskult ist darin aus Sicht der Toten dargestellt …
    Sehr empfehlenswert dagegen die (bislang drei?) zwischen Los Angeles und Peking spielenden Krimis, obwohl mich der Zusatz „Red Princess Mystery“ fast vom Kauf abgeschreckt hätte.

  8. Ich kann mich erinnern, Ende der sechziger Jahre einer Freundin ein Papiersommerkleidchen geschenkt zu haben. Die waren damals gerade etwas „in“.

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