Der will nur ins Blog

und nicht nur das, ich glaube der will nur Aufmerksamkeit auf sich lenken.
Mein Kunstverständnis trifft er jedenfalls nicht und ich halte es auch als „Denkanstoß“ für mehr als fragwürdig.

Um was geht es? Da will ein „Künstler“ eine Leiche an Fische verfüttern. Mehr dazu hier.

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  • Veröffentlicht am: 5. September 2008
  • 8 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

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  1. Ganz im Ernst? Ich find das ne gute Aktion.

    Klar ist es irgendwo "anstößig" – aber wie soll man die Leute sonnst wachrütteln?

    Die Aktion mit den Goldfischen finde ich genial!

    Jedoch hätte ich den Stecker aus den Mixern gezogen, sodass es egal gewesen wäre, wenn ein paar Durchgeknallte wirklich den Knopf gedrückt hätten.

    Und wenn es quasie der letzte Wunsch des Hingerichteten war, zu Fischfutter verarbeitet zu werden, um die Leute auf sein Schicksal und die Todesstrafe an sich hinzuweisen, dann ist das meiner Meinung nach voll ok.

    Ob ich nun in den "Körperwelten" der Wissenschaft und der Schaulust der Menschen diene, oder in einer Ausstellung als Fischfutter ein Zeichen setze – meiner Meinung nach kein Unterschied.

    Ich persönlich würde aber im Falle baldigen Ablebends doch lieber eine Bestattung vorziehen :D

  2. Ich frage mich gerade, wer den Verstorbenen zu Fischfutter verarbeiten soll. Gibt es Leute, die einfach so einen, wenn auch toten, Menschen in den Häcksler stecken oder wie läuft das ab?

    An sich halte ich von der Sache nicht sehr viel. Die Aktion mit den Goldfischen im Mixer finde ich allerdings nicht schlecht.

  3. @ Bernd:Der Stecker des Mixers war vielleicht schon sichtbar in der Steckdose. Jedoch vielleicht die Sicherung herausgedreht?

    Eine im Südlichen durchaus übliche Bestattungsform:

    Dass Fische mit Menschen gefüttert werden hat eine lange Tradition, und hat sich zur Wahrung von Geschäftsinteressen bewährt. Wird nur nicht so offen gezeigt.

    Meißtens haben diese ehemaligen Mitarbeiter dann so einen kleinen Betonsockel an den Füßen.

  4. Der potentielle Fischfutterlieferant gab sein Einverständnis, wo also ist das Problem? Ob das allerdings jetzt unbedingt Kunst genannt werden sollte, sei mal dahingestellt. Als Protestaktion mag das eher duchgehen.

  5. Ich finde die geplante Aktion angesichts seiner Botschaft und seiner Vorausplanung (Einverständnis des Verurteilten) ehrlich gesagt auch nicht schlecht. Allerdings sollte er sie dort durchführen, wo auch die Todesstrafe vollzogen wird, bei uns läuft er dabei offene Türen ein. Zumindest in rechtlicher Hinsicht, ich möchte nicht wissen, wie viele Europäer, in deren Staaten es keine Todesstrafe gibt, selbige befürworten.

    Was den Mixer mit den Goldfischen betrifft, so würde mich da interessieren, ob es je zu einem Fischmassaker gekommen ist, oder ob wirklich eine Vorsichtsmaßnahme eingebaut war. Falls letzteres, wird der "Gag" nach dem ersten Mal Knopfdrücken wohl aufgeflogen sein. Ich persönlich hätte ja den Einschaltknopf unter Strom gesetzt, so dass jeder, der draufdrückt, einen leichten aber spürbaren Schlag erhält.

  6. Nina Du bist köstlich! Das mit dem Einschaltknopf ist fantastisch!

  7. Kunst soll unsere Sinne anregen, darf in diesem Zusammenhang auch provozieren. Aber Tabubruch um jeden Preis ist nicht zwangsläufig Kunst, sondern oft einfach nur geschmacklos.

    Manche sagen auch, «Kunst kommt von können». Also ist es doch Kunst. Denn nicht jeder kann so dämnlich sein.

  8. Solange mein Freitags-Fisch-Filet zum Mittagessen nicht mit Menschenfleich gespickt ist, soll sich jeder der Lust hat gerne an irgendwelche Fische verfüttern. Und wen die Kunst stört, der ist ja nicht gezwungen sie zu betrachten.

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