Full House

Zweiundzwanzig. Die Zahl muß man einfach ausschreiben. Ich habe eine Beratung gemacht, bei der 22 Angehörige dabei waren.
Daß schon mal sechs oder acht Leute kommen, das kommt immer mal wieder vor, aber fast zwei Dutzend?

Zuerst kam ein Ehepaar, Frau Büser wollte hinter ihnen die Tür schon zumachen, da hieß es, es komme noch ein Cousin und dann trudelte einer nach dem anderen ein. Die Leute haben den Tod des Familienpatriarchen zu beklagen und nachdem er verstorben war hatte man alle erreichbaren Verwandten angerufen. Als dann der Arzt die Papiere ausgestellt hatte, machte man sich auf den Weg zu uns und hat einen Zettel mit unserer Adresse an die Tür gehängt.

So große Beratungsräume haben wir nicht, also servierte Sandy in der Halle Kaltgetränke, Frau Büser übernahm die Warenberatung im Ausstellungsraum und ich kämpfte mit einem sechsköpfigen Rest die Formulare durch.

Und wer sagt’s denn? Es halt alles wunderbar geklappt.

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  • Veröffentlicht am: 2. Juli 2008
  • 16 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

16 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Das nenn ich doch mal flexibel!!! Waren das Südländer??? ;-)

  2. Das wird ja mal ein spannendes Begräbnis. Ob der Friedhof groß genug ist? Oder müssen sie dafür einen zweiten eröffnen? ;-)

  3. Ich fühle mich irgentwie an das Buch „Der kleine Hobbit“ erinnert.

  4. Es geht nichts ueber die Grossfamilie. Alles wird gemeinsam organisiert. Von der Geburt ueber die Hochzeit bis zum Todesfall ist die ganze Familie immer dabei :).Irgendwie finde ich das sehr ruehrend. :)

  5. „Vorbeigekommen, ja? Vorbei geströmt würde ich sagen. Ganze Völkerscharen lungern da rum!“

    Passendes Zitat von Brians Mutti =)

  6. Wow du bringst 22 Angehörige in einem Raum bei einer Beratung unter? Respekt ;)

  7. Türken?
    Araber?
    Italiener?
    Zigeuner?

    Huch, Nazi-Vokabular :O

  8. Als ob es unter Deutschen keine Familienzugehörigkeit geben würde..

  9. @rosaschaf: Zitat:“So große Beratungsräume haben wir nicht, also servierte Sandy in der Halle Kaltgetränke, Frau Büser übernahm die Warenberatung im Ausstellungsraum und ich kämpfte mit einem sechsköpfigen Rest die Formulare durch.“

    Passen eben nicht in einen Raum.

    Gruss
    S.

  10. ‚Full House‘, um das mal total OT hier unterzubringen, ist eine absolut geniale, grosse, schöne, neue, cremefarbene mit pinkigem Rand, Rosensorte.
    beim nächsten Besuch des örtlichen Rosendealers einfach mal nachfragen :)
    is gut, ich hör schon auf :D

  11. HIhi, das klingt sehr italienisch. Ich kenne sowas. Ein Teil meiner Verwandschaft lebt in Italy. Die machen immer alles gemeinsam.. :)

  12. Aber bei Dir fahren noch keine Reisebusse vor, oder?
    ;-)

  13. Deshalb schrieb ich ja, ob es Südländer waren, die gehen doch sehr oft in Scharen wo hin. Die Deutschen sind doch eher ein diskretes Volk…..ich weiß das, ich auch Italienerin bin aber hier geboren, somit kenne ich beide Kulturen. Ich wollte damit nicht irgendjemand beleidigen.

  14. Also als wir im april meinen opa unter die erde gebracht haben (93 schon lange krank und irgendwie hab ich da kein problem mit das er gestorben ist) ist der bestatter auch beinahe rückwärts wieder aus dem zimmer raus in dem mein opa lag…. eigentlich waren nur meine oma und die kinder meiner großeltern anwesend, enkelkinder sowie ehepartner wurden vorher schon rausgeschickt, war wohl doch zu viel für ihn als man ihm eröffnete das alle 16 wirklich eigene kinder sind. und: nein wir sind keine „ausländer“ oä wir sind einfach ostfriesen und wir lieben großfamilien

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