Gestatten, Bestatter! Auffällige Ähnlichkeiten

In letzter Zeit melden sich immer wieder Buch- und Blogleser, die auf Bücher, Buchtitel, Buch- oder Plattencover gestoßen sind, die in irgendeiner Weise an mein Buch „Gestatten, Bestatter!“ erinnern.
Nun ist es aber so, daß das vom Verlag für das Cover meines Buches verwendete Foto ein Agenturbild von „Getty Images“ ist, dort bezahlt man für die Nutzung des Bildes, hat aber kein Exklusivrecht daran.

Für den Verlag und mich ein Grund, daß wir seitdem auf frei gestaltete Cover setzen.
Machen kann man in solchen Fällen unabsichtlicher oder gewollter Ähnlichkeit nichts.
Letztendlich ist es nur eine Unterstellung, würde man annehmen wollen, die anderen hätten diese Formulierung bzw. diese Bildgrundlage nur wegen „Gestatten, Bestatter!“ gewählt. Dazu dürfte mein Buch (z.B. im Falle Metallica) zu unbekannt und unbedeutend sein.
Und falls doch einer darunter sein sollte, der von dem Erfolg etwas abstauben wollte, dann wünsche ich ihm/ihr viel Glück, denn mein Buch hat seine x-te Auflage erreicht und wer jetzt mit etwas Ähnlichem nachrutscht, der nimmt mir nichts.
Übrigens: Wer das im Falle des Metallica-Covers Zweifel hat, es handelt sich tatsächlich um die gleiche Bildgrundlage, nur eben grafisch sehr stark verändert.
Ansonsten ist ja die Formulierung „Gestatten, Bestatter!“ auch nicht so originell, daß nicht sowieso immer schon mal jemand auf die Idee gekommen wäre, sie zu verwenden.

Also Entspannung, das ist keinen Aufreger wert.

Die Bilder auf meinen anderen Büchern sind allerdings extra für diese Bücher angefertigt worden. Sollte hier jemand eine andere Verwendung finden, kann er sich gerne melden.
Allerdings ist auffällig, daß viele ähnliche Bücher aus anderen Verlagen auch sehr ähnliche Titelbilder haben. Die Gestaltung wurde da schon sehr stark nachgeahmt.
Nun ja, es wollen sicher einige auf der Erfolgswelle mitschwimmen.

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  • Veröffentlicht am: 4. Juni 2013
  • 16 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

16 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Wobei sich allerdings die Frage stellt, warum du nicht auf graphisch geniale Freunde deines Blogs (Kumi oder seinerzeit Nina) zurückgegriffen hast.

    • Ein sehr guter Einwand!
      Es ist so, daß das erste Buch „Gestatten, Bestatter! Geschichten, die das Sterben schrieb“ durchaus mit einem Cover von Nina versehen war. Der knaur-Verlag hat dieses Buch in veränderter Form, mit teilweise anderen und überarbeiteten Geschichten neu herausgebracht und wollte nicht auf das schon bekannte Cover aufsetzen.

      Für das Buch, das jetzt im Herbst herauskommt, hat Kumi einen Entwurf geliefert, für den er auch bezahlt wurde und für den der Lektor und ich wie Löwen gekämpft haben.
      Aber so ein Verlag besteht nicht nur aus Künstlern sondern auch aus Marketingstrategen und Vertretern und Verkäufern und die müssen ein Produkt in Händen halten, das ihnen auch gefällt, das sie dazu ermutigt, es anzupreisen.
      Sich gegen den Rat der Marketingabteilung zu stellen, ist sehr unklug.
      Verkauft sich das Buch nämlich anschließend nicht so gut, wie man es sich wünscht, dann hat man als derjenige, der das vom Marketing vorgeschlagene Cover abgelehnt hat, den „Schwarzen Peter“.

      Du siehst, ich habe immer versucht, mir nahestehende Künstler mit einzubinden, aber da haben eben andere ein Mitspracherecht und ich bin kein Superautor, der sich so Mätzchen erlauben kann.

      Ich bin froh und dankbar, daß ich diese Bücher herausbringen darf und noch dankbarer, daß 100.000 Leute sie kaufen. Das ist heute schon eine Hausnummer.

      • Schade. So lange „DSDS“ als Fernsehsendung, „BILD“ als Zeitung und Justin Bieber als Musiker durchgehen, wird sich daran wohl auch nichts ändern.
        Trotzdem danke für die Information.

    • Hatte er doch seinerzeit mit der ersten Version von »Gestatten Bestatter«. Da hatte Nina – meine ich – das Cover gemacht. Da war das Buch aber meines Wissens nach noch Book on Demand.

      Nur lassen sich Verlage und deren Marketing nur recht ungern auf Fremdgestaltungen ein. Für das nächste Buch z.B. hatte ich das Cover zwar komplett ausgestaltet und es hat auch großen Anklang gefunden, wurde aber in zweiter Verlagsinstanz von Vertreter- und Marketingseite leider wieder verworfen (aber dennoch bezahlt, immerhin).

      Machste nix dran. Aber das neue Cover ist ja auch recht hübsch und hebt sich ab.

        • Keine Books on Demand?

          Kann man dir denn keine mail schicken und fragen:

          „Lieber TOM, ich hätte gerne eine Geschichte, in der Frau Birnbaumer-Nüsselschweif sieben grausame Tode stirbt“?

  2. (Zu früh abgeschickt)

    … aber ich denke nicht, dass es dem Verlag gefiele, böte Peter gleichzeitig eine alternative Umschlaggestaltung an.

      • Alternative Umschläge zum selbst ausdrucken?
        Eigentlich ne grandiose Idee! :)

  3. Da ist Peter aber in sehr prominenter Gesellschaft. Selbst eine gewisse Mrs. Rowling musste sich den jeweiligen lokalen Verlagen unterordnen – in jedem Land schaut Harry Potter auf den sehr unterschiedlichen Titelbildern ein wenig anders aus…

  4. Metallica darf jeden meiner Entwürfe ungefragt auf seine Plattencover pressen! :)
    – Als „Gegenleistung“ habe ich neulich auf einer Beisetzung eines jungen Mannes, der an Leberzirrhose verstarb, Metallica live mit einer ebenfalls jungen Leipziger Band gespielt. Selbst die ältere Generation war ergriffen und die Mutti besucht mich heute noch fast jede Woche im Büro.
    – Auf bestatter.de, beim Verband, erscheint gerade ein Buch über Trauerkultur, für das ich das Cover beigesteuert habe, zumindest das Foto. Geschossen in einem Sonntag-Vormittagshooting mit einem hübschen „Model“ auf dem Leipziger Friedhof Kleinzschocher. Ich war begeistert, dass dies so problemlos ablief; ich hatte zuvor null Kontakte oder gar Connections. Einfach beworben.
    – Peters Bücher verkaufen sich, glaube ich, auch ohne Schutzumband und ohne Marketingabteilung. Sie sind eben gut und 100.000 Käufer wissen das.

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