Mir stinkt es – jetzt ist Schluss!

So, das habt ihr jetzt davon, ich hab die Schnauze voll.
Statt mich hier abzumühen, kann ich genauso gut in einem schönen Biergarten sitzen und das Leben genießen.

Ist doch aber auch wahr! Ich kann doch nicht jedes kleine gelbe Zettelchen an meinem Monitor lesen, oder?
Wo käme ich denn da hin, wenn ich mich auch noch mit solchen Nebensächlichkeiten aufhalten würde?

Ja gut, es ist meine eigene Anweisung an die Damen vorne im Büro, daß sie mir solche Zettel schreiben, aber heißt das denn, daß ich sie auch lesen muß? Schließlich bin ich der Chef!

Freitag 13 Uhr, Parfümprobe

Ja und? Hab ich nicht gelesen, wohl aber mal erzählt bekommen und abgenickt. Toll!
Und jetzt sitzen die Weiber vorne im Büro und lassen sich von Tonis Schwester Angelika aus einem Riesenkoffer mit Parfüm vollspritzen.

Das stinkt wie im sibirischen Unterwasserpuff! Nix für meine Nase, ich hau‘ ab.
Sollen die doch ihre freitägliche Mini-Verkaufsveranstaltung durchziehen, aber ohne mich.

Tschüß bis später.

Fehler durch Lektorin Anya bereinigt.

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  • Veröffentlicht am: 29. August 2008
  • 21 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

21 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Ich war 15 als ich im Zuge eines Sprachferienauslandsaufenthaltes mit einem Haufen Gleichaltriger in eine hochseriöse Parfumfabrik in Grasse kutschiert wurde und mir dort mit meinen Mit-Halbwüchsigen eine ordentliche Parfumschlacht lieferte. Mann, was hab ich nachher gestunken!
    Es war jedenfalls sehr lustig.
    Seitdem kann ich Parfum aber nichtmal mehr aus der Weite riechen.

  2. Da hilft nur eins: Lüften, lüften und nochmals lüften – und sämtliche Kleidung dieses Tages *sofort* in die Wäsche. Und wenns immer noch nicht hilft, bleibt Dir immer noch eine Ganzkörperdesinfektion ;-) Ich weiss, Du hast Dich verdünnisiert. Aber eine einzige „Duftwolke“ von dem Zeugs und Du kriegst sie die nächsten Tage nicht mehr aus der Nase…

  3. Bei uns heißt das „Hinter-indischer-Puff“.

    Mein Beileid btw. Ich „durfte“ an sowas als MANN mal teilnehmen. Ich stinke heute noch – 10 Jahre danach.

  4. Hach da wirds mal wieder Zeit für eines meiner Lieblingszitate:

    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

    Kurt Marti

  5. Bei uns „nordandalusischer Wanderpuff“…

    Welche Versionen gibt’s noch?

  6. ich male mir gerade aus, was _mein_ chef sagen wuerde, wenn ich einfach vertreter in die firma einlade und der dann seine party in den firmenraeumen feiert…

  7. Ich hätte noch den Ostasiatischen Männerpuff anzubieten ;)

  8. Ich zitiere Hirschhausen:
    „Was ist eigentlich in Parfüm? Pheromone! Von Tieren. Moschus ist das Analsekret des Moschusochsen. […] Wir Menschen schämen uns, unter dem Arm zu riechen wie ein Mensch, und halten uns ernsthaft für attraktiver, wenn wir dort riechen wie ein Ochse am Arsch!“

  9. Ich kenne das als „arabischer Männerpuff“ – aber der Unterwasserpuff ist prima, gefällt mir (bringt interessante Assoziationsbilder ins Hirn) :)

  10. „Das stinkt wie im sibirischen Unterwasserpuff!“

    Mein Vater sagte immer „wie im sibirischen Flaschenbierpuff“.

    „riechen wie ein Ochse am Arsch!“ – Nun ja, die Geschmäcker sollen ja verschieden sein.

  11. In welchen Puffs ihr euch alle rumtreibt?! Ich kenne mich damit nicht aus.

    Als Teenager war ich mit meiner Freundin mal in der Parfümerieabteilung eines Kaufhauses. Wir haben an beiden Armen (rauf und runter) diverse Parfüme ausprobiert. Wir waren dann so „nett“, nicht mit der Strassenbahn zu fahren. Die anderen Fußgänger haben einen grooossen Bogen um uns gemacht. *g*

    Viel Spaß im Biergarten

  12. Ich hätte noch eine Kombination aus hier genannten Orten zu bieten. Hinterindischer Männerpuff, mindestens siebenstöckig.

    Gruss
    S.

  13. Ich frage mich ernsthaft, WOHER Du weißt wie es dort stinkt!

  14. *g* ich kenn noch den Kaukasischen Männerpuff…also so als Begriff…nich persönlich

    Ich sitz hier und lach mich scheckig…danke ;)

  15. Dazu fällt mir ein Comic-Strip ein:
    http://comics.orf.at/comics/1702.html

  16. Wir nannten das immer schlicht das „7stöckige Freudenhaus“

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