Keine Preise beim Bestatter

Heute Mittag im ZDF: Mal wieder war eine getarnte Oma unterwegs, um mit einem Knopf im Ohr (an dessen anderem Ende ein „Verbraucherschützer“ saß) Bestatter heimzusuchen.
Man kennt das ja. Mit versteckter Kamera gehen alte Leute unter dem Vorwand, ein Verwandter sterbe bald oder man wolle eine Vorsorge abschließen, zu verschiedenen Bestattern.
Da werden dann immer sensationelle Unglaublichkeiten aufgedeckt, die bei näherer Betrachtung alltägliche Selbstverständlichkeiten sind. Man lauert auf den Skandal, man wittert die Abzocke – und wenn weder ein Skandal, noch Abzocke feststellbar sind, dann stellt man eben einfach bestimmte Dinge in Frage. Und das tut man so, daß der Zuschauer, der sich die Antwort selbst geben muß, meist die falsche Antwort findet.

Acht- bis zehnmal im Jahr kommt sowas im Fernsehen. Oft laut schreiend von den Privaten und genauso oft auch von den Öffentlich-rechtlichen.

Heute war es wieder so weit. Und so richtig gefunden hat man wieder nix.

Einzig auffällig war ein Bestatter, der eine Tiefpreisgarantie anbietet. Er verspricht jedes Konkurrenzangebot um 30 Euro zu unterbieten. Kam leider für die Testoma nicht in Frage, weil dieses Angebot für Vorsorgen nicht gilt. (Wie auch, denn ein Vorsorgevertrag ist eine in die Zukunft gerichtete Abmachung und keiner kann wissen, wie in etlichen Jahren die Vergleichspreise aussehen würden.) Außerdem enthalten Vorsorgen immer Sicherheitszuschläge für Unwägbarkeiten, die auch nicht vergleichbar sind.)

Was mir aber aufgefallen ist: In ganz vielen besuchten Betrieben waren die ausgestellten Waren nicht ausgezeichnet. Es gab keine Preise.
Und das ist etwas, das mir bei ganz vielen Kollegen auffällt. Weder an Särgen, noch an Urnen gibt es Preisschilder und ein Preis- und Leistungsverzeichnis für die übrigen Dienstleistungen gibt es auch nicht.
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Ökologisch verwesen mit dem Begräbnisanzug

Laut dem US Zentrum für Seuchenkontrolle wird der menschliche Körper im Laufe des Lebens zu einer „Chemiebombe“ – angereichert mit einer Vielzahl an Giften, die nach dem Tod an die Natur abgegeben werden, stellt er eine Belastung für die Umwelt dar. Um das zu verhindern, entwickelte die amerikanische Künstlerin Jae Rhim Lee einen Spezialanzug: Der Infinity Burial Suit macht Öko Bestattungen möglich!
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Haben Bestatter Schweigepflicht?

Wie sieht es denn beim Bestatter mit der Schweigepflicht und dem Datenschutz aus?

Man ist als Mitarbeiter oder Inhaber eines Bestattungshauses NICHT zum Schweigen verpflichtet, hierzu fehlt es an der gesetzlichen Grundlage. Diese gilt für Ärzte, Rechtsanwälte, Priester und Therapeuten usw.

Aber selbstverständlich gehört eine gewisse Verschwiegenheit zum Berufsverständnis eines jeden seriösen Bestatters dazu. Sich an einen Bestatter zu wenden bedingt immer ein hohes Maß an Vertrauen.

Würde jetzt aber ein Bestatter irgendwann in Bierlaune irgendeine Einzelheit eines von ihm bearbeiteten Sterbefalles am seinem Stammtisch erzählen, und würde ein Betroffener davon erfahren, so gäbe es keine gesetzliche Handhabe, die sich auf den Begriff Schweigepflicht beziehen könnte.
Ein Mitarbeiter eines Bestattungshauses schuldet seinem Arbeitgeber eine gewisse Verschwiegenheit in Bezug auf geschäftliche Belange.

Was das Thema Datenschutz anbetrifft, so sind Bestatter hier im Allgemeinen sehr gut geschult.
Allerdings hat man es eher damit zu tun, daß in Deutschland jedwede Auskunft seitens Behörden oder Firmen in vorauseilendem Gehorsam verweigert wird, weil man befürchtet, selbst die Nennung des eigenen Namens oder Wochentags könne schon einen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz darstellen.
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Ditsches Schildkrötenmann ist gestorben: Franz Jarnach

Jahrelang spielte er den meist schweigsamen Stammgast in Dittsches Kultimbiss. Wegen seiner Lederjacke nannte man ihn in der Sendung „Schildkröte“.
Jetzt ist Franz Jarnach alias «Schildkröte» gestorben. Das bestätigte am Montag eine Sprecherin des Westdeutschen Rundfunks (WDR).
Der gebürtige Bad Godesberger ist laut Angaben der «Bild»-Zeitung einem Herzinfarkt erlegen.

Franz Jarnach war der Sohn von Philipp Jarnach, Musikprofessor und erster Direktor der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Als Vierjähriger erhielt er Klavierunterricht, mit zwölf Jahren begeisterte er sich für Rock ’n’ Roll. Franz Jarnach lebte seit 1950 in Hamburg, unterbrochen von einem sechsjährigen Italienaufenthalt in den 1970er-Jahren. Er spielte unter seinem Künstlernamen Mr. Piggi rund vier Jahrzehnte vor allem in Hamburger Rock-’n’-Roll-Formationen als Pianist und Keyboarder. Unter anderem spielte er mit Tony Sheridan, Lee Curtis und den Rattles. Außerdem begleitete er Schlagersänger wie Jürgen Drews und Roland Kaiser.[1] Zuletzt trat Mr. Piggi mit Ralf „Franny“ Hartmann (Franny and the Fireballs) als Schildkröte-Duo auf und präsentierte Rock ’n’ Roll, Blues und Balladen in „piggigantischer“ Weise.
Dem Fernsehpublikum wurde Jarnach bekannt, als er 2004 in Olli Dittrichs Improvisations-Comedyserie Dittsche die Rolle des Baumarktmitarbeiters Schildkröte übernahm, eines wortkargen Imbiss-Stammgastes, der sein Feierabendbier trinkt und in Ruhe gelassen werden will, was er in der Regel mit seinem Standardsatz „Halt die Klappe, ich hab’ Feierabend!“ zum Ausdruck brachte. Namensgebend für die Figur, die beruflich „im Baumarkt an der Säge steht“, war seine Jacke aus Krokodillederimitat.

In der Nacht zum 16. Januar 2017 starb Jarnach im Alter von 72 Jahren nach einem Krankenhausaufenthalt und einer an sich gut überstandenen Operation an einem Herzinfarkt.Wikipedia

http://www.klamm.de/news/dittsches-schildkroete-stirbt-mit-72-jahren-11N2009010117011699896621.html

gemeldet von Henning
Bild: By Hinnerk R, Hinnerk Rümenapf – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3268977

Der letzte Mann im Mond ist tot: Eugene Cernan

Vor 45 Jahren war das letzte Mal ein Mensch auf dem Mond. Nach den Riesensprüngen, die die NASA angesichts des Wettlaufs mit dem Kalten-Krieg-Gegner vollzog, folgten nur noch Hupser, knapp außerhalb der Atmosphäre, wenn man so will.
So richtig mit Weltraumfahrt hat das, was seitdem geschah, nicht wirklich etwas zu tun.
Der letzte Mensch, der auf dem Mond war, war Eugene Cernan.

Und der ist gestern im Alter von 82 Jahren gestorben. Cernan flog an Bord der Missionen Gemini 9 und Apollo 10 ins All und war Kommandant von Apollo 17, der letzten bemannten amerikanischen Mondmission. In dieser Funktion betrat Cernan im Dezember 1972 als elfter Mensch den Mond. (17. Januar 2017)

Quelle: Astronews.com
gemeldet von Frank
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Warnung vor dem Spanner

Ich sitze in Mannheim am Paradeplatz in einem Café und träume vor mich hin. Ich kann das. Einfach nur so da sitzen. Meine Tochter nennt das: „Der Papa ist im Energiesparmodus.“
Und es ist wirklich so, ich entspanne mich, vor allem durch die Einsparungen von Bewegungen jeder Art, die über das Heben der Augenlider oder der Kaffeetasse hinausgehen.
In meinem Kopf arbeitet es auch weiter, aber ansonsten bewege ich mich nicht. Ich nehme Eindrücke wahr und folge meinem schriftstellerischen Prinzip: „Hinsetzen, zuschauen, aufschreiben.“ So entstehen die meisten meiner Geschichten. Dem Volk aufs Maul geschaut, dem Volk einfach zugesehen.
Doch heute soll es anders kommen. Das herzallerliebste Töchterlein schickt mir eine SMS. Das tut das mittlerweile zur jungen Frau gewordene Kind oft. Meist kämpfe ich mich durch einen Wust von jugendsprachlichen Neuwörtern und Abkürzungen, auf die ich im Traum nicht gekommen wäre.

HDL beispielsweise ist keine „Haftpflicht der Landwirtschaft“, sondern wenn Josie das schreibt, meint sie „Hab Dich lieb“. Und ich habe brav gelernt, daß ich darauf mit dem Namen, der mir völlig unbekannten IDA antworten muß.
Oft schreibe ich unter die eingegangene Litanei an Abkürzungen als Antwort einfach nur HDL IDA drunter, in der Hoffnung, daß das eine adäquate Antwort auf GHDSL mim MUMBA ILY sein könnte.
Manchmal gehen meine Nachrichten aber auch in die Hose. Sie ist bei ihrer Freundin Eva, ich möchte ihr mitteilen, daß sie sich bald auf den Weg machen kann, denn ich will Brathähnchen für uns machen:

Doch heute schickt mir das Kind eine lesbare Nachricht:

Wenn Du schon in der Stadt bist, guck doch mal nach Schuhen für mich.
Ich muß doch da auf diesen Ball.
HDL Kussi, Kussi, Kussi.

Welcher Vater könnte bei 3 x Kussi schon nein sagen? Welcher?

Ich stehe kurz darauf in einem Geschäft, in dem Frauenklamotten und Schuhe verkauft werden. Ich persönlich habe auch einige Paar Schuhe. Zwei Paar handgemachte aus Pferdeleder, ein Paar gefährlich aussehende Biker-Stiefel, ein Paar Sportschuhe (wie neu) und die grünen, die ich immer bei Auftritten anziehe. Mehr braucht man(n) nicht. Und ich habe mir sagen lassen, daß ich damit schon drei Paar mehr habe als der gewöhnliche Durchschnittsmann.

Das Schlimme an diesem Geschäft sind die Verkäuferinnen. Die drei jungen Frauen sehen aus, als seien Sie bei „Deutschland sucht den Superstar“ durchgefallen und versuchten nun, durch übertriebene Kosmetik irgendetwas wett zu machen.
„Kann man Ihnen was helfen“, fragt mich eine und in mir keimt unwillkürlich die Frage auf, wie ein Mensch mit so kleinen Füßen und so großen Brüsten überhaupt aufrecht gehen kann. Ich schüttele nur den Kopf und grunze in der mir eigenen Art etwas Unverständliches. Das tue ich immer, wenn Frauen etwas von mir wollen, das ich nicht erfüllen kann, oder zu dessen Erfüllung ich momentan nicht bereit bin. Es ist ja sowieso egal, was man sagt, es wäre ja sowieso verkehrt. Also reicht es, wenn ich nur brumme oder „Klabammbraduli“ sage, die mich auffordernde Frau erwartet gar keine verständliche Antwort. Sie erwartet EINE Antwort, egal welche. Denn welche Schlüsse sie aus meiner Antwort ziehen wird und welche Reaktion sie an den Tag legen wird, steht weiblicherseits ja sowieso schon vor dem Stellen der Frage fest.

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Wie erfährt man wann und wo jemand bestattet wird?

wie und wo erfahre ich, wann und wo jemand beerdigt wird

Es ist manchmal gar nicht so einfach, der Ort und Zeitpunkt einer Bestattung herauszufinden. Wie man da vorgehen kann, erkläre ich in diesem Beitrag.

Dazu stellte mir Leserin Anne folgende Frage:

„Die Großmutter eines Freundes ist vor wenigen Tagen gestorben. Nun hat dieser Freund seit Jahren keinen Kontakt zur Familie. Er würde aber selbstverständlich gerne zur Beerdigung seiner Großmutter hin gehen. Da er aber nicht über die notwendigen Kontaktdaten zu anderen Angehörigen der Familie verfügt, wird die Sache schwer.
Es sind auch Personen darunter, die er auf keinen Fall ansprechen möchte. Was kann mein Bekannter jetzt tun, um beispielsweise herauszufinden, wann und wo seine Oma beerdigt wird? Gibt es da ein Zentralregister über alle Sterbefälle?

Diese Problematik taucht häufiger auf, als man annehmen möchte.
Sehr schlechte Karten hat man, wenn man nicht weiß, in welcher Stadt der Mensch gestorben ist. In einem solchen Fall hat man keinerlei Anhaltspunkt. Man weiß dann nicht, an welcher Stelle man die Nachforschungen beginnen soll.
Da wäre es dann sinnvoll, über seinen Schatten zu springen und doch Kontakt zur Familie aufzunehmen.
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