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Corona Leichen nicht mehr anfassen?

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Ein anonymer Leser schreibt:

Natürlich bin ich sehr für die Sicherheit der Bestatter.
Aber ein Leichnam mit „Corona“ ist nicht ansteckender als einer mit „Influenza“.

Jeder Bestatter schützt sich bei der Versorgung. Und das ist richtig.
Wenn aber jetzt das Berühren der Leiche „wegen Corona“ versagt bleiben soll, dann schürt das nur noch mehr die urbanen Legenden.

Ein gesundes Augenmaß und natürliches Verhalten sind geboten.
Alles andere fällt unter „Erregungsbewirtschaftung“ und dient dem Aufregen – aber sicher weder dem Leben noch der Abschiednahme. Der Tot gehört eh´ dazu.

Das ist soweit alles richtig. Mir liegt es fern, Panikmache zu betreiben. Mir sind auch die Fallzahlen und die Sterblichkeitsrate bei der Influenza bekannt. Bei Corona haben wir es aber mit einem neuen Erreger zu tun. Inwieweit er so „harmlos“ oder der Influenza vergleichbar ist, kann derzeit auch nach Ansicht des hier federführenden Robert-Koch-Instituts (RKI) nicht gesagt werden. Noch weiß man viel zu wenig über Covid 19.
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Corona Virus und Bestatter

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Es gibt bei LIDL kein Toilettenpapier mehr. Bei ALDI sind die Nudeln ausverkauft. Viele Deutsche geraten angesichts einer eventuell drohenden Pandemie in Kaufpanik. Ich möchte mich hier jetzt nicht über den Sinn und Unsinn von Gesichtsmasken für Privatleute auslassen und auch das Verhalten der besorgten Mitbürger mag ich nicht wertend beurteilen.

Für Bestatter hat das Virus aber eine gesteigerte Bedeutung, wie jedes andere Virus auch. Falls Bestatter es mit Verstorbenen zu tun haben, die bekanntermaßen am Corona-Virus verstorben sind, sollten Bestatter besondere Aufmerksamkeit auf den Selbstschutz legen. Einmalkleidung, Handschuhe, Gesichtsmaske (mind. FFP2, besser FFP 3) sowie Schutzbrille und Schuhüberzieher sind fachgerecht zu verwenden.

Die Verstorbenen müssen nicht in besonderer Weise behandelt werden. Särge müssen nicht luftdicht versiegelt werden. Einlöten in Metallsärge ist überflüssig. Der reichliche Einsatz von Desinfektionsmitteln (beispielsweise Incidin wird empfohlen. Desweiteren wird geraten, das Gesicht des Verstorbenen mit einer Plastikfolie abzudecken, wenn dieser bewegt wird. So wird verhindert, dass beim Anheben und umbetten Luft mit Flüssigkeitspartikeln aus der Lunge herausgepresst wird, bzw. dass es zu einer Tröpfcheninfektion kommen kann.

Eine Abschiednahme am offenen Sarg sollte möglich sein, jedoch sollte unterbunden werden, dass Angehörige den Verstorbenen berühren. Empfohlen werden offene Aufbahrungen derzeit aber nicht.

Die Handlungsempfehlungen gelten aber auch bei Verstorbenen mit unklarer Infektionslage. Die Coronaerkrankung wird nicht in jedem Fall auf den Leichenschaupapieren auftauchen!
Es ist durchaus möglich, dass vor allem ältere und vorerkrankte Personen versterben und einfach nur Multiorganversagen, Lungenentzündung oder ähnliches festgestellt wird.

Es ist nicht nötig, in übertriebenen Aktionismus zu verfallen. Gesunder Menschenverstand und die Grundlagen des Bestatterhandwerks sind wichtiger. Der Umgang mit „infizierten Leichen“ muss jedem Bestatter bekannt sein.

Über die Wirksamkeit der verschiedenen Schutzmaskentypen herrscht weithin Unklarheit. Es ist wieder einmal zu beobachten, dass in den Medien aufgeschnappte sogenannte „Empfehlungen“ einfach weiterkolportiert werden. So wird derzeit allgemein der Eindruck erweckt, als würden einfache Schutzmasken vom Typ MSN (Mund-Nasen-Schutz) nicht ausreichen und man solle besser auf die teuren und sehr dichten Schutzmasken der Klasse FFP 3 setzen.

Es ist richtig: Wirksam sind Masken der Schutzklasse FFP3 („filtering face piece“). Die Schutzfunktion ist europaweit nach EN 149 normiert. Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP3 bieten den größtmöglichen Schutz vor Atemluftbelastung. Mit einer Gesamtleckage von maximal 5% und einem erforderlichen Schutz von mindestens 99% vor Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 μm sind sie dazu in der Lage, giftige, krebserregende und radioaktive Partikel zu filtern. (aus einem Kommentar von Mad Scientist)

Aber selbst die einfachste Maske oder ein um Hals und Mund getragener Schal sind besser als gar kein Schutz.
Kontrovers diskutiert wird die Frage, ob es für den Normalbürger überhaupt sinnvoll ist, eine Schutzmaske zu tragen. Empfohlen wird es für Apotheken, Ärzte und deren Personal, sowie Krankenhauspersonal und Personen, die bei der Kontrolle und Versorgung von Verdachtsfällen oder bereits Erkrankten beteiligt sind.

Da das Corona-Virus dem Grippe-Virus sehr ähnlich ist, habe ich mich mal umgeschaut, was im Falle einer Grippe-Epidemie gilt.
Die Antworten findet Ihr in diesem Artikel hier:

Pharmazeutische Zeitung zum Thema Mundschutz

Die Kölner Sängerin Marie-Luise Nikuta ist tot

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Die Kölsche Sängerin Marie-Luise Nikuta ist tot. Das bestätigte der Präsident des Festkomitee Kölner Karneval Christoph Kuckelkorn am Dienstagabend. Nikuta sei am Dienstagnachmittag in einer Kölner Seniorenresidenz gestorben. Sie wurde 81 Jahre alt.

Kuckelkorn sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Marie-Luise Nikuta hat über Jahrzehnte den Kölner Karneval geprägt. Das gilt nicht nur für die vielen, vielen Mottolieder, die sie den Kölschen geschenkt hat. Noch wichtiger: Sie hat den Karneval – in einer Zeit als das noch lange nicht selbstverständlich war – weiblicher gemacht. Sie hat die Bühnen der Stadt gegen manch damalige männliche Widerstände erobert und wird für immer in den Herzen der Kölschen sein.“

Mehr hier im Kölner Stadt Anzeiger
Quelle: ebenda

Zeitdruck nach dem Todesfall

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Wenn ein Mensch gestorben ist, verfallen manche Menschen in eine Art Schockstarre. Sie sind dann froh, dass der Bestatter ihnen viele Wege und Besorgungen abnimmt. Andere Menschen werden durch einen Sterbefall in einen teilweise wirren Aktionismus versetzt. Alles muss ganz schnell passieren, nichts hat Zeit und alles ist ganz eilig. Eigentlich muss das nicht sein, aber in einem Fall gilt es, die Fristen nicht zu verpassen.

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Krankheit und Todesfall – was tun?

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Der Trauerredner Dirk R. Schuchardt hat eine ganz hervorragende Broschüre verfasst. Ihr Titel lautet: Krankheit und Todesfall – was tun?

Die Broschüre fußt auf seiner jahrelangen Erfahrung aus der Sozialrechtsberatung und aus der Tätigkeit als Trauerredner.
Die Handlungshilfe mit vielen Formularen kostet 7,50 € und ist bei verdi erhältlich (Link unten).

Dort kann man auch Formulare herunterladen und noch mehr über das Heft erfahren.
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Herbert, Beate und die Bärbel

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Manni, unser Mann für die Werkstatt, das Fahren und für sonst alles, fühlte sich in unserem Betrieb sehr wohl. Im Laufe der Zeit hatte er es zum Fahrdienstleiter gebracht und somit die Rolle eines weisungsbefugten Vorarbeiters bekommen. Auf ihn konnte ich mich verlassen, der Mann ließ mich nicht hängen.
So war es nur eine logische Konsequenz, dass ich Manni irgendwann einmal auch freie Hand bei der Einstellung und Entlassung von Fahrern gab. Natürlich blieben die Zügel der Macht immer in meinen Händen. Aber wenn Manni sagte, dass ein Mann nichts taugte, dann taugte der auch nicht. Und wenn Manni sagte, dass er einen neuen Mann gefunden habe, dann stellte ich ihn auch ein.

Als Chef bekommt man doch sowieso nicht alles mit, was in der Werkstatt und draußen vor Ort passiert. Und bevor ich mir jeden Tag das Gejammer und Beschuldigungen und Gerüchte anhöre, da geben ich doch lieber einem anderen etwas Verantwortung ab und habe weitestgehend meine Ruhe.

Vor elf Jahren schrieb ich auf die Anfrage eines Lesers hin schon eine Menge über Transsexuelle und Menschen und deren sexuelle Orientierung.

Das kann man hier nachlesen.

Kurz gesagt: Mir ist das vollkommen egal. Aber sowas von.
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Antonia feiert Hochzeit

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Ist wirklich wahr: Man kann eigentlich jeden noch so blöden Sekretärinnenwitz hernehmen, dann ersetzt man das Wort Sekretärin durch ‚Antonia‘ und schon hat man die originalen Antonia-Geschichten. Es gibt nichts, was die ausgelassen hätte…

Ich biege vom Treppenhaus in die Halle und höre ein Schnauben, Schnaufen und Keuchen. Es ist Antonia, die auf ihren etwas zu kurzen X-Beinen, bei denen sich die Oberschenkel bei jedem Schritt mit dem Geräusch „witsch, watsch“ aneinander vorbeischeuern, durch die Halle stolziert. Auf ihren Armen hat sie einen schier unglaublich hohen Stapel Leitz-Ordner aufgetürmt, der einerseits bedenklich schwankt, was sie durch bauchtanzähnliche Bewegungen im, bei anderen Frauen vorhandenen, Taillenbereich auszugleichen versucht und der andererseits so hoch ist, daß sie nicht mehr drüberschauen kann. Mal schaut sie links vorbei, dann schwankt der Stapel nach rechts, dann bauchtanzt sie wieder, der Stapel schwankt nach links und sie kann rechts vorbeischauen, einen Schritt machen usw. usf.

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Kirk Douglas ist tot

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Gestern war ein merkwürdiger Tag für mich. Denn obwohl er schon 1986 verstorben ist, denke ich am 5. Februar immer an meinen Vater. Er wäre gestern 104 Jahre alt geworden. Mir kam dann gestern Morgen Kirk Douglas in den Sinn, von dem mein Vater immer sagte: „Der ist in meinem Alter.“

Ich vermisse meine Eltern. Das darf ich ja auch, warum auch nicht? Manchmal denke ich, wie schön es doch wäre, wenn sie dieses oder jenes in meinem Leben noch miterlebt hätten. Auf der anderen Seite glaube ich, dass es gut ist, dass meinem Mutter und meinem Vater die Beschwerlichkeiten eines sehr hohen Alters auch erspart geblieben sind.

Ja und während ich noch gestern Morgen den Wikipediaeintrag von Kirk Douglas studierte, fragte ich mich, ob es wirklich schön und erstrebenswert ist, so hoch betagt, mit geschwundenen Kräften, mit nicht mehr ganz intakten Sinnen zu leben.

Nun, wie immer dem auch sei, es hat mich dann doch die Duplizität der Ereignisse sehr überrascht, als ich jetzt vom Tod des großen Hollywood-Schauspielers Kirk Douglas gehört habe.
Seine Filme, so heißt es in den Medien, würden für alle Zeiten bestehen bleiben. Mag so sein, aber es ist leider auch eine Wahrheit, dass die großen alten Hollywood-Schinken, die damals die Menschen mit bislang nie gesehenen Szenen begeisterten, heute kaum noch jemand hinter dem Ofen hervorlocken. Unsere Sehweise und unsere Sehgewohnheiten haben sich eindeutig geändert.

Selbst Filme, die heute noch zu dem besten jemals gedrehten Filmen zählen, kommen vielen im Vergleich behäbig und ausufernd vor.

Und noch eins: Im Radio hörte ich heute Morgen, dass Kirk Douglas vor allem durch seine Rolle in Ben Hur berühmt geworden wäre. Nein, wurde er nicht, in Ben Hur spielte Charlton Heston die Hauptrolle. Kirk Douglas war Spartakus. Und Kirk Douglas haben wir es zu verdanken, das Stanley Kubrik eine so große Nummer wurde. Und natürlich haben wir ihm seinen nicht minder berühmten Sohn Michael Douglas zu verdanken.

Wie denkst Du darüber? Möchtest Du weit über 100 Jahre leben?