Hab im Moment viel zu tun

Ui, da war es ein paar Tage ruhig im Bestatterweblog. Sorry.
Aber ich habe viel um die Ohren. Bald wird es wieder besser.

Vielleicht entschädigt das hier den einen oder anderen:

Koro – Der Penis ist weg! . Und jetzt: Karoshi

Da haben viele Asiaten (und wahrscheinlich nicht nur diese) Angst davor, der eigene Penis könne so weit schrumpfen, oder sich in den Körper zurückziehen, bis er weg ist…
Koro nennt man das.

https://de.wikipedia.org/wiki/Koro_(Psychologie)

Karoshi klingt auch asiatisch, ist es auch, und kommt aus Japan:

Japan und „Karoshi“: Tod durch Überarbeitung

Japan ist das einzige Land, in dem es für Tod durch Überarbeitung ein eigenes Wort gibt: „Karoshi“. Meist sterben die Opfer in Folge chronischer Erschöpfung an Hirn- oder Herzschlag. Das Problem ist zwar nicht neu, doch die Regierung hat jetzt erstmals ein Weißbuch mit Daten zu Überstunden zusammengestellt, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag berichtete.

Mehr dazu hier.

gefunden von Christian

Bin ich schon tot? Ausstellung zum Thema Scheintod in Kassel

Was für ein gruseliger Gedanke: Man verliert das Bewusstsein und wacht in einem Sarg wieder auf – unfähig, sich zu befreien. Die Angst vor dem Scheintod ist Thema einer neuen Ausstellung im Kasseler Museum für Sepulkralkultur.

http://hessenschau.de/kultur/neue-ausstellung-zum-thema-scheintod,museum-sepulkralkultur-scheintot-100.html

Infos

Vita Dubis – Über die Ungewissheit des Todes und die Angst, lebendig begraben zu werden
noch bis 16. April 2017

Museum für Sepulkralkultur Kassel

gemeldet von Andreas

Lies weiter und du wirst erfahren, welchem gespenstischen Zweck diese Eisenbahn diente!

BBC berichtete gerade über eine Eisenbahnlinie, damit Familien und ihre Verstorbenen von London zu einem eigens erbauten Friedhof ausserhalb der überfüllten Stadt reisen konnten.

Mitte des 19. Jahrhundert besass London nur 121 Hektar Friedhofsgelände, musste aber trotzdem jedes Jahr 50’000 Menschen bestatten. Da wurden Verstorbene wieder ausgegraben und kremiert, damit man den nächsten bestatten konnte. Nur die Oberschicht konnte sich z.b. in Highgate eine definitive Ruhestätte leisten.

http://www.bbc.com/autos/story/20161018-the-passenger-train-that-carried-the-dead

David / turtle of doom

Radiotipp: Bayern 2 – Zum Abschied weiße Chrysanthemen – mit Peter Wilhelm

Bayerischer Rundfunk
Bayern 2
Sendereihe „Zeit für Bayern“

Dienstag, 01.11.2016
12:05 bis 13:00 Uhr

Zum Abschied weiße Chrysanthemen

Pläne für den letzten großen Auftritt

Von Joseph Berlinger

Mutter und Tochter. Die Mutter, einst eine umschwärmte Filmschauspielerin, empfängt in ihrem Apartment am Starnberger See ihre einzige Tochter.
Diese Tochter, alleinstehend mit Kind, ist überfordert. Denn die Mutter wünscht sich zum bevorstehenden 90. Geburtstag einen Gutschein für eine
sündteure Weltraumbestattung. Die Tochter findet die Idee absurd. Aber die Mutter beharrt auf diesem letzten großen Auftritt. Selbst wenn er nach ihrem Tod stattfindet. Die Tochter versucht der Mutter einen nicht ganz so spektakulären Abschied einzureden und beginnt zu recherchieren. Die Asche von einem Ausflugsdampfer aus im See verstreuen? Oder von einem Heißluftballon aus? Eine Urnenbestattung in einem Meer von weißen Chrysanthemen? Ein Grab im Münchner Nordfriedhof zwischen Johannes Heesters und Beppo Brem? Oder eine klassische Beerdigung im romantischen Rosenfriedhof von Dietkirchen?
Auch der Tod unterliegt dem Wandel der Zeit. Wem eine klassische Beisetzung zu banal erscheint, hat viele Möglichkeiten, den Abschied als Event zu
inszenieren. Dafür bieten eigene Agenturen ihre Dienste an. Joseph Berlinger spannt in seinem Hörstück einen weiten Bogen von einfachen bis zu spektakulären Plänen über den letzten großen Auftritt.

Die Sendung ist danach beim BR auch als Podcast verfügbar

Sarg selbst gestalten?

In der heutigen Ausgabe unserer Tageszeitung (Kreiszeitung für den Landkreis Diepholz) ist ein Artikel über eine Schulklasse, die einen Sarg individuell gestaltet hat, und zwar nicht für einen aktuellen Trauerfall, sondern um sich im Rahmen ihres Religions- und Kunstgestaltungsunterrichts mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich fand diesen Ansatz sehr interessant; vielleicht geht es Dir und anderen Lesern deines Blogs ja ähnlich.
Hier der Link:

http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/stuhr-ort52271/bunt-froehlich-statt-dunkel-traurig-6913511.html

Viele Grüße
Andrea

Reverend Paris Hilton

Francis Miller ist gestorben.
Er wurde 119 Jahre alt.
Nach 70 Jahren in seinem Beruf als Produktredakteur bei Amazon, das seit 20 Jahren zum größten Konzern der Welt, zu Google, gehört, war er mit 87 Jahren in den Ruhestand gegangen.
Dank der Altersversorgung von Google konnte er sich, im Gegensatz zu Millionen anderer Menschen, sein Leben ganz nach seinen Wünschen gestalten.

Mit 88 Jahren hatte geheiratet, was ja vorher von Google aus Karrieregründen verboten war.
Mit seiner 2 Jahre jüngeren Frau Elisa hatte er in der Kölner Bucht das Wellenreiten erlernt und die beiden waren begeisterte Mitglieder der Fallschirmtruppe „The Highlanders“ geworden.
Im Alter von 89 Jahren war Francis Miller Vater geworden. Elisa gebar ihm drei genetisch identische Söhnen. Drei war das von Google vorgeschriebene Minimum.
Mit ihrer Geburt waren Henry, Tom und Florian schon bei der „Mario-Barth-University“ in Berlin eingeschrieben worden, wo sie 10 Jahre später ihr Studium der Peguinistik aufnahmen.
Ihre Arbeitsverträge mit Google hatten sie im Alter von 3 Jahren schon zugeschickt bekommen.

Francis Millers Vitalscan hatte zwar ergeben, daß er 145 Jahre alt werden würde, doch ist es auch heute noch so, daß Menschen einfach sterben, auch wenn sie noch so jung sind.
Dieser sogenannte „plötzliche Menschtod“ ist nach wie vor eines der großen Rätsel der Menschheit. Krebs, Alzheimer und alle Arten von Kreislauferkrankungen gehören längst der Vergangenheit an, man kennt sie nicht mehr. Aber warum viele Menschen auf einmal von Mattigkeit und Gliederschmerzen befallen werden und dann einfach eines Morgens nicht mehr aufwachen, das ist und bleibt rätselhaft.
Einige wenige Menschen können sogar 200 oder 300 Jahre alt werden, was aber nur der Fall ist, wenn sie zur Kaste der Politicians oder der C-Proms gehören.
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