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Bestattungen in verschiedenen Religionen und Kulturkreisen -Buddhismus 2-

Für einen sterbenden Buddhisten ist es außerordentlich wichtig, in der letzten Phase Gelassenheit zu erlangen. Hektische Ärzte oder Krankenschwestern stören den Sterbenden bei seiner Vorbereitung auf den Tod.
Viele Religionen, denen der Reinkarnationsglaube innewohnt, tendieren dazu, ihre Toten zu verbrennen. Buddhisten kennen in der Regel nur die Kremation des Verstorbenen. Eine Erdbestattung wäre für sie undenkbar. Die Kremation findet in aller Regel drei Tage nach dem Tod statt. In der Zeit bis zur Bestattung erinnern Mönchen singend an die Vergänglichkeit. Vielerorts wird der Tote in weiße Tücher gehüllt, die schmucklos sein müssen, um die Seele beim Verlassen des Körpers nicht aufzuhalten.

Buddhisten benötigen normalerweise keine Aussegnungs- oder Trauerhalle und eigentlich auch keinen Friedhof. Sie verrichten das eher bescheidene, kleine Ritual vor der Kremation in der Kremationshalle. Die eigentliche Trauerfeier der tibetischen Buddhisten findet etwa eine Woche später mit der Urne in buddhistischen Klöstern oder Ritualstätten statt. Dort wo das nicht möglich ist, weil die Urne nicht ausgehändigt wird, müssen sie zwangsläufig eine kurze Zeremonie in der Trauerhalle durchführen und die Urne entsprechend den Vorschriften beisetzen. In der Regel bevorzugen sie das Einstellen der Urne in eine oberirdische Urnenwand oder Urnenhalle.

Karma und Reinkarnation

Das Karma verstehen viele als eine Art Konto, auf dem unsere guten oder schlechten Taten angesammelt werden. Der gute oder schlechte Kontostand bestimmen dann im nächsten Leben unser Startguthaben – oder wir starten das nächste Leben sogar mit einem Bonus – viele Automatenspiele funktionieren so, auch unser Leben?

Was ist Karma?

Der Begriff Karma bezeichnet im Buddhismus unsere irrationalen Verhaltensweisen und Gedanken. Wir folgen unbewusst dem Ego. Erkennen wir das, können wir diese oft schnell als falsch oder unbegründet erkennen und lernen, sie zu vermeiden. Damit löscht man das Karma schon in diesem Leben. Das funktioniert natürlich nur, wenn man gute Taten tut, ohne eine Gegenleistung zu erwarten – weder von einem Menschen noch vom Karma. Das Karma lässt keine Tricks zu.
Zu einem neuen Leben gehört die Wiedergeburt. Unser Körper ist vergänglich, doch das Karma wird von Generation zu Generation wiedergeboren und vererbt.

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