In einem Bestattungsinstitut geht es nicht immer traurig zu und es herrscht auch meist keine bedrückte Stimmung.
Den Angehörigen gibt man Raum zum Trauern und zeigt ihnen den nötigen Respekt, Anstand und Empathie. Doch ansonsten arbeiten in einem Bestattungshaus Mitarbeiter, ganz normale Menschen mit ganz normalen Bedürfnissen und Regungen. Da wird gelacht, gescherzt, gestritten und manchmal auch gefeiert. Ist doch normal.
Doch es gibt einen Ort, an dem selbst hartgesottene Bestatter verstummen und eher leise werden: Der Aufbewahrungsraum für die Verstorbenen. Angesichts der Leichen gibt es kein lautes Lachen und keine Albernheiten.
Ich habe beobachtet, dass eben noch laut geführte Gespräche mit gesenkter Stimme fortgesetzt werden, wenn die Mitarbeiter bei den Toten sind.
Wir nannten sie „Gäste“. Und das kennzeichnet ihren Aufenthalt beim Bestatter. Sie kommen, haben dort ihre vorbestimmte Zeit und dann gehen sie bald auf die allerletzte Reise.
Sie bleiben nicht.
Bei einem britischen Kollegen war das anders:
Britischer Bestatter hortet Leichen

Vor einem Gericht im nordenglischen Hull hat die mehrtägige Anhörung zur Festsetzung des Strafmaßes gegen den Inhaber eines Bestattungsunternehmens begonnen, der sich bereits im Frühjahr zahlreicher Straftaten schuldig bekannt hatte. Dem 48-Jährigen werden unter anderem Betrug und Diebstahl vorgeworfen. Ihm droht nun eine längere Freiheitsstrafe.
Der Fall hatte in Großbritannien für Entsetzen gesorgt. Ermittler entdeckten in den Räumen des Bestattungsunternehmens insgesamt 31 Verstorbene, deren Einäscherung bereits vor Monaten hätte erfolgen sollen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lagen viele der Leichname unbedeckt auf Regalen eines Kühlraums und befanden sich in unterschiedlichen Stadien der Verwesung. Unter den Toten befanden sich auch die sterblichen Überreste eines zweijährigen Kindes, die bereits seit rund zwei Jahren dort aufbewahrt worden waren. Außerdem fanden die Beamten mehr als 100 Urnen mit Asche Verstorbener.
Ein ehemaliger Mitarbeiter beschrieb die Zustände im Unternehmen als „wie in einem Horrorfilm“. Nach Darstellung der Anklage wurden Angehörige wiederholt getäuscht, Zusagen nicht eingehalten und sogar Spendengelder zweckentfremdet.
Der Bestatter erklärte, finanzielle Schwierigkeiten hätten ihn zu seinem Handeln veranlasst. Er habe Schulden in Höhe von rund 90.000 Pfund angehäuft, weil zahlreiche Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlt hätten. Die Staatsanwaltschaft widerspricht dieser Darstellung jedoch. Nach ihrer Einschätzung war der Betrieb wirtschaftlich keineswegs existenziell bedroht. Stattdessen soll der Unternehmer erhebliche Summen für private Ausgaben verwendet haben.
Besonders erschütternd ist das Schicksal einer Familie, deren tot geborenes Kind im Jahr 2022 eigentlich eingeäschert worden sein sollte. Die Mutter berichtete dem britischen Sender BBC, sie habe erst Jahre später erfahren, dass sich die sterblichen Überreste ihres Sohnes noch immer in den Geschäftsräumen befanden. Sie waren dort in einem braunen Umschlag aufbewahrt worden, obwohl die Familie davon ausgegangen war, dass die Einäscherung längst erfolgt sei.
Im Verlauf der Strafmaßverkündung sollen die Aussagen von mehr als einhundert betroffenen Angehörigen verlesen werden. Der Fall hat in Großbritannien erneut eine Diskussion über die Regulierung der Bestattungsbranche ausgelöst. Während in Schottland seit 2025 ein verbindlicher Verhaltenskodex für Bestattungsunternehmen gilt, benötigen Bestatter in England und Wales bislang keine staatliche Zulassung oder Lizenz. Mehrere Angehörige und Parlamentarier fordern deshalb nun strengere gesetzliche Vorgaben und eine wirksamere Kontrolle der Branche.
gefunden von A.I.
Quelle u.a. t-online.de, afp,
Bildquellen:
- funerilamul_800x500: Peter Wilhelm KI












