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Corona und Erdbestattungen

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Ein Bestatter fragt sich:

Der Hauptgrund, warum ich mich an Sie wende ist, ich wurde von Friedhofspersonal angesprochen, in wie weit sie sich bei einer Erdbestattung eines CORONA infizierten Toten anstecken können. Ich habe jetzt verschiedene Suchbegriffe bei einer Suchmaschine eingegeben, aber nichts aussagekräftiges gefunden. Da Sie ja „allwissend“ sind, habe ich die Hoffnung, dass Sie mir da etwas aussagekräftiges vermitteln können. Ich bedanke mich schon mal im Namen der Friedhofsmitarbeiter und verbleibe

Ich bin bei weitem nicht allwissend, dennoch danke für das Kompliment.
Also, ich habe mit neuen Mitarbeitern den Umgang mit Verstorbenen bei der Einsargung beispielsweise so geübt: Wir haben eine lebensgroße Puppe mit grüner Farbe angestrichen und dann das Einbetten übungsweise vollzogen. Die noch feuchte Farbe hinterließ überall dort Spuren, wo ein Kontakt mit Personen oder Oberflächen hergestellt wird. So erkennen die Mitarbeiter sofort, welche Einrichtungs- und Arbeitsgegenstände sowie welche Teile ihres Körpers mit dem „giftigen“ Leichnam Kontakt bekommen. Sie können also ihre Arbeitsweise und ihre persönliche Hygiene dementsprechend optimieren.

Ich rate in meinen Schulungen bei den Bestattern immer, diese Methode einfach mal auszuprobieren.
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Asterix-Zeichner Albert Uderzo gestorben

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Albert Uderzo, französischer Zeichner und Mit-Autor der Comic-Serie Asterix, ist tot. Er starb im Alter von 92 Jahren, berichten mehrere französische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Familienangaben. Uderzo hatte seine Karriere mit ersten Werken zwischen 1948 bis 1954 begonnen.

Im Jahr 1951 traf er René Goscinny, mit dem er 1959 die Figur des Galliers Asterix schuf. Uderzo illustrierte dabei die Geschichten von Goscinny. Nach dem Tod Goscinnys im Jahr 1977 produzierte Uderzo die Asterix-Abenteuer alleine. Im Jahr 2011 zog er sich vom Zeichnen zurück.

Albert Uderzo ist nicht, wie in anderen Publikationen behauptet, am Corona-Virus gestorben, sondern an einem Herzanfall.

https://www.klamm.de/news/asterix-zeichner-albert-uderzo-gestorben-21N158504061729.html

gemeldet von Henning
Bild: Von Picture taken by Christian Koehn (username: fragwürdig) – Picture taken by Christian Koehn (username: fragwürdig), CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=338939

Corona ist kein Witz

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Ich habe schon viel über die vielen spaßigen Anmerkungen zur Corona-Krise gelacht. Lachen ist die beste Medizin. Es tut gut, sich angesichts der drohenden Gefahr den Humor zu bewahren. Viele der Bildchen, Sprüche und witzigen Ideen sind wirklich gut gemacht.

Aber Corona ist kein Witz!

Ich selbst habe mich vorsorglich zurückgezogen. Ich gehe nicht raus und bleibe brav daheim. Mir ist als Risikopatient die Gefahr viel zu groß, diese Krankheit zu bekommen.

Seltsamerweise trifft diese Gefährdung aber scheinbar auf andere nicht zu. Anders ist es nicht zu erklären, dass sich hier am Abend am Ende der Straße so an die zwölf Jugendliche treffen und fröhlich feiern. Ich verstehe es auch nicht, dass Müttern und Väter die Absperrbänder am Spielplatz wegmachen, damit sich ihre Kinder mal wieder richtig austoben können.
Und ich kapiere nicht, weshalb jetzt alle glauben, sie müssten dringend in Kohorten einkaufen gehen.
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Stromausfall: Tipps zum Elektriker-Notdienst 24/7

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Stromausfall: Tipps zum Elektriker-Notdienst 24/7

Faustregel beim Stromausfall

Wann ist wirklich wichtig einen Elektriker kommen lassen? Vielleicht denkst Du, das schaffe ich soweit von alleine und spare mir das Geld?
Stell Dir vor: Eines schönen Tages funktioniert ein Elektrogerät in Deinem Hause in Düsseldorf nicht mehr. Sie haben also ein Problem, an das ein Elektriker heran muss. Langjährige Erfahrunge und detaillierten Analysen von Experten auf dem Gebiet Elektrotechnik beweisen: Ab diesem Moment beginnen die meisten schweren Konsequenzen.
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Keine Überführung ohne Leichenschauschein

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Ein aufregender Sachverhalt beschäftigt mich zu folgenden Thema.
Bestatter sind im Auftrag der Angehörigen eines Verstorbenen mit allen Erledigungen beauftragt, so auch den Leichnam im Krankenhaus abzuholen.
Dort müssen wir zur Aushändigung des Verstorbenen die Vollmacht vorlegen.
Wir aber erhalten zum Verstorbenen keinerlei Papiere ( Totenschein ), können Ansteckungsgefahren nicht einsehen und auch nicht nachweisen ob wir den richtigen Verstorbenen ausgehändigt bekommen haben. Ich kenne es doch so, dass zum Verstorbenen der Totenschein mitzuführen ist, ( außer Ausnahmen der Polizei ) hierfür erhalte ich aber zur Mitführung ein Protokoll.
Wie verhalte ich mich gegenüber der Klinik um den Totenschein ( Durchschlag oder auch Kopie ) zum Verstorbenen zu erhalten, die mir sagt ich möge das Gesetz vorlegen worin das steht!
Muss der Totenschein bei Überführung mitgeführt werden oder nicht?
In vielen Beiträgen steht….. Überführt der Bestatter eine Leiche ohne Totenschein, begeht er eine Ordnungswidrigkeit!?

In der Hoffnung von Ihnen zu lesen verbleibe ich

In der Krise ist vieles anders und die Bedingungen ändern sich derzeit täglich.
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Bestatter und Corona-Krise

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Aus gegebenem Anlass stellt sich mir die Frage, ob denn Bestatter ein „systemrelevanter Beruf“ ist oder nicht. Ich meine doch, ja! Die Situation, wenn wir nicht mehr arbeiten würden, möchte sich ja keiner ausmalen…

Durch die Schul- und Kita-Schließungen kommen auch wir nun in Schwierigkeiten, was die Betreuung unserer Kinder während der Arbeitszeit betrifft. Da Bestatter wohl derzeit offiziell nicht als systemrelevant gelten, muss mein Mann, der in einem „nicht-systemrelevanten Beruf“ arbeitet, weiterhin zur Arbeit gehen. Oder zählen wir zum „medizinischen/pflegerischen Bereich“?

Was sagen Sie dazu?

Schöne Grüße, vielen Dank im Voraus und bleiben Sie gesund!

Natürlich ist der Bestatterberuf ein systemrelevanter Beruf. Aber wie immer wird an die Bestatter nicht gedacht. Im Fokus steht es derzeit, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen und die bereits Erkrankten bestmöglich zu versorgen. Dass es aber auch jemanden geben muss, der „hinter dem Virus aufräumt“, wird allzu gerne vergessen.
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Corona Leichen nicht mehr anfassen?

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Ein anonymer Leser schreibt:

Natürlich bin ich sehr für die Sicherheit der Bestatter.
Aber ein Leichnam mit „Corona“ ist nicht ansteckender als einer mit „Influenza“.

Jeder Bestatter schützt sich bei der Versorgung. Und das ist richtig.
Wenn aber jetzt das Berühren der Leiche „wegen Corona“ versagt bleiben soll, dann schürt das nur noch mehr die urbanen Legenden.

Ein gesundes Augenmaß und natürliches Verhalten sind geboten.
Alles andere fällt unter „Erregungsbewirtschaftung“ und dient dem Aufregen – aber sicher weder dem Leben noch der Abschiednahme. Der Tot gehört eh´ dazu.

Das ist soweit alles richtig. Mir liegt es fern, Panikmache zu betreiben. Mir sind auch die Fallzahlen und die Sterblichkeitsrate bei der Influenza bekannt. Bei Corona haben wir es aber mit einem neuen Erreger zu tun. Inwieweit er so „harmlos“ oder der Influenza vergleichbar ist, kann derzeit auch nach Ansicht des hier federführenden Robert-Koch-Instituts (RKI) nicht gesagt werden. Noch weiß man viel zu wenig über Covid 19.
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Corona Virus und Bestatter

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Es gibt bei LIDL kein Toilettenpapier mehr. Bei ALDI sind die Nudeln ausverkauft. Viele Deutsche geraten angesichts einer eventuell drohenden Pandemie in Kaufpanik. Ich möchte mich hier jetzt nicht über den Sinn und Unsinn von Gesichtsmasken für Privatleute auslassen und auch das Verhalten der besorgten Mitbürger mag ich nicht wertend beurteilen.

Für Bestatter hat das Virus aber eine gesteigerte Bedeutung, wie jedes andere Virus auch. Falls Bestatter es mit Verstorbenen zu tun haben, die bekanntermaßen am Corona-Virus verstorben sind, sollten Bestatter besondere Aufmerksamkeit auf den Selbstschutz legen. Einmalkleidung, Handschuhe, Gesichtsmaske (mind. FFP2, besser FFP 3) sowie Schutzbrille und Schuhüberzieher sind fachgerecht zu verwenden.

Die Verstorbenen müssen nicht in besonderer Weise behandelt werden. Särge müssen nicht luftdicht versiegelt werden. Einlöten in Metallsärge ist überflüssig. Der reichliche Einsatz von Desinfektionsmitteln (beispielsweise Incidin wird empfohlen. Desweiteren wird geraten, das Gesicht des Verstorbenen mit einer Plastikfolie abzudecken, wenn dieser bewegt wird. So wird verhindert, dass beim Anheben und umbetten Luft mit Flüssigkeitspartikeln aus der Lunge herausgepresst wird, bzw. dass es zu einer Tröpfcheninfektion kommen kann.

Eine Abschiednahme am offenen Sarg sollte möglich sein, jedoch sollte unterbunden werden, dass Angehörige den Verstorbenen berühren. Empfohlen werden offene Aufbahrungen derzeit aber nicht.

Die Handlungsempfehlungen gelten aber auch bei Verstorbenen mit unklarer Infektionslage. Die Coronaerkrankung wird nicht in jedem Fall auf den Leichenschaupapieren auftauchen!
Es ist durchaus möglich, dass vor allem ältere und vorerkrankte Personen versterben und einfach nur Multiorganversagen, Lungenentzündung oder ähnliches festgestellt wird.

Es ist nicht nötig, in übertriebenen Aktionismus zu verfallen. Gesunder Menschenverstand und die Grundlagen des Bestatterhandwerks sind wichtiger. Der Umgang mit „infizierten Leichen“ muss jedem Bestatter bekannt sein.

Über die Wirksamkeit der verschiedenen Schutzmaskentypen herrscht weithin Unklarheit. Es ist wieder einmal zu beobachten, dass in den Medien aufgeschnappte sogenannte „Empfehlungen“ einfach weiterkolportiert werden. So wird derzeit allgemein der Eindruck erweckt, als würden einfache Schutzmasken vom Typ MSN (Mund-Nasen-Schutz) nicht ausreichen und man solle besser auf die teuren und sehr dichten Schutzmasken der Klasse FFP 3 setzen.

Es ist richtig: Wirksam sind Masken der Schutzklasse FFP3 („filtering face piece“). Die Schutzfunktion ist europaweit nach EN 149 normiert. Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP3 bieten den größtmöglichen Schutz vor Atemluftbelastung. Mit einer Gesamtleckage von maximal 5% und einem erforderlichen Schutz von mindestens 99% vor Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 μm sind sie dazu in der Lage, giftige, krebserregende und radioaktive Partikel zu filtern. (aus einem Kommentar von Mad Scientist)

Aber selbst die einfachste Maske oder ein um Hals und Mund getragener Schal sind besser als gar kein Schutz.
Kontrovers diskutiert wird die Frage, ob es für den Normalbürger überhaupt sinnvoll ist, eine Schutzmaske zu tragen. Empfohlen wird es für Apotheken, Ärzte und deren Personal, sowie Krankenhauspersonal und Personen, die bei der Kontrolle und Versorgung von Verdachtsfällen oder bereits Erkrankten beteiligt sind.

Da das Corona-Virus dem Grippe-Virus sehr ähnlich ist, habe ich mich mal umgeschaut, was im Falle einer Grippe-Epidemie gilt.
Die Antworten findet Ihr in diesem Artikel hier:

Pharmazeutische Zeitung zum Thema Mundschutz