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Irgendwo in Holland begraben, was tun?

Der Bruder meiner Frau ist verstorben. Seine Frau hat ihn beerdigt ohne den Rest der Familie zu informieren. Sie gibt nicht bekannt, wo sein Grab liegt. Es soll wohl in Holland auf einem waldfriedhof sein.
Ist es möglich diese Auskunft über die Einwohnermeldeamt zu erfahren. Haben diese von der grabstätte Kenntnis?

Geben die beerdigungsinstitute darüber eine Auskunft ?

Welche Möglichkeiten hätte ich sonst um die grabstätte zu erfragen?

Vielen Dank im voraus für ihre Mühen.

Es tut mir leid, dass Sie so viel Ärger um den Tod Ihres Schwagers haben.
Die Ehefrau war die Totenfürsorgeberechtigte und kann leider machen, was sie will.
Die Einwohnermeldeämter haben über die Beerdigungsstätte keinerlei Kenntnis.
Zuständig wäre das örtliche Friedhofsamt.
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Verstorbene ruckzuck eingebettet

Ich kenne Bestatter, die es genau so machen (kurz und bündig, ohne große Totenversorgung einbetten, Anm. d. Red.) und trotzdem hinterher ganz andere Rechnungen schreiben.

Man kann übrigens sehr wohl in vielen Krankenhäusern die Versorgung eines Verstorbenen vornehmen. Dort wird das aber nicht gerne gesehen.
Ich kenne auch Personen, die wollen gar nicht, dass ein Bestatter sie komplett wäscht.
Frage mich natürlich auch manchmal, wieso dieses Waschen überhaupt sein muss.
War doch wahrscheinlich noch spätestens am Vortag unter der Dusche oder in der Wanne bzw. wenn ich im Krankenhaus bin, wurde ich dort doch auch versorgt.
Wenn der Mensch im Leben nicht sauber war, dann müsste er es im Tod auch garantiert nicht sein. Ist sicher auch eine Lebenseinstellung.
Wobei natürlich das, was bei manchen Menschen passiert, dass der Darm sich entleert, gesäubert werden sollte. Keine schöne Angelegenheit aber denke, dass das eben sein muss und Bestattersache ist.
Dann ein Pamperhöschen anziehen, damit eben nichts mehr auslaufen kann.
Tja, der Tod macht uns alle wieder zum Baby.
Windel bei der Geburt sowie im Sarg. So schließt sich der Kreislauf.

Das schreibt Frau Hoerner. Ich meine dazu:

Das ist ein Punkt, der auch mich ärgert. Der Bestatter fährt zum Krankenhaus, zieht den Verstorbenen alleine mitsamt dem Laken in den Sarg und stülpt ihm den Talar über. (Oft genug gesehen, dass der Talar auch einfach nur unausgepackt unten in den Sarg gelegt wurde.)
Dann kommt der Deckel drauf und der Sarg kommt zum Krematorium.
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Geht Einbetten im Krankenhaus?

Hallo Herr Wilhelm,

mein Vater ist verstorben. Er hatte eine Sterbegeldversicherung. Seine Wünsche hat er mir gegenüber mal grob geäußert. Das war eine Verbrennung, Urne und ein Grab, welches man nicht pflegen muss. Er glaubte nicht an den lieben Gott und nahm den Tod als das Ende eines Menschen und seines Ichs.

Lt. Bestatter ist der Ablauf wie folgt: Er erklärte mir, dass mein Vater im Krankenhaus abgeholt wird, dort im Krankenhaus gewaschen, angezogen, eingebettet und dann mit dem Bestatterfahrzeug direkt ins Krematorium gefahren wird. Er kommt also nicht ins Bestattungsunternehmen, das würde auch Geld sparen, da man sich eine Fahrt spart.
Etwas mißtrauisch bin ich beim Punkt, dass mein Vater im Krankenhaus noch gewaschen wird. Irgendwie fehlt mir die Vorstellung dafür, sprich dass das Krankenhaus dies so möglich macht.
Dann wird die Asche bzw. Aschekapsel im Krematorium abgeholt und zum Bestattungsunternehmen gefahren, sowie dort gelagert.
Am Tage der Bestattung fährt ein Mitarbeiter zum Friedhof, hebt das Urnengrab aus, richtet das Blumengesteck an und wartet zum ausgemachten Zeitpunkt auf die Angehörigen (nur 3 Personen). Der Mitarbeiter nimmt die Urne aus dem Fahrzeug, alle gehen zur Grabstelle und die Urne wird nach kurzer Wartepause hinabgelassen. Das wars.

Zur Preisgestaltung:
Mir ist klar, dass ein Bestatter leben muss. Aber z.B. beim Preis von 440 Euro für einen Verbrennungssarg musste ich so an ihren Webblog denken, wo mir noch ein Preis im mittleren bis oberen zweistelligen Eurobereich im Kopf als EK rumschwirrte.

Was meinen Sie zu den Punkten „Einbetten im Krankenhaus“ und „Sargpreis“?

Ich habe mir die Rechnung mal angeschaut. Da ist nichts Ungewöhnliches oder Falsches dabei.
Die Positionen sind schlüssig und ordentlich aufgelistet, die einzelnen Kosten finde ich normal. Sie liegen im Bereich des unteren Drittels und sind als günstig zu bezeichnen.
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Post von Columba – Was ist das?

Sehr geehrter Herr Wilhelm,

soweit ich weiss, bieten manche Bestatter auch den Service an, für die Hinterbliebenen die Abmeldung der Verstorbenen bei Vereinen, diversen Verbänden, evtl. sogar Social Media-Accounts etc. sperren, bzw. löschen zu lassen.

An meinem Arbeitsplatz haben mich heute Abmeldungen der Registrierung dreier „Kunden“ erreicht, die ich bisher so noch nie gesehen habe. Absender war dieser Dienstleister: https://www.columba.de/

Wenn er denn ein echter Dienstleister ist?

Hinzugefügt zu den jeweils mehrseitigen Anschreiben war einerseits ein Formular mit der Bitte um Bestätigung des Erhalts des Schreibens und auch eine Kopie der Sterbeurkunde. Daher kam mir das alles doch recht seriös vor. Sicher bin ich mir jedoch nicht.

Bisher haben uns solche Mitteilungen immer direkt über Bestatter oder Nachlassverwalter erreicht. Mein Arbeitgeber ist eine Institution mit mehreren Millionen Mitgliedern und ich arbeite dort seit ca. 19 Jahren. Aber diese Schreiben waren selbst mir neu.
Outsourcen Bestatter, die den Auftrag zur Abmeldung der Verstorbenen haben, neuerdings diese Arbeit an einen Dienstleister? Und wenn ja, warum?
Vielleicht kennen sie ja diesen „Dienstleister“? Und vielleicht ist diese Anfrage ja auch was für Ihr Blog?

PS: Und nein, falls Sie hinter meiner Anfrage eine versteckte Werbung für diesen Dienstleister vermuten: Ich arbeite bei der ANONYISIERT. Wir haben dort zwar auch leider sehr viel mit dem Gevatter Tod zu tun, aber lieber sind uns die Überlebenden. Dafür kämpfen wir!

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Statisten gesucht

„Und, was macht Dein Neuer so?“

„Der ist Statistiker.“

„Ach Gott, so eine brotlose Kunst.“

„Wieso das denn?“

„Na ja, nur so auf der Bühne im Hintergrund herumstehen? Die meisten davon sind gescheiterete Existenzen, Gauner und Verbrecher.“
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Wir möchten Sie herzlich einladen

Sehr geehrter Herr Wilhelm,

ich bin ein großer Fan Ihres Bestatterweblogs und habe alle Ihre Bücher und alle Geschichten mit Begeisterung gelesen.
Als Mutter von 3 Kindern stehe ich mit beiden Beinen im Leben. Ich arbeite bei einer Bildungseinrichtungin der Nähe von Wien.
Im Spätjahr (Nov./Dez.) veranstalten wir eine Veranstaltungsreihe zusammen mit dem örtlichen Hospiz- und Palliativverein.
Dazu möchten wir Sie herzlich gerne einladen.

Nun haben wir uns die Frage gestellt, wie wir das finanziell regeln können. Können Sie uns bitte einen Preis nennen, den Sie verlangen?
Wir müssten dann schauen, wie wir das refinanzieren. Bei den Abenden in den vergangenen Jahren kamen immer so zwischen 80 und 150 Personen.
Wenn wir da 5 € als Eintritt ansetzen, kommen ja 750,- € zusammen, mit denen wir rechnen können.
Es soll Ihnen an nichts fehlen, denn Sie sollen sich ja wohlfühlen in unserem schönen Österreich.

Für den Saal müssen wir rund 150-200 € bezahlen, eventuell noch eine Gebühr für Lautsprecher und Mikrofon.
Ein bißchen was geht noch für Flyer und Plakate drauf.

Da bleibt ja dann noch einiges übrig, um Sie gut bezahlen zu können.

Wie sieht es mit der Unterbringung aus? Kennen Sie jemanden in Wien? Oder planen Sie eventuell sowieso im November einen Kurzurlaub in Österreich?
Dann fielen ja Übernachtung und Reisekosten weg und es bliebe mehr für Ihre Gage.
Vielleicht können Sie sich ja auch darum kümmern, noch andere Auftritte in der Region zu bekommen. Dann könnten wir die Kosten mit dem anderen Veranstalter teilen.

Sind Sie im Besitz einer Bahn-Sparkarte? Dann wäre es sinnvoll, wenn Sie jetzt sofort buchen, denn dann kostet die Sparkarte fix nur 29,90 €.

Wir könnten uns auch vorstellen, dass Sie im Rahmen des Abends Fanartikel und Bücher verkaufen. Da käme dann ja auch was zusammen, sodass es für uns nicht so teuer wird. Außerdem ist das ja auch Werbung für Sie.

Was denken Sie darüber?

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Wenn man tot ist, bleibt man doch Mitglied, oder?

Wenn man tot ist, bleibt man doch Mitglied, oder?

Leser Winnie stellt zum Thema Mitgliedschaft und Mieten einige Überlegungen an:

Seltsam ist allemale, dass mit dem Tod die Mitgliedschaft in der Krankenkasse endet.
Mir ist bislang kein Verein, keine Versicherung, keine Mietsache (z. B. Wohnung) usw. bekannt, wo ein Mitglieds-, Miet- oder sonstiges Verhältnis sofort endet.
Die Krankenkasse bekommt ja auch sicherlich noch im Todesmonat automatisch vom Arbeitgeber oder der Rentenkasse den Mitgliedsbeitrag vollständig überwiesen.
Wäre es denn da nicht prinzipiell sogar eine Art Betrug, wenn die die Leichenschauzahlungen verweigern?

Du bringst hier ein paar Sachen zusammen, die nicht zusammen gehören.

Wir haben hier verschiedene Bereiche, die wir uns einmal näher anschauen können:

  1. Mitgliedschaft in der Krankenkasse
  2. Mitgliedschaft in Vereinen
  3. Vertrag mit Versicherungen
  4. Mietverhältnisse

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Abzocke mit dem Branchenbuch

Wer benutzt überhaupt noch Telefonbücher?
Wir müssen/sollten die in der hiesigen Postfiliale, die eigentlich ein Elektrogeschäft ist, mitnehmen. Machen wir aber nicht.
Wozu auch?
Wir schauen Rufnummern online nach, wenn wir überhaupt mal nach Rufnummern suchen. Meiner Erfahrung nach stehen die Leute, die man sucht, sowieso nicht im Telefonbuch.

Vor 10-20 Jahren war das noch anders. Als ich mein Bestattungshaus betrieb, war es ungeheuer wichtig, in allen Telefonbüchern mit einem mittelgroßen bezahlten Eintrag vertreten zu sein.
Die Telefonbuchvertreter haben sich gefreut. Einmal kam das der Mann vom „amtlichen Telefonbuch“, also von dem Telefeonbuch, das die ehemalige Post, jetzt Telekom, herausbringt.
Dann kam da ein Onkel, der gestaltete Einträge im Branchenbuch (den „gelben Seiten“) verkaufte und zu guter Letzt kam da noch ein Herr vom „Örtlichen“, der privatwirtschaftlichen Konkurrenz des „Amtlichen“.

Es kostete damals viel Geld, jedes Jahr aufs Neue eine gestaltete Anzeige dort zu kaufen. Heute muss man das nicht mehr, finde ich. Telefonbücher sind out, und diejenigen, die sie noch nutzen, sterben langsam aus.
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