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Sind Bestatterrechnungen überzogen?

Sind Bestatterrechnungen überzogen? Zocken Bestatter trauernde Angehörige ab? Ja, das tun sie! Hier erzähle ich die ganze schreckliche Wahrheit.

Natürlich zocken Bestatter trauernde Angehörige ab. Selbstverständlich nutzen Bestatter die Hilflosigkeit älterer und trauernder Menschen schamlos aus.
Sie nennen nur vage Preise, reden die zu erwartende Rechnung anfangs klein, schwatzen den Trauernden unnötige Dienstleistungen und überteuerte Särge auf.
Bestatter schlagen gesetzeswidrig hinterher auf die genannten Preise noch unerwartet die Mehrwertsteuer drauf. Allein dafür, dass sie den Verstorbenen von A nach B und dann nach C bringen, schreiben sie bis zu 2.000 Euro auf.

Ja, das tun sie!
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Experte Peter Wilhelm überprüft Bestatterrechnungen

Seit 1979 habe ich mit Unterbrechungen immer mal wieder in der Bestattungsbranche gearbeitet. Als kaufmännischer Angestellter, als Bestatter und viele Jahre lang mit einem eigenen Bestattungsinstitut mit mehreren Filialen. Danach konzentrierte ich mich auf meine publizistische Tätigkeit und schrieb mein über Jahrzehnte erworbenes Fachwissen hier im Blog und in etlichen Büchern auf. In unterhaltender Art und Weise führte ich die Menschen an die für die meisten recht dunklen und etwas abstoßend wirkenden Themen Tod, Trauer und Bestattung heran.

Aus dieser Tätigkeit, sich mit der Thematik aufklärend, wohlwollend und unterhaltend auseinanderzusetzen, erwuchs auch die Tätigkeit als Sprecher und Experte für Fragen rund um Tod und Bestattung. In vielen Radio- und Fernsehsendungen durfte ich schon zu Gast sein. Ich bilde mir nichts darauf ein und sehe das eher alles mit Demut. Ich komme herum, ich darf dann in schönen Hotels wohnen und werde etwas gebauchpinselt. Das ist doch ganz schön, und ich habe es dem Bestatterweblog und Euch, liebe Freundinnen und Freunde, zu verdanken.
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Bereitschaftsdienst beim Bestatter – Das muss finanziell drin sein

Überall in Deutschland stehen nach Feierabend, an Wochenenden und an Feiertagen Menschen bereit, um Verstorbene abzuholen.
Diese Arbeit ist ein klassischer Notdienst, denn er erfolgt an 365 Tagen im Jahr rundum die Uhr.
Oft genug ist es mit einer bloßen Abholung von Verstorbenen nicht getan. Mitunter müssen Leichname aus schwierigen Situationen geborgen werden.
Die Umstände kann sich jeder selbst ausmalen, wenn man bedenkt, dass sich Menschen auch vor Züge werfen.

Doch was wird diesen Leuten eigentlich bezahlt?

Heute fragt mich ein Bestattungsmitarbeiter, wie er mit seinem Chef verhandeln soll. Dieser möchte, wie die allermeisten Bestatter, nur pro geleistetem Einsatz bezahlen.
Das ist eine sehr einfache Art der Abrechnung und wird deshalb gerne angewendet. Aber es bleibt dabei einiges unberücksichtigt.

So habe ich dem Fragesteller geantwortet:
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Die Dunkelkrank- und Offenheit

Tja, da habe ich also vor ein paar Tagen geschrieben, dass ich krank bin.
Es ist eine Depressionserkrankung. Ich schilderte auch ansatzweise die Auswirkungen.

Dafür habe ich viel Zuspruch erhalten, von Betroffenen und Nichtbetroffenen.
Es gab auch eine Welle der -man muss es schon fast so nennen- Anteilnahme.

So viele liebe und aufmunternde Mails habe ich schon lange nicht mehr bekommen.
Besonders beeindruckt hat mich der Brief von Florian. Da setzt sich jemand hin und schreibt mir einen richtigen Brief per Post.
Ist auch schon lange her, dass ich einen Brief bekommen habe, der nicht in einem grauen Fensterumschlag steckte oder von Conrad-Elektronik kommt.

Florian und natürlich auch viele andere haben mir konkrete Hilfe angeboten, manche hatten gute Ratschläge und Vorschläge zur Therapie.

Vielen, vielen Dank dafür! Ich bin beeindruckt und beschämt.

Doch eins muß ich konkretisieren und genauer darstellen.

Fast alle schreiben, wie sehr sie meinen Mut bewundern, mit dieser Krankheit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Das sehe ich vollkommen anders und will gar nicht die Vorbildfunktion einnehmen, die mir einige da zusprechen.
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Zahlen Sie im VORRAUS in Comic Sans

Da schickt mir eine Dame eine Bestatterrechnung zur Prüfung, so wie es 20-30 Menschen jeden Monat tun.
In den meisten Fällen kann ich den Menschen erklären, dass die Rechnung in Ordnung ist. Fragen und Beanstandungen ergeben sich fast immer aus Missverständnissen oder Unwissen bezüglich der Bestatterarbeit.

Oft schmunzele ich auch über die Bestatterkollegen und bin fasziniert von der phantasievollen Gestaltung der Rechnung.
Manchmal ist es auch fremdschämend lustig, wie einige sich ausdrücken oder verrechnen oder einfach sinnlosen Quatsch auf die Rechnung schreiben.

Spaßig fand ich die 10% Mehrwertsteuer, auf einer Rechnung von Ende 2017. Der Bestatter meinte am Telefon: „Läßt sich doch viel einfacher rechnen als 19%.“

Auch diese Formulierungen sind köstlich:
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Bestatter möchte uns das Bild nicht zeigen

Mein Vater ist nach langer qualvoller Krankheit gestorben.
Wir haben ihn die ganze Zeit begleitet.
Der Bestatter hat uns den Vorschlag gemacht: „Wenn Sie ihn nicht mehr sehen wollen, wir machen ihn fertig, machen ein Foto (machen die sowieso immer) und werden Ihnen das Foto dann zeigen.“ Daraufhin haben wir zugestimmt.

Jedenfalls habe ich dann nach einen paar Tagen einen Anruf vom Bestatterinstitut bekommen, dass sie mir das Foto nicht zeigen. Ich frage, weshalb nicht? Es war doch ausgemacht. Da bekam ich die Antwort: „Glauben Sie mir, dass wollen sie nicht sehen, überall kam Flüßigkeit raus, Ihr Vater war auch sehr angeschwollen.“ Dann habe ich gefragt: „Und was haben Sie dann gemacht?“ Und er meinte: „Wir haben ihn sauber gemacht, so gut es geht und gekleidet.“

Und das bedrückt mich. Ich habe so ein Gefühl: Mein Vater war immer für mich da, ist jeden Weg mit mit gegangen, und ich habe es für ihn nicht gemacht.

Du hast Erfahrung, meinst du wirklich dass er so auf dem Bild ausgesehen hat? Oder soll ich noch hinfahren und mir das Bild zeigen lassen.

Ich meine ich habe ein Wort von dem Bestattungsinstitut bekommen, sollte man sein Wort nicht halten? Das hat so einen Beigeschmack, vielleicht waren sie auch in ihrer anderen Arbeit nicht so zuverlässig… ich weiß es nicht, aber das macht mir sehr zu schaffen :(

Vielen Dank für Deine ausführliche Mail.

Aus meiner Sicht ist seitens des Bestatters nichts Schlimmes passiert. Er war vielleicht nicht so einfühlsam, wie man sich das wünschen würde, aber ansonsten hat er seine Arbeit doch gemacht.
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Danke 1

Erstmal möchte ich mich ganz herzlich bedanken! Vor einigen Jahren bin ich auf dein Blog gestossen, damals hast du noch unter „Tom“ der Unbekannte dein Blog geführt :)

Oh, du hast mir soviel Angst genommen, ich hatte immer so Angst vor dem Sterben, vor Toten, vor der Bestattung, vor allem was damit zu tun. Bei mir in der Familie waren eigentlich alle ängstlich, dass mit den Fingernägel oder Haaren, dass sie weiter wachsen usw. daran kann ich mich noch erinnern, dass hat mir u.a. auch Angst gemacht.

So habe ich jeden Tag auf deinem Blog gelesen, und habe vieles verstanden… dann ist meine Oma verstorben, und ich auf der Beerdigung und bin sogar hingegangen um sie anzusehen.

Das hätte ich davor mich niemals getraut.

Die Stell-Dich-nicht-so-an-Krankheit

Ich hatte Rücken.
Bei uns im Ruhrgebiet hat man bekanntlich keine Rückenschmerzen, sondern man hat schlicht und ergreifend Rücken.
Der Rücken wuchs sich zu einer echten Ischias-Geschichte aus, mit Spritzen und Trallala.


Wenn ich stöhnte oder ächzte waren mir interessierte Gesichter sicher und ich musste nur sagen: „Ich hab‘ Rücken“.
Schon war mir das Mitgefühl aller Umstehenden sicher.
Deutsche zeigen ihre Anteilnahme an der Krankheit eines anderen ja immer gerne dadurch, dass sie gleich repetieren, wann sie das auch schon mal hatten, oder wer gerade eine noch viel schlimmere Krankheit hat.

Am besten ist ja Matze. Egal was Du hast, er hat immer so eine ähnliche Antwort parat: „Meine Tante Luzie ist an Fußpilz gestorben. Ganz furchtbar! Ganz eklig! Der ganze Körper war am Ende total verfault!“

Immerhin, die Leute nehmen Anteil an Deiner Erkrankung, sei es Rücken, Hals oder Knie.

Es gibt aber eine Erkrankung, die sieht keiner, weil man weder humpelt, noch niest, noch schlecht aussieht. Man muß nicht stöhnen und nicht ächzen, denn es tut einem nichts weh.
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