Home Kontakt Impressum/Datenschutz Service-Portal Shop

Uhrumstellung- Winterzeit Sommerzeit

Es soll ja angeblich wahnsinnig viel Energie sparen und ein ganz besonderes Mehr an Lebensqualität bringen, das zweimal jährlich stattfindende Umstellen der Uhren.
Und obwohl wir genau wissen, daß das zweimal im Jahr vorkommt, kommt es doch immer so überraschend wie beispielsweise Weihnachten.
Eben waren noch Weihnachten und Neujahr angesagt und schwupps, du hast es nicht gesehen, schon ist Ostern in der Nähe.
Für mich taugen diese hohen Festtage fast nicht mehr zur Orientierung im Jahrslauf.

Aber ich orientiere mich seit geraumer Zeit sehr erfolgreich an den Reifenwechselintervallen des Ehepaars Grusegrimm. Nach deren Reifenwechselaktionen könnte man ganze Majakalender berechnen.

Nun kommt bald wieder die nächste Uhrumstellung auf uns zu. Ich schildere dem geneigten Leser einmal, wie wir das immer machen:
Weiterlesen

Schau Dir diese Urne an! – Man wird sie nicht verwenden können

Gestern Nachmittag gehe ich mit Töchterlein im MediaMarkt einkaufen. Irgendeine Folie fürs Handy benötigt die junge Frau. Ich bleibe natürlich bei Drohnen, Smartwatches und anderem Tinnef hängen.
Nach einer Weile wundere ich mich, wo das Mädchen sich herumtreibt. Hoffentlich hat sie nicht Teures entdeckt und kullert mich dann wieder mit ihren Riesenaugen an…

Doch ich finde die 20-jährige wie sie ganz ehrfürchtig vor einem Regal steh. Sie meint: „Papa, guck Dir mal diese Urnen an!“

Ich schaue und staune:
Weiterlesen

Dominic -7-

Die Ereignisse der nächsten Wochen überstürzten sich.
Dominic wurde im selben Krankenhaus in die gereatrische REHA-Abteilung verlegt.
Dort bezog er ein wunderschönes Einzelzimmer mit zwei großen Eckfenstern, einem Schreibtisch und Besucherstühlen.
Die Mahlzeiten nahm er gemeinsam mit anderen älteren Herrschaften im großen Eßbereich der Station ein.
Das Personal kam mir besonders fürsorglich und „altentauglich“ vor. Ich hätte mich dort wohlgefühlt.

Dominic beorderte zunächst Kevin zu sich und übergab ihm eine lange Liste. Auf dieser waren Dutzende von Gegenständen verzeichnet, die Dominic für sein weiteres Wohlergehen im Krankenhaus unbedingt benötigte. Da Kevin nur ein Fahrrad besaß und das Krankenhaus am anderen Ende der Stadt lag, bedeutete das, dass Kevin diese Sachen in ungefähr 22 Touren mit der Straßenbahn zu Dominic karren konnte.

Im Laufe von vier oder fünf Tagen sammelten sich unter anderem folgende Gegenstände im kleinen Zimmer auf der REHA-Station:

  • Laptop mit 2 PC-Lautsprechern, externer Tastatur, Funkmaus
  • 3 Greifzangen zum Aufheben von Gegenständen
  • 2 Wandbilder mit Ansichten aus Prag und Frankreich
  • 2 Dreibeinhocker für Angler
  • 2 Papierkörbe
  • 3 Bademäntel
  • 4 Paar Hausschuhe
  • 12 Paar Norwegersocken
  • 1 Extra Kopfkissen
  • 2 Wolldecken
  • 2 Stangen Zigaretten
  • einige Schraubenzieher und Zangen
  • ein Garderobenständer aus Holz
    Weiterlesen

Dominic -6-

Ganz zu Anfang dieser Geschichte berichtete ich von Dominics Sturz. In der ersten Woche war er in der Unfallchirurgie des Krankenhauses untergebracht.
Gut untergebracht, wie ich finde.
Ein schönes Zweibettzimmer, ein netter Zimmergenosse und ein durchaus leckeres und abwechslungsreiches Essen.

Ich führte es auf seine unfallbedingte Verwirrung zurück, dass Dominic mit alledem nicht zufrieden war.
Die Aussicht aus dem Fenster mißfiel ihm, weil er weder Berge, noch das Meer und auch keine Wälder sehen konnte. Ihm diesen Wunsch zu erfüllen, hätte eine deutliche Verschiebung der gesamten Stadt auf der Landkarte erforderlich gemacht.

Sein Zimmernachbar, ein gut Deutsch sprechender Bulgare mit türkischen Wurzeln, befand sich im Grunde nur auf der Flucht vor Dominic. Denn einerseits beschimpfte er ihn als Idioten und Kanacken, und andererseits erwartete er, dass der jüngere Mann ihm so an die 124 mal pro Tag irgendetwas anreichte, aufhob oder besorgte.

Vom wirklich guten Essen nahm Dominic nur wenige Bissen und schob es dann verächtlich weg. Stattdessen ernährte er sich von dem, was Kevin ihm brachte. Ahornsirup, Eis, Marmelade und Salzgurken.
Und Kevin musste Dominic viel bringen. Schon nach 7 Tagen sah das Krankenzimmer aus, wie Dominics Büro. Der Laptop, die Zusatztastatur, die Maus, ein Locher, ein Hefter und Schreibmaterial waren auf dem winzigen Klapptisch an seinem Bett aufgebaut.

„Die Ablage wächst mir sonst über den Kopf!“, war Dominics Argument.

Was kann ein 80-jähriger schon an Ablage haben, die viele Stunden des Tages bearbeitet werden will?

Dominic war kein Patient, er war der selbsternannte Herrscher über dieses Krankenzimmer.
So hatte ich ihn noch nicht erlebt. Mürrisch, herrisch, beleidigend.

Eine Ärztin mit polnischem Namen, aber einwandfreiem Deutsch bekam von ihm zu hören: „Wissen Sie was? Sie sollten sich der Mühe unterziehen und erst einmal richtig Deutsch lernen. Deutsch ist die Sprache Hölderlins und Goethes. Es lohnt sich wirklich, diese schöne Sprache zu erlernen. Das habe ich auch getan und mir hat es nicht geschadet.“

Schon am nächsten Tag wurde er auf eine andere Station verlegt. Neben der Ärztin hatten sich auch einige Schwestern (12 von 12) über ihn beschwert.
Ein schwieriger Patient.

Stephen Hawking ist tot

Stephen William Hawking war einer der größten Wissenschaftler aller Zeiten.
Er wurde am 8. Januar 1942 in Oxford, England geboren und war theoretischer Physiker und Astrophysiker. Von 1979 bis 2009 war er Inhaber des renommierten Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge.

Stephen Hawking lieferte bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, Allgemeinen Relativitätstheorie und der Physik der Schwarzen Löcher. Durch populärwissenschaftliche Bücher über moderne Physik ist er auch einem breiten Publikum außerhalb der Fachwelt bekannt geworden.
Weiterlesen

Wenn der Schnitter mit seiner Sense mächtig ausholt

Am Wochenende ist der Vater meines besten Freundes gestorben. Einen Tag später ist Dominic, mein alter Freund, gestorben. Der Vater einer guten Freundin liegt im Sterben. Eine gute Bekannte betrauert ihre Mutter.

Hätte ich einen, würde mein Beerdigungsanzug im Moment nicht mehr den Weg in den Schrank finden.

Bruder Hein hat mächtig zugeschagen.

Da kommt diese Mail genau zum richtigen Zeitpunkt:

Hallo Peter,

ich wollte dir einfach einmal Danke für deinen Blog und deine Geschichten / Berichte sagen, meine Mutter ist am Wochenende verstorben und durch die Geschichten / Berichte habe ich in vielen Bereichen mit Sicherheit anders reagiert, als wenn ich das noch nie gelesen hätte.

Ich konnte mich einfach noch einmal hinsetzen und die Zeit geniessen, habe mit ihr ein Konzert zu Ende gehört, und so ist der erste Abschied, die Beerdigung kommt noch, uns allen deutlich einfacher gefallen…

Du solltest wissen, dass es zumindest mir etwas gegeben hat.

Genau deshalb gibt es das Bestatterweblog.
Mit weit über 10.000 Artikeln ist es mittlerweile die umfangreichste Seite zum Thema Tod, Trauer, Bestattung und Menschsein.
Etwa die Hälfte der Texte sind Sachtexte mit überwiegend informativem Charakter. Viele weitere Texte sind Infotainment. In ihnen werden teils komplizierte Sachverhalte anhand von unterhaltenden Geschichten erklärt.
Und ein gewisser Teil der Texte sind einfach Geschichten rund um mich und meine Welt.

Diese Mischung aus Information und Unterhaltung soll genau das bewirken: Nämlich informieren und vor allem auch unterhalten.

Wenn das dann Menschen in ihrer Trauer etwas Halt gibt und ihnen Ängste nehmen kann, dann ist das Ziel dieser ganzen Arbeit erreicht.

Vielen Dank auch an alle Leser, die meine Texte durch ihre Kommentare auf so wundervolle Weise ergänzen und immer wieder zu spannenden Diskussionen einladen.

Krematorium behält Edelmetall

In verstorbenen Menschen können 50.000 Euro1 und mehr in Form von Edelmetallen enthalten sein.
Was passiert damit nach dem Tod der Menschen, vor allem wenn sie eingeäschert werden?

Was mit Schmuck und Wertgegenständen geschieht, die sich an einem Verstorbenen befinden, kannst Du hier nachlesen:

Der Verbleib von Kleidung und Schmuck von Verstorbenen

Doch wie sieht es mit Implantaten aus?
Allein eine Hüftgelenksprothese kann 3.000 bis 5.000 € kosten, wobei der reine Materialwert niedriger liegen dürfte.
Viele Menschen haben aber gleich mehrere solcher hochpreisiger Edelmetallimplantate. Hinzu kommen Implantate im Zahnbereich, unter anderem die vielbesprochenen Goldzähne.
Alles das kann sich auf bis zu 30.000 – 50.000 € summieren. Im Regelfall sind es aber meist 750 – 2.000 €, was den reinen Materialwert angeht.

Weiterlesen