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Pumuckls Mutter Ellis Kaut verstorben

Elisabeth „Ellis“ Kaut (* 17. November 1920 in Stuttgart) ist heute in München verstorben.
Die deutsche Kinderbuchautorin wurde insbesondere durch die Erfindung des Pumuckl international sehr erfolgreich.

pumuckl briefmarke

Kaut ist die Autorin der Geschichten über den Kobold Pumuckl, der bei Schreinermeister Eder allerlei Spuk in dessen Werkstatt treibt. Zunächst 1962 als Hörspiel vom Bayerischen Rundfunk gesendet, fanden die Pumuckl-Geschichten bei Kindern auch als Buch, Schallplatte/Kassette, CD oder DVD und als Fernsehserie Anklang. Insgesamt entstanden rund 100 Geschichten, in denen Pumuckl für Aufregung und Verwicklungen zuständig ist. Die 52-teilige Fernsehserie sowie die Hörspielreihe mit Alfred Pongratz und später Gustl Bayrhammer als Meister Eder und Hans Clarin, der Pumuckl seine Stimme lieh und 2002 selbst den Erben und Cousin des Meister Eder spielte, sorgten für bundesweite Bekanntheit der Figur. Wie Kaut in der Sendung Montagsmaler vom 22. November 1983 selbst erklärte, war „Pumuckl“ der ihr von ihrem Mann gegebene Spitzname.

Im oberbayerischen Ohlstadt entstand ein Pumuckl-Museum.

Bild: „Pumuckl stamp“ von drawn by Brian Bagnall, visual design by Barbara von Johnson, character concept by Ellis Kaut – scanned by User:Kungfuman. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons
Texte: Wikipedia

gemeldet von Henning und Sebastian

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Peter Wilhelm 24. September 2015


6 Kommentare von 141208.

  1. Hallo Peter,
    da ich im Tal der Ahnungslosen geboren wurde, ist mir der Pumuckl mit seiner Kreischstimme dereinst erspart geblieben. Denn als sich ihn dann später (zwangsläufig) per Television kennenlernte, konnte ich ihn schon von der ersten Minute an nicht leiden.
    …was überhaupt nichts mit der Autorin zu tun hat, sondern ganz einfach mit der Verfilmung.
    Möge Ellis Kaut in Frieden ruhen. Es gibt für mich nichts Schöneres, als Geschichten für Kinder zu erfinden!
    Gruezi
    Llu ♥

    • @Llu: Also Pumuckl auf seine Stimme zu reduzieren ist schon arg kurzsichtig… »Meister Eder und sein Pumuckl« war auch immer mehr, als „nur“ Kindergeschichte, ganz im Gegenteil: Charmant macht Pumuckl gerade auch den ach so nüchternen Erwachsenen bewusst, warum Kinder so sind, wie sie sind… Darüber hinaus ist in den Geschichten auf wunderbare Weise das „alte München“ präsent, ein München, das es heute bei all den Zuagroasten schon gar nicht mehr gibt… oder wer weiß heute in München schon noch, was ein Zamperl ist? Und so ist mit Ellis Kaut wieder mal jemand gegangen, der auf geniale Weise in Geschichten für Kinder auch den Erwachsenen etwas zu erzählen hatte… Wenn Sie „im Tal der Ahnungslosen“ geboren sind, mag es Ihnen verziehen sein, dass Sie bei Pumuckl nur Hans Clarins Stimme im Ohr haben, aber vielleicht wäre für Sie dann der Grundsatz „Si tacuisses, …“ doch besser gewesen.

      • @shivling: Jaaaa, da hast Du Recht. Aber es ist leider so, daß Pumuckl zuerst den bayerischen Kindern vom Hörfunk her bekannt war. Auch die Bilder- und Lesegeschichten hatten zuerst im süddeutschen Raum ihre Heimat.
        Die große „Berühmtheit“ erlangte der kleine Rotschopf aber erst mit der sehr schön gemachten Fernsehserie, vor allem mit dem unvergessenen Gustl Bayrhammer.

        Erst zu dieser Zeit stiegen die Buchverkäufe drastisch an.

        So ist es nicht verwunderlich, daß die überwiegende Zahl der Menschen, auch wenn sie nicht aus dem Tal der Ahnungslosen stammen, Pumuckl in erster Linie durch das Fernsehen kennen.
        Und was Kindern vielleicht sehr gefallen mag, nämlich die Stimme des ebenfalls unvergessenen Hans Clarin, wirkt auf so manchen Jugendlichen und Erwachsenen nur fürchterlich.

        Ich persönlich habe diese Kreischstimme, die Clarin dem Pumuckl gegeben hat, immer nur als Ohrenkrebs erzeugendes Schrillgeräusch empfunden. Der Amerikaner würde sagen, das war „overdone“.

        Aber die Geschmäcker sind verschieden.

      • @shivling:

        Nun ja, sehr geehrter Herr shivling,
        wenn Sie exactement gelesen hätten, was ich schrieb, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass ich lediglich die Verfilmung meinte.
        Bonum nox!
        Llu

  2. Hier! Ich weiß, was ein Zamperl ist – und noch mehr von meiner Geburtsstadt!

    Aber ich kenne meine Stadt immer weniger, wenn ich durch sie fahre – weiß-graue Betonklötze überall – unfreundliche Menschen überall – und und und!

    Frau Kaut hat das Glück, all dies nicht mehr sehen zu müssen! Ruhen Sie in Frieden!

  3. Damals wurde der Pupsnuckel in sämtlichen Sendungen im Voraus als etwas Geniales angekündigt. Nicht weil Hans Clarin in Hui-Buh ähnlicher Stimme (Hui-Buh, das Schloßgespenst, Hörspiel bzw. Geschichte, auch seine Stimme) frohlockte, sondern ob der für damalige Verhältnisse, komplizierten Technik.
    Eine Zeichtrickfigur so in einen Film einzubauen, sodass auch Bewegungen der Gegenstände usw. synchron zum Kobold passen, war wohl ziemlich kompliziert.

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