Bestattungshaus geschlossen

Das ist ja mal eine typisch amerikanische Geschäftsidee: Ein drive-through-Bestattungshaus.

So vom Auto aus konnte man dort am Schalter die Formalitäten regeln. Schnell und günstig.

Doch dann ging es abwärts mit dem Laden.

Zuerst mußte sich der Inhaber mit Korruptionsvorwürfen auseinandersetzen und schließlich wurde unter dem Wohnhaus eines seiner Fahrer noch seine verweste Leiche gefunden. Zustände wie in Amerika, kann man da nur sagen.

Das dieser Laden selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten schließen mußte, ist daher nicht weiter verwunderlich.

Hier geht es zum entsprechenden Artikel.

Immerhin hat das Drive-Thru-Bestattungshaus eine neue Verwendung als Gemeindehaus einer kleinen Kirchengemeinde gefunden und im ehemaligen Leichenwaschraum befindet sich heute die Küche.

Danke an Falk für den Tip.

Fehler durch Lektorin Anya bereinigt.

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  • Veröffentlicht am: 3. Mai 2008
  • 9 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

9 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Wenn ich das richtig gelesen habe, dann wurde die Leiche des früheren Inhabers dieses tollen Dienstleitungsbetriebes nach einem Selbstmord mit Frostschutzmittel und Tabletten unter dem Haus seines Fahrers gefunden.

  2. Ja, ja die Amis….
    Hier bei mir in PHX ist ein Sargladen direkt neben meinem Supermarkt.
    In einer Reihe mit Modeladen und Friseur….
    Dort stehen die tollsten Saerge, Urnen usw. im Fenster mit Blumendeko , offen, zu und ein Vogelaefig mit Voegeln die fuer Tierbestattungen werben.
    Die Besitzerin ist kein Bestatter sondern verkauft dort nur Saerge und die Bestatter muessen den „mitgebrachten Sarg “ nehmen.
    Das ganze ist neben einer Klinik und gegenueber von einem Funeral Home mit eigenem Friedhof !
    Mein Deuschland – Besuch ist immer erstaunt wenn wir in den Supermarkt gehen und sie den Laden sehen.

    Gruss aus USA
    Sylvia

  3. @Sylvia: Das ist doch eine perfekte Infrastruktur, das Leben der kurzen Wege.
    In Mannheim ist es aber auch nicht schlecht. Da liegt das Klinikum direkt neben dem Friedhof und es gibt auch eine kleine Schlupftür, für die diskrete Entsorgung.

  4. In Mannheim liegt das Klinikum zwar in der Nähe des Hauptfriedhofes, aber es ist doch nicht ganz so wie Werner es schreibt. Vier Fahrspuren einer vielbefahrenen Straße und eine Straßenbahntrasse trennen das Krankenhaus vom Friedhof. Eine kleine Schlupftüre gibt es da auch nicht.

    Vielmehr ist es so, daß im Klinikum Mannheim alle Leichen von den Stationen in das pathologische Institut des Krankenhauses gebracht werden, von wo die Beerdigungsinstitute sie dann abholen können. Da gibt es eine Kfz-Zufahrt mit Lademöglichkeit und einer Mauer als Sichtschutz. Die sowohl drei Meter hohe als auch drei Meter breite Doppeltür kann man kaum als „Schlupftür“ bezeichnen.

    Allerdings befindet sich in gleicher, wenn nicht näherer Entfernung zum Hauptfriedhof eine namhafte Brauerei und die zieht wohl ihr Wasser aus dem Boden. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, daß es da zu Kontaminationen zwischen dem Grundwasser des Friedhofes und dem sicher viel tiefer abgepumpten Bierwasser kommt, aber man sagt das in Mannheim scherzeshalber. XY Bier: Es kummt vunn der Leich! Zwee getrunge, drei geseischt!

  5. Wo sollte der Mitarbeiter denn auch mit der Leiche seines Chefs hin?
    Das Drive-thru war ja geschlossen

  6. Was ist denn bitte an dem Vornamen FALK so witzig? Falk ist ein gewöhnlicher anerkannter männlicher Vorname!
    Er stammt zwar ursprünglich nicht aus dem Deutschen, sondern eher aus dem skandinavischen Bereich.

    Mein Bruder heißt ebenso Falk und seitdem ich diese dämlichen Witzeleien mitbekommt, könnt ich aus der Haut fahren

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