Bonitätsprüfung und Finanzierung

Ich habe im Radio gehört, dass es eine Bestattungs-Finanzierung gibt. Man kann dann die Rechnung vom Bestatter dort einreichen und die überweisen das Geld an den Bestatter. Dann kann man bei denen in Raten zahlen. Ist das nicht sehr vorteilhaft?

Auf den ersten Blick scheint das eine gute Lösung zu sein und in einigen Ausnahmefällen kann das auch sinnvoll sein.

Jedoch bieten die meisten Bestatter von sich aus die Möglichkeit zur Ratenzahlung. Wichtig ist, daß man dem Bestatter von vornherein Aufschluß über die finanzielle Situation gibt und die Ratenzahlung gleich vereinbart. Es ist stets unerwünscht, erst bei Erhalt der Rechnung darüber zu sprechen. Kein Bestatter verlangt einen kompletten Einblick in die Finanzlage, es reicht, wenn man sagt, daß die Mittel nicht ausreichen und man einen Ratenzahlungsplan wünscht.

Hält man diesen Zahlungsplan ein, wird man zumeist ohne viele Formalitäten und großartige Zinsen die Sache bewältigen können.

Bei diversen Finanzierungssystemen kommt man allerdings um eine Bonitätsprüfung und ggf. Zinsen nicht herum, das gilt es zu berücksichtigen. Damit kommen solche Systeme insbesondere für diejenigen nicht in Frage, die ohnehin schon vom Schufa-Schicksal gebeutelt sind.

Es ist deshalb wichtig, schon beim ersten Gespräch die Karten auf den Tisch zu legen, weil der Bestatter dann – passend zur finanziellen Situation – Alternativen und kostengünstige Varianten vorschlagen kann.

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  • Veröffentlicht am: 19. Juli 2008
  • 5 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

5 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Immerhin gibts ja auch eine Bestattungsbeihilfe vom Sozialamt, wenn man selbst bzw. der Verstorbene so gar nichts in der Tasche hatte!

    Vielleicht gibts da ja noch eine Erläuterung vom Undertaker? :-)

  2. Das dauert aber ewig, bis das Sozialamt da mal zahlt, wenn es sich überhaupt dazu entscheidet zu zahlen…

  3. Seit dem Wegfall des Sterbegeldes bleibt vielen Menschen der unteren Einkommensschicht ja fast keine andere Möglichkeit, als eine Bestattung per Kredit bzw. Raten zu finanzieren. Den Sparzwang machen sich anscheinend auch einige Internetportale zu Nutze.

  4. Zwar sollte der, der die Bestattungskosten (fast) nicht tragen kann, zuerst zum Sozialamt gehen, und dann erst den Auftrag erteilen, doch was ist mit denen, deren Einkommen eine staatliche Unterstützung nicht zulässt? Deren Einkommen zu „hoch“ ist, den aber Schulden drücken? Wenn man da Teilzahlung mit dem Bestatter direkt vereinbaren darf ist das toll, wenn der das Risiko auf sich nimmt. Betrifft das dann nur die reinen Kosten des Bestatters, oder auch die Verwaltungskosten an das Friedhofsamt wie z.B. die hohen Grabgebühren? Warum sollte der das Geld für die Stadt vorstrecken?

  5. Nun… deswegen kann man doch heute aber auch schon Bestattungsvorsorge abschließen und wie wir alle sehen ist das wichtiger als je zuvor. Als mein Dad 1998 starb konnten wir ihm die anständige Beerdigung auch nur durch Auszahlung einer Versicherung bezahlen und mal so eben ein paar tausend Euro auf der Tasche hat wohl niemand, grad nicht in der heutigen Zeit.

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