Herzlich willkommen im Bestatterweblog

Bestatterweblog?
Was ist das? Ein Weblog nur für Bestatter?

Nein, das Bestatterweblog ist für jedermann. Es ist eine Sammlung von Geschichten und informativen Texten, die vom Grundansatz her etwas mit den Themen Bestattung, Tod und Trauer zu tun haben.
Dennoch ist dies kein Trauerportal, keine schwarz-düstere Seite, sondern ein durchaus unterhaltsames Internetengagement, das man am besten mit dem neumodischen Wort Infotainment beschreibt.

Dies hier ist nicht wirklich der allererste Artikel im Bestatterweblog, auch wenn er bei Deiner Suche nach dem Anfang als letzter oder erster Artikel im Jahr 2007 auftaucht.
Tatsächlich habe ich diesen Artikel am 1.1.2014 geschrieben, damit Du gleich von Anfang an verstehst, um was es geht und wie dieses Blog zustande gekommen ist.

Ich bin Peter Wilhelm, Baujahr 1959, verheiratet, zwei Kinder und lebe in der Nähe von Heidelberg.
Von Haus aus bin ich eigentlich eher an Geisteswissenschaften interessiert und habe auch irgendwann einmal den Beruf des Kaufmanns gelernt.
Und als solcher kam ich, wie man so gerne sagt, wie die Jungfrau zum Kinde, mit der Bestattungsbranche in Berührung. Viele Jahre arbeitete ich in der Branche, als Kaufmann, als Berater und über fast 10 Jahre als Inhaber eines eigenen Bestattungsinstitutes mit 14 Beschäftigten, einem Hauptgeschäft und zwei Filialen.

Zum Jahreswechsel 2004/2005 brachten familiäre und gesundheitliche Gründe es mit sich, daß ich meinen Betrieb aufgegeben habe und mich meiner eigentlichen Passion, dem Schreiben gewidmet habe.
Schon 2004 hatte ich begonnen, meine Erlebnisse als Bestatter in einem Blog festzuhalten. Auf irgendeinem Friedhof in England hatte ich einmal auf einem Grabstein die Inschrift „Pilfering pointless“ gelesen, was mich sehr amüsiert hatte; bedeutet das doch auf Deutsch nichts anderes als „Einbruch zwecklos“.

Diese Formulierung auf einem Grabstein fand ich so witzig, daß ich unter genau diesem Namen mein erstes Bestatterweblog startete.
Nun war aber die Zeit zwischen der Beendigung meiner Tätigkeit als Bestatter und dem Blog „Pilfering Pointless“ noch zu kurz, sodaß ich mich nicht recht daran wagte, die erlebten Geschichten aufzuschreiben.
Leider ist aus diesem ersten Blog auch nichts mehr erhalten.

Erst 2007 im April begann ich mit dem Text „Rittersporn für Kurt“, den man gleich als nächsten Artikel hier finden kann, das eigentliche Bestatterweblog unter der Domain BESTATTERWEBLOG.DE.
Die freundliche Erwähnung dieses „neuen“ Blogs in anderen Blogs und der Gewinn des Userpreises bei den Blog Awards der Deutschen Welle, sowie die Berichterstattung in Funk und Fernsehen sorgten dafür, daß das Bestatterweblog gleich von Anfang an eine gewisse Schar an Lesern anzog. Einige davon lesen heute noch regelmäßig mit.

Nun war aber auch 2007 nicht so weit von 2004/2005 entfernt und ich wollte doch so gerne über meine Erlebnisse und die erfahrenen Schicksale berichten, auf der anderen Seite aber unter allen Umständen vermeiden, daß die betroffenen Personen in irgendeiner Weise düpiert oder bloßgestellt werden.

Also griff ich die Idee meiner Ehefrau, in weiteren Texten stets „die Allerliebste“ genannt, auf, und begann das Weblog unter dem Pseudonym „Undertaker Tom“.
Ohne Nennung eines Ortes und meines richtigen Namens war es nun leicht möglich alles aufzuschreiben, was mir widerfahren war.
Die Namen der handelnden Personen, sowie die Orte und Berufe habe ich stets so klug verändert, daß sich auch bis heute (10 Jahre später) noch nie jemand wiedererkannt hat oder sich hier vorgeführt fühlte.

Manch einer mutmaßte am Anfang, Undertaker TOM sei eine Kunstfigur, erfunden vom Bestatterverband; andere vermuteten eine von einem Verlag bezahlte Redaktion hinter dem unbekannten „Tom“.
Wieder andere unterstellten, Tom wolle mit diesem Blog nur darauf hin arbeiten, um ein Buch auf den Markt zu bringen.

Die Wahrheit ist aber ganz anders und doch wieder ganz ähnlich, zumindest was die letzte Behauptung anbelangt.

In meinem Leben habe ich viele Berufe ausgeübt, aber immer als Journalist geschrieben. Für Fachzeitschriften, Zeitungen und Verlage hatte ich schon hunderte, wenn nicht tausende Artikel verfaßt.
Und ein Buch mit satirischen Geschichten war auch schon längst erschienen („Zum Hieressen oder zum Mitnehmen? Taschenbuch: 240 Seiten, 10. September 2006, ISBN-10: 3935982135 ISBN-13: 978-3935982139).

Mit dem Bestatterweblog verfolgte ich in erster Linie aber ganz andere Ziele.
Einerseits wollte ich einmal als Bestatter den Menschen alles das erklären, was ein Bestatter so macht, was mit den Leuten nach dem Tod passiert und was die Hinterbliebenen und die Bestatter so alles erleben.
Zum anderen sind mir wahnsinnig viele interessante Schicksale begegnet, von denen ich gerne erzählen möchte.

Nachdem hier in diesem Blog die ersten längeren Geschichten erschienen waren, wurde dann auch schnell der Ruf nach einem Buch laut. „Mensch, Du erzählst so gut, ich würde das gerne alles meiner Mutter oder meinem Vater erzählen, aber die haben kein Internet, mach doch mal ein Buch daraus!“
So oder so ähnlich wurde es immer wieder an mich herangetragen.

So kam es, daß schon nach kurzer Zeit, immer noch unter dem Pseudonym „Tom“ in einem kleinen Verlag das erste Buch „Gestatten, Bestatter! – Geschichten die das Sterben schrieb“ erschien.
Schon einen Tag nach dem Erscheinen war die erste Auflage komplett ausverkauft.
Das Buch wurde ein ganz außerordentlicher Erfolg.

Gleich drei Verlage wandten sich innerhalb einer Woche an mich und wollten die Rechte an diesem Buch kaufen, um es ganz groß herauszubringen.
Da ich mich auf dem Buchmarkt aber nicht auskannte, bewarb ich mich bei der renommierten Literaturagentur Schlück und hatte das große Glück, dort angenommen zu werden.
Mein Literaturagent wählte unter den Verlagsangeboten das geeignetste Angebot aus, handelte ein gutes Honorar und gute Bedingungen aus und ein Jahr später erschien der Folgeband „Gestatten, Bestatter – Bei uns liegen Sie richtig!“ im Verlag droemer-knaur.

Das zweite Buch basierte im wesentlichen auf dem ersten, war aber komplett überarbeitet und mit weiteren, neuen und bisher unveröffentlichten Geschichten ergänzt, weshalb beide Bücher als eigenständige Werke gesehen werden.
Es folgten dann der Band „Darf ich meine Oma selbst verbrennen?“ und 2013 das Buch „Wer zu uns kommt, hat das Gröbste hinter sich“.
Gleichzeitig erschien auch die polnische Ausgabe von „Gestatten, Bestatter“, sodaß aktuell (Januar 2014) mit der polnischen Ausgabe 6 Titel von mir erschienen sind.
Nicht mitgezählt sind hier Aufsätze für Fachbücher, Beiträge in Büchern anderer Autoren, sowie zwei Romane als Ghostwriter.
Außerdem sind von meinen Büchern jeweils noch Nebenausgaben für Buchclubs erschienen.

Das alles erzähle ich, damit Du als Leser, der Du Dich vielleicht jetzt von Anfang an durch das Bestatterweblog durcharbeiten möchtest, so wie sehr viele Menschen das tun, verstehen kannst, warum am Anfang die Leute so viel Rätselraten um meine Person und die Umstände veranstalten und warum dann auf einmal mein richtiger Name auftaucht und alles Geheimnisvolle aufgelöst wird.

Mit dem Erfolg als Autor der Bestatterbücher wurde es nämlich unvermeidbar, daß ich in Radio, Fernsehen und Zeitungen präsent sein mußte. Und das konnte ich ja schlecht immer mit einem Sack über dem Kopf als geheimnisvoller, anonymer Undertaker Tom tun.

Deshalb veranstaltete ich vor einigen Jahren ein Fan- und Lesertreffen in Forchheim und stellte mich dort in persona vor.
Das erleichterte mir von da an den Umgang mit den Medien und auch mit meinem Lesern.

So, nun verfügst Du von Anfang an über genügend Hintergrundwissen, um getrost das ganze Blog von Anfang an durchstöbern zu können.

Dabei wünsche ich Dir gute Unterhaltung und viel Information!

Fehler durch Lektorin Alexandra bereinigt.

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  • 2. Januar 2007 - 2 Kommentare - Lesezeit ca.: 6 Minuten - Kategorie: Internes

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Veröffentlicht von

Hier erzählt und informiert der Schriftsteller Peter Wilhelm. Der Sachverständige ist Chefredakteur von "Bestatter heute". Der Satiriker veröffentlicht Satiren und
Produkttests. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor finden Sie u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

peter wilhelm autorenlesung

Peter Wilhelm
Peter Wilhelm6. Dezember 2016

2 Kommentare von 137849.

  1. Lieber Peter!
    Hab schon lange das ganze Bestatterweblog durchgelesen. Hab vielen Dank und weiter so.
    LG Elke.
    P.S. Gummibärchen
    oder Marshmallows?

  2. Wie alles begann … hmhm. Interessant.
    Und toll, dass Du bei der Stange geblieben bist, Peter!

    Liebe Grüße von deiner langjährigen Faennin
    Llu ♥

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