Liebster-Award

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Awards, Stöckchen, Blogrunden, Blogkarneval …
Das sind Internetaktionen, die sich innerhalb der so genannten Blogosphäre einer gewissen Beliebtheit erfreuen.
Jemand initiiert eine solche Aktion und schickt meist mehr oder weniger Fremden eine Aufforderung zu, dies oder das zu schreiben und auf bestimmte Blogs zu verlinken. Dafür darf man sich dann als Teil von Kleinbloggershausen fühlen und bekommt manchmal einen netten Button, der der Welt kundtut, daß man da mitgemacht hat.

In der Anfangszeit der Bloggerei habe ich diesem Treiben amüsiert zugeschaut, als dann jedoch eine Aktion die Runde machte, die das Füßchen-Stöckchen hieß und bei der diejenigen, die das Stöckchen zugeworfen bekamen, ihre Füße fotografieren mußten, habe ich mich aus diesem Treiben ausgeklinkt.
Schöne Frauenfüße, vor allem wenn sie in nicht zu sehr bedeckendem Schuhwerk stecken, üben ja auf viele Männer einen gewissen Reiz aus, wie alle weibliche Körperlichkeit, wenn sie schön zur Schau getragen und nicht in reiner Gynäkologenpose präsentiert wird. Aber was man im Rahmen diesen Füße-Wettbewerbs zu sehen bekam, waren dann doch eher mecklenburgische Sauerkrautstampfer …

Nun denn, Machermama vom Mama-mach-mal-Blog hat mich für einen solchen Award nominiert, in dem man keine Füße knipsen muß, sondern Fragen beantworten und dann wiederum eine ganze Reihe von schwächer besuchten Blogs nominieren soll.
Ausnahmsweise, weil Machermama so nett gefragt hat, beantworte ich die Fragen. Ich kenne aber zu wenige andere Blogs und wüßte auch nicht, welche da viel oder wenig besucht werden. Wer will, kann seinen Blog mit URL einfach in einen Kommentar zu diesem Artikel hier schreiben.

Die Aufgabenstellung war diese hier:

Mache einen Post auf deinem Blog und verlinke die Person, die dich nominiert hat
Beantworte die 11 Fragen
Suche dir dann deine 10 Lieblingsblogs aus, die unter 200 Lesern haben
Denke dir ebenfalls 11 Fragen
Schreibe deinen getaggten Blogs, dass sie den Award gewonnen haben

Und das sind die Fragen, die ich beantworten soll:

Ich verlinke gerne auf „Mama mach mal!“

1.) Warum heist dein Blog so wie er heist?

2.) Wer ist die Person, die dein Leben am stärksten geprägt hat?

3.) Wo siehst du dich in 2 Jahren?

4.) Was ist dein größter realistischer Traum den du dir in deinem Leben erfüllen willst (oder schon hast)

5.) Wird man dich in 100 Jahren noch kennen aufd er Welt? Wenn ja, warum/wofür?

6.) Katze oder Hund?

7.) Buch oder E-Book-reader?

8.) Eis oder Milchshake?

9.) Spielst du online Spiele? Wenn ja welche bzw welcher Art?

10.) Wenn du auf mer Kirmes bist, wo bleibt das meiste Geld? Essensstände oder Fahrgeschäfte?

11.) Wenn du zu einem anderen Thema bloggen müsstest. Welches wäre das?

Hier nun meine Antworten:

1.) Warum heist dein Blog so wie er heist?

Das Bestatterweblog hieß erst gar nicht Bestatterweblog, sondern „pilfering pointless“, was soviel bedeutet wie „Einbruch zwecklos“. Ich wählte diesen Namen, weil ich ihn mal auf einem englischsprachigen Grabstein eines Schlossers las.
Als ich dann regelmäßig nicht nur über dies und das, sondern fast ausschließlich über Themen rund um das Bestattungswesen zu schreiben begann, erschien mir der Name Bestatterweblog griffiger.

2.) Wer ist die Person, die dein Leben am stärksten geprägt hat?

Eine solche Person gibt es nicht. Ich könnte jetzt sagen „der Dalai Lama“ oder so was, aber das würde nicht stimmen.
Ich bin das Produkt einer lebenslangen Beeinflussung durch andere Menschen. Mein innerstes Ich hat im Laufe der Zeit einen gutmütigen aber komplizierten Charakter ausgeformt, der sich aufgrund der langen Zeit, die ich schon lebe, vielleicht auch nur aus Faulheit oder aus Mangel an Beweglichkeit, nicht mehr gar so viel ändert. Aber immer und überall zerren Leute und Einflüsse daran herum, und versuchen mich in gewisser Weise zu prägen.
Jean-Jacques Rousseau sagte einmal: „Die Menschen sind böse; eine traurige und fortdauernde Erfahrung erübrigt den Beweis; jedoch, der Mensch ist von Natur aus gut, ich glaube, es nachgewiesen zu haben; […] Man bewundere die menschliche Gesellschaft, soviel man will, es wird deshalb nicht weniger wahr sein, dass sie die Menschen notwendigerweise dazu bringt, sich in dem Maße zu hassen, in dem ihre Interessen sich kreuzen, außerdem sich wechselseitig scheinbare Dienste zu erweisen und in Wirklichkeit sich alle vorstellbaren Übel zuzufügen.“ That’s it!

3.) Wo siehst du dich in 2 Jahren?

Que Sera, Sera,
Whatever will be, will be
The future’s not ours, to see
Que Sera, Sera
What will be, will be.

4.) Was ist dein größter realistischer Traum den du dir in deinem Leben erfüllen willst (oder schon hast)

Ich träume immer noch davon, eines Tages mal vor dem Empire State Building auf dem Boden auf dem Rücken zu liegen und nach oben zu schauen.
Aber einerseits machen mir die Amis zu viele Zicken, bevor man in ihr Land reisen darf und andererseits habe ich Angst, daß das Gebäude just in dem Moment von einem Verkehrsflugzeug getroffen wird.
Deshalb träume ich lieber weiter davon, eines Tages mal einen Rolls Royce in einem guten Zustand zu besitzen. Träumen darf man ja.

5.) Wird man dich in 100 Jahren noch kennen aufd er Welt? Wenn ja, warum/wofür?

Jedem Menschen ist eine kurze Weile auf dieser Erde zugemessen und wir haben nicht den Funken einer Ahnung oder Vorstellung davon, warum das so ist, wo wir eventuell her kommen und wohin das, was wir als Seele bezeichnen, eigentlich geht.
Wir alle lieben die schönen Libellen, doch ist das, was wir an ihnen lieben, das kürzeste Stadium ihres Lebens. Die meiste Zeit verbringen sie als gefräßiges, häßliches Unterwasserinsekt. Ist es vielleicht bei uns auch so, daß das, was wir für das Bedeutsamste an unserem Sein halten, nur eine Episode ist, die -von höherer Warte betrachtet- unbedeutend ist?
Das was wir hier tun, kann also möglicherweise die Vor- oder End- oder Zwischenstufe für etwas ganz anderes sein, man weiß es nicht.
Für das Hier und Jetzt, das einzige das wir überblicken können, würde ich mir wünschen, daß ich mit meiner Kunst irgendwann mal so vielen Leuten eine so große Freude machen kann, daß man sich vielleicht auch in hundert Jahren noch an mich erinnert.
Aber das ist ein Wunsch, der auf die Menschen als unbekannte Masse abzielt. Viel wichtiger wäre mir, daß meine Urenkel noch erfahren, was ich für einer gewesen bin.

6.) Katze oder Hund?

katzundhund

Ja.

7.) Buch oder E-Book-reader?

Bücher sind aus Papier, auf einer Seite gebunden und auf den anderen drei Seiten offen, damit man sie umblättern kann.

8.) Eis oder Milchshake?

Eis im Milkshake. Was ist ein Milchshake? Entweder Milchschüttel oder Milkshake.

9.) Spielst du online Spiele? Wenn ja welche bzw welcher Art?

Ich spiele eigentlich überhaupt keine Computerspiele oder so. Das kostet mich alles zu viel Zeit.
Früher habe ich mal Spaß an den Sims gehabt. Ab und zu spiele ich auf dem iPad einen Bubbleshooter.
Online spiele ich gar nicht. Das heißt: In letzter Zeit habe ich ein bißchen Quizduell gespielt, aber die Lust verloren, als Herr Pillemannawa ins Spiel kam.

10.) Wenn du auf mer Kirmes bist, wo bleibt das meiste Geld? Essensstände oder Fahrgeschäfte?

Mein Opa sagte immer: „Auf der Kirmes, im Zirkus, im Kino und auf Kommunistenversammlungen holt man sich Läuse.“
Ich bin als Jugendlicher gerne ins Kino gegangen, heute ist es mir dort zu laut. Zu den Kommunisten hat es mich nie hingezogen. In den Zirkus gehe ich alle paar Jahre mal, aber mehr um die die am Existenzminimum krauchenden Zirkusleute zu unterstützen.
Auf die Kirmes hingegen gehe ich jedes Jahr, meine Frau ist ein Fan solcher Veranstaltungen.
Ich selbst gebe Geld für eine Bratwurst und ein Softeis mit Schokofettglasurüberzug aus.

11.) Wenn du zu einem anderen Thema bloggen müsstest. Welches wäre das?

Andere Leute, insbesondere Frauen.

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  • 3. Juni 2014 - 4 Kommentare - Lesezeit ca.: 6 Minuten - Kategorie: Allgemein

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Veröffentlicht von

Hier erzählt und informiert der Schriftsteller Peter Wilhelm. Der Sachverständige ist Chefredakteur von "Bestatter heute". Der Satiriker veröffentlicht Satiren und
Produkttests. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor finden Sie u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
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peter wilhelm autorenlesung

Peter Wilhelm

4 Kommentare von 137586.

  1. Vielen Dank für die wirklich interessanten Antworten auf meine Fragen. Und vor allem vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast!
    Habe da nich wirklich mit gerechnet. Darum freut es mich um so mehr.
    Dein Haustierpärchen ist ja wirklich supersüß und farblich abgestimmt! War das Zufall oder bewusste Anschaffung nach Farbauswahl?
    Liebe Grüße
    machermama

  2. Ins Empire State ist doch schon mal ein Flugzeug reingerauscht. War aber solide genug gebaut, um das zu überstehen (das Gebäude, nicht das Flugzeug).

    Und die Amis fressen einen schon nicht, solange man nicht 150 Kilo hat :D

    Sie lassen einen nicht nur rein, sondern sogar wieder raus.

    Souveräne Antworten. Würde ich mir schwerer tun, da die Personen, die mein Leben am meisten geprägt haben, einen *negativen* Einfluß hatten…

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