Dominic -4-

Excel-Tabellen führen, das ist eine von Dominics Hauptbeschäftigungen. Will man wissen, wie sich der Verbrauch an Klopapier in seinem Haushalt in den letzten 12 Jahren verändert hat, und wie der Verbrauch in 344 Jahren einmal sein wird: Dominic hat eine Excel-Tabelle, die genau das ausrechnet. Nun ist Dominic aber ein Internet-Ausdrucker. Von jeder Mail, von jeder Bestellung, von jeder Excel-Tabelle fertigt er Ausdrucke an. Stapelweise.
Und um diese Unfluten an unnötigem Papier bewältigen zu können, dafür gibt es Kevin.

Kevin wohnt in der Nachbarschaft, ist leise, schüchtern und von einem eher devoten Naturell. Wie sich die beiden kennenlernten, entzieht sich meiner Kenntnis, jedenfalls ist Kevin so etwas wie der Laufbursche von Dominic. Kevin hier, Kevin da, Kevin dort…
Der Junge schreibt jeden Tag die Stände der Wasserzähler, des Stromzählers und der 126 Thermometer in Dominics Wohnung auf, Dominic verarbeitet das zu Excel-Tabellen und Kevin heftet das dann ab. Auch Einkäufe, Geldholen am Automaten, Wege zur Apotheke und diverse andere Besorgungen übernimmt der Junge.
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Dominic -3-

Seine Lebensmittel bezieht Dominic über einen Tiefkühlheimlieferdienst und REWE. In schöner Regelmäßigkeit bestellt er online dort, was ihm beliebt, und nette Männer liefern ihm das dann geschwind ins Haus.
Sagte ich geschwind? Nun ja, diese Dienste liefern schnell, aber keiner dieser Männer kam je unter einer Stunde wieder von Dominic los. „Machen Sie dies! Machen Sie das bitte so! Möchten Sie einen Kaffee? Habe ich Ihnen schon erzählt…? Wären Sie bitte so freundlich…? Könnten Sie eventuell…? Habe ich Ihnen schon erzählt…? Ach, seien Sie doch so nett…, Und Habe ich schon erzählt…?“

Ja, und mit diesen Bestellungen und dem Aufbau dieser Onlineshops offenbart sich ein ziemliches Problem.
Betrachten wir uns doch einmal, wie ich oder unsereins so einkaufen geht.
Wir haben in der Küche eine Kühl-Gefrierkombi mit weißen Türen. Daneben baumelt ein abwaschbarer Filzstift und alles, was uns so an Bedarf in den Sinn kommt, wird auf dem Kühlschrank notiert. Davon macht Papa dann samstags ein Foto und geht dann mit Töchterlein die Sachen kaufen.

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Dominic -2-

Über die langen Abende mit Dominic schrieb ich ja schon.
Begonnen hatte alles damit, daß er mich eines Tages zum Essen eingeladen hatte. Wie viele Ältere, die noch einen regen Umgang mit dem Computer pflegen, neigt Dominic dazu, seine Mails überaus aufwendig zu gestalten. Mit der Auswahl der richtigen Schriften, dem Heraussuchen passender Bilder und der Formulierung muß er Stunden zugebracht haben.
Dazu paßt, daß er eines Tages zu mir sagte: „Ich war heute voll im Stress, ich mußte drei Mails schreiben, da bin ich den halben Tag nicht vom Computer weggekommen.“

Seine erste Mail an mich war aber denkbar knapp: "Rotwein oder Weißwein? Gerne Montag Abend, es gibt Fisch."

Ich nahm die Einladung an, war neugierig und wurde auf das Beste bewirtet. Fisch und Beilagen kamen aus dem Backofen, der Rosé-Wein (ich hatte mich nicht entscheiden können) war klasse und zum Nachtisch gab es Eis, damit kriegt man mich immer.
Die Welt wäre, meiner Meinung nach, um nichts ärmer, gäbe es beispielsweise keine Zimtkaugummis mehr, ich könnte auch auf Schweinsfüße in Aspik, Pepsi-Cola, rotbittere Salatblätter, Burger King und grobe Leberwurst prima verzichten, aber Eis – Eis muß sein.
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Leichenschmaus

platte mit schnittchen

Es muß nicht immer Kaviar sein.

Hallo,

folgende Frage: Meine Mutter ist vor geraumer Zeit gestorben und eingeäschert worden. Die Urnenbeisetzung sollte ohne Familie erfolgen. Darum kümmern wollte sich meine Schwester.
Allerdings ist sie bei der Organisation irgendwie auf halbem Weg steckengeblieben. Jedenfalls hat die Friedhofsverwaltung sich nun gemeldet, daß sie wieder Platz im Regal brauchen und wann denn nun mal die Beisetzung der Urne wäre?
Nein, natürlich haben sie das nicht so gesagt, aber das ist das Problem: Seit Mai steht die Urne dort und ist noch nicht im Grab gelandet!
Da ich normal nicht an Gräber gehe, sondern so an meine Verstorbenen denke, wußte ich das nicht. Dachte, das sei längst passiert.
Nun habe ich alles in die Hand genommen und Ende des Monats ist nun die Beisetzung.

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Warum sind da Käfer auf dem Grab?

Guten Abend Herr Wilhelm,

heute war ich am Grab meiner verstorbenen Großmutter.
Dort krabbeln ein Haufen rote Käfer rum. Sie starb Ende 2001. Was ist da los? Ist da was eingebrochen oder liegt das an dem Efeu oder Erde auf dem Grab?
Muss man da etwas gegen machen?

Vielen Dank, wenn Sie mir antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Ps: Habe herrausgefunden, das es keine Leichenkäfer oder sowas waren, sondern Feuerswanzen

Du hast Recht, es sind wahrscheinlich Feuerwanzen.

Von André Karwath aka Aka – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=205430

Diese Tiere sind harmlos. In Obstplantagen oder im Garten können sie lästig werden, aber auf dem Friedhof sind sie sicherlich keine Schädlinge.
Sie kommen oft in großen Gruppen vor und zeigen sich dann meist sehr aktiv.
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Verstorbener war 20 Tage lang im Wald

Sehr geehrte Damen und Herren,

toll, dass es so eine Plattform hier gibt. Ich habe nur eine interessante Frage an Sie:
Vor kurzer Zeit gab es bei einem Bekannten von mir einen Suizid durch Erhängen. Diese Person hang bei 25-30 Grad Außentemperatur mitten im Wald genau 20 Tage lang.
Wie sieht so ein Mensch nach so einer Zeit bei solch einer sommerlichen Temperatur aus?

Besten Dank in Voraus

Herzlichen Dank für Ihre Anfrage.
Verstorbene verändern sich abhängig von Zeit, Aufbewahrungsbedingungen, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Weiterlesen

Solidar Sterbekasse auf Wachstumskurs

-Pressemitteilung-

Positive Geschäftszahlen per 31.12.2016

Aktuell legte der Vorstand der Solidar seinen Mitgliedervertretern den Geschäftsbericht per 31.12.2016 vor.
Die Anzahl der Mitglieder konnte um 12.328 Personen auf 93.259 gesteigert werden. Die Summe der versicherten Sterbegelder erhöhte sich auf € 333 Mio, das operative Geschäftsergebnis des Jahres 2016 beläuft sich auf stolze € 4,8 Mio.
Die Versammlung der Mitgliedervertreter nahm dieses Ergebnis im Jahrhunderthaus an der Alleestr. in Bochum mit Zufriedenheit und großem Beifall entgegen.

© Solidar

Die gute Geschäftsentwicklung in 2016 resultiert – neben einer soliden und langfristig ausgerichteten Kapitalanlage – aus organischem Wachstum sowie der Übertragung von zwei anderen Sterbekassen aus Wuppertal und Schwerte auf die Solidar.
Es wurde von den Mitgliedervertretern beschlossen, dass die verteilungsfähigen Gewinne der vergangenen drei Jahre direkt den Mitgliedern zu Gute kommen.
Alle Versicherten erhalten zusätzlich zur Garantieverzinsung eine Bonifizierung, die bis zu 2% p.a. der angesparten Gelder beträgt.
Darüber hinaus wurde die Verlängerung von Beitragsrabatten und Gewinnzuschlägen beschlossen. Hierin kommt der solidarische Gedanke dieses Versicherungsvereins zum Ausdruck, da sämtliche Überschüsse direkt und indirekt den Mitgliedern zu Gute kommen.

„Unsere einfach gehaltenen und für jedermann verständlichen Sterbegeldprodukte erfreuen sich steigender Beliebtheit“ stellt der Vorstandsvorsitzende Klaus Reimann fest.  Offenbar hebt sich die Solidar damit deutlich von den Wettbewerbern ab, die stark durch die  Niedrigzinsphase  sowie eine straffere Regulierung durch die Aufsichtsbehörden leiden.

Große Bedeutung hat das Thema Generationenberatung in der Solidar. Viele Bochumer Bürgerinnen und Bürger die bei der Solidar Mitglied sind nehmen das Beratungsangebot zu Themen wie Vorsorge- und Betreuungsvollmacht, Patientenverfügung und finanzielle Vorsorge wahr. Eine Mitarbeiterin der Solidar ist IHK zertifizierte Generationenberaterin und kann fundierte Ratschläge zu diesen Themen geben.

Die Solidar zählt zu den führenden Sterbekassen in Deutschland und hat ihre Wurzeln als betriebliche Vorsorgeeinrichtung für die Mitarbeiter des Bochumer Verein sowie von Krupp Stahl. Heutzutage ist die Solidar für alle Interessenten geöffnet und ist eine sinnvolle Alternative zu den Angeboten der großen Versicherungskonzerne.

Link zur Solidar Sterbegeldversicherung

Glen Campbell verstorben

Glen Campbell ist verstorben.

Glen Travis Campbell (* 22. April 1936 in Delight, Arkansas; † 8. August 2017 in Nashville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country-Sänger und Gitarrist sowie gelegentlicher Schauspieler. Er konnte in seiner langen Karriere über das Genre Country hinaus zahlreiche Erfolge vorweisen und verkaufte über 45 Millionen Alben. Zu seinen bekanntesten Titeln zählen Rhinestone Cowboy, Gentle on My Mind und By the Time I Get to Phoenix.

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