Die Sau auf der Bühne

Ein literarischer Abend mit Peter Wilhelm ist immer eine nette Sache.

Damit aber so ein Abend mit mir als vortragendem Künstler auch erfolgreich verläuft, gibt es auf meiner Autorenseite Bühnenhinweise und einen Künstlervertrag zum Downloaden.
Ich schreibe da alles ganz genau auf, damit die Veranstalter wissen, wie ich es haben möchte und damit keine Mißverständnisse passieren.

Immer wieder müssen diese Hinweistexte überarbeitet werden, weil wieder jemand etwas nicht wußte, nicht verstanden hat oder nicht wahrhaben wollte.
Früher stand da einmal „Es wäre schön, wenn Herr Wilhelm nach dem langen Tag und der Veranstaltung noch eine Mahlzeit einnehmen könnte.“

Die, die es richtig gemacht haben, haben einfach einen Tisch in einem nahegelegenen Ratskeller oder Güldenen Krug reserviert.
Die, die es haben wollten, sind gemeinsam mit mir essen gegangen und haben die Gelegenheit zum Ausfragen und Unterhalten genutzt.
Die, die es nicht verstanden haben, haben mir eine dampfende, halbe Sau mit Sauerkraut direkt auf die Bühne gebracht, weil sie dachten, ich wollte vor dem Publikum was essen.

Wir haben das jetzt erneut umformuliert.

Nun schreibt mir aber der Vorsitzende einer kirchlichen Gruppe, die Texte seien nicht zu verstehen und sehr anspruchsvoll und fordernd.

Ich möchte Euch bitten, da doch mal drüber zu kucken und mir zu schreiben, ob das wirklich so schwer zu verstehen ist und ob es wirklich frech und anspruchsvoll klingt.

Hier kann man das alles nachlesen.

Da ging die Seebestattung in die Dose

Toter Opa am Strand wieder aufgetaucht

So titelt die BILD gewohnt flapsig und trifft dennoch den Pudel am Kern mitten ins Knopfloch.

Die Urne des eingeäscherten Opa Larry war von einer deutschen Seebestattungsreederei in der Nordsee beigesetzt worden.
Zunächst scheint sie auch untergegangen zu sein.

Doch geraume Zeit später schwamm die Urne wieder auf und tat eben nicht das, was sie hätte tun sollen, nämlich sich auflösen. Stattdessen dümpelte sie so lange in den Wogen des Meeres, bis sie eines Tages an der dänischen Küste strandete.

Jeder Branchenkenner, der das liest, sagt sofort: Dann haben die nicht die richtige Urne genommen!
Und genau so war es.
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Müssen Trauerkarten so viel kosten?

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Wenn ein lieber Mensch stirbt, möchte man häufig, daß Verwandte und Bekannte, sowie Arbeitskollegen vom Tod dieses Menschen erfahren. Vielleicht möchte man sie auf diese Weise einfach nur benachrichtigen, eventuell möchte man sie aber auch termingerecht zur Beerdigungsfeier einladen.

In früheren Zeiten ging der Leichenbitter, also derjenige der zur Leich‘, zur Leichenfeier bittet (daher das Wort Leichenbittermiene), durch die Straßen und rief den Tod eines Menschen aus. Vielfach wurden auch sogenannte Partenzettel, also Hinweiszettel mit den Lebens- und Sterbedaten, an speziellen Aushangbrettern angebracht.

Seitdem die Menschen aber nicht mehr in der Mehrheit ihr Leben in ein und demselben Dorf verbringen, ist es notwendig geworden, Totenbriefe zu verschicken. In Großstädten und aufgrund der gestiegenen nachbarschaftlichen Anonymität auch in kleineren Gemeinden, gibt man alternativ oder zusätzlich noch eine Todesanzeige in der Zeitung auf.

Auch Kirchen- und Wohngemeinden veröffentlichen oft die aktuellen Sterbefälle.
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Seniorin erfährt erst zufällig von Beerdigung des Sohnes

Es ist schon manchmal schier unglaublich, daß in der heutigen Zeit solche Dinge noch vorkommen:

Eitorferin erfährt nur per Zufall vom Tod ihres Sohnes
Zwei Wochen nach dem Tod ihres Sohnes erhält eine Eitorferin ein privates Beileidsschreiben und erfährt so von seiner Beerdigung in Aachen. Offiziell wurde sie nicht informiert. Nun soll sie auch noch kräftig zur Kasse gebeten werden.

Quelle und mehr hier: http://www.rundschau-online.de/rhein-sieg/schlamperei-der-behoerden-eitorferin-erfaehrt-nur-per-zufall-vom-tod-ihres-sohnes-,15185860,31878860.html
und hier: http://www.ksta.de/obere-sieg/schlamperei-der-behoerden-eitorferin-erfaehrt-nur-per-zufall-vom-tod-ihres-sohnes-,15189214,31878860.html

Jetzt wehrt sich die Seniorin gegen die 1.000 € Mehrkosten die durch die Behördenschlamperei verursacht wurden:

http://www.rundschau-online.de/rhein-sieg/beerdigung-durch-zufall-vom-tod-des-sohnes-erfahren—mutter-wehrt-sich-gegen-kostenbescheid,15185860,32011022.html

Die schier unglaubliche Rechnung

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Heute meldet sich ein Verbraucher in meiner Sprechstunde und legt eine Bestatterrechnung aus dem Rheinland vor.
Dabei sind mir beinahe vor Staunen die Augen aus dem Kopf gefallen.

Zunächst einmal mokierte sich der Kunde darüber, daß man nach den ersten Gesprächen grob von Gesamtkosten von immerhin stolzen 4.000 € ausgegangen ist, jetzt aber die Bestattung satte 5.033,- € kosten soll.
Der Sarg beispielsweise wurde im ersten Gespräch mit 450 € angeboten, schlägt dann aber auf der Rechnung mit 620 € zu Buche.
Da der Bestatter keine Urne zu einem adäquat günstigen Preis anbieten konnte, hatten sich die Leute sogar die Urne anderswo besorgt.

Insgesamt begründet der Bestatter die Mehrkosten dadurch, daß die Trauerkapelle am Ort derzeit renoviert wird und die Trauerfeier deshalb etwa 9 km entfernt auf einem Ausweichfriedhof stattfinden mußte.
Die sagenhaften Entfernungen, die der Bestatter zur Bewältigung seines Auftrags zurücklegen mußte, habe ich mal aufgelistet:

  • Auftragsort – Rechtsmedizin 12 km
  • Auftragsort – Kapelle 9 km
  • Auftragsort – Beisetzungsort 7 km
  • Kapelle – Beisetzungsort 2 km

Rein für Personalleistungen berechnet der Bestatter 1.750,– €1
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Feist

Uwe von Magerquark hat ein nettes kleines Spiel aus der Schweiz entdeckt.
Das Spiel heißt Feist, kommt in einer sehr zurückgenommenen und grafisch ansprechenden Aufmachung daher und macht richtig Spaß.
Ich selbst spiele ja nie. Nur ab und zu Tetris und Moorhuhn oder Jelly Splash und Mahjong usw.

spiel feist

Feist ist ein Scroller mit sehr viel Ästhetik und einer einfachen, intuitiven Steuerung. Es gibt keine Anleitung und keine On-Screen-Anzeigen, die das Spielerlebnis negativ beeinflussen können, schreibt Uwe.

Zu bekommen wäre das Spiel für 15 US$ hier.

https://player.vimeo.com/video/133458792

Ich möchte Bestattungsfachkraft werden

Hallo, ich möchte Bestattungsfachkraft werden und habe mich schon informiert. Können Sie mir noch mitteilen,was im Einzelnen auf mich zukommt?

Der Beruf des Bestatters ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf.

Er wurde früher hauptsächlich im Nebengewerbe von Fuhrunternehmern oder Schreinern ausgeübt.

Im Laufe der Zeit sind die Anforderungen gestiegen und die Verhältnisse anders geworden, sodaß seit vielen Jahrzehnten dieser Beruf als ein eigenständiger Beruf ausgeübt wird.

Seit einigen Jahren gibt es auch, neben der Qualifizierungsmöglichkeiten durch die Verbände, eine geregelte Ausbildung zur Bestattungsfachkraft.

Im wesentlichen geht es hierbei darum, die verschiedenen Abläufe im Bestatterberuf kennenzulernen. Wichtigster Aspekt ist die überbetriebliche Ausbildung, die Dir auch die Kenntnisse vermittelt, die in Deinem speziellen Betrieb nicht gelehrt werden.

Zum Ausbildungsumfang gehören unter anderem:

– kaufmännische Verwaltung und Umgang mit Behörden
– der Umgang mit Kunden und insb. Trauernden
– die Handhabung und der Transport von Verstorbenen
– die hygienische Versorgung von Verstorbenen
– die Ausgestaltung von Särgen
– die Gestaltung von Trauerfeiern, Deko, Musikauswahl usw.
– Hygiene- und Arbeitsschutzvorschriften
– Kenntnisse über Riten und Traditionen in versch. Kulturen und Religionen
– Grundkenntnisse in Psychologie

Das sind nur einige der wichtigsten Aspekte.
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