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Die ganze Erde mit Gräbern bedeckt

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Ich gebe die rhetorische Frage aus einem Kommentar einfach mal weiter. Wie lange würde es dauern, bis die gesamte Erde von Gräbern überzogen wäre?
Angenommen wird dabei eine jährliche Sterbequote von 1 Prozent und ein Platzbedarf pro Grab von 2 qm.

Nachtrag: Natürlich ist nur die Landfläche zu berücksichtigen und der Einfachheit halber keinerlei Progression. Die Gräber laufen nicht ab. Das war ja die Frage: Wie schnell wäre die Erde voll, wenn Gräber nicht ablaufen würden.
Es wird also die Antwort auf die obige Frage gesucht, die man leicht vermitteln kann. Also: Wenn die Sterbequote so bliebe und die gesamte Erdfläche des Planeten nutzbar wäre…


Peter Wilhelm 28. Mai 2012


22 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Dann wollen wir mal ein bisschen rechnen. Lt. Wikipedia beträgt die Landfläche 148.9 Mio km2, runden wir mal der Einfachheit halber auf 150 auf. Ausgehend von 6 Milliarden Menschen und einer Sterblichkeitsrate von 1% (da die Menschen ca. 100 Jahre und nicht 1000 leben), sterben pro Jahr ca. 60 000 000 (60 Millionen) Menschen. 150 Mill. km2 ergeben 1.5E14 m2 und somit 7.5E13 Gräber. Damit könnte man also 1.25E6 (7.5E13/6E7=1.25E6), also 1.25 Millionen Jahre lang Gräber errichten, ohne eines nochmals zu benutzen. Wie man allerdings am Gipfel des Mount Everest ein Grab aushebt, muss uns Tom erst einmal vorhüpfen. Ich bin gespannt…, lg, Manuela

  2. Wie genau willst du die Rechnung? Es gibt noch ein paar Variabeln:
    Die Sterblichkeitsrate sinkt, da Menschen immerr älter werden.
    Die Erdbevölkerung nimmt zu.
    Gräber laufen nach X Jahren ab.
    Die Meeresflächen kommen nicht in Frage also können wir grob 2/3 von den 150Mio km² abziehen.
    Usw.

  3. Och, ich find die Frage ganz nett. So kann man sich die Größe der Erde gut vor Augen führen. 🙂

  4. Ich gebe Manuela weitgehend recht. Die Weltbevölkerung liegt jedoch bereits bei 6,8 Milliarden. Die Sterberate von einem Prozent ist weltweit schon recht optimistisch, es ist die deutsche. Die Meeresflächen hatte sie bereits abgezogen.

    Die Welt bekomme ich trotzdem schneller voll:

    148.400.000.000 Quadratmeter : 2 = 74.200.000.000 Gräber
    6.800.000.000 Menschen x 1% = 68.000.000 Tote
    74.200.000.000 Gräber : 68.000.000 Tote = 1.091,176470588

    Es würde also gerade einmal knapp 1.100 Jahre dauern – vorausgesetzt die Bevölkerung wächst in dieser Zeit nicht mehr.

    Es gibt wirklich verdammt viele Menschen.

  5. In irgendeinem asiatischen Land (ich meine es war Malaysia) werden Tote wegen Platzmangels auf Friedhöfen bereits stehend begraben. Die nehmen dann weniger Quadratmeter weg als liegend.

  6. Egal ob die Menschen älter werden, die Sterberate wird stehts 100% bleiben. Nur eine weiter sinkende Geburtenrate kann die Todesrate verringern. Ich sehe aber noch ein weiters Handycap: Je mehr Flächen für die Gräber entfallen, desto weniger Wohn-, Verkehrs-, Arbeits- und Anbauflächen bleiben übrig. Dann wird, wenn alle Völker die ewigen Grabrechte respektieren, die Erde immer enger. Vergleichbar einem Handwerker, der einen Fußboden anstreicht und bei der einzigen Tür anfängt. Irgendwann sitzt er ratlos in der Ecke.
    Vor längerer Zeit bekam ich mal eine ähnliche Aufgabe gestellt:
    Deutschland hat 80 Mill. Einwohner.
    Eine Person wiegt durchschnittlich 75 Kg.
    Für Kopf und Hals werden 5 Kg angenommen.
    Alle Einwohner baden gleichzeitig im Bodensee, und stehen bis zum Hals im Wasser.
    Um wieviel cm steigt der Wasserspiegel, bei einer Fläche von 536km²?

  7. Die Frage ist doch eine andere: Wird die Menschheit irgendwann die Gräber als Gemüsebeete nutze? Die sonst steigt die Sterblichkeitsrate irgendwann rapide an, weil nicht mehr genug landwirtschaftliche Fläche da ist, was wiederum Einfluß auf die Restlaufzeit hat.

  8. Die Ernährungslage fiel mir auch schon ein: die Menschheit braucht Platz zum Leben, nicht nur zum totsein.

    Die Bodensee-Aufgabe ist genauso was für Nichtmitdenker: ich bezweifle, daß so viele Leute im Bodensee überhaupt stehen können, da die Zone, in der man stehen kann (ob gehockt oder aufrecht) doch recht klein sein dürfte. Abgesehen davon ist auch nicht absehbar, wie hoch der Bodensee steigen würde, da die Ufer nicht betonwandgerade nach oben gehen, sondern in den meisten Fällen mehr oder weniger flach abfallen.

  9. 13: Ich glaube Du unterschätzt die Größe des Bodensees. Und selbst wenn das Ufer nur 1% Gefälle hätte, würde der See dadurch nichtmal 1 ‰ größer.

  10. @MacKaber: Der Wasserspiegel steigt ziemlich genau um einen Zentimeter. Selbst wenn man alle Menschen der Welt vollständig (also mit Kopf) im Bodensee versenken würde, würde der Wasserspiegel nur um ca. 95,1 cm steigen.

  11. Können wir das mit „alle Menschen im Bodensee versenken“ bitte mal kurz ausprobieren? Allerdings: Wenn dann alle drin liegen, 1. wer misst dann, und 2. wen interessiert es dann noch?

  12. @ Christians ex: Hiermit erlaube ich den Personen, die nicht stehen können zu Schwimmen. Der Kopf darf herausschauen.
    @Manuela: Deine Kinder wiegen auch 75 Kilo (mit Kopf). die sind somit durchschnittlich groß genug. Aus hygienischen Gründen wird für die Dauer der Messung ein Pullerverbot erlassen, obwohl dadurch das Meßergebnis nicht verfälscht wird. Wer 1 cm als Lösung hat liegt richtig. Ich habe 1,0447 cm errechnet. Jeder hat 6,7 m² an Platz.
    Jeder verdrängt 70000 ml Wasser.
    @Kommentator: Gemessen wird von den neutralen Schweizern.

  13. Das kennt man ja, da wird auf einer populären Internetzseite locker diskutiert, und in ein paar Wochen haben wir deutschlandweit eine wahnsinnige Sekte am Hals, die uns alle im Bodensee versenken will.

  14. Wie kommt ihr denn vom Gewicht aufs Volumen? Ich habe von Humanbiologie ja zugegebenermaßen nicht die ganz große Ahnung, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass z.B. 1kg Knochen sehr viel mehr Volumen haben als 1kg Fett….

  15. @ Frauke: Wenn ein Mensch von durchschnittlich 75 Kg schwimmt, schaut sein Kopf von etwa 5 Kilo noch heraus. Das braucht er um Luft zu holen, und sich mit den Nebenschwimmern zu unterhalten. Also verdrängt er 70 Liter Wasser. So ist das gemeint. Jetzt warte ich nur auf Kathie Reichs, die das exakte Durchschnittsgewicht von Köpfen auf die Kommastelle genau angeben kann, um zu widersprechen.

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