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Die Stell-Dich-nicht-so-an-Krankheit

Ich hatte Rücken.
Bei uns im Ruhrgebiet hat man bekanntlich keine Rückenschmerzen, sondern man hat schlicht und ergreifend Rücken.
Der Rücken wuchs sich zu einer echten Ischias-Geschichte aus, mit Spritzen und Trallala.


Wenn ich stöhnte oder ächzte waren mir interessierte Gesichter sicher und ich musste nur sagen: „Ich hab‘ Rücken“.
Schon war mir das Mitgefühl aller Umstehenden sicher.
Deutsche zeigen ihre Anteilnahme an der Krankheit eines anderen ja immer gerne dadurch, dass sie gleich repetieren, wann sie das auch schon mal hatten, oder wer gerade eine noch viel schlimmere Krankheit hat.

Am besten ist ja Matze. Egal was Du hast, er hat immer so eine ähnliche Antwort parat: „Meine Tante Luzie ist an Fußpilz gestorben. Ganz furchtbar! Ganz eklig! Der ganze Körper war am Ende total verfault!“

Immerhin, die Leute nehmen Anteil an Deiner Erkrankung, sei es Rücken, Hals oder Knie.

Es gibt aber eine Erkrankung, die sieht keiner, weil man weder humpelt, noch niest, noch schlecht aussieht. Man muß nicht stöhnen und nicht ächzen, denn es tut einem nichts weh.

Diese Erkrankung ist seelischer Art. Man nennt sie gemeinhin Depression.

Na klar, jeder fühlt sich mal depressiv.
Da stellt man sich halt einfach nicht so an.
Trink doch ab und zu mal einen, dann geht das weg!
Fahr mal ein paar Tage weg, dann ist das vorbei.
Nimm mal ein paar Tabletten oder Vitamine, das hat der Emma auch geholfen.
Das ist doch sowieso alles nur Einbildung.
Das ist dasselbe wie Burnout und Stress, da muss man sich besser organisieren.
Ist man sowieso selbst Schuld dran.
Am besten gleich in die Klappsmühle.

Aber, ich neige nicht dazu, mir irgendetwas einzubilden. Ich stelle mich bei Erkrankungen auch nicht an. Im Gegenteil, ich bin ostpreußischen Ursprungs und uns kann man Zähne auch ohne Betäubung ziehen.

So eine Depression ist etwas ziemlich Gemeines.
Sie kommt vielleicht nicht von ungefähr, aber sie ist auf einmal da.

Ich fahre 320 Kilometer zu einer geschäftlichen Besprechung. Am Zielort angekommen freue ich mich, dass mein Gastgeber auf seinem Firmenparkplatz ein Schild aufgestellt hat „Reserviert für Peter Wilhelm“.
Und dann parke ich da, sitze im Auto und kann nicht aussteigen. Ich kann es einfach nicht. Panische Angst steigt in mir auf. Keine begründete Angst, keine konkrete Angst vor irgendwas. Ich sehe keine gefährlichen Tiere und fühle mich nicht von geheimnisvollen schwarzen Männern verfolgt. Nein, ich habe einfach nur Angst, panische Angst.
Sie schnürt mir den Hals zu, sie bringt mein Herz zum Pochen, als ob es meine Brust sprengen wolle. Mir steht eiskalter Schweiß auf der Stirn und ich beginne am ganzen Leib zu zittern.

20 Minuten dauert das. Dann lässt diese Attacke nach. Sie ist nicht weg, das Scheißgefühl bleibt, aber ich kann wenigstens aussteigen und meinen Termin wahrnehmen.
Ich muß lustig sein, ich muß in die Kamera lächeln. Alles geht gut.

Komische Sache. Kam dann auch nicht wieder. Vielleicht die Nebenwirkung von irgendwas?

Kam dann aber doch wieder. Monate später. Gemein und hinterhältig eben.
Eine tiefe Todessehnsucht beschleicht mich. Nein, ich suche nicht nach Stricken, Gift oder Schusswaffen. Ich könnte mir nie etwas antun, ich hab doch nur mich, zumindest hier innen drin.

Aber das ganze Leben, diese ganzen Umstände, die Widrigkeiten, das ständige Aufstehenmüssen, das ständige Schlafenmüssen, das Träumenmüssen, andere Menschen, die Anforderungen des Lebens, das ist doch alles viel zu viel. Wie schön wäre es, jetzt in einem schönen Grab seine Ruhe zu haben. Endlich mal nur Ruhe haben.

Nachts werde ich von den fürchterlichsten Träumen geplagt. Ich streite mich mit fremden, bekannten und geliebten Menschen, ich schreie sie im Traum an, sie bedrohen und verfolgen mich und ich erwache stets mit einem wutschnaubenden Zorn in den Adern, schlechter Laune und bis in den Hals klopfendem Puls.
Die Träume nehmen zu, reißen mich 4-5 x pro Nacht aus dem Schlaf und halten mich auch lange Zeiten wach.

Erinnerungen aus meiner Kindheit, Banalitäten, Kleinigkeiten, Notlügen, Alltagserleichterungslügen, kleine Vernachlässigungen, Läßlichkeiten, alles das verfolgt mich als schwere Schuld. Ich kann die ganze Last nicht tragen.
Aus mikrogrammschweren Erinnerungslüftchen werden tonnenschwere Lasten, die mich erdrücken.

Ich kann mit niemandem darüber sprechen. Mache ich auch nur ansatzweise den Versuch, mich zu erklären, heißt es: „Nimm doch mal was zum Einschlafen“ oder „Ruh Dich mal richtig aus“.

Ich kann mir das alles auch nicht erklären. Leute, ich hab das studiert, ich weiß genau, was mit mir los ist und dennoch verstehe ich es nicht, kann mir nicht helfen.
Arbeiten kann ich schon lange nicht mehr. Ich sitze vor dem Bildschirm und kann keine konkrete Aufgabe wahrnehmen. Was wichtig ist, schiebe ich weit von mir.
Was mir lieb und teuer geworden ist, erscheint mir ablehnungswürdig und fremd.

Kinkerlitzchen und Blödsinn sind es, die mir die Zeit vertreiben. Nach vier Stunden habe ich keine Zeile zu Papier gebracht.
Post stapelt sich. Ich kann nicht mehr ans Telefon gehen. Wenn das Ding klingelt, bekomme ich Schweißausbrüche und die Tränen laufen mir über das Gesicht.
Angefangene Projekte bekomme ich nicht fertig. Das Geld wir knapper.
So geht das seit Monaten. Kaum Schlaf, Ängste, Panik, Bluthochdruck.
Panik schüttelt mich, wenn ich in der Garage im Auto sitze und auf den Knopf für das Garagentor drücken soll, damit ich raus- und losfahren kann. Ich kriege das nicht hin, kämpfe jedesmal mit mir und brauche oft 30 Minuten…

Man hat mich für Auftritte gebucht. Seltsam, da klappt alles. Ich kann beschwingt hier losfahren, habe die ganze Fahrt über keine Probleme und komme heiter und freudig dort an. Keinerlei Lampenfieber, ich ziehe das Programm durch und fahre ebenfalls heiter wieder heim. Das hält für anderthalb Tage.
Dann sitze ich wieder im Büro, trübsinnig, voller Gram und Dunkelheit.

Ich habe Angst vor nichts.
Ich gerate in panische Zustände wegen nichts.
Es ist dunkel und düster.
Wochenlang kann ich nicht durchatmen.
Monatelang schlafe ich kaum.
Ich kann keine Freude empfinden.
Freunde sind mir eine Last.
Ich habe das Gefühl, als ob man mir die Lebensfreude nicht gönnt.
Sagt einer was, vermute ich gleich eine Intrige.
Sagt keiner was, fühle ich mich allein gelassen.
Dabei bin ich der Starke, der für alles verantwortlich ist und sich um alle und alles kümmern muss.

Ich muss zum Arzt. So kann es nicht weitergehen.

Der Arzt nimmt sich Zeit. Er schickt drei andere Patienten heim, um lange mit mir sprechen zu können.
Am Ende besprechen wir eine Therapie. Die beginnt noch am selben Tag und sie hilft mir.
Sie hilft mir über die schlimmsten Symptome hinweg. An der Ursachenbekämpfung arbeiten wir.

Nur, falls jemand Fragen wegen dem Wieso und Weshalb hat.

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Peter Wilhelm 4. Januar 2019


49 Kommentare von 140902.

  1. Alles Gute! Ich hoffe, Du kommst wieder bei. Und ich habe mich selber zu oft in Deinem Text erkannt. Auch deshalb wünsche ich Dir für Deinen Weg nur das Beste und viel Erfolg!

  2. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute! Der Weg ist sicher nicht einfach zu gehen, viel Erfolg und langfristig gute Besserung!

  3. Da hättest Du meine ehemaligen, sogenannten Freundinnen haben müssen. Die haben das mit „Du bist so negativ eingestellt“ abgetan. Oder auch, dass ich Egiost bin, wenn ich über meine Probleme mit ihnen sprechen wollte. Dann sind sie gegangen. Nein, sie fehlen mir nicht. Karma wird das schon regeln.
    Depressive Phasen habe ich immer wieder. Momentan geht es mir gut. Ohne Therapeut. Da habe ich schlecht Erfahrungen gemacht.

    Sorry, wenn ich anonym poste.

  4. Respekt für die Offenheit!
    Der Weg, der vor Ihnen liegt, wird lang sein. Ich wünsche Ihnen die notwendige Kraft und Menschen, die Ihnen unterstützend zur Seite stehen.

  5. ich fühle mit dir, weiß ganz genau, wie das ist, sich so dermaßen elend zu fühlen…es gibt hilfe…therapie, medis, menschen, die einen liebhaben, auch wenns einem total dreckig geht…ich wünsche dir einfach alles gute

  6. Auch meinen Respekt für diese offenen Worte.
    Ich habe deinen Blog vor einem Jahr entdeckt und von Anfang bis Ende durchgelesen. Dabei ist bei mir der Eindruck eines in sich selbst und seiner Familie ruhenden Menschen entstanden. Du schaffst das!

  7. Hi Peter,
    danke für Deinen offenen Beitrag. Hab mich schon ein bisschen gewundert, dass es in letzter Zeit ein bisschen ruhig hier war. Ich bin Leidensgenosse seit über 30 Jahren.
    In dieser Zeit habe ich gelernt, dass ich das wahrscheinlich nie mehr zu 100% loswerden werde aber auch gelernt, damit einigermaßen zu leben.
    Mitgefühl kriegst Du nur von Menschen, die das selber kennen. Wie oft wollte ich den Scheiß gegen Krebs oder AIDS tauschen – da kann man mit jeglichem Verständnis rechnen.
    Sei ganz fest gedrückt!

    Chris

  8. Jessas. Fühle dich ferngedrückt. Dein Andi

  9. Ebenfalls solidarische Grüße.
    Das Blöde daran ist, dass man es anderen so schwer erklären kann.
    Ich kann es mir ja selbst nicht immer ganz erklären.
    Dass man auch mit dieser, wie mit jeder anderen Krankheit, zum zuständigen Arzt gehen sollte, ist eine wichtige Erkenntnis.

    • @Karl:
      Hin und wieder blogge ich mal was kurzes dazu, um mir selbst über den einen oder anderen Aspekt der Krankheit klar zu werden.

  10. Die beiden Fragen standen natürlich im Raum bei deinem „Fan“.Du hast aber schon wieder Großartiges geleistet: Eine solche Zustandsbeschreibung muss erstmal zu Papier gebracht werden!Ich kann Arnd nur zustimmen: Die Sätze haben einen sehr hohen „Wiedererkennungswert“- und enthalten die Aufforderung, sich dem Problem(endlich) zu stellen. Vielen Dank dafür – und alles,alles Gute für deinen Weg!

  11. Ups? Drück dir die Daumen. Es geht vielleicht nicht von Heute auf Morgen, aber auch du wirst mit dem schwarzen Hund „Depression“ irgendwann spielen können, ohne daß er dich beeindruckt. Hilft vielleicht jetzt nicht, aber du wirst durchkommen.

  12. Respekt vor Deiner Kraft, diese ehrlichen Worte zu „Papier“ zu bringen. Enthalten sie doch erschreckender weise viele Parallelen zu meinem Befinden. Dank Deines Beitrags muss ich meine „Faulheit“ ernsthaft überdenken. Ich habe gerade das Gefühl, vom Zug der Realität mit voller Wucht überfahren worden zu sein. Schlagartig kann ich Deinen Zustand nachempfinden und wünsche Dir von Herzen eine Normalisierung dieses Zustandes. Es braucht Zeit und viel Geduld.

  13. Lieber Peter,
    ich bin tief bewegt und betroffen, dass „Es“ nun auch Dich erwischt hat.
    Was mich betrifft, lebe ich nun – diagnostiziert – seit einem Vierteljahrhundert mit diesem dunklen Tier an meiner Seite, Medikamente und gelegentliche Gesprächstherapien halten es einigermaßen in Schach. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen vernünftige Mitmenschen und gute Ärzte -erlaube mir, in den wenigen Stunden, in denen ich glauben kann, auch für Dich zu beten…
    Melancholia

  14. Mein Mitgefühl hast du. Bei mir war es ein tiefes Tal; mit therapeutischer Hilfe und -> für mich ganz wichtig: Humor, auch Galgenhumor <- ging es… nicht weg – es wabert immer wieder mal um mich herum – aber es ist für damit zu leben.

  15. Respekte und Mitgefühl für deine offenen Worte. Du wirst, fürchte ich, noch vielen Stell-Dich-nicht-so-an und Manchmal-bin-ich-auch-traurig Leuten begegnen und dazu noch vielen selbsternannten Fachleuten. Weghören! Aber wenn Du schon beim Arzt bist, ist ein erster, wichtiger großer Schritt schon getan.
    Einen Tipp hätte ich: Mach Dir klar, das es eine Krankheit ist. Einfach nur eine Krankheit. Nicht irgendein mystischer Psychokram, keine seelische Schieflage, kein Gefühlstralala, einfach nur eine (sch…) Krankheit. Wie ein Beinbruch oder Diabetes. Kann man behandeln, gibt es Ärzte dafür (auch wenn der Name Psychiater komische, idiotische Assoziationen weckt). Die einzige Punkt der sie anders macht ist, dass sie als einzige Krankheit Dich davon abhalten möchte, zum Arzt zu gehen und Heilung zu suchen. Das sie Dir einreden möchte, dass es keine Heilung gibt. ISt leider Teil der Krankheit. Der Arzt, deine Familie, deine Fans werden die helfen, hör nicht auf die Krankheit!

    Alles Gute!

  16. Auch ich kann ich an vielen Stellen wiederfinden und weiß wie sich das alles anfühlt. Ich habe seit Jahren ASP, was eine ganz gute Unterstützung darstellt und möchte das gerne empfehlen. Ist sicher nicht für Jeden das Richtige, aber für manche eben doch ;)
    Ich drücke die Daumen für Besserung.
    Gruß
    Sue

  17. Sehr gut, Peter. Schreiben ist auch eine Therapie.

    Sei dir im Klaren, dass das eine Krankheit ist (nicht) wie jede andere. Eben nicht, aber dann doch auch wieder irgendwie. Sie ist besonders, weil man nicht gerne darüber spricht. Aber sie ist auch gewöhnlich, weil sie wieder vergeht und man sie heilen kann.

    Ich hatte auch schon einen Hauch davon verspürt. Stand vor der Pfanne und mir war völlig klar, dass das Schnitzel jetzt schwarz wird. Aber war eh alles sinnlos und es wurde schwarz. Wie gesagt nur ein Hauch, aber es ist extrem gruselig.

    Mach’s gut. Das wird. Ich weiß das.

  18. Ich möchte dich auch dafür loben so offen über dieses sonst doch noch so heikle Thema zu sprechen. Es bedarf viel Mut dazu zu stehen und vor allem es sich selbst einzugestehen. Es ist definitiv eine Krankheit die man besiegen kann, aber es ist ein ständiger Kampf. Aber ich glaube, dass du es schaffen wirst.

  19. Der Schritt hier das alles zu veroeffentlichen benoetigt schon eine Menge Mut ,es ist sicher der richtige Weg nicht alleine damit zu bleiben und nach Hilfe zu suchen .Mein Bruder war vor vier Jahren in einem so tiefen Loch angelangt dass wir einfach nicht weiter wussten.
    Er kam dann in eine wirklich sehr gute Psychatrie ,die Leute dort und damit meine ich alle Beteiligten ,sicher auch die Mitpatienten ,haben ihm geholfen wieder ans Licht zu kommen und die Depression als Krankheit anzunehmen und damit leben zu lernen.Ich lese gerne
    Ihre Beitraege weil sie helfen das Tabu um den Tod etwas aufzuweichen um so besser wenn das jetzt auch ein Stueck weit mit dem Tabuthema Depression geschieht !Hut ab und alles Gute! Tobias

  20. Der Schritt hier das alles zu veroeffentlichen benoetigt schon eine Menge Mut ,es ist sicher der richtige Weg nicht alleine damit zu bleiben und nach Hilfe zu suchen .Mein Bruder war vor vier Jahren in einem so tiefen Loch angelangt dass wir einfach nicht weiter wussten.
    Er kam dann in eine wirklich sehr gute Psychatrie ,die Leute dort und damit meine ich alle Beteiligten ,sicher auch die Mitpatienten ,haben ihm geholfen wieder ans Licht zu kommen und die Depression als Krankheit anzunehmen und damit leben zu lernen.Ich lese gerne
    Ihre Beitraege weil sie helfen das Tabu um den Tod etwas aufzuweichen um so besser wenn das jetzt auch ein Stueck weit mit dem Tabuthema Depression geschieht !Hut ab und alles Gute! Tobias

  21. Lieber peter, ich lese seit vielen Jahren Deinen Blog, Dein Humor, Deine Art und Weise die Dinge aufs Papier zu bringen, machen Deinen Blog so besonders lesenswert. Jetzt leidest Du an Depressionen, dieser amüsante und sehr sympatische Peter ist krank. Du hast Deine Krankheit erkannt und lässt Dir helfen. Ich wünsche Dir, dass Du diesem tiefen Loch schnell entfleuchen kannst. Pass auf Dich auf mein hochgeschätzter Pter Wilhelm. Ich lebe seit vielen Jahren im Ausland, ich habe mir bei meinen Deutschlandaufenthalten immer wieder vorgenommen an einer Deiner Lesungen teilzunehmen, bisher hat es nicht geklappt. Besonderen Gruss aus einem warmen und wunderschönen Land.

  22. Es ist schön, das du so offen darüber sprechen kannst. Ich wünsche dir alles gute, und eine erfolgreiche Therapie! Ich drücke beide Daumen!

  23. …wie du siehst,besteht der Großteil deiner Leserschaft aus psychischen Wracks.;-) Humor und Trauer scheinen unbedingt zusammen zu gehören.Ich werde mich sehr freuen,wenn du „wieder da bist“…
    Alles Liebe

  24. …wie du siehst,besteht der Großteil deiner Leserschaft aus psychischen Wracks.;-) Humor und Trauer scheinen unbedingt zusammen zu gehören.Ich werde mich sehr freuen,wenn du „wieder da bist“…
    Alles Liebe

  25. Hallo Peter
    Wenn’s auch bei mir lange nicht so schlimm ist, kann ich es voll nachvollziehen. Ich weiß wie es ist, wenn man meint alles richtig zu machen, und du trotzdem vom Leben so richtig grün und blau geprügelt zu werden. Ich wünsch Dir alles Gute , besonders in neuen Jahr. Komm bald wieder auf die Beine. Wer soll denn den Blog hier am Leben erhalten.

  26. Danke für diese packende, wenn auch erschütternde Beschreibung davon, wie sich eine Depression anfühlt.

    Ich wünsche dir, dass du schon bald freier leben kannst, ohne dass diese Krankheit im Weg steht.

  27. Hallo Peter

    Erstmal Danke für den Text. Jeder der sich mit dieser Krankheit rumschlagen muss, wird sich in diesem Text wiederfinden.

    Ich weiß das nicht jeder Tip und jeden Hilfe zu jedem passen, aber bei mir hilft bei Panikattacken:

    Aufrecht Hinstellen. Wie bei der Bundeswehr ;)
    Am besten direkt ans offene Fenster, Frischluft ist wichtig.
    Dann tief durch die Nase einatmen, manchen hilft es sich vorzustellen das die Luft die man einatmet eine schöne Farbe hat.
    Und dann kräftig durch den Mund wieder aus. Hier kann es helfen sich eine dunkle Farbe vorzustellen. Ich Atme grün/blau ein und rot aus.

    Ich hoffe du findest auch einen Weg mit dieser Krankheit klarzukommen.

  28. Kenne ich alles! Seit Jahren!
    Aber ich hätte es nie so gut in Worte fassen können!!
    Vielen Dank für die Offenheit und den Mut.

    Das wird wieder! Nicht wie vorher, anders, aber es wird wieder.
    Alles Gute, Karin!!

  29. Respekt und Dank an Dich.
    Das schwarze Pferd Depression begleitet mich seit etlichen Jahren. Als ich es gezähmt glaubte, wandte es sich meiner Tochter zu:
    Depression, massive Angststörungen, Ablehnung von Körperkontakt…
    Wir arbeiten dran.
    Jeden Tag aufstehen und Zähneputzen – dann ist schon viel erreicht.

  30. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie Ihren Weg aus der Krankheit finden.

    Alles Gute.

  31. Ich selbst bin ja glücklicherweise gesund und sehr froh drüber, aber ich kenne einige von psychischen Krankheiten betroffene Leute. Mit etwas Aufmerksamkeit schafft der Normalmensch, das als Krankheit wahrzunehmen statt als Jammerei oder so. Ich gestehe, ich hab dafür auch eine Weile gebraucht.
    Gute Besserung!

  32. Willkommen im Club. Ganz viel Kraft wünsche ich Dir, rauszufinden. Es dauert, ich weiß … habe auch die Diagnose und schon einige heftige Episoden er- und überlebt.
    Sei umarmt und behütet. Alles Liebe. Hiltrud

  33. Respekt für den Mut, ein solches Statement hier öffentlich zu machen.
    Bei mir war’s damals zum Glück „nur“ eine mittelgradige depressive Episode, die ich mit Therapie in den Griff bekommen habe. Deswegen kann ich mir im Ansatz vorstellen, was Sie gerade durchmachen. Ich wünsche Ihnen alles Gute, viel Kraft, ein helfendes Umfeld und fähige therapeutische Betreuung.

  34. „…zeigen ihre Anteilnahme an der Krankheit eines anderen ja immer gerne dadurch, dass sie gleich repetieren, wann sie das auch schon mal hatten…“
    Ok, ich nehme in Kauf, dass ich mich in diesem Fall dazu zählen muss :) Ich gehöre auch zum Kreis derer von Panikattacken und Depressionen Betroffenen. Nichts von dem was Herr Wilhelm aufgeführt hat ist mir fremd. Er hat es so gut beschrieben, dass ich mich erschrocken habe wie treffend jemand meine eigenen Empfindungen und Ängste auf den Punkt bringen kann. Ich kann nur unterstützen darüber zu reden, das Thema mal anzuschneiden im Kreis der Familie, bei Freunden, Bekannten, Kollegen,… Ich war erstaunt wie viele mir bekannte Menschen direkt oder indirekt betroffen sind oder waren. Der Erfahrungsaustausch hat mir dabei geholfen mein persönliches Rüstzeug zu entwickeln. Das „Monster“ ist inzwischen schon sehr viel kleiner geworden. Alles Gute Herr Wilhelm, Sie werden das ebenfalls schaffen! Viele Grüße

  35. Hallo Wilhelm
    Schöne Scheisse, willkommen im Club. Fühl dich gedrückt. Nen guten Tipp hab ich net nur ein Versprechen. Irgendwann ist die Phase vorbei und es wird wieder besser. Bis dahin lass dich net von Sierenengesang des dunklen Abgrunds verführen. Mensch Alter das packst du !

  36. Wünsche Dir alles Gute. Respekt für den Text. Ist in dem Zustand eine echte Höchstleistung. War lange nicht mehr auf der Seite. Hoffe es geht bald weiter. Hab Geduld mit Dir!

  37. Hallo Pedda, auch wenn das kein Lösungsvorschlag sein kann und soll. Halte es mit Horst Lichter, keine zeit für Arschlöcher. Umgebe dich mit Personen und Dingen welche dir gut tun.
    Nur du bist wichtig.
    Herzlichst
    Glückauf
    Thomas

  38. We fall –
    not simply to rise up but because there was something
    down there we were meant to find.

    Alles Gute – ach was, das Beste wünsche ich dir!

    Ganz liebe Grüße von der Leo.

  39. Lieber Peter,

    ich lese hier schon so lange mit und zolle Deinen hohen schriftstellerischen Künsten den höchsten Respekt. Das hat mit diesem Artikel nur noch zugenommen.

    Ich beglückwünsche Dich, dass Du den Schritt gegangen bist zum Arzt zu gehen, das wird Dich da auch wieder soweit rausbringen können, dass Du diesen Teil von Dir erkennst und akzeptierst und nicht mehr die Kontrolle über Dich überlässt. Wie bei vielen Betroffene wird das nie wieder ganz verschwinden und du wirst vielleicht erkennen, dass es schon immer da war, schon immer ein Teil von Dir war, Dich aber jetzt überfallen hat.

    Ich glaube dass Menschen mit behandelter Depression stärker als vorher über sich und Ihr Umfeld reflektieren und trotz der brutal schweren Zeit danach auch dieser Episode des Lebens etwas positives abgewinnen können.

    Ich wünsche es Dir von Herzen!

    LG Dude

  40. Auch von mir als Leidensgenossin Danke und Respekt für Déne Offenheit. Leider wird dies Krankheit von der Umwelt oft nicht ernst genommen, aber es ist Wie mit einer Krebserkrankung. Nur wer selbst eine hatte, kann Ermessen, wie es einem damit geht. Alles alles gute:

  41. Eine sehr schöne Beschreibung einer furchtbaren Krankheit. Ich habe mich in so vielen Details wiedergefunden.
    Bleib stark, für dich und die du liebst und denen du am Herzen liegst. Und denk dran, an manchen Tagen ist schon allein das Aufstehen und Zähneputzen ein riesengroßer Erfolg!

    • @Mirage:
      Ja… ich hatte einen Wandkalender, den ich „positive Liste“ genannt habe; da wurden eben solche „Kleinigkeiten“ eingetragen, damit man den „Erfolg“ sehen konnte.

  42. Diese schwarze Dame hat mir viele Emotionen fast ganz genommen, psoitive wie negative. Etwas fühlen ist sehr schwierig.

    Manchmal klappt das aber doch, wenn ein genügend starker Trigger kommt. Und auch Trauer kann gut tun, wenn man sie überhaupt mal wieder richtig und wirklich fühlen kann, mir jedenfalls.

    Das war heute Nacht der Fall, als ich den Stream eines memorial concerts für Mike Taylor (von Walk off the Earth) geschaut hab. Da flossen endlich mal wieder Tränen und ich hab etwas echtes gespürt. Und auch wenn es ein höchst trauriger Anlass war, hat das sehr wohl getan und hat mich positiver zurückgelassen, als vor dem event.

  43. Lieber Herr Wilhelm, diese Krankheit zu erkennen, sie nicht zu negieren und sich Hilfe zu suchen ist ein großer Schritt. Ich wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg viel Kraft und hoffe, dass Sie diesen dunklen Ort bald hinter sich lassen können und dass Sie Menschen um sich haben, die Sie auf diesem Weg begleiten und Sie unterstützen. Alles Gute Herr Wilhelm!

  44. Ich möchte mich den Worten von Susanne anschließen weil Sie zum Ausdruck gebracht hat was ich die ganze Zeit nicht in Worte fassen konnte. Von ganzem Herzen gute Besserung.

  45. Ich versuche seit Juni 2018 eine Therapie zu bekommen- aussichtslos. Überall sind Wartelisten, teilweise soll ich ein Jahr warten. Ich hab mein Job verloren, weil ich nicht mehr funktioniere. Ich kann das nachvollziehen und wünsche alles Gute.

  46. Gute und schnelle Besserung, lieber Herr Wilhelm!

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