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Domjüch

Ich könnte es so erzählen:

Ich war übers Wochenende in der Landesirrenanstalt, dort wurden mir Drogen verabreicht und ich war 20 Stunden an einen Sessel geschnallt.

Das würde voll und ganz der Wahrheit entsprechen und klingt ja auch ganz schön dramatisch.
Bei Licht betrachtet ist es aber dann doch etwas anders.
Ja, ich war in der stillgelegten „Landesirrenanstalt Domjüch“ in Mecklenburg, um dort als Teil des Gesamtprogramms im Rahmen der Veranstaltung SCIENTIA MORTIUORIUM – VON DER WISSENSCHAFT DER TOTEN“ teilzunehmen.
Ja, man hat mir Drogen verabreicht, Koffein.
Ja, ich war lange an einen Sessel geschnallt, nämlich den Fahrer- bzw. Beifahrersitz meines Autos.

Eingeladen hatte die äußerst liebenswürdige Anja Kretschmer, die vielen als die Friedhofsflüsterin bekannt ist und die in der schwarzen Szene auch gut vernetzt ist. Der „lost place“, die Irrenanstalt in Domjüch bot bei nahezu durchgehend gutem Wetter die ideale Kulisse für das schwarze Treiben.

Anja Kretschmer

Marketender hielten schaurige Waren wohlfeil:

Schwarz- und Leichenwagenfahrer präsentierten ihre edlen Gefährte:

Dunkle Jungfern schaukelten:

Gemütliche Onkels machten Quatsch und lasen vor:

Thanatologe Jörg Vieweg und Plastinator Rurik von Hagens, und natürlich der gemütliche Dicke hielten Vorträge oder machten, wie in meinem Fall, etwas Quatsch.

Rurik von Hagens lieferte einen interessanten Einblick in seine Arbeit und Jörg Vieweg ist ja sowieso eine unkomplizierte und extrem nette Seele.

Dr. Mark Benecke, bekannt aus Funk und Fernsehen, lieferte die Dr.-Mark-Benecke-Show, über die ich mich nicht weiter äußern möchte.


Nachtrag:
Robert Meyer spielte auf dem Theremin, einem fast unbekannten Instrument. Sehr interessante Töne und Melodien, die aus einer anderen Sphäre zu stammen schienen.

Ich hab vergessen, zu filmen. Daher hier ein YouTube-Film von Robert:

Es gab auch noch Führungen durch die Landesirrenanstalt und spätabends noch DJ-Musik.

Nachtrag-Ende


Hunderte schwarz gekleideter und oft auch verkleideter Gestalten bevölkerten das Areal der ehemaligen Irrenanstalt, die ein passender Ort für dieses morbide Treffen war.

Ein ganz großes Lob an die Veranstalterin und die Organisatoren, die dieses Mammutprojekt in ganz hervorragender Weise gestemmt haben.
Es lief alles wie am Schnürchen, und trotz des Orga-Stresses hatten die Verantwortlichen immer Zeit, immer ein Lächeln auf den Lippen und immer ein freundliches Wort für einen übrig.

Meine Lesung war gut besucht. Ich hatte den Eindruck, den Menschen auch eine unterhaltsame Zeit geboten zu haben.
Viele hatten Bücher mitgebracht, um sie signieren zu lassen und tatsächlich bin ich, als doch eher unbekannter Künstler, sogar einige Autogrammkarten losgeworden, die der Verlag mal hat für mich drucken lassen.

Besonders gefreut hat mich das Zusammentreffen mit vier Personen, die mir erzählten, sie hätten nur wegen meines Bestatterblogs und meiner Bücher den Bestatterberuf ergriffen. Das berührt mich sehr.

Eine ganz liebe Dame aus Plauen brachte mir und den anderen Protagonisten kleine selbstgefertigte Sensenmännchen mit:

Alles in allem ein rundherum gelungenes Wochenende mit nur einem kleinen Schlussgedanken:

Überschätzt zu werden, dafür kann man nichts.
Sich selbst zu überschätzen, das ist eine Charakterfrage.

Anschließend machten der Gemütliche und die schaukelnde Jungfer noch einen Abstecher nach Berlin:

Dem Gemütlichen und der Jungfer hat es gut gefallen und wir kommen gerne wieder:

Und weils so schön war, nochmal Robert Meyer mit dem Theremin:

Mehr von ihm HIER.

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Peter Wilhelm14. August 2018

46 Kommentare von 140149.

  1. Da sieht man wieder, wie lang ich dich nicht mehr gesehen habe – seit wann machst du denn Nikolaus Konkurrenz? Oder soll das ein ZZTop-Cover werden? ;)

  2. Boah ey, man kann ja vom Benecke halten was man will, ich fand ihn bei dieser ersten persönlichen Begegnung auch einen arroganten Sack, aber dieses öffentliche Rumgepritsche auf anderen Künstlern….. und das nach der – nicht ohne Stolz vorgetragen – Ansage “ich bin Rassist und Sexist!“. Schade eigentlich, dass Professionalität heutzutage so ein seltenes Gut ist und die eigene Selbstüberschätzung hüben wie drüben an ihre Stelle getreten ist.

      • @Peter Wilhelm:

        Er selber…

        aber da war ja noch der Herr Wilhelm: ich lese ja seid geraumer Zeit ihren Blog, hab immer viel Spaß dabei, aber Sie dann auf der Bühne:KLASSE…das war Rock;n Roll, das war rotzig und gut, als wenn Sie in der Kneipe sitzen und nicht vor hunderten Zuhörern.Ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut und werde mir (warum hab ich das nicht schon vor Ort gemacht und mir gleich nen Wilhelm eintragen lassen???)das ein oder andere Buch kaufen.Ich hoffe es ergibt sich mal wieder Ihnen zu lauschen ohne das ich hunderte Kilometer fahren muss (also bitte in Leipzig auftreten :-) )…bis dahin lese ich hier :-)

    • @Misa: Er hatte einen Witz über seine Frau gemacht und hinzugefügt, dass er als Satiriker auch sexistisch und rassistisch sein darf. Dann hat er den Rassismus auf die Spitze getrieben, indem er anhängte, dass er immer Vocklenburg-Meerpommern sagt. Hammer, dieser Nazi!

    • @Misa: Das habe ich erstens ganz anders gehört und zweitens liegen da ja wohl bitte Welten dazwischen. Der Undertaker ist bescheiden, zu jedermann freundlich und sehr zurückhaltend aufgetreten. Er hat sich mit nichts gebrüstet, war nicht arrogant und hat für jeden ein liebes Wort gehabt. Und das obwohl er stellenweise kaum einen Meter laufen konnte, ohne angequatscht zu werden.

  3. Sieh an, sieh an, dass ich hier nach all den Jahren mal meine Heimat Plauen erwähnt finde hätte ich ja auch nicht gedacht!

  4. Also Benecke hatte ich mir anders vorgestellt.
    Ein 5-jähriges Kind wegschicken, das ganz lieb nach einem Autogramm auf dem Programmheft gefragt hat, das ist schon was.
    Dabei aber auf seine Wandeinblendung zu deuten, wo steht, dass er nur Bücher und Haut signiert, war die Höhe.
    Erstens konnte das Kind wahrscheinlich noch gar nicht lesen und zweitens wird ein Kind keines seiner Bücher besitzen. Alle anderen Anwesenden Promis hatten das Programmheft doch schon unterschrieben.
    Ich finde das sehr arrogant.

    Zu Deinem Auftritt gratuliere ich Dir. War toll, Dich mal in echt zu sehen.

      • @Sompo: Ja. Das Kind hat m.W. nicht an der Vorstellung weiter teilgenommen, sondern ist nur vorher herumgegangen und hat die Promis abgegrast.
        Sie wollte halt ein Autogramm.
        Ich finde es schade, dass sie keins bekommen hat.

      • @Sompo:

        Nein hat er nicht. Er hat nur gesagt, dass er das jetzt in diesem Augenblick nicht macht, aber im Anschluß der Veranstaltungen draußen vor dem Gebäude gerne Eintrittskarten ect. signiert.
        Den trifftigen Grund dafür hat er auch ausreichend erklärt, wem das wirklich interessiert und nicht nur darauf aus ist irgendjemanden in der Luft zu zerreißen hat das auch gehört und vor allem auch verstanden!

    • @Alwin:

      Also erstens war dieses Kind keine 5 Jahre mehr und zweitens in Begleitung eines Erwachsenen, der sehr wohl in der Lage gewesen sein sollte die Anmerkungen auf der Leinwand zu lesen.
      Drittens hat Dr. Mark Benecke angekündigt, dass er nach der Veranstaltung, draußen vor dem Gebäude, sehr gerne noch Eintrittskarten u.s.w. signiert. Und genau das hat er dann ja auch noch gemacht.
      Ja und viertens war da ja auch kein Kindergeburtstag oder so.
      Also bitte alle Fakten ehrlich darlegen bevor hier jemand in der Luft zerrissen wird, der sich nicht mal dazu äußern kann.

      • @Katrin: Ich halte mich da raus. Und zwar aus folgendem Grund: Ich kann überhaupt nicht abschätzen, wie alt Kinder sind. Wenn ich meiner Frau sagen möchte, wie alt ein Kind war, sage ich beispielsweise „es konnte schon laufen und sprechen“ oder „irgendwo zwischen Kindergarten und Gymnasium“.

        Ich würde sagen, es war ein kleines Mädchen.
        Wie alt? Keine Ahnung.
        Ob und wem andere was wohin geschrieben haben, vermag ich nicht zu beurteilen. Mir wurde von dem Kind ein Programmheft vorgelegt, auf dem ich unterschrieben habe.

      • Finde ich gut, dass er das dann noch gemacht hat. Zumal es ja auf der Einblendung im Saal anders hieß.
        Dort stand: Ich signiere hinterher nur Bücher und Haut.
        Und das hat er ja auch kurz vor Schluß seines Vortrags nochmals laut gesagt.

  5. Lieber Undertaker, für mich wirst Du immer der Undertaker sein, auch wenn Du mittlerweile nicht mehr inkognito unterwegs bist. Ich bin mit meiner Freundin 800 km weit gefahren, um Dich endlich mal zu sehen.
    Du bist so was von tiefenentspannt und kuschelbereit, das hätte ich mir nicht zu träumen gewagt. Ich bin einer von denjenigen, die mit Dir ein Selfie gemacht haben.
    Dass Du mir auch noch ein Buch geschenkt hast, einfach so vom Tisch weg, das war echt der Hammer.
    Deine Lesung war Spitze, wir hätten noch ein oder zwei Stündchen zuhören können.

    Ganz besonders toll fanden wir, dass Du kein bißchen abgehoben oder „Promi“ bist, sondern einfach nur ein netter Kerl. Bitte bleib so! Lass Dich nicht unterkriegen.

    BTW: Dass Du nichts weiter zu Herrn B. geschrieben hast, finde ich gut. Es war eine Katastrophe.

    • @Sondro und Nadine: Dankeschön. Es war toll Euch zu treffen. Hat das mit der Heimfahrt geklappt? Ich nehme an, ja. Es ist halt immer ein Risiko, mit einem so betagten Fahrzeug eine so weite Strecke zu fahren.
      Bis zum nächsten Mal!

    • @Nele: Dem will ich mich anschließen!! Steht ihm wirklich sehr sehr gut! :) Wenn ich jetzt alte Fotos von Peter sehe, denke ich immer dass da doch was fehlt. ;)

  6. Jetzt mal ernsthaft: Dieses Mädchen, das da bei Dir war, die steht ja wohl über allem. Hat man je so eine Schönheit gesehen. Sorry, aber das musste ich jetzt mal los werden.

    Zu Beneke: Volle Zustimmung zu Deiner spürbaren aber nicht weiter geäußerten Kritik.
    Wer am Ende ein paar Devotionalien wie Dreck auf die Bühne wirft und dann sagt, all die, die keine Bücher zum Signieren haben, können sich eine von ihm selbst gezeichnete Made hinstempeln wo sie wollen…

  7. Ach, papperlapapp. Meiner Frau und mir hat die Veranstaltung mit allen Beteiligten äußerst gut gefallen. Und das war MIR das Wichtigste. Schließlich waren die Eintrittskarten ein Geburtstagsgeschenk für meine Holde.

  8. Ich fand es schade, dass diese ansonsten rundherum gelungene Veranstaltung so einen traurigen Abschluss hatte. Eigentlich sollte der Vortrag doch so etwas wie ein Höhepunkt sein.
    Stattdessen war es dann eine große Enttäuschung.

    Aber vielleicht gehe ich auch mit falschen Maßstäben an die Sache heran.
    Kann sein, dass Stars sich so aufführen. Ich kenne son Verhalten sonst nicht.

    Peter, Du hast das Theremin in Deiner Auflistung vergessen. Das war mal ganz was neues für mich.

  9. Mir haben alle Vorträge gut gefallen. Mark Benecke ist eben Mark Benecke, das muss man wissen.

  10. Hmm wenn der Vortrag vom Benecke wirklich so schlecht war frage ich mich warum das bei der anschließenden Fragerunde nicht thematisiert wurde!? Es wurde mehrfach nachgefragt ob noch irgendwelche Fragen offen sind ect.
    Kann ja dann doch nicht so dramatisch schlimm gewesen sein. Oder ist es schlicht einfacher jemanden in der Anonymität des Internets schlecht zu reden, als in direkt von Angesicht zu Angesicht darauf anzusprechen?

    • @Katrin: Das kann ich nicht beurteilen, da ich an dieser Fragerunde leider nicht teilnehmen konnte.
      Aber irgendwie wird hier niemand aus der Anonymität des Internets angegriffen, finde ich.
      Ich persönlich habe zu ihm gar nichts gesagt. Wer das als vielsagend empfindet, tut das aus eigenem Antrieb.

      Wenn ich die Kommentare hier und bei Facebook anschaue, kommt es mir vor, als ob nicht sein Vortrag an sich, der ja Gegenstand der Fragerunde gewesen wäre, kein Gefallen gefunden hat, sondern irgendwas im Drumherum.

      Wahrscheinlich geht es also gar nicht um die Qualität des Vortrags, sondern um andere Befindlichkeiten.

      • @Peter Wilhelm: Drumherum? Das Drumherum bestand daraus, dass der Herr B. nichtmal in Ruhe das Dixie benutzen konnte ohne, dass direkt Leute auf ihn zukamen,ihn ansprachen und ihm sogar ungefragt Hunde in den Arm setzten. Er konnte keine 2 m gehen ohne angesprochene zu werden. Was machte Herr B.? Er nahm sich Zeit, beantwortete freundlich Fragen und erfüllte Fotowünsche. Also welches drumherum?
        Und natürlich hätte man auch dazu was in der Fragerunde sagen können, wer hätte das verbieten wollen? Es war eine sehr lockere Runde, bei der jeder frei nach Schnauze reden konnte. Sich aber dem zu stellen, egal ob man als Publikum oder als Redner dort war, die Größe hatte eben nicht jeder.

        • @Katrin: Du, das ist nicht mein Problem. Das ist wahrscheinlich der Preis, wenn man so prominent ist. Herr Benecke resit ja mit seinen Vorträgen, ist oft im Fernsehen und hat einige Bücher geschrieben.
          Da kann ich mir gut vorstellen, dass ihn sehr viele Menschen kennen.

          Dass diese dann das Bedürfnis haben, dem Prominenten auf einer lockeren Veranstaltung nahe sein zu wollen und mit ihm zu sprechen, das liegt vermutlich in der Natur der Sache. Hier in meinem Wohnort wohnte einmal der inzwischen verstorbene Schlagerstar Bernd Clüver.
          Es geht die Mär, selbst er habe das Haus nur mit großem Schlapphut, Sonnenbrille und angeklebtem Schnurrbart verlassen können, um mal in Ruhe unterwegs sein zu können.

          Ich finde sowieso, dass es zu weit geht, Prominenten abseits ihrer beruflichen Tätigkeit auf die Pelle zu rücken.
          Die machen ihr Ding auf der Bühne und wenn sie sich bei anderen Gelegenheiten anfassbar machen, hat jeder die Gelegenheit sie zu sprechen oder eben anzufassen.

          Sie im privaten Bereich zu belästigen, das ist etwas anderes.
          Ich fliege ja oft und am Flughafen habe ich schon viele Promis gesehen. Mir ist aufgefallen, wie zurückhaltend sich die anderen Menschen verhalten.
          Als ich mal schräg neben Johann Lafer saß, konnte ich nicht anders, als hinzugucken. Das ist ja oft auch nur der Reflex der Neugierde.
          Er hat mir freundlich zugelacht und beim Aussteigen auch noch Tschüß gesagt.
          Man muss die Leute auch in Ruhe lassen können.
          Obwohl: Sie sind halt prominent und wenn man sie dann höflich fragt, ob man ein Autogramm bekommt oder ein Selfie mit ihnen machen darf, werden sie das erdulden müssen, denke ich. Die Promis, die ich gesehen habe, hatten da nie ein Problem mit.

          Auf Domjüch hatten vermutlich einige nicht kapiert, an welcher Stelle Privatheit wichtig gewesen wäre.

          Was die Fragerunde anbetrifft, so kann ich dazu nichts sagen, weil ich wie mehrfach betont, nicht dabei war.
          Ich denke auch, dass sich so eine Fragerunde auf den Inhalt des Vortrags bezieht und vor allem von denjenigen frequentiert wird, die der Veranstaltung positiv gegenüberstanden.

          Dass einige den Auftritt nicht gut gefunden haben, ist ja hier zu lesen. Es hat überhaupt nichts mit Größe oder Charakter zu tun, dann nicht auch noch eine sachliche Fragerunde mit Kritik an diesem oder jenem zu stören.
          Es ist auch ein wenig Respekt vor der Veranstalterin, sich mit diesen eigentlich doch nebensächlichen Punkten zurückzuhalten.

          Was ist denn passiert?
          Herr Benecke hat einen Vortrag gehalten. Punkt.
          Wie bei allem im Leben, wo jemand anders auf der Bühne eine Vorstellung gibt, muss man doch damit leben können, dass einige das supertoll finden und andere nicht.

          Mir ist das unter Berücksichtigung des folgenden egal, wenn jemandem meine Auftritte nicht gefallen.
          Ich mache das öfters und optimiere meine Vorstellung immer mal wieder.
          So habe ich eine Form gefunden, die mir gut von der Hand geht und von der die meisten Besucher sagen, dass das toll ist.
          Würde ich mich jetzt verbiegen, um es auch den 5% der Unzufriedenen recht zu machen, so würde ich ja die Mehrheit mit Füßen treten, und meine Arbeit ausgerechnet an denen ausrichten, die mich oder mein Werk sowieso nicht mögen.

          Auf der Bühne zu stehen, ist doch keine leichte Arbeit. Alles was leicht aussieht, erfordert immer eine höchst professionelle Vorbereitung.
          In diesem Sinne Hut ab vor Herrn Benecke, der ja mit viel Sachverstand und Equipment hantiert.

          Und offenbar weiß er doch einen Großteil seines Publikums auch super zu unterhalten und zu informieren.
          Dass es ein paar Leute gibt, die dieses oder jenes einfach an einem Vortragsreisenden nicht mögen, damit muss man professionell umgehen können. Niemand kann es allen recht machen.

          • @Peter Wilhelm:Ich bezog mich auf das „drumherum“ und auf die „anderen Befindlichkeiten“ die ja in irgendeiner Form gestört haben.
            Das ein Promi mit seinem Promileben klar kommen muss ist klar und damit gehe ich auch konform.
            Und genau das macht der Herr B. eben auch, er kommt damit klar, hat lediglich einige Allüren, so wie jeder andere auch.
            Ich wollte nur aufgreifen, dass das was man ihm hier vorzuwerfen versucht nicht den tatsächlichen Vorkommnissen entspricht,es nur aus dem Zusammenhang herausgenommene Halbwahrheiten sind. Das ist einfach nicht okay, ganz egal ob man Fan ist oder nicht.

            • @Anonymous: Nein, ich habe lediglich gemutmaßt. Meine Sätze leitete ich ein mit „kommt es mir vor“ und „wahrscheinlich“.

              Von irgendwoher oder irgendwas muss die Unzufriedenheit oder geäußerte Kritik ja kommen.
              Ich habe Herrn Benecke eine kurze Zeit abseits der Bühne im so genannten VIP-Raum erlebt und ansonsten nur auf der Bühne. Ich weiß nichts von Hunden, die man ihm aufdrückte, noch von seinen Besuchen auf dem Dixie-Klo.
              Ich habe ihn also nicht während der ganzen Zeit seines Aufenthalts dort beobachtet, begleitet oder erlebt.

              Sieh mal, weder ich, noch sonstwer muß alles und jeden gut finden.
              Es ist auch vollkommen richtig, dass es sich hinterher in einem Forum, auf Facebook, oder in einem Blog leichter kritisieren lässt. Aber auch das ist Kritik, mit der eine bekannte Person umgehen können muss.
              Es ist kein Argument, zu sagen, man hätte alles in einer Fragerunde zur Sprache bringen können. Du weißt, dass das ein frommer, aber nicht sehr realistischer Wunsch ist.

              Ich sehe auch keine Vorwürfe gegen ihn, die nicht den Tatsachen entsprechen. Es gibt nämlich viele Wirklichkeiten.

              Die eine Wirklichkeit, von der alle überzeugt sind, die vorne im Saal saßen, ist beispielsweise: Herr Benecke hat ein Kind weggeschickt.

              Eine andere Wirklichkeit, die Du berichtet hast, ist: Herr Benecke war hinterher noch ganz doll nett zu dem Kind.

              Trotzdem haben doch die, die Wirklichkeit Nummer Eins erlebt haben, vollkommen recht. Sie kannten/kennen Wirklichkeit 2 nicht.

              Was wird ihm noch „vorgeworfen“?

              Misa schrieb: „…ich fand ihn bei dieser ersten persönlichen Begegnung auch einen arroganten Sack,…“

              und wirft mir „öffentliches Rumgeprietsche“ vor. Mir, der eben zu alledem gar nichts gesagt hat und sagt.
              Sie, die sich am meisten aufregte, war überhaupt die, die die ganze Diskussion über Herrn Benecke mit eben diesem Satz „arroganter Sack“ losgetreten hatte. Mir scheint es, dass da jemand bewusst Öl ins Feuer gegossen hat.

              Der nächste Kommentar kommt von einem Bestatter aus der Oberpfalz, Alwin: „Also Benecke hatte ich mir anders vorgestellt. Ein 5-jähriges Kind wegschicken… Ich finde das sehr arrogant.“

              Alwin war es, der das Kind mit dem Autogramm einführte.

              Ansonsten finde ich über Herrn Benecke nichts Bedeutendes mehr.

              Es kommen noch Kommentare, in denen es heißt, dass man Benecke gut gefunden hat. Und das sind mehr als diese oben zitierten negativen Kommentare.

              Bist Du wirklich der Meinung, hier würde jemand „in der Luft zerrissen, der sich nicht wehren kann“?

              Ich glaube, dass Misa diese Diskussion losgetreten hat, um ihrer Abneigung gegen mich Luft zu machen.
              Außer ihrer „arroganter Sack“-Kritik und Alwins Wirklichkeit mit dem Autogramm steht da doch gar nichts über Herrn Dr. Benecke.

              Dass das so eine Art Erklärungsnot verursacht, ist erstaunlich.
              Ich bin auf alle Deine Zuschriften, ob nun als „Anoynmous“ oder „Katrin“ vernünftig eingegangen.

              Mein Fazit ist: Ein bißchen wurde hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht.
              Jeder, der Herrn Benecke toll findet, darf das doch gerne auch.
              Man sollte sich aber etwas am Riemen reißen, wenn anderen es nicht so geht.
              Hier wurde niemand beleidigt (wenn Misas „arroganter Sack“ keine Beleidigung ist), niemand in der Luft zerrissen, noch irgendjemand fertig gemacht oder mit kübelweise Kritik übergossen.

  11. Ich mag das Makabre ja sehr, ich hab mir Herrn Benecke angehört per youtube. Es kommt mir so vor, als spräche er etwas schnell, im TV kommt er da etwas besser rüber. Alles Ansichtssache, besonders niedlich finde ich auf dieser Seite: die Sensendame, haha…Per Internet habe ich mir nun ein Angebot kommen lassen, betreffs meine spätere Verbuddele, evtl.Sarg oder Urne, überlege mir das noch irgendwann. Preis annehmbar.Ja, über Internet kann man heutzutage sehr Nettes, aber auch Anderes ablassen. Wie ich auch sage:“Nur nicht alles zu ernst nehmen…“

  12. Ein bisschen dreist finde ich es ja. Du nimmst ein Honorar und wahrscheinlich kein kleines. Dann setzt Du dich hin und ziehst über andere Künstler her. Ist das etwa professionell? Du bist ein Rassist und Sexist. Das hast Du auf der Bühne herumproletet!

    • @N.: Oh ja, das Honorar! Wundert mich eigentlich, dass vorher noch keiner darauf gekommen ist, mir das Honorar vorzuwerfen.

      Aber ich zeige es gerne her. Soviel habe ich verlangt und bekommen:

    • @N.: Selbst wenn er ein Honorar bekäme (was in diesem Fall nicht so war), egal in welcher Höhe, musst du damit leben. Ich kenne keinen Künstler, der für umme arbeitet. Arbeite du armes Bubu also auch weiterhin für dein Geld, andere tun es auch. ;)

      Der Rassist und Sexist ist aus dem Zusammenhang gerissen. Das hat er doch aus Spaß gesagt. Aber lass mich raten, mit zwischen den Zeilen lesen und Ironie hast du es nicht so, gell?! ;)

  13. Oh mein Gott! Sind da Teile von Verstorbenen als Gegenleistung angeboten worden? Sieht noch recht frisch aus … ist wohl gleich auf der Veranstaltung „portioniert“ worden.
    Aber für was brauchst du eine Ersatzhand mit Uhr?

  14. Leider waren wir zu der Zeit gerade im Urlaub, ich hoffe ja, dass es vielleicht eine Wiederholung dieser Veranstaltung gibt. Die Nachschau liest sich sogar noch interessanter, als ich es vorher erwartet hätte :-)

    • …aus gut unterrichteten Kreisen : JA ! es wird wieder so eine Veranstaltung 2019 stattfinden, ob Herr Wilhelm wieder Teil des Programm sein wird, weis ich nicht, aber ich würde es mir wünschen !

  15. Ich kann mir schon vorstellen, das es für sogenannte Prominente auch unangenehm sein kann, jederzeit und überall erkannt zu werden. Da immer richtig zu reagieren, ist wahrscheinlich eine hohe Kunst.

  16. Kommentare lesen ist wahrlich eine Freude!
    Macht oft mehr Laune als der Artikel selbst (entschuldige bitte Peter, du weißt wie ich es meine).

  17. Oh man, selten machten Kommentare so Spaß wie hier. Vor allem der mit dem Honorar hat mich köstlich amüsiert.

    Ist aber auch ganz schön Arbeit, so viele Accounts zu erstellen, um diese Show hier zu liefern. Hat sich aber gelohnt. 10/10 :D

  18. …Crowdfunding um eine Klapse für diese Idioten bauen zu können, wäre wirklich anzudenken!

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