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Einäscherung ohne Sargdeckel: Walliser Bestatter wegen Störung der Totenruhe verurteilt

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Ein Schweizer Bestattungsunternehmer ist wegen Störung der Totenruhe und versuchten Betrugs zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Er wollte zwei Särge ohne Deckel verbrennen, um die bearbeiteten Stücke in seiner Firma auszustellen zu können.

Der Angeklagte wurde mit einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 450 Franken und einer Buße von 6300 Franken mit zwei Jahren Bewährung bestraft.

Der Bestatter hatte 2017 nach zwei Trauerfeiern die künstlerisch bearbeiteten Sargdeckel zurückgenommen und lediglich ein Tuch über die Gesichter der Verstorbenen gelegt.

Die Angestellten des Krematoriums weigerten sie sich, die Einäscherungen durchzuführen. Erst als Mitarbeiter die Särge notdürftig mit Spanplatten verschlossen hatten, wurden die Kremationen durchgeführt.

Erst nachdem der Fall bekannt geworden war, verzichtete der angeklagte Bestatter darauf, die Särge den Trauerfamilien in Rechnung zu stellen.

Quelle:

https://www.nzz.ch/panorama/einaescherung-ohne-sargdeckel(…)

Peter Wilhelm 8. Oktober 2020


6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ist ja auch wichtig, dass der Tote nicht sieht, wie er in den Ofen kommt. Man stelle sich den Schreck vor.

    • Naja,

      Daß es den Toten egal wäre, kann sich ja jeder denken, aber der Bestatter wollte die (vermutlich wertvollen) Deckel unterschlagen und es den Hinterbliebenen trotzdem in Rechnung stellen. Das ist schon ein Betrugsversuch. Ansonsten hätte er doch einfach zwei weitere solcher Särge kaufen die Unterteile verheizen und die Deckel von denen ausstellen können. Oder er hätte die Hinterbliebenen vorher fragen können, ob er die Deckel behalten darf, wenn es Einzelstücke sind.

    • Na früher oder später wäre er eh aufgeflogen!!
      Die Sargdeckel hätte vermutlich irgendwann einer in seinen Räumen wiedererkannt!!

      Zudem schadet er allen anderen ehrlichen Bestattern.

      ICH würde mir wünschen, dass alles am Verstorbenen so bleibt wie ich das ausgesucht und letztendlich auch bezahlt habe.
      Klar ginge es vielleicht Deckel, aber auch ohne Decke und Kissen und wozu eine Unterhose? Könnte man alles für den Nächsten auch noch brauchen….

      Hoffentlich wissen die Leute welcher Bestatter es war dass sie ihn meiden können.

  2. Künstlerisch bearbeitete Sargdeckel sind natürlich was feines, die kann man doch nicht einfach so verfeuern!
    Selbstverständlich hätte der betrügerische Bestatter den Pöppes in der Hose haben müssen, selbst für Ersatz auf den Särgen zu sorgen, eben selbst Karo einfach Sargdeckel drauflegen, auch wenns nicht zum Restsarg passt, hätte den Angestellten im Krema weniger Ärger u Arbeit gemacht.
    Arme Verstorbenen, ohne künstlerische Sargdeckel Begleitung kremiert (seufzt)
    (Selbstredend wurde der Typ allein schon aus Betrug am lebenden, zahlenden Kunden zurecht bestraft!)

  3. Ich halte eine Kremierung ohne Sargdeckel für technisch schwierig. Der Ofen brennt ja nicht aktiv sondern setzt durch strahlungswärme den Sarg in Brand. Wenn ein großer Teil des Sarges fehlt, ist dann die Energie für eine Kremierung noch ausreichend?

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