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In der Urne um die Welt

In der Urne um die Welt

Das Berliner Unternehmen November ermöglicht als erstes eine Weltreise nach dem Tod. Die Auswahl der Reiseziele findet noch zu Lebzeiten statt und ist Teil der Bestattungsvorsorge. Alternativ können die Hinterbliebenen die Weltreise-Bestattung in Auftrag geben, wenn der Verstorbene diesen Wunsch noch zu Lebzeiten geäußert hat. Die Anzahl der ausgewählten Orte ist individuell bestimmbar.

Angehörige erhalten während der Reise der Urne Postkarten mit professionellen Fotos der Urne an den Reisezielen. Zusätzlich werden diese Bilder zu einem Album zusammengestellt. Abschließend findet die Beisetzung des Verstorbenen auf die von ihm gewünschte Weise in Deutschland oder an einem der Reiseziele statt.

https://november.de/presse/weltreise-bestattung/

(Bevor wieder jemand jammert: Das ist KEINE bezahlte Werbung)

Bild: susannp4 / Pixabay

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Peter Wilhelm25. Juli 2018

39 Kommentare von 140228.

  1. Ich versteh nicht ganz den Mehrwert für den Verstorbenen????

    Abgesehen davon erinnerts mich so bischen an das Plüschtier, das vor einiger Zeit mal um die Welt reiste und dabei an Highlights fotografiert wurde, Einzelheiten (was das für ein Tier war und den Sinn des ganzen) hab ich vergessen.

  2. Ich lache mich hier gerade weg.
    Wenn das einen Sinn ergeben sollte, dann wäre für mich dieser nur in Verbindung mit einer Reise von mir mit der Totenasche zu sehen.
    So wie ich das zur Zeit auch mit meiner Mutti mache.
    Sie ist immer bei allen Reisen die ich mache dabei.
    An manchen Stellen, wo ich denke, dass es ihr gefallen hätte, lasse ich ein bisschen Asche von ihr.
    So nehme ich seit nunmehr 3 Jahren immer ein bisschen mehr Abschied von ihr bzw. von der Totenasche.
    In meinem Herzen wird sie immer bleiben, denn dort lebt sie weiter.

    Mir kommt es so vor, als würde man mit diesem Angebot versuchen, sich neue Einnahmequellen zu generieren.

      • @Thomas:

        Meinst Du wirklich es geht nur ums Geld?

        Warum sonst sollte ein Unternehmer diese Form der Reise anbieten?

        • @Lochkartenstanzer:
          Hallo Thomas,
          ich denke, von dieser Art der „letzten Reise“ hat der Verstorbene absolut nichts.
          Wenn ich das aber mache, weil ich meine Mutti an diversen Orten bei mir habe, dann bringt mir das etwas und meine Mutti wird es nicht stören. :-)
          LG Ingrid

    • @Ingrid Hoerner:

      Du reist mit der Asche deiner Mutter, um immer ein wenig davon an diversen Stellen zu hinterlassen?

      Das wäre in Deutschland hochgradig illegal. Die Asche muss bestattet werden und ist nicht als Reisebegleiter gedacht.

        • @Leo:
          Hallo Leo,
          ich denke, es muss jeder selbst entscheiden, wie man mit einem Verlust leben lernt.
          Wenn es für Dich „gruselig“ ist, dann ist das für mich okay.
          Frage mich aber, was Du daran „gruselig“ findest?
          Vielleicht klärst Du mich ja auf. :-)
          LG Ingrid

    • @Ingrid Hoerner: Ich finde das ehrlich gesagt auch gruselig, daher kläre ich mal auf (natürlich ohne zu wissen ob Leo das genauso sieht ;-) ). Es wäre für MICH gruselig, mit dem Leichnam meiner Mutter zu verreisen und ihn stückchenweise in der Gegend zu verteilen. Das liegt wohl daran, dass für mich die Asche immer noch ein Leichnam ist. Für mich wäre das so, als würde ich da was „zerstückeln“, wobei meine Phantasie da von viel zu vielen Folgen Criminal Minds auf unschöne Weise beflügelt wird 8-)
      @Ulf:
      Ich finde es aber nicht gruselig, dass Du das machst, denn für DICH ist es ja offenbar eine schöne Sache, und damit ist es dann auch eine gute Sache.

      • @Judi: Äh – ich hatte auf den Beitrag von Ingrid Hoerner vom 26.07., 18.41 Uhr geantwortrt. Keine Ahnung wie die Anrede an Ulf da mit reingeraten ist, von mir kam die nicht

      • @Judi:
        Hallo Judi,
        ich kann Deine Denkweise sehr gut nachvollziehen.
        Allerdings, wenn Du ein kleines Stückchen weiterdenkst, dann dürfte man auch keine Seebestattung machen. Hierbei wird im Regelfall dem Angehörigen eine „Seeurne“ verkauft, da man angeblich keine Totenasche ohne „Seeurne“ ins Meer geben darf.
        Die Voraussetzung für diese Seeurne heißt: Sie muss sich innerhalb von 48 Stunden zersetzen. Tun die meisten aber nicht. Wer will es auch im Meer kontrollieren.
        Es gibt allerdings Urnen, die diesen Ansprüchen gerecht werden, diese sind im Regelfall aus einer Art Pappe.
        Letztlich wird aber hier auch die Asche sich verteilen und nicht an einer Stelle bleiben.
        Hoffe, meine Info regt einfach zum Überdenken der einzelnen Bestattungsarten an.
        Verstreuung der Totenasche aus einem Heißluftballon oder mit einem Heliumballon sind ähnlich. Da geht die Totenasche in allen Richtungen auf die Erde zurück.
        An einer Stelle bleiben die Gebeine wirklich nur bei einer Erdbestattung.
        Schönes Wochenende
        Ingrid

  3. Ein bisschen wie der Gartenzwerg bei „Amelie“

    • @Konni scheller:
      Erinnert sich denn keiner mehr an „Die Sehnsucht der Pinguine“ von Willy Puchner??? Naja, ich hatte es ehrlich gesagt auch verdrängt..;o)

  4. So finanziert man seine eigene Welteise, denn es muss ja jemand mitreisen, der unterwegs die ganzen Fotos macht und den Bembel durch die Gegend schleppt. Tolle Idee, für den Anbieter. ;-) ;-) ;-) ;-)

    • @Winnie:

      Wobei man die „Weltreise“ auch mit Photoshop hinbekommen können müßte.

      • @Lochkartenstanzer: & @ Ingrid

        Aber Photoshop verdirbt doch den ganzen Reisespaß. Es sei denn, man war schon einmal unterwegs, dann kann man sich mittels Photoshop dem Geldverdienen widmen. Da habt ihr recht. ;-) ;-)

        Es gibt Menschen, die sind erst glücklich, wenn sie betrogen wurden. Aber sicherlich merken die es gar nicht und sind für den Super-Service, für was auch immer, dankbar. ;-) ;-)

        Noch mehr spart man mit der Freeware Gimp. Auch gewerblich, glaube ich.

        • @Winnie: Selbstverständlich auch gewerblich, denn Gimp ist keine Freeware, sondern Open Source Software unter der GNU Public License.

    • @Winnie:
      So hatte ich mir das auch schon vorgestellt und alternativ eben mit Photoshop. :-)
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die es machen.
      Aber, man soll ja nie nie sagen. :-)

      • @Ingrid Hoerner:
        Doch, da bin ich mir ganz sicher, dass es eine Menge Menschen gibt, die das machen. Hier wird zum größten Teil sicherlich das schlechte Gewissen des überlebenden Angehörigen ausschlaggebend sein.

        Klappt bestimmt noch besser, wenn der Bestatter in „psychologischer Kriegführung“ geschult ist. ;-)

        Das machen Sie richtig, gönnen Sie Ihrem/r Mann/Frau (oder was auch immer) noch diese letzte Reise. Die Seele stirbt nie und wer weiß, ob diese dass vielleicht doch noch mitbekommt usw. ;-)

        Oder wie beim Arzt. Wie? Ist Ihnen Ihre Gesundheit das nicht wert? Wobei es ausschließlich darum geht, dem Arzt die teuren Räume samt Inventar zu bezahlen. ;-)

        Ist Deutschland nicht schön? ;-) Freie Marktwirtschaft ist schon was tolles, wenn man auf der richtigen Seite steht. ;-)

        Mist, ich stehe (noch) auf der falschen. :-)

        • @Winnie:
          Hallo Winnie,
          ich habe mich heute ausführlich bei dem Institut „November“ informiert.
          Eigentlich macht man dort nichts anderes, als das, was ich seit vielen Jahren den Menschen anbiete. Man geht über den Weg des Grabplatzes in der Schweiz und bekommt dann die Aschenkapsel.
          Hierfür und für die Leistung des Bestatters in der einfachsten Variante kostet das schon mal zwischen 1.800 und 2.000 €uronen.
          Jetzt kann man beginnen, die „Weltreise“ vom Unternehmen planen zu lassen.
          Da fliegt dann jemand mit der Urne durch die Länder und sieht vielleicht sehr viele schöne Stellen – ist das was andere im Urlaub teuer bezahlen – und das lässt sich das Unternehmen vom Auftraggeber bezahlen.
          Den Job würde wahrscheinlich jetzt gleich jeder gerne annehmen. :-)

          Das Unternehmen hat deutschlandweit ca. 150 Bestatter, die die Abholung, etc. erledigen.
          Zumindest wurde mir das so gesagt.

          Ich bin selten sprachlos und mich erstaunt kaum etwas aber hier rollten sich mir die Fußnägel hoch bei so viel Dreistigkeit.

          Ich kann nur hoffen, dass die Menschen nicht so dumm sind, sich auf diese Machenschaften einzulassen.

          • @Ingrid Hoerner:

            Nunja,

            man diese Dienstleistung durchaus seriös anbieten, wenn die Kunden Wünschen, daß die urne durch die gegend reist. Sie machen das ja auch, nur ohne dabei Bilder zu knipsen. :-)

            Ich könnte mir das durchaus auch kostengünstig voorstellen, indem man „Agenten“ vor Ort anstellt, die die Urne, die im Postpaket per Spedition durch die Welt reist, in Empfang nehmen, diese an die entsprechenden Orte bringen für das Foto und anschließend zum nächsten Kollegen per Versand weiterschicken. Dann müßte man niemanden für teures Geld mitreisen lassen.

            Aber wie oben schon angedeutet, sind die Betrugsmöglichkeiten natürlich vorhanden.

            Jedenfalls wäre diese Dienstleistung nichts für mich. Wenn überhaupt wäre eine Weltraumbestattung für mich das einzige,was als Alternative zur Erdbestattung in Frage käme, dann aber „am Stück“ und nicht als Asche. Aber da werde ich wohl das Geld dafür wohl nicht mehr rechtzeitig „zusammenkratzen“ können.

            • @Lochkartenstanzer: Mir gefällt daran der Gedanke das da immerhin eine, wenn auch extrem geringe, Chance besteht das einen jemand so in x100k Jahren einfängt und neugierig wiederbelebt, nur um zu schauen was da so an Weltraummüll rumtreibt.

              *g*

  5. Ich habe gerade ne‘ Erscheinung. Wie frohlockte schon anno Tabak der gute Karel Gott? Einmal um die ganze Welt und die (T)Asche voller Geld… Jetzt habe ich das Lied endlich verstanden. ;-) ;-)

  6. Ich würde es vernünftiger finden, wenn man endlich Gesetze etwas freier gestalten könnte (aber dem entgegen stehen eben auch Friedhofszwang usw…): Urne des Lieben zu Hause bei den Angehörigen. Nix da von wegen: andere hätten keinen Platz, wo sie trauern könnten! Jeder trauert auf seine Weise oder im schlimmsten Fall: gar nicht? Gibt genug verwahrloste Gräber, dann lieber die Urne woanders wissen, als ein grauenhaftes, hässliches Grab, wo man ja auch in den zu warmen Sommern hin muß, Blümchen gießen,oder auch dann noch was tun soll, wenn man selbst nicht mehr körperlich kann! Ich halte es für Geldmacherei, weil man genau weiß: gibt zuviele Leute, die im Andenken an den lieben Toten alles Mögliche tun würden!

    • @mesie:
      Hallo Mesie,
      davon träume ich schon seit 2002, dass sich die Gesetze in den Bundesländern bzgl. der Totenasche ändern sollten.
      Aber auch hier wird mit dem Bestattungszwang Geld gemacht.
      Kommunen und Kirchen möchten sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.
      Es gibt verschiedene Argumente die immer wieder ins Feld geführt werden, die gegen die Freigabe der Totenasche sprechen. Allerdings, wenn man sie sich genau betrachtet, dann halten sie der logischen Denke absolut nicht stand.

      Erdbestattung = Friedhof
      Feuerbestattung = freie Entscheidung der Person die die Totenfürsorge hat

      Und wenn es Personen gibt, die gleichrangig die Totenfürsorge haben, dann müssen diese eben miteinander kommunizieren, wie sie vorgehen möchten. So ist das heute auch schon.

      Da ich selbst einige Jahre bei einem Bestatter gearbeitet habe, weiß ich, dass das kein leichter Job ist. Aber das hat eben auch nichts mit der Bestattungspflicht zu tun.
      Hier wird wirklich Kohle gemacht und es werden sinnlose Vorschriften gemacht.
      Freiheit bei der Grabgestaltung oft Fehlanzeige.

        • @Paul:
          Hallo Paul,
          mir rollen sich immer die Fußnägel hoch, wenn Menschen abgezockt werden und man Ihnen Dinge auf die Äuglein drückt, die absolut keinen Sinn machen.
          Und da scheinen ja dann einige mit am selben Strang zu ziehen um entsprechend verdienen zu können.
          Aber das höre ich ja auch immer wieder von Menschen, dass man sie in dieser Situation über den Tisch gezogen hat und man Dinge gemacht hat, die man mit klarem Verstand nie gemacht hätte.
          Korrekt ist für meine Begriffe anders!

          • @Ingrid Hoerner:
            Hallo Ingrid,
            ich weis leider nicht genau wie du das meinst. denn es sind doch die Betroffene die sich beim Bestatter melden. Und die setzen doch nur das um was der Hinterbliebene sich wünscht. Und wenn diese Weltreise Bestattung deren Wunsch ist un denen das Möglich gemacht wird, Wo ist das dann Abzocke?

  7. @Ingrid Hoerner:
    Hallo Ingrid,
    ich weis leider nicht genau wie du das meinst. denn es sind doch die Betroffene die sich beim Bestatter melden. Und die setzen doch nur das um was der Hinterbliebene sich wünscht. Und wenn diese Weltreise Bestattung deren Wunsch ist un denen das Möglich gemacht wird, Wo ist das dann Abzocke?

    • @Paul:
      Hallo Paul,
      weil man den Menschen etwas einredet, was total unlogisch ist.
      In Deutschland ist das normal, dass man sagt: „Die Wünsche des Verstorben haben erfüllt zu werden.“
      Wobei das aber nur dann gemacht wird, wenn es in die deutsche Gesetzgebung passt.
      Also, letztlich, wenn die Wünsche des Verstorbenen nicht mit der deutschen Gesetzgebung übereinstimmen, dann sind die Wünsche dem Gesetzgeber egal.
      Diese Situation kann nicht nach deutschem Gesetz erfüllt werden, sondern nur über den Umweg des Auslandes in dem kein Bestattungszwang herrscht.
      Wenn aber viele Bestatter sich immer auf die deutsche Situation berufen und deshalb nicht bereit sind über das Thema „Urne zu Hause“ zu sprechen, hier aber, scheinbar um den letzten Wunsch zu erfüllen, bereit sind, sich über das deutsche Gesetz hinweg zu setzen, kann ich das nur daran festmachen, dass es um eine größere Summe geht, die der Bestatter mit diesem Service verdienen möchte.
      Bei einem aushändigen der Totenasche, wo dann der Angehörige ja auch das alles machen könnte, wird ein Bestatter niemals solche Summen realisieren können.
      Ergo, hier geht es nicht um die Wünsche des Verstorbenen, was sowieso Schwachsinn ist, denn ihm kann egal sein, was mit seiner Totenasche passiert, sondern lediglich darum, wie der Bestatter das Produkt „Urne um die Welt“, erfüllt und damit eben abkassiert.
      Abzocken kann man gerade die Menschen, denen man das schmackhaft macht.
      Angehörige sind in vielen Fällen leichte Opfer für oft rhetorisch und psychologisch gut ausgebildete Bestatter.
      Es gibt Schulungen, die den Bestattern angeboten werden, wie man eine hohe Lebensversicherung „sinnvoll“ für die Situation Bestattung verbraten kann und möglichst noch mehr raus schlägt.

  8. Sehr clevere Idee:
    Da möchte jemand auf Kosten seiner Kunden auf Weltreise gehen, was sich aber vermutlich nur mit einer grösseren Anzahl an Urnen, die er dann gleichzeitig mitnimmt, rechnen würde.

    Die Ein- und Ausfuhr von Totenaschen ist sicher keine Sache, die jeder ohne weitere Formalitäten überall machen kann.Ich kann mir nicht vorstellen, daß Angehörige für derartiges fünfstellige Summen ausgeben würden.

    Aber es gibt sicher Fälle, wo der Bestatter nicht so recht weiss, wie er die Lebensversicherung oder auch die Sterbeversicherung zu Gunsten des eigenen Profits restlos verbraten kann.

    Vermutlich würden die Fotos im Studio gemacht und die Angehörigen betrogen.

    Ich schliesse mich der Meinung von Frau Hoerner an.
    Meine Mutter erzählte oft vom Beratungsgespräch als Ihr Bruder verstorben war.
    Sie war mit ihrer Schwägerin dabei.
    Die Bestatterin verkaufte mit dem Satz „Es ist aber doch das letzte, was Sie für ihn tun können“ jeden überteuerten Nonsens vom besten Sarg bis zu teuersten Decken usw.
    Da wird das vom Todesfall ausgelöste seelische Tief weidlich ausgenutzt.

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