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Nicht überall, wo auf dem Totenschein Corona drauf steht, ist auch Corona drin???

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Herr Reitschuster betreibt eine Webseite unter reitschuster.de. Heute macht mich Leser Oliver darauf aufmerksam, dass es dort um Bestattungen und Corona geht.

die Geschichte eines Arztes, den sein Chef dazu aufforderte, wider besseres Wissen in Totenscheinen „Corona“ als Todesursache einzutragen. Auch ein Bestatter hat sich bei reitschuster.de gemeldet, der ebenfalls von Auffälligkeiten bei Totenscheinen berichtet. Und gleich zahlreiche davon mitschickte.

Mag sich jeder mal selbst ein Bild machen.

Link zu reitschuster.de

Auf der Seite neopresse.com wird das aber zumindest mal vorsichtig bezweifelt. Ich mag die Seite aber nicht auch noch verlinken oder zitieren, weil sie mir auch merkwürdig vorkommt.

Mehr Infos hier bei MIMIKAMA

BILDQUELLEN

  • fakenews-totenscheine: Deutsche Krankenhaus Gesellschaft | All Rights Reserved
Peter Wilhelm 23. Februar 2021


16 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde eher die Reitschuster merkwürdig. Ein Totenschein sagt ja nicht aus, das derjenige an etwas anderem gestorben ist. Bei dem Pflegeheim meines Vaters sind 3/4tel der Plätze letztes Jahr ‚freigeworden‘. Von Platz 47 Warteliste auf Zimmer frei gibt es bei ihm in 4 Wochen…

    Aber’natürlich‘ sind die alle nicht wann Corona gestorben wenn man Verschwörungstheoretikern glaubt.

  2. Hm… also der Artikel ist an sich schon interessant. ABer wenn ich mir so ansehe, was auf der Seite sonst so kommt, weiß ich auch nicht so recht, ob das ohne „Haltung“ und ohne Ideologie ist. Zumindest scheint er bei seinen Themenschwerpunkten ganz klare Überlappungen zu haben. Mag zum Teil der aktuellen Situation geschuldet sein, fällt mir aber schon auf.

    • Ich fand den Artikel von lokalkompass „Querulanten um jeden Preis …
      GEFÄHRLICHE EXPERTEN“ recht interessant zu dem Thema.

  3. Also ich finde es schon bedenklich, auf solch eine Seite zu verlinken.
    An den Totenscheinen kann ich jetzt auch nichts besonders außergewöhnliches feststellen. Die sind meiner Meinung nach alle soweit in Ordnung, natürlich ohne den Einzelfall oder die speziellen Umstände zu kennen. Ein Beweis für eine Täuschung stellen sie meiner Meinung nach aber keinesfalls dar. Wenn Totenschauen im Altenheim stattfinden sollte eine aktenkundige Covid-19-Diagnose natürlich natürlich auch auf dem Totenschein vermerkt werden.

  4. Also, auf die ANDERE Seite willst du nicht verlinken, weil die dir nicht so seriös vorkommt, aber DIE ist kein Problem?
    Ansonsten: Ein Bestatter ist kein Arzt, und kleine Anmerkung: Eine Virusinfektion kann zu Lungenentzündungen, Herzentzündungen etc führen, was dann nicht heißt, dass z.B. Covid dann ne ausgedachte Ursache ist. U.U. kann sogar erst die Infektion weg sein, und der Betroffene dann an der Entzündung sterben, ist aber zu dem Zeitpunkt negativ getestet.
    Naja, begib dich nicht zu sehr in Verschwörungsblasen.

    • Da hast Du Recht. Mir ist die eine Webseite so suspekt wie die andere.
      Aber ich mache mir verlinkte Inhalte so oder so nicht zu eigen.

      Die Wiedergabe von Links, die mir von Lesern eingesandt werden, unterstreicht niemals meine Meinung, sondern dient nur zur allgemeinen Information.

      Abgesehen von der bewiesenen Tatsache, dass der Mond aus grünem Käse besteht, hänge ich keiner Be-, Ent- oder Verschwörungstheorie an.
      Ich glaube noch nicht einmal an Zombies, obwohl mir jeden Tag welche begegnen.

      • > Abgesehen von der bewiesenen Tatsache, dass der Mond aus grünem Käse besteht,…

        Da irrst du Dich gewaltig Peter. Wie Aardman in seinem Dokumentarfilm „A Grand Day out“ nachgewiesen hat, besteht der Mond aus gelbem Cheddar-Käse. Das haben die Astronauten Wallace und Grommit in seinem Auftrag überprüft und auf youtube gestellt:

  5. Das Problem ist einfach, dass kein Arzt irgendetwas zu gewinnen hat, wenn „Corona“, „Covid“ oder dergleichen auf dem Totenschein steht.

    Tatsache ist, dass der Tod durch das Coronavirus zu selten auf dem Totenschein steht – schliesslich macht kein Arzt eine virologische Diagnostik, wenn er zu Hause oder in einem Pflegeheim der lästigen Tätigkeit des Totenschein-Ausstellens nachgeht. Korrekt gezählt werden jedenfalls die im Krankenhaus verstorben sind, denn bei ihnen ist die sehr typische Krankengeschichte dokumentiert.

    Auf der verlinkten Seite werden zahlreiche Totenscheine dargestellt, die aber korrekt auf einen früheren positiven Covid-Test hinweisen. Der Totenschein darf ja aus den pflegerischen Dokumentation zitieren.

  6. Ja, es mag sein, dass, wie von den mündigen Bürgern und Querdenkern so gerne behauptet wird, der eine oder andere der MIT einer Covid-Infektion verstorben nicht AN der Covid-Infektion verstorben ist und vielleicht trotzdem in den nächsten 2-4 Wochen verstorben wäre.

    Aber was ganz eindeutig ist: Viele der mit Covid verstorbenen Menschen waren zwar alt und hatten auch die eine oder andere Vorerkrankung. Aber trotzdem waren die meisten vor ihrer Covid Infektion nicht sterbenskrank. Und viele der als Risikofaktoren benannten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck lassen sich — auch bei alten Menschen — medikamentös sehr gut und sehr lang kontrollieren, und man kann Jahre oder Jahrzehnte damit gut und ohne größere Einschränkungen leben. Wenn dann aber die Covid Infektion dazu kommt, die sich bei diesen Risikofaktoren eben noch stärker auswirkt, wird’s dann eben zu viel für das Immunsystem. Auch wenn also Covid vielleicht nicht die einzige Todesursache war, fest steht, die meisten dieser Menschen hätten ohne Covid Infektion noch um einiges länger gelebt. Oder glaubt ernsthaft jemand, dass es einfach Zufall ist, dass aktuell signifikant mehr alte Menschen sterben, und die nur zufällig alle gerade mit Covid infiziert sind? Ich kenne mehr als nur eine Person, die abgesehen von den typischen Zimperlein im Alter, im Grunde gesund und noch völlig eigenständig lebend, nach einer Covid Infektion innerhalb weniger Tage bis maximal 2 Wochen verstorben ist.

    Und über die Reputation Reitschusters — ganz besonders im Kontext Covid — lässt sich auch bei Wikipedia nachlesen. Lieber Herr Wilhelm, wenn Ihnen also die neopresse fragwürdig vorkommt (keine Ahnung, hab die Seite, wie auch die von Reitschuster, nicht besucht), dann müsste auch für Reitschuster das gleiche gelten.

    • „Aber trotzdem waren die meisten vor ihrer Covid Infektion nicht sterbenskrank. Und viele der als Risikofaktoren benannten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck lassen sich — auch bei alten Menschen — medikamentös sehr gut und sehr lang kontrollieren, und man kann Jahre oder Jahrzehnte damit gut und ohne größere Einschränkungen leben.“

      Jupp. Wenn man Vorerkrankungen berücksichtigt, ist der durchschnittliche Corona-Tote 10 Jahre zu früh verstorben.

      https://wellcomeopenresearch.org/articles/5-75

    • Man muss sich einfach mal angewöhnen die Nachrichten, vor allem diese reißerischen, selbst zu prüfen. Und ohne Quellen/Belege bin ich mittlerweile sehr vorsichtig geworden. Habe jetzt auch schon das ein oder andere mal selbst beim statistischen Bundesamt vorbei geschaut. Und Fakt ist, das die angebliche übersterblichkeit sicherlich vorhanden ist, aber bei weitem nicht so hoch wie die Medien gerne in Schlagzeilen behaupten (es wird von 5% geredet, bereinigt ums Schaltjahr und der alterspyramide, bleiben aber nur noch 2-3%… und auch andere Jahre schwanken schonmal um zigtausend Sterbefälle). Es gab schon grippewellen die uns, trotz Impfungen, härter getroffen haben. Wobei man dazu sagen muss, das wir uns mit Maßnahmen selbstgeisseln und es trotzdem noch solche Auswirkungen gibt, will man sich gar nicht ausmalen, wenn man wie bei ner normalen grippewelle einfach nix tun würde.
      Meine Oma ist auch ohne Corona an nem normalen grippalen Infekt oder meinetwegen Grippe binnen drei Tagen verstorben… ab 80 nimmt das sterberisiko einfach zu. Da muss nichtmals Corona kommen, da reicht schon weniger populäres.

  7. Für mich als Bestatter kommt das keineswegs überraschend.
    Jeder aus unserer Branche, der schon das ein oder andere Mal den vertraulichen Teil der Todesbescheinigung zu Gesicht bekommen hat weiß, dass es bei der unmittelbaren Todesursache regelrechte Dauerbrenner wie „multiples Organversagen“ o.ä. gibt. Sollte uns das zu denken geben? Ich würde sagen: JA!

    Die Leichenschau in Deutschland wird oftmals derart schlampig durchgeführt, dass man wirklich vom Glauben abfällt, Kollegen bzw Angehörige haben mir schon berichtet, dass der oder die Verstorbene so manches Mal nicht einmal vom Arzt berührt wurde, entkleidet wird sowieso fast nie jemand…

    Ich hatte mal eine Überführung eines Verstorbenen, der in seiner Wohnung aufgefunden wurde (am Tag des Ablebens), dieser lag auf seiner Couch und hatte auf dem Couchtisch daneben einen Abschiedsbrief geschrieben. In diesem Brief war ganz klar zu erkennen, dass er Suizid begangen hat. Der Arzt gab auf der Todesbescheinigung einen natürlichen Tod an (was bei einem Suizid alles andere als zutreffend ist). Der Arzt hat weder festgestellt, dass ein Suizid vorliegt, noch hat er den Abschiedsbrief gesehen, welcher deutlich als solcher erkennbar ca 70cm neben dem Verstorbenen (sehr gut zu sehen) lag.

    Was das bei den Angehörigen des Verstorbenen verursacht hat kann sich glaube ich jeder vorstellen.

    Der Arzt fand seines Erachtens nach keinerlei Anzeichen für einen nicht natürlichen Tod, in diesem Fall Suizid. Dies teilte er mir auf Nachfrage am Telefon mit.

    Seine Rechnung lag trotzdem schon beim Verstorbenen und der Betrag war…zu hoch (fast 200€, für diese Beträge war der Arzt bekannt und berüchtigt).

    Bei einem anderen Fall, bei dem ich selbst auch zugegen war, hat dieser Arzt im Beisein der Kriminalpolizei eine Leichenschau in 2 bis 3 Minuten durchgeführt, diese hat er nach dem Hinweis der Kripo, dass die Verstorbene Vorerkrankung X hatte, dann auch mit den Worten „dann ist ja alles klar“ beendet und hat eifrig die Todesbescheinigung und selbstverständlich noch viel eiliger seinen Rechnungsvordruck ausgefüllt.
    Was dem Fass noch mehr dem Boden ausgeschlagen hat ist die Tatsache, dass die Beamten der Kriminalpolizei das auch noch lustig fanden und den Arzt nicht zu einer anständigen Leichenschau aufgefordert haben.
    Besagter Arzt ist dann in seinem dicken Porsche SUV ab und davon.

    Noch Fragen?

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