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Sex mit einer Toten?

Sehr geehrter Herr Bestatter
Ich würde gerne von ihnen hören was sie davon halten. wenn mann mit seiner frau wenn sie gestorben ist ein letztes mal hat erlaubt ihr das? ich meine sex?

Ich nehme mal an, der Einsender erhofft sich jetzt eine „geile“ Antwort.
Wie oft und wie lange und wann man Sex miteinander hat, ist unter verantwortungsbewußten Menschen stets eine Frage des gegenseitigen Einverständnisses.
Da ein toter Mensch dieses Einverständnis nicht mehr geben kann, ist für mich ein sexueller Akt nicht vorstellbar, nicht hinnehmbar und würde von mir auch nicht ermöglicht werden.

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Peter Wilhelm8. August 2014

26 Kommentare von 140267.

  1. Es gibt da noch eine andere Antwort, die der Person auch tatsächlich weiterhelfen könnte:

    Regel 1: Die Person darauf ansprechen, was sie davon hält. Vielleicht erhält er ja die Antwort „Mach nur, ich bin dann eh tot.“ Wichtig: Diese Abmachung schriftlich festhalten. So von wegen Leichenschändung und so. Störung der Totenruhe. (Frage an die Juristen hier: Kann man die Totenruhe durch eigene Einwilligung wegbedingen?)
    Regel 2: Bitte erst, nachdem der Arzt wegen dem Totenschein da war. Aber auch erst, nachdem die Leiche von der Gerichtsmedizin freigegeben wurde. Das kann sehr wichtig sein, so von wegen Sexualdelikten.
    Regel 3: Aber erst bevor der Bestatter kommt. Beachte jedoch: Falls der oder die Verstorbene noch bei der Gerichtsmedizin, oder im Krankenhaus liegt, ist dies etwas schwierig. In dieser Lage kommt eine Aufbahrung zu Hause in Frage.

    So.

  2. Vielleicht hat seine Frau seit Jahren „Migräne“ und lässt ihn nicht ran. Deshalb erwägt er sie umzulegen und so wenigstens einmal… ;-)

  3. Wie ist es denn, Peter, wenn die Frau eingewilligt hat und der Mann das schriftlich hat? Ich könnte mir das schon vorstellen, wenn auch nicht für mich, sondern dass ein Mensch, der der anderen so unendlich liebt und verloren hat, diesem Menschen noch einmal nah und mit ihm intim sein will.

    • Das habe ich auch schon Ausprobiert ist nicht so Toll langweilig.
      Mit Mettwurst habe ich es mal getestet. Das was gar nicht so Toll war mit Schweineschnitzeln, Ich habe sie mit heissen wasser warm gemacht aber würg es ist nicht schön.

  4. Ich spekuliere (an den Fragesteller: Nein, das hat nix mit Sex zu tun) jetzt mal wild drauf los: Der Fragesteller ist ungefähr 12 Jahre alt und personenidentisch mit dem Deppen, der letztens frug, ob die Leute vor oder nach der Beerdigung verbrannt würden.

    Richtig?

  5. Na ja, der Hintergrund der Frage muss nicht zwangsläufig so dumm sein ;)
    Im Islam zum Beispiel ist der Beischlaf noch eine Zeit lang nach dem Ableben der Frau gestattet. Vorbild ist hier wie so oft Mohammed selbst, der das so gehandhabt haben soll.
    Ob das auch umgekehrt erlaubt ist, weiß ich nicht. Müsste halt in den Zeitraum der Leichenstarre fallen…

  6. Hallo Peter,
    Bei dem was Du jeden Tag durchlesen mußt, frage ich mich oft ob Deine Nackenmuskulatur
    vom vielen Kopfschütteln nicht weh tut!! Aber sehr tolerant von Dir, das Du dich trotzdem mit so etwas auseinander setzt! Bleib tapfer!
    Liebe Grüße!

  7. Ich kann nicht ansatzweise irgendwas lustbringendes an Sex mit einer Leiche erkennen, aber genauso schwer fällt es mir die grundsätzliche Problematik daran zu erkennen. Jemand Verstorbenes ist tot, es kann also ihn oder sie auch nicht mehr stören, dass sich jemand mit den sterblichen Überresten vergnügt. Selbst wenn es sowas wie ein Jenseits gegen sollte, besteht ja offenbar im Generellen wenig Bedarf, den hinterlassenen Körper je wieder in Besitz zu nehmen.
    Manchmal fällt es mir da in meiner Nüchternheit schwer, nachzuvollziehen, warum mit einer Leiche immernoch umgegangen wird, als wäre sie lebendig, ausser vielleicht aus Rücksicht auf Angehörige, vor deren Angesicht, der nekrophile Akt aber ja wohl kaum stattfinden würde.

  8. Der flapsigen Formulierung nach ohne Nennung irgend eines Hintergrundes für diese Frage würde ich das ebenfalls als reinen Spaß bzw. Provokation eines Jugendlichen oder Betrunkenen o.ä. einordnen. Ich finde es bemerkenswert, daß sich Peter Wilhelm die Mühe macht, darauf ernsthaft und wahrheitsgemäß einzugehen.

    @turtle-of-doom
    Du hast Möglichkeit/Regel 4 vergessen, daß man die Leiche auch nach der Beerdigung noch ausgraben kann.

    Das Argument der Gerichtsmedizin spielt doch keine Rolle, wenn der Betroffene ohnehin der Ehemann war. Wenn seine DNS am Körper der Toten gefunden wird, wird das keinen verwundern.

    Und:

    NEIN, die Strafbarkeit läßt sich nicht durch eine Vollmacht o.ä. aushebeln, da das allgemeine Pietätsgefühl als Wert die Persönlichkeitsrechte des Toten überwiegt. Dies wurde übrigens auch als Begründung dafür herangezogen, daß Armin Meiwes und Detlev Günzel nicht nur wegen Mordes, sondern auch wegen Störung der Totenruhe verurteilt wurden. Die ausdrückliche Einwilligung (viel mehr noch, die aktive Suche) des Verstorbenen zu Lebzeiten, die ja in beiden Fällen gut dokumentiert war, wurde kaum berücksichtigt. Ein diesbzüglicher Vertrag o.ä. würde außerdem als sittenwidrig gelten und man würde dafür keinen Notar zur Beglaubigung finden. Und selbst wenn, dann wäre das eben wegen obiger Rechtsprechung hinfällig und hätte später vor Gericht keinen Bestand.

    Es gibt nach meinem aktuellen Kenntnisstand nur zwei Möglichkeiten, den Paragraphen zu umgehen: Entweder wird das Material als (anonyme, (noch) nicht bestattungspflichtige) medizinische Probe deklariert, da besteht jedoch das Problem, daß das mit einzelnen Teilen oder Knochen möglich ist, mit ganzen (identifizierbaren) Leichen jedoch schwer bis unmöglich werden dürfte. Oder man nimmt das kleinere Übel der Strafbarkeit und wartet, bis die Nutzungsdauer/Liegezeit der Grabstätte abgelaufen ist, dann wäre es nur noch einfacher Diebstahl, da kein konkretes Grab angetastet wurde und nach Bestattungsgesetz keine Leichenteile mehr vorliegen, selbst wenn an den Knochen noch mumifizierte Reste dranhängen sollten. Es ist allerdings eine juristische Grauzone, da die Formulierung im StGB leicht abgeändert wurde und nun von Körperteilen anstelle von Leichenteilen die Rede ist. Meines Wissens gibt es dazu noch kein Gerichtsurteil, da noch kein entsprechender Fall verhandelt worden ist. Wer mehr weiß, kann das gern hier reinschreiben oder mir eine eMail schreiben. In dem Fall der nekrophilen Frau in Schweden fand jedenfalls ein Freispruch bezüglich dieses Anklagepunktes statt, aber auch erst in der zweiten Instanz. Ich weiß aber nicht, ob es einen Unterschied macht, ob konkret sexuelle Handlungen innerhalb der Verjährungsfrist nachgewiesen werden konnten und ob das einen Unterschied gemacht hätte. Jedenfalls dürfte die Rechtslage in Deutschland ähnlich sein.

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