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Was Grufties am Wochenende so machen

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Hello Mr. Undertaker,

ich war mal wieder auf Friedhofstour – diesmal auf dem Melatenfriedhof in Köln, einem der schönsten Friedhöfe Deutschlands. Was Gruftis am Wochenende halt so machen… 😉 Hier sieht man den berühmten Sensenmann, funktionierend-vorbildliche Grabpatenschaften und die „Mall of Death“. Mehr in meinem Bericht darüber hier: http://der-schwarze-planet.de/melatenfriedhof-koeln/

Außerdem wollte ich Dich und Deine Leser schon immer mal fragen: Hast Du einen Lieblingsfriedhof? Welchen und warum?

Die Grabsymbole aus der Tier- und Pflanzenwelt auf den Gräbern des Melaten haben sich Freunde von mir angesehen. Könnte ebenfalls interessant sein für Deine Leser: http://www.schemenkabinett.de/?p=703

Viele Grüße
Shan Dark

Ich persönlich bin sehr gerne auf schönen Friedhöfen. Für mich erzählen Friedhöfe und die Gräber darauf Geschichten und beflügeln meine Phantasie und über eine beruhigende, keinesfalls beängstigende Wirkung auf mich aus.
Es gibt viele Friedhöfe,die ich mag.

Sehr gerne mag ich einen sehr kleinen Dorffriedhof hier in der Nähe, den alten, kleinen Friedhof von Grenzhof:

https://www.google.de/mapmaker…7836&hyaw=102.35885468034465

Sehr beeindruckend finde ich auch den jüdischen Friedhof in Worms:

https://www.google.de/mapmaker?q=j%C3%BCd…34.41761582234506


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Hier veröffentlicht der Publizist Peter Wilhelm Informationen und Geschichten rund um den Bestatterberuf.
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Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
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Peter Wilhelm 10. Juni 2013

27 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Irgendwie wusste ich, dass Du das zur Überschrift machst 😉 – völlig OK. Danke Dir fürs Aufnehmen hier.

    Der jüdische Friedhof von Worms ist ja gar nicth so weit weg von mir, das wäre mal einen Ausflug wert. Den Link zum Friedhof in Grenzhof kann ich nicht folgen bzw. erkenne ich da nix. Oftmals sind es gerade die kleinen, unbekannten Totenacker, die etwas ganz Besonderes an sich haben.

    @Althaea: Danke für den Tipp zu Trier. Da war ich zwar schon, aber noch nicth auf dem Friedhof. Wäre was für die Rubrik „Friedhofsbesuch statt Städtetrip“.

  2. Für mich ist der Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg der schönste Friedhof .Er ist der größte Parkfriedhof der Welt.Jetzt ist er durch die Rhododendronblüte einfach ein Paradies.
    Dieter aus dem hohen Norden

  3. Der Wiesbadener Nordfriedhof ist auch ein sehr schöner Friedhof. Er erinnert mich mehr an eine sehr gepflegte Parkanlage als an einen Friedhof. Hinzu kommt, daß der sehr nahe gelegene Wald eine wunderbare Ruhe ausstrahlt. Allerdings sollte man sich für einen Spaziergang dort viel Zeit nehmen – allein vom Haupttor bis zu den jüdischen Gräbern läuft man fast eine halbe Stunde. Der Südfriedhof ist zwar auch schön angelegt, aber das neue Krematorium stört ein wenig [ 1. es schaut im Gegensatz zum alten, diskret gelegenen Krematorium am Haupteingang wie ein kalter, häßlicher Betonklotz aus und 2. wenn dort gerade Betrieb herrscht dann riecht man das über den ganzen Friedhof].

    Übrigens: diese kleinen österreichischen Dorffriedhöfe üben auch so einen gewissen Reiz auf mich aus.

    • Der wohl ausgefallenste Friedhof ist der Alte Nordfriedhof. Seit 70 Jahren ohne Bestattungsbetrieb ist er heute inmitten sehr dichter Bebauung zur Liegewiese, Spielplatz, Joggingstrecke und sogar Partyplatz mutiert. Wird alles (in gewissen Grenzen…) geduldet.

      Die anderen großen Friedhöfe sind eher 08/15 – doch gibt es in so manchem Vorort noch kleine Kirchenfriedhöfe zu finden.

      Ein Kuriosum (sogar noch MIT Bestattungsbetrieb)ist der Friedhof Fröttmaning – dieser Ort besteht NUR NOCH aus Kirchlein und Friedhof – der Ort selbst musste in den 30ern/60ern dem Autobahnbau weichen.

      By the way: Mein absoluter Liebling ist der Südwestkirchhof in Stahnsdorf bei Berlin. Während der DDR lag das Riesenareal im Dornröschenschlaf, aus dem es laaaangsam wieder erwacht. Hochinteressant!

      • Stimmt, da war ich sogar schon (mit Freunden, die mit ihren Kindern zum Spielen dorthin gegangen sind)…

    • mir hat immer ganz gut der „südliche friedhof“ an der thalkirchner straße gefallen (trotz dem „südlich“ ist das stadtmitte). war bei unserer zeichenlehrerin sehr beliebt, weshalb wir da als schulklasse vor 25 jahren des öfteren waren *g*
      bestattet wird da meines wissens nach nicht mehr: wegen überfüllung geschlossen *g*

  4. Bei mir persönlich steht auch Ohlsdorf in Hamburg an erster Stelle. Bei dem reichen aber selbst im Blitzdurchlauf keine 4 Stunden zum Erkunden – nicht umsonst hat der Friedhof eine eigene Buslinie 🙂

    Ansonsten ist natürlich der in Leipzig durchaus einen Abstecher wert, wenn man beim WGT-Besuch mal dem Trubel entfleuchen möchte…

  5. @Dieter: Irgendwann ist er mein, der Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Das mit der Rhododendronblüte jetzt im Juni muss ich mir mal merken.

    @BlackBudgie: Das Gute liegt so nah. Danke für den ausführlichen Tipp. Auch der Frankfurter Hauptfriedhof soll übrigens toll sein.

  6. Der Grenzhöfer Friedhof ist wirklich schön. Vor allem, weil er auch so einsam an der Straßenkreuzung liegt. Was bin ich früher öft mit dem Fahrrad daran vorbeigefahren. Und wie oft waren wir bei der Kiesgrube. Was man halt so für einen Quatsch als Kinder macht. Mittlerweile wohne ich 600km entfernt und bin nur noch selten in meiner alten Heimat.

  7. Sehr bekannt ist der alte jüdische Friedhof in Prag, auf dem ich letztes Jahr war. Schön fand ich ihn zwar nicht, aber ein beeindruckendes Zeugnis jüdischer Kultur und Geschichte – nicht nur wegen Rabbi Löw. (ungehörig fand ich die Touristen, die nicht mal die dort extra angebotene Kippa trugen – soviel Respekt sollte man haben)
    Überhaupt, die Synagogen in Prag – viel mehr an einem Ort wird es in Europa wohl kaum (mehr) geben als dort.

    • Wie kommst Du auf die Idee? Beide Friedhöfe sind denkmalgeschützt und werden zwar 2015 entwidmet, aber als Parkanlage (angesichts des Denkmalschutzes selbstverständlich weiter mit den Steinen und Gebäuden) weitergeführt.

  8. Ich finde Friedhöfe total toll, liebe auch Ohlsdorf und war tatsächlich noch nie auf dem Melaten, obwohl ich ganz in der Nähe eine Fortbildung hatte 🙁 Aber im Oktober fahre ich wieder hin, dann bin ich da, versprochen!!! Gerade in den Großstädten halte ich den Trubel oft nur auf den Friedhöfen aus.
    Ansonsten mag ich latürnich der Père-Lachaise in Paris, hier in Münster den Waldfriedhof Lauheide und vielevieleviele kleine an den Hang gepresste Mini-Friedhöfe in Schottland :-))))
    Friedhöfe und Bahnhöfe, das sind irgendwie immer die Konstanten auf meinen Reisen–naja, hat ja auch beides irgendwie mit Anfang und Ende zu tun….
    Kennt einer von Euch den Skogskyrkogården in Stockholm? Ich hab bei meiner letzten Reise nach Schweden darüber in einer Zeitung gelesen, und jetzt will ich da unbedingt mal hin!

    • Ich war schonmal da auf dem Skogskyrkogården – Ende 2009. Allerdings hat er keinen so ganz bleibenden Eindruck hinterlassen, dafür ist er glaube ich auch zu groß, als dass man ihn bei nur einem Besuch schon ganz „begreifen“ kann. Sicherlich einen Besuch wert, aber meine Fixpunkte in Stockholm sind doch andere…

      • Stockholm ist halt auch Großstadt, wie andere Städte auch 😉 und ich fühle mich da immer etwas verloren (kann auch an den vorgeschalteten Wandertouren liegen, da gibts dann immer einen Kulturschock)… In der Zeitung legten sie Wert darauf, dass es eben ein Waldpark ist, der auch so genutzt werden soll–mit kleinen Kindern, die auf dem Grab ihres Vaters spielen oder Besuchern, die sich auch einfach mal in die Sonne legen. Ein Platz zum Wohlfühlen und zum Gedenken–nicht unbedingt nur zum Trauern.
        Bin gespannt, vielleicht klappts ja dieses Mal!

        • Hatte ‚mal eine (zu) kurze Zeit da gelebt und mich sofort in die Stadt verliebt. Ist immer noch so: sobald ich ‚mal für 2 Tage da bin, fühle ich mich zuhause.

  9. Meine Favoriten unter den Friedhöfen sind:
    Der Ohlsdorfer Friedhof in HH, ebenso wie der Wiener Zentralfriedhof.
    In Stuttgart der Pragfriedhof mit dem wunderschönen Jugendstilkrematorium und der alte Friedhof im Hoppenlau, auf dem schon lange nicht mehr bestattet wird und der mehr als Park genutzt wird.
    Auf Mallorca hat mir der Friedhof von Soller sehr gut gefallen. Die Aussicht von dort war schon grandios, die Gräber haben mich stark an die italienischen Friedhofe erinnert. Es gab dort auch sehr schöne Mausoleen.
    Ganz toll finde ich auch ganz alte, kleine Friedhöfe, die oft kaum Erwähnung finden.

  10. Super, lieben Dank für Eure tollen Tipps und Meinungen. Offenbar muss man kein Grufti sein um Friedhöfe zu mögen. Aber das war mir auch vorher schon klar. 😉

    STockholm steht noch auf meiner Reiseliste und für München hab ich auch noch Empfehlungen gebraucht. Alter Nordfriedhof und Fröttmanning, ich kommeeeeeee!
    Danke 😉

  11. Ich möchte noch etwas über österreichische Friedhöfe beitragen. Der Wiener Zentralfriedhof ist ja einem größeren Kreis bekannt.

    Graz hat auch einen sehr großen Zentralfriedhof, den ich vor langer Zeit einmal erkundet habe. Dort ist der Rennfahrer und Weltmeister Jochen Rindt begraben.

    In Klagenfurt gibt es (mindestens) zwei interessante Friedhöfe.

    Der älteste (?) ist der Friedhof St. Ruprecht.

    Der Zentralfriedhof Annabichl besteht seit 1901 (Anlage) und 1906 (Weihe) und hat etliche schöne Gruften und „historische“ Gräber der örtlichen Oberschicht aufzuweisen. Bei einem Rundgang sind sie vor allem in der Nähe der Aufbahrungshalle, links von der Hauptallee und an den Außenmauern zu finden.

    Mich hat ein Grabstein mit Flugzeugpropeller (für einen Piloten des WK I?)als Kind am meisten beeindruckt. Die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann ist auch hier begraben.

    Da fällt mir noch eine alte Sage ein:

    Der Türmer an der Stadtpfarrkirche hatte die Aufgabe, um Mitternacht mit dem Horn nach Osten, Norden und Westen zu blasen. Nur nicht nach Süden, weil dort der Friedhof St. Ruprecht lag, um die Verstorbenen nicht zu stören.

    Eines Abends feierte er mit seinen Freunden, trank einiges und wurde aufgezogen, dass er nur zu feige wäre, mit dem Horn nach Süden zu blasen. Es kam, wie es kommen mußte, der Türmer, betrunken und zornig, rannte nach Hause in seine Kammer im Turm und war entschlossen, heute nacht das Verbot zu brechen. Seine Frau versuchte ihn davon abzuhalten, aber es gelang ihr nicht.

    Schlag zwölf blies er in sein Horn – Osten, Norden, Westen, dann besonders kräftig nach Süden. Zuerst passierte nichts.

    Aber schon nach wenigen Minuten hörte er Geräusche aus dieser Richtung. Dann sah er mit Schrecken, wie sich eine große Gruppe von Skeletten der Kirche näherten. Aufgeregt versuchten sie, den Turm zu erklettern.

    Der Türmer war schlagartig wieder nüchtern und bekam riesige Angst. Er konnte sehen, wie die Toten immer höher und höher kletterten und fing zu beten an. Als der Erste seine knochigen Finger durch das Balkongitter streckte, schlug die Turmuhr eins und die Gerippe stürzten in sich zusammen und verschwanden. Die Geisterstunde war vorbei.

    Der Türmer aber hielt sich für den Rest seines Lebens vom Branntwein fern und blies nie mehr nach Süden zum Friedhof.

    (nach G. Grabner, Sagen aus Kärnten)

  12. @ Shan Dark: Danke, danke, danke. Wir sind im Juni in Köln und ich glaube ich weiß jetzt wo mein Mann und ich unsern 10. Hochzeitstag verbringen werden. Gibt es dort in der Nähe irgendwo ein gutes Restaurant wo man anschließen Essen gehen kann?

  13. Ich bin überrascht. Der Südfriedhof in Leipzig wurde gar nicht erwähnt. Soll sehr Geschichtsträchtig sein (leider nicht gefunden ohne Führung) aber sehr Beliebt unter Gruftis :-). Besonders zum Wave Gothik Treffen. Ich fand ihn toll. Und zumindest in den Ecken in denen mein Mann und ich unterwegs waren, hat das alte überwogen. Herrliche Bauten und Figuren. Richtig schön verträumt. Es soll noch eine Art Waldfriedhof geben. Aber ich habe noch keinen Anhaltspunkt wo genau bzw wie er heißt. Hat mir nur eine Kollegin. Ach das hätte ich fast vergessen. Der Friedhof liegt direkt hinter dem Völkerschlachtdenkmal. Was sehr Beeindrucken wirken kann. Ich würde gern das Foto hier zeigen weiß aber nicht wie es geht. Shan Dark vielleicht gibt es eine Möglichkeit das wir erst E-Mail Austauschen und dann Fotos 😉

        • Ui, tolle WGT-Bilder und naturlich vom Südfriedhof Leipzig! In meinem Artikel hab ich ihn im letzten Absatz erwähnt. Find den auch richtig toll!
          Dann mal viel Spass in Köln. Ein Restaurant ist zwar schon auf der Aachener Strasse – sicher auch mehrere – aber sowas richtig dolles hab ich nicht gesehen. Wir sind zum Essen hinterher zum Neumarkt gefahren. Dort gibt es alles – auch Breite Restaurantauswahl. Dann mal happy dark Hochzeitstag!

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