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Frag den Bestatter

Wo kann man eine Urne ausleihen?

Hallo,
wir sind für eine Theaterproduktion auf der Suche nach einer Urne- am liebsten leihweise. Könnten Sie uns da vielleicht weiterhelfen?

Am besten fragt man da die Bestatter vor Ort.
Bei Särgen stellen sich manche etwas zickig an, bei Urnen dürfte das kein Problem sein.
Im ungünstigsten Fall hinterlegt man den Kaufpreis als Pfand.

An einer Urne kann ja nicht viel kaputt gehen.

Anders sieht das allerdings bei Särgen aus…

… Da stellen sich viele Bestatter etwas an. Das hat aber auch seinen Grund. Man möchte natürlich nicht, daß mit dem Sarg Schindluder getrieben wird oder er für schwarze Rituale dubioser Möchtegern-Satanisten verwendet wird. Desweiteren ist die Oberfläche eines Sarges schnell beschädigt und ein demoliertes Stück ist hinterher nur mit großem Verlust zu verkaufen.
Außerdem ist ein Sarg ein sehr sperriger Gegenstand, der nicht so ohne weiteres transportiert werden kann.
Man hat da schon gesehen, daß die Theater-AG eines Gymnasiums den Sarg nach der Aufführung hochkant auf einer Sackkarre durch die halbe Stadt zum Bestatter zurück geschoben hat. Ein anderer Kollege berichtete mir davon, daß eine Laienspielgruppe den Sarg im Kofferraum eines Kleinwagens transportiert hat. Das heißt, etwa ein Drittel des Sarges war im Kofferraum, zwei Drittel ragten heraus und waren mit einem roten Putzlappen gekennzeichnet.

Eine gute Quelle für billige Urnen ist aber Ebay. Dort findet man immer wieder Angebote um die 20 Euro. Auf diese Weise kommt man doch günstiger dran, als wenn man umständlich eine ausleihen würde.

Ansonsten würde ich bei einem Bestatter vorsprechen und ein Schreiben der „Produktionsgesellschaft“ (nötigenfalls der Wohngemeinde, des Vereins oder der Schule) vorlegen.
Dann wird sicherlich der eine oder andere Bestatter keine Probleme machen. Die (Einkaufs)preise für Urnen sind nicht so hoch, als dass man sich eine solche nicht auch kaufen könnte.

Hinweis

In „Frag den Bestatter“ findest Du meine Antworten auf Fragen von Leserinnen und Lesern. Diese Fragen sind zum Teil Inhalte Dritter, die mich tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen. Es handelt sich also um meist nicht bearbeitete und nicht auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfte Fragen Dritter. Für die Fragen sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich. Ich mache mir die Aussagen nicht zu eigen.
Ich erteile Auskünfte ausschließlich aufgrund meiner Erfahrung und erbringe keine Rechts-, Steuer- und Medizinberatung.


Lesezeit ca.: 2 Minuten - Tippfehler melden - Peter Wilhelm 23. März 2016

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6 Kommentare
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Ma Rode
11 Jahre zuvor

Geht für eine „echte“ Urne nicht auch eine Nachahmung? Ich habe sowas neulich mal auf einem Flohmarkt gesehen. Das Ding sollte eine Vase sein, sah aber aus wie eine Urne, nur etwas schlanker. Aber das kommt ja ganz auf den Geschmack des Regisseurs und die Vorstellungskraft des Publikums an.

Big Al
11 Jahre zuvor

@ Ma Rode.
Ein künstlerisch gestaltetes (Blech-)Behältnis mit Deckel würde es auch tun, aber wahrscheinlich denkt von den „darstellenden Künstlern“ keiner soweit.
Oder der Requisiteur ist einfach nur faul.
Als Sarg sollte man allenfalls einen „Verbrennungssarg“ verleihen, aber der ist den „Ausleihenden“ dann meistens zu hässlich.
Ich glaube ich habe da gerade eine Geschäftsidee…
B. A.

Markus
11 Jahre zuvor

Hallo, muss es eine besondere Schmuckurne sein, oder reicht euch eine schlichte, in schwarz oder weiß? Ich könnte euch dann eine schicken.

Ma Rode
11 Jahre zuvor

Von Sarg war in der Fragestellung eigentlich nicht die Rede, oder hab ich was überlesen?
Big Al, wenn Du Unterstützung brauchst, Du hast ja meine Adresse 🙂

mømø
11 Jahre zuvor

In Berlin gibt es auch einen Sargverleih, falls da mal einer gebraucht werden sollte: http://www.historiale.de/sargverleih

Josef
2 Monate zuvor

Bei Särgen stellen sich manche etwas zickig an, bei Urnen dürfte das kein Problem sein

Wir haben mal einen Sarg verliehen, den konnten wir nur noch für eine Umbettung nehmen. Schadensersatz gab es auch nicht, mein AG hatte Angst mit den Leuten Ärger zu bekommen. Da kann ich die Kollegen schon gut verstehen, die gar nichts verleihen möchten.




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