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Zu jung für eine Sterbegeldversicherung?

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Kommentare:
Jung einsteigen bei der Sterbegeldversicherung? Das habe ich mal versucht. Unter 45-50 Jahren ist da meist nichts zu machen …

Ich empfehle hier ja keine bestimmte einzelne Sterbegeldversicherung, sondern habe in der Seitenleiste einen Online-Tarifrechner verlinkt.
Da gibt man einfach sein Geburtsdatum ein und die gewünschte Versicherungssumme, dann auf „Berechnen“. Es werden einem die Tarife verschiedener Versicherungsgesellschaften angezeigt und man ist derzeit ab Geburtsdatum 1989 dabei. Hier läge der Beitrag für 7.500 Euro Versicherungssumme bei erschwinglichen UZE (unter zehn Euro).
Aber selbst als 50jähriger würde man kaum mehr als 20 Euro bezahlen.
Und selbst wer kurz nach dem 1. Weltkrieg im Jahre 1919 geboren wurde, jetzt also 80 Jahre alt ist, würde dort noch eine Gesellschaft finden, die ihn aufnimmt, wenn er bereit ist, rund 216 Euro monatlich dafür zu bezahlen. Dafür zahlt sie aber auch im Todesfall 7.500 Euro.

Wer nur das Nötigste versichern will und mit einer Versicherungssumme von 2.500 Euro auskommt, der ist schon ab ca. 3.30 Euro im Monat dabei.

Als Bestatter würde ich mir wünschen, jeder hätte wenigstens das.

Man kann sich natürlich hinsetzen und die Beiträge bis zum 89. Lebensjahr hochrechnen und wird dann erkennen, daß Sterbegeldversicherungen sich manchmal sogar gar nicht rechnen. Genau so gehen ja die Warentester vor. Allerdings bleibt dabei unberücksichtigt, daß man ja nach kurzer Wartezeit (mit der man verhindern will, daß sich Sterbende schnell anmelden) das ganze Leben lang voll abgesichert ist. Bei einer Haftpflicht- oder Hausratversicherung bezahlt man ja auch für den Schutz, die Sicherheit im Eventualfall und nicht dafür, daß man das Einbezahlte auch gewiss wieder voll herausbekommt.

Dabei ist es noch so, daß ein Haftpflicht- oder Hausratschaden manchmal das ganze Leben lang nicht eintritt, aber eines ist ganz gewiss: Sterben muß jeder (außer Johannes Heesters).
Und es kann jeden von uns im nächsten Moment treffen.

—-


Peter Wilhelm 28. Mai 2012


22 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Tom,

    ich verfolge fast vom ersten Tag an dein Block. Und finde Ihn immer wieder spannend, aufregend, langweilig, aufreibend, beängstigend, lustig, …. Alles, nur nicht langweilig.

    Da meine Mutter jetzt selber in ein Altenheim ziehen will, stelle ich mir in letzter Zeit immer wieder Fragen, wie es dort ablaufen wird.

    Gerade dieser Artikel erinnert mich auch wieder an die Frage, die ich dir schon vor einiger Zeit gestellt habe und für die ich noch keine Antwort erhalten habe.

    Ein Artikel von dir, den Du vor einigen Monaten veröffentlicht hattest, spielte auf einer „Werbeveranstaltungen“ im Altenheim.

    Wenn ich es noch richtig im Kopf hab, freuen sich die alten Damen und Herren vor allem immer auf diese Veranstaltungen, da ihr für alle Teilnehmer Kaffee und vor allem Kuchen ausgibt.

    Also ehrlich gesagt, kann ich mir aber nicht so richtig vorstellen, wie so eine Veranstaltung abläuft und wie Ihr eure Produkte dort an den Mann respektive Frau bringt. Es will sich doch nicht wirklich jemand mit dem Thema beschäftigen. Vor allem nicht, wenn man schon den zweitletzten Umzug getätigt hat und genau weiß, was der morgige oder der Tag danach bringt.

    Was stellt Ihr konkret bei so einer Veranstaltung vor?
    – Vorstellung wie eine Beerdigung ablaufen könnte?
    – Wie die Bestattung finanziert wird?
    – Was sie im Vorfeld vorzubereiten haben?
    – Das die Personen sich Gedanken über Ihre eigene Bestattung machen sollen?

    Ich finde eigentlich alle diese Punkte sehr absurd. Gegebenenfalls noch die Kostenfrage könnte man in einem solchen Kreis besprechen. Aber du willst doch Bestattungen verkaufen und nicht Versicherungen. Oder?

    Wie läuft es nach einer solchen großen Vorstellung der Themen ab. Setzt du dich nach einander an die einzelnen Tische und versuchst dann die Leute zu „bearbeiten“, oder wartest du darauf, dass die Personen sich hoffentlich wieder mal bei dir melden?

    Vielen Dank für deine Beantwortung.

    Gruß
    Oliver

  2. Ich hab mal den Tarifrechner bemüht.

    Bei allen Angeboten steht bei Beitrags­zahldauer – bis zum 85. Lebensjahr.

    Was ist danach? Was ist z.b. wenn ich nen zweiter Heesters werde? Muss ich dann ab 85 nur nix mehr einzahlen und im Todesfall mit sagen wir mal Heesters + X Jahre wird die volle Summe gezahlt? Oder wird die Summe zum 85. ausgezahlt?

  3. Ach, und noch was. So teuer find ich das garnicht was man „mehr“ zahlt.

    Ich komme bei mir, aktuell 30 Jahre alt, auf runde 5700 Euro bei einer Versicherungssumme von 5800 Euro.

    Gerechnet recht einfach bis 85 sinds noch 55 Jahre, das mal 12 Monate mal 8,80€ pro Monat.

    Ich glaube, die 800 Euro mehr, wenn man wirklich so alt wird, sind mir auf die Jahre verteilt lieber als das meine Nachkommen am Ende vor nem Berg kosten sitzen.

  4. Ich habs mal mit meinen 25 Jahren und 10000 Euro getestet, das Ergebniss war überall: Sie sind zu jung.

  5. Also mit meinen 25 Jahren hat es funktioniert. Ich lag immer so zwischen 8 und 12 €. Ist eine Überlegung wert.

  6. Das Problem ist nicht das Alter, sondern die Versicherungssumme: Einige Anbieter gehen bis maximal 8500€. Mit 25 Jahren ist man lediglich für eine Option zu jung.

    Ich habe mir das gerade auch einmal angeschaut und überlege wirklich, das zu machen. Einziges Problem: Man muss eine Person angeben, die das Geld bezieht. Meine Eltern? Werden aller Voraussicht nach vor mir sterben. Meine Freundin? Wird sicherlich nicht mehr lange dort wohnen, und es wäre ein weiterer Vertrag, den man bei jedem Umzug aktualisieren muss.

  7. Die Erfahrung dass man bei vielen Unternehmen zu jung ist, musste ich leider auch machen. Nun habe ich bei Signal Iduna einen Vertrag abgeschlossen wo ich in die Sterbegeldversicherung von heute bis zum Rentenalter (Endalter der Zahlung konnte ich mir aussuchen) einzahle und danach läuft die Versicherungssumme beitragsfrei. Im Rentenalter hat man ja meistens weniger Kohle und so brauche ich dann nichts mehr zahlen. 🙂

  8. Wieviel verdienst du eigentlich durch diesen Ref-Link zum Sterbegeldversicherungs-Rechner? Ernsthafte Frage.

  9. @Matze: Hallo,

    es gibt Gesellschaften, die fangen schon bei 1.000 Euro an und man findet welche, die 12.500 Euro versichern.
    Du kannst ohne weiteres als junger Mensch mit 1.000 Euro abschließen und schreibst in den Versicherungsantrag, daß Du Dir eine Anpassung der Versicherungssumme nach oben vorbehältst.
    Man kann mit denen im Grunde alles vereinbaren.

    Das mit dem Ummelden beim Umzug ist natürlich immer ein Problem, aber das läßt sich durch eine geordnete Dokumentenmappe an einem Nachmittag locker durchziehen.
    Als Bestatter machen wir das beinahe tagtäglich, weil wir für unsere Vorsorgekunden die Ummeldungen vornehmen, wenn sie ins Heim gehen oder zu den Kindern ziehen.

  10. „Als Bestatter würde ich mir wünschen, jeder hätte wenigstens das.“

    Das ist die Bestattersicht.

    Man sollte beim Thema Versicherungen aber nicht nur die Bestattung im Hinterkopf haben.

    Man muss zuerst einmal im Hinterkopf haben dass Versicherungen sich im Schnitt fuer die Unternehmen lohnen.

    Vesicherungen lohnen sich deswegen nur bei Betraegen, die man sonst nicht bezahlen koennte. D.h. man braucht eine Haftpflichtversicherung, aber normalerweise keine Reisegepäckversicherung (die sowieso nie zahlt), oder Versicherung die eine kaputte Brille bezahlt.

    Abgesehen von dem Spezialfall „Frau die an Leberkrebs erkrankt war und noch maximal zwei Jahre zu leben hatte“ braucht man eine Sterbegeldversicherung nur, wenn die Kosten sonst von den Angehoerigen nicht bezahlt werden koennten.

    Wenn man genug Geld hat, oder die Angehoerigen (z.B. Eltern) genug Geld fuer eine Bestattung haben, dann braucht man so eine Versicherung nicht.

    Aber wenn sich hier 30-Jaehrige wegen der Bestattungskosten Sorgen machen dann muss ich doch einmal etwas ganz anderes fragen:

    Wie seid Ihr eigentlich selber im Fall der Berufsunfaehigkeit, oder Eure Familien im Fall Eures Todes abgesichert?

    In den Faellen wo man der Allein- oder Haupternaehrer der Familie ist muss das insgesamt vernuenftig abgesichert sein, und nicht nur die paar Tausend Euro fuer die Beerdigung.

  11. Ich bin 29 und bereits berufsunfähig, leider war ich dieses aber auch schon sehr jung so dass ich nie die Chance hatte eine BU abzuscliessen.. Gott sei dank machte ich bereits als Jugendliche kleine LV’s so dass meine Familie abgesichert ist. Und dank meiner Eltern besitze ich auch eine Zusatz-KV seit Geburt was bei meinem Gesundheitszustand sehr wichtig für mich ist.

  12. 12 Adrian: Eine Sterbegeldversicherung ist sicher nicht die erste, die man braucht. Die fällt mehr unter nützlich als unter zwingend notwendig. LV, BU, Haftpflicht, Hausrat – das sind vier sinnvolle Versicherungen, die jeder haben sollte, wobei man sich über eine LV noch streiten kann – wer Familie hat, sollte sich auf jeden Fall absichern. Altersvorsorge ist auch wichtig, die kann man evtl. mit der LV aber schon erschlagen.

  13. Wenn man dort mal die Einzahlungssumme mit der Auszahlungssumme vergleicht, sieht man, dass die kaum mehr auszahlen, als man vorher eingezahlt hat. Mit andern Worten: Als junger oder jüngerer Mensch bringt das Geld selbst auf einem miserabel verzinsten Sparbuch deutlich mehr.

  14. @15: Miserabel verzinste Sparbücher sind zwar vielleicht günstiger- ich würd die Sterbegeldversicherung vorziehen, selbst wenn es sich für jüngere Versicherte nicht „so lohnt“- aber eine Sterbegeldversicherung ist relativ sicher davor, als Vermögen verwertungspflichtig zu sein, wenn man Hartz-IV-Leistungen beantragen muss. Ein Sparbuch hingegen nicht so sehr. Auch ist man nicht so sehr in Versuchung, in Zeiten knapper Kohle mal fix das Guthaben abzuräumen.

  15. Ich glaube, wenn man ein Haus vererbt, dann braucht man nicht zusätzlich eine Sterbegeldversicherung. Da der Nettoerlös die Bestattungskosten bei weitem übersteigt, können sie es davon abziehen. Schön, wenn eine solche Versicherung vorhanden ist, oder man beim Bestatter im Voraus bezahlt hat. Hauptsache sie zahlen nicht drauf. Das wäre unfair. Jeder weitere € der übrig bleibt ist Bonus.

  16. Mac, sieh den zeitlichen Rahmen, wann verkauft man das Haus und wann kommt die Rechnung vom Bestatter?

  17. @Moonwish: Uninterressant. Der zeitliche Rahmen ist überschaubar. Sollen sie halt zusammenlegen. Wenn sie kein Geld haben, nehmen sie eben einen Kredit auf. Das Haus als Sicherheit, wenn sie so arme Schlucker sind. Die Zinsen können sie anschliessend auch vom Reinerlös bezahlen. Die Hütte können sie gleich verkaufen, wenn sie den Erbschein haben. Anbieten sofort. Sie brauchen nicht zu warten bis ich unterm Boden bin, ich bin ja schliesslich schon ausgezogen. Auch ein Kaufmann muß einkaufen und bezahlen, bevor er verkaufen und Gewinn machen kann. Also ein klein wenig Hintern bewegen darf schon sein, damit nicht alles so in den Schoß fällt wie im Märchen vom Sterntaler. Ich hab lange dafür arbeiten müssen, da werden die auch ein paar Wochen auf den Geldsegen warten können. Ich bin nicht verpflichtet eine bestimmte Summe in bar als Brückengeld bereitzuhalten. Ich könnte natürlich noch ein wenig entgegenkommen, indem ich bei einer Bank eine Hypothek aufnehme, und dabei ganz kleine Raten mit nur 1% Tilgungsrate vereinbare, und das geliehene Geld beim Bestatter zur Vorsorge verwende.
    Entschuldige, bin grad richtig gut drauf, wenn ich mir das so vorstelle.

  18. 8,37 EUR brutto!! Wer bietet weniger?
    Regelarbeitszeit, um davon „leben“ zu können: 250 Std / Monat

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