Burial Vault

Hallo Tom, ich habe da supermoderne Särge aus Plastik entdeckt.

Die Firma, auf deren Seite Du gestoßen bist, stellt keine Särge, sondern sogenannte „vaults“ her. Das sind keine Särge, sondern Behälter, in die ein kompletter Sarg hineingestellt werden kann.

Die Übersetzung für das Wort ‚vault‘ wäre Kammer, Gruft, Grabgewölbe und die Verwendung solcher Behältnisse ist vor allem in Amerika üblich. Anders als bei uns sind dort Gräber ‚für die Ewigkeit‘ gedacht. Da möchte man einerseits verhindern, daß das Grab durch Verrotten des Sarges einbricht und andererseits soll durch die allseitige Belüftung des Sarges trotz der häufig erfolgten Einbalsamierung ein Vergehen des Leichnams ermöglicht werden.

In manchen Gegenden Amerikas wird in jedes Grab eine Wandschalung aus Beton eingebracht, in anderen Gegenden, oder wenn der Geldbeutel es nicht zulässt, finden solche Burial Vaults, also Beisetzungskästen, Anwendung.
Dabei wird das Grab ganz normal ausgehoben und auf dem Boden des Grabes die Grundplatte des „Vault“ plaziert.
Hierauf wird dann der Sarg hinabgelassen und später der Oberkasten des ‚Vault‘ darübergesetzt. Erst dann wird das Grab mit Erde verfüllt.

Hier der Link zu der Seite, die der Leser gefunden hatte
und hier ein entsprechender Artikel (in Englisch) aus der Wikipedia dazu.

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  • Veröffentlicht am: 23. Juli 2008
  • 9 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

9 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Erster Gedanke ohne gelesen zu haben und nur das Bild. Will Tom jetzt Kuchen backen? :D

  2. wie einfach war’s doch im guten alten „wild, wild west“, da war sowas nicht nötig.
    ;-)

  3. Das gibt es schon länger auch in Deutschland. Wird bei Friedhöfen verwendet, wo Boden oder Grundwasser zu wenig Luft an die Särge lassen. Sind aber Einzelfälle.

  4. Und wieso ist das Thema im Netz gerade so präsent?

    Deswegen:
    http://blog.fefe.de/?ts=b67d973c
    bzw. das Update:
    http://blog.fefe.de/?ts=b67a34e2

  5. Hm, wäre umgekehrt nicht sinnvoller? also die Schale ins Loch und nur einen Deckel drauf? So muss man doch beim Ausgraben wieder drumrum bis runter buddeln.
    Im umgekehrten Fall bräuchte man nur die Erde drüber beiseite schieben …

  6. Mein erster Gedanke: In Tupper hält sich doch alles länger frisch …

  7. Dann könnte man doch gleich einen Autodachkoffer nehmen, und Sarg plus Tupperschale sind eins? Wäre sicher preisgünstiger.

  8. Wieso stellen die bekloppten Amis sich nicht gleich die Särge in die Garage?

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