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Wir sind…

… bei 3.984

Und es gibt nix zu gewinnen, dafür kostet die Teilnahme auch keine 3,99 Euro pro Minute.

Aufgeschnitten oder am Stück 2

Jawollja, sie nimmt ihn dann doch! Ich hatte ja über jene auswahlfreudige Kundin berichtet, die sich gerne jeden Sarg am Stück von allen Seiten betrachten wollte und die sich schließlich dann doch für ein Modell aus dem Katalog entschieden hatte. Ausgerechnet dieses Modell mussten wir aber erst aus der Fabrik abholen.

Ich hatte ja auch insgeheim vermutet, daß sie noch wegen der Transportkosten mit mir handeln würde, aber das war dann doch gar nicht der Fall. Besser ist das.

Vorhin war sie da, hat sich den Sarg von allen Seiten (am Stück sozusagen) angeschaut und genickt: „Genau der ist es, warum haben Sie mir den denn nicht gleich gezeigt?“

Gestern schrieb ich ja schon mal, daß wir gar nicht alle Sargmodelle in der Ausstellung haben. Ich glaube fast, daß man die Kunden einfach in zwei Gruppen einteilen kann. Die eine Gruppe macht 85% der Kunden aus und für die reichen 5-8 Särge zur Auswahl. Ein ganz billiger zur Abschreckung und ein ganz teurer zum Kopfschütteln, dazwischen 3-6 Modelle in hell, dunkel, groß und klein und fertig ist die Laube.

Für die restlichen 15% der Kunden bräuchte ich wenigstens 200 Särge in der Ausstellung und die würden immer noch keinen finden, der ihnen genehm ist.

Dabei erinnere ich mich an eine Geschichte, bei der ich mich doch ziemlich geärgert habe.

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Die Geschichte die eine andere geworden ist

Manchmal sind Kunden nach dem Beratungsgespräch richtig gelöst. Waren sie vorher verkrampft und in ziemlich düsterer Stimmung, verlassen sie oft unser Haus und lächeln sogar. Das liegt daran, daß wir uns bemühen, den Menschen das Gefühl zu geben, bei uns besonders gut aufgehoben zu sein und ihnen die Sorgen rund um die Bestattung abzunehmen. Zum anderen glaube ich, daß ich eine Frohnatur bin (außer morgens vor dem ersten Kaffee) und trotz allen Respekts und allem Mitgefühl versuche ich locker zu bleiben. Das nimmt den Leuten die Angst vor der ungewohnten Situation. Außerdem babbele ich mir den Mund fusselig, um alles so genau wie möglich zu erklären.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es sehr hilfreich und beruhigend für die Leute ist, wenn sie möglichst genau wissen, was jetzt mit ihrem Angehörigen passiert. Wir sind auch stets darauf vorbereitet, daß ich die Kunden in unsere unteren Räume führe, damit sie sich davon überzeugen können, daß nichts Geheimnisvolles und Schreckliches mit ihrem verstorbenen Angehörigen passiert.

Dazu haben wir einen separaten Raum, in dem wir den betreffenden Verstorbenen direkt besuchen können. Die Kälte des Einbalsamierungsraumes und des Präparationsraumes mit all ihren Instrumenten und Geräten muten wir den Menschen doch nicht zu, auch wenn das scheinbar im Widerspruch zum oben Gesagten steht.

Die Allermeisten wollen ja ihren Verstorbenen erst sehen, wenn er zurecht gemacht und angekleidet ist. Aber hin und wieder kommt es auch vor, daß ich es für besser halte, wenn sie den Verstorbenen gleich sehen können.
Manche Menschen haben einfach Angst davor, daß der Bestatter irgendetwas Merkwürdiges, Unbekanntes oder gar „Böses“ mit ihrem Angehörigen anstellt. Diese Angst können wir ihnen nehmen.

Ganz selten kommt es sogar vor, daß ich einem Angehörigen anbiete, bei der Herrichtung seines Familienmitgliedes mitzuwirken.

Es ist immer eine Gratwanderung.

Manch mal kommt es ja vor, daß selbst die nächsten Angehörigen den Toten noch nicht gesehen haben. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Tod auf einer Reise eingetreten ist und wir den Verstorbenen von weither herbeigeschafft haben. Dann besteht oft der Wunsch, daß sie ihn sehen wollen, noch bevor irgendwas an ihm gemacht wird.

(Hier nochmals der Hinweis: Wenn allgemein von dem Verstorbenen die Rede ist, gilt das geschlechtsneutral für den Verstorbenen und die Verstorbene.)

Irgendwie sind wir tagtäglich darum bemüht für ganz viele verschiedene Kunden immer eine ganz individuelle Lösung zu finden.
Ich glaube, daß das ziemlich schwer ist, aber ich bin auch davon überzeugt, daß uns das ganz oft ziemlich gut gelingt.

Warum erzähle ich das alles?
Eigentlich wollte ich nur ne ganz kurze Geschichte erzählen und bin ins Schwafeln gekommen.

Schreibe ich die kurze Geschichte also morgen :-)

Nichtschwimmer aufgepasst!

Geht ne Seebestattung auch wenn man Nichtschwimmer ist?

Grundsätzlich nein.
Entweder man lässt sich mit einem Schwimmer zusammen einäschern oder man bucht schon zu Lebzeiten einen Schwimmkurs.
Die Bestatterverbände bieten seit geraumer Zeit gemeinsam mit den Seniorenverbänden und dem DLRG in den Altersheimen Seniorenschwimmkurse an. Statt eines Seepferdchens darf man sich dann die graue Piratenflagge an den Schwimmanzug nähen.
Ohne das gibt es keine Seebestattung!

Ausstellungsstücke

Die Särge, die du bei dir in der Ausstellung präsentierst sind doch nur Ausstellungsstücke, oder werden die auch direkt verkauft?

Wir haben von bestimmten Särgen Dutzende am Lager. Hier sind die Stücke in der Ausstellung quasi das Ausstellungsstück. Von anderen Modellen haben wir aber oft nur ein Einzelstück da, weil sie nicht so oft nachgefragt werden oder weil es außergewöhnliche Stücke sind, die wir insbesondere deshalb im Angebot haben, um auch mal andere Särge zu zeigen.
Sucht ein Kunde so einen Sarg aus, bekommt er dieses eine Einzelstück.

Rabatte für „Ausstellungsstücke“ gibt es bei uns nicht, weil sich die Särge in der Ausstellung nicht abnutzen usw.

Wir hatten schon Fälle, da hat sich jemand einen Sarg aus dem Ausstellungsraum ausgesucht und am nächsten Tag festgestellt, daß der Sarg weg war. Da haben wir schon zu hören bekommen: „Sagen Sie bloß, wir mussten das Ausstellungsstück nehmen, da ist ja sicher noch ein Rabatt drin.“

Aber auch umgekehrt kommt das zum Tragen. Ein Kunde sucht ein Standardmodell aus, wir nehmen das aus dem Lager und er sieht am anderen Tag das Ausstellungsstück noch im Showroom: „Ist denn meine Mutter immer noch nicht eingesargt? Der Sarg steht ja noch da!“

Kühlung kaputt 3

Das mit der Kühlung wird wieder. Wir bekommen sogar eine neue Steuerung und die Kosten die auf mich zukommen, sind doch nicht so exorbitant hoch, wie mir der erste Techniker ganz am Anfang gesagt hat. Aber so 6.000 bis 7.000 Euro werden es wohl werden.

Darf ich eigentlich einen Fahrer, der von Beruf Fliesenlegergeselle ist, die Kacheln legen und verfugen lassen?

Diese ganzen Kosten rund um Logistik und Kühlung usw. sieht ja niemand.

Zu unseren „Freunden“ gegenüber kann ich übrigens niemanden bringen, so wie es verschiedentlich in den Kommentaren vorgeschlagen wurde, die haben gar keine Kühlung.