Bestatter sind Halsabschneider

Ist ja klar.
So sieht die Rechnung aus:

Leistungen Bestatter: 1.025,00 Euro
Vorleistungen Stadt (Grab, Trauerhalle, Kühlzelle): 4.180,50 Euro
Vorleistungen Steinmetz (Einfassung, Grabstein): 3.500, 21 Euro
Vorleistungen Gärtner (Sargschmuck, Blumen Trauerhalle): 741,00 Euro
sonstige Vorleistungen (Pfarrer, Gebühren, Auslagen): 127,00 Euro

Der preiswerteste Sarg durfte es sein, kein Totenhemd, sondern der alte eigene Schlafanzug und die Kunden zickig und schwierig ohne Ende. Dann aber über 8.000 Euro für das ganze übrige Trallala ausgeben und hinterher bei mir im Laden stehen und sagen:

„Eine Unverschämtheit, was Sie da alles berechnet haben. Wir hätten doch woanders hingehen sollen, Bestatter sind eben Halsabschneider!

Ich finde das eine Frechheit!

Neues Layout

Hab mich heute sehr gefreut, dass Peter endlich das Layout für mein Weblog fertiggestellt hat. Ich finde das jetzt sehr angemessen und hatte mich an dem Übergangslayout auch ehrlich gesagt sattgesehen.

Ich hoffe, es gefällt auch meinen Lesern.

Wie oft nehmen Sie den Sarg? Wird der Sarg mitverbrannt?

Was glaubt Ihr, wie oft ich gefragt werde:

„Wir der Sarg wirklich mit verbrannt? Den nehmen Sie doch bestimmt mehrmals, oder?“

Auch wenn der Sarg mit das Teuerste an der ganzen Bestattung ist, so ist er das nur deshalb, weil über den Sargverkauf die notwendigen sonstigen Kosten mitfinanziert werden. (Telefondienst, Bereitschaft usw.) In der Anschaffung macht er eher einen niedrigen bis mittleren Posten aus. Für Feuerbestattungen nimmt man sowieso Särge, die dafür konzipiert wurden. Für eine Erdbestattung sollte der Sarg eine bestimmte Festigkeit haben, die preiswertere Feuersärge, die sogenannten Verbrenner, nicht haben.

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Guten Morgen!

Es ist drei Uhr morgens und eine Kundin sagt am Telefon:

„Sie beerdigen ja heute meinen Mann. Um zehn Uhr ist die Beerdigung. Ich wollte nur mal nachfragen, ob alles klar geht.“

Um drei Uhr morgens!
Was soll da um diese Zeit, so kurz vor der Beerdigung schief gehen? Wenn der Vater nicht von den Toten auferstanden ist, wird er um 10 beerdigt.

Um drei Uhr! Kopfschüttel!!!

Dankschreiben

Aus einem Dankschreiben einer Kundin, das mich heute Morgen erreichte:

…möchte ich mich nochmals ganz herzlich bedanken, dass Sie meinen Mann so schön vergraben haben.

Organspende

Heute erreichte mich eine Mail, in der ich gefragt wurde, wie es im Falle einer Organspende mit dem Verstorbenen weitergeht. Für die Beantwortung habe ich mir viel Zeit genommen und einiges geschrieben. Damit aber auch andere evtl. davon profitieren können, stelle ich sie hier auch noch mal online:

Es ist sicherlich keine schlechte Idee, einen Organspendeausweis zu haben. Jeder von uns könnte jederzeit in die Situation gelangen selbst auf eine Spende angewiesen zu sein. Leider sterben noch viel zu viele Menschen, während sie auf der Warteliste stehen.

Es ist nicht notwendig, den Verstorbenen länger als erforderlich aufzubewahren. Schon die Pietät und die Rücksichtnahme auf die Angehörigen verbietet eine unnötige Verzögerung. Bei der Multiorgan-Entnahme werden auch Gewebeteile entnommen, die für spätere pathologische Untersuchungen als Referenzmaterial dienen können. Durch die Organentnahme kommt es in der Regel zu einer Verzögerung von 24 bis 48 Stunden in der Abwicklung der Bestattung.

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Artikel reloaded

Da lungert schon ein paar Tage ein Kommentar in meinem Spamfilter. Irgendwer hat einfach eine Reihe meiner Artikel kopiert und als Kommentar an mich geschickt. Was soll das denn? So ein Blödmann!
Aber dann habe ich mir die Artikel heute nochmals angeschaut und festgestellt, dass das gar kein Blödmann ist, sondern jemand der mir helfen wollte. :-)
Bei den Artikeln handelt es sich nämlich just um die Artikel, die beim Umzug auf die neue Adresse verschwunden waren.

Die habe ich heute wieder reinkopiert, deshalb nicht wundern, wenn Ihr ein deja vu habt! :-)

An den unbekannten Sender ein herzliches Dankeschön!

Wir waren ja woanders

reloaded: 7.6. 10:02:57: Wir waren ja woanders

Kommt eine Frau in mein Büro und ich freue mich schon auf den neuen Auftrag. Sie trägt ja schwarze Sachen, also liegt da was an.
Nein, sie komme nur wegen der Danksagungskarten. Sie habe gehört, dass wir sowas auch machen und da bräuchte sie 150 Stück.

“Wegen der Beerdigung da waren wir woanders!”

Wie ich diesen Satz hasse! Die Frau wohnt nur drei Strassen von meinem Bestattungshaus weg, läuft hier jeden Tag vorbei, erzählt sie und als dann ihr Mann gestorben ist, kamder Sohn ins Spiel. Der wohnt in Rendsburg, also weit weg. Natürlich kennt der sich aus. Söhne kennen sich ja immer aus. Natürlich nimmt der das Branchenbuch und weiss auch ganz genau, warum man besser nicht zum Bestatter am Ort geht, sondern zu irgendeinem anderen: “Die hauen einen alle übers Ohr! Und teuer sind die auch immer!”